Archiv für Sparte ‘Bürger hautnah’

27
Mai

Das morgendliche Sonntagsbad

   Von: Alexa Viator in Bürger hautnah

Eines Nachts, die Geisterstunde ist schon lange vorbei, hört man es in ganz Trent plantschen. Erst einmal fragt man sich, woher kommt das Plantschen? Am Brunnen? Nein, der ist verweist. Im Clubhaus? Nein, auch dort nicht. Dann kommen nur die ganzen gefüllten Badewannen und Zuber im Wohnviertel in Frage. Nähert man sich dem Wohnviertel, hört man neben dem Plantschen eine Stimme, die am Singen ist.
„Baden geh´n zu Mitternacht, der Wasserdrache gerne macht“, sagt Erian.
„In meinem Zuber geht das Wasser nie uber“, hört man den Wasserdrachen singen.
„Weil der schon von alleine leckt, auch wenn kein Drache drin steckt?“, fragt Erian neckend.
„Das ist dann fauler Zuber!“, ruft Morty und weiterhin hört man Louhi singen: „Mein Zuber der ist dicht, weil ich ihn selbst gericht‘.“
„Ob der Drache sonst auch ganz dicht?“, grinst Morty.
„Im Gegensatz zu einem Drachen, der auch darüber kann laut lachen“, sagt Erian und grinst zu Morty.
Und auch Louhi hört man laut schallend lachen und man kann ahnen, dass dabei das Wasser am Überschwallen ist.
„Nun ist der doch übergelaufen und Louhi muss Wasser nachkaufen“, sagt Erian und man hört Louhi laut sagen: „Ich habe Wasser schon genug, es reicht selbst für einen Schluck.“
„Und jeder denkt, wir wären plämpläm beim Zuber Poetry-Slam“, sagt Erian.
„Das wäre nicht ungewöhnlich, höchstens ist es zu persönlich“, sagt Louhi.
„Mach den Zuber nicht so voll, wenn das Wasser reichen soll“, sagt Morty.
„Wasser reicht mir bis zur Brust, das gibt dem Baden höchste Lust“, sagt Louhi.
„Der Rest jagt ja auch aus dem Zuber, drum wird der Drache unten sauber“, ruft Erian, „und säubert sich der Drachenspeck, wenn oben ist noch immer Dreck.“
„Die Füße müssen sauber sein, dann kommt man in die Stiefel rein. Wenn unten sauber, taucht er unter, dann wird er oben auch viel bunter“, sagt Louhi.
„Der macht gar lustig Sachen, vom Stamm der Schwarzfuss-Drachen“, sagt Morty und Louhi ruft, er habe keinen schwarzen Fuß, denn das macht ihn viel Verdruss.
„Der Drachenfuss hat ein Aroma, da fällt der Simkeaner ins Koma.“, sagt Morty.
Und wer glaubt das denn? Denn Louhi hält das für ein Gerücht.
„Der Kater muss ins Bettchen geh´n, drum sagt er leis auf Wiederseh´n“, verabschiedet sich Morty ins Bettchen.

 

(Alexa Viator)

27
Mai

Der Zoo von Sarafine

   Von: Alexa Viator in Bürger hautnah, Simkearundgang

Samstag Abend ruft es laut. Sarafine verlost für ihren Zoo Eintrittskarten. Nach kurzen Überlegungen sage ich Ja und bekomme sofort eine Führung. An ihrem Haus erwartet sie mich schon mit voller Freude.
„Die Idee des Zoos ist schon sehr alt“, sagt sie aufgeregt, „ich wollte ja immer Tiere im Hausgarten, doch leider hat man mir das nicht erlaubt. Und in den letzten Jahren habe ich ein paar Erkundigungen eingezogen und in den letzten Wochen ist es dann konkret geworden.“
Immer noch aufgeregt, sagt sie: „Wenn wir jetzt gleich in mein Rosencottage gehen, dann wirst du neben dem Zoo auch ein Schwimmbad mit Sauna finden.“
„Bereit?“, fragt sie mich.
„Das Füttern der Tiere ist verboten. Auch das Herausnehmen aus den Gehegen“, sagt sie.
„Du darfst es gerne streicheln und bewundern“, lächelt sie mich an.

Sarafine öffnet die Haustür und sagt: „Bleib bitte stehen, wenn wir jetzt gleich reingehen.“
„Vorsicht, gleich kommt eine Stolperfalle“, warnt sie mich und geht ein Stück weiter. Und wie es so ist, überhört man die eigene Warnung und Sarafine stolpert fast über ihre Truhen. Dabei klappt von einer der beiden Truhen der Deckel auf und eine kleine Stupsnase kommt hervor.
„Wen haben wir denn da?“, fragt Sarafine und streichelt dem kleinen Wesen über den Kopf. Anschließend schaut sie zu mir und entdeckt meinen kleinen Freund. Flo, der Floh.
„Also, den wollen wir hier aber nicht“, sagt sie und zeigt auf Flo.
„Der Floh bleibt ganz brav bei mir“, erkläre ich und schiebe Flo tiefer in die Tasche.
„Das ist gut“, lächelt Sarafine und hat meinen Flo genehmigt.
„Können wir weitergehen?“, fragt sie mich und ich bejahe.
„So, um in den Zoo zu gehen, gehen wir gerade aus weiter. Links ist nur der Garten“, sagt sie und führt mich den Gang weiter.
„Wir treffen uns dann bei Pinky“, sagt sie und läuft weiter. Ich folge ihr langsamer und schon ruft Sarafine: „Hast du dich verlaufen?“
Und im selben Moment der Frage komme ich bei Pinky an.
„So, Pinky ist für den Eintritt verantwortlich“, sagt sie und zeigt auf das pinke Sparschwein. Ich werfe ein paar Heller hinein und lausche ihren Erklärungen: „Also rechts ist das Schwimmbad und wenn wir jetzt geradeaus gehen, dann kommen wir in das Zoo-Cafe.“
„Und jetzt sind wir eigentlich auch schon im Zoo. Schau dich gerne um“, lächelt sie mich an. Während ich mich umschaue, erklärt Sarafine weiter: „Seit kurzem gibt es auch eine Aufzuchtstation und Aquarien.“
„Schaut bei den Vögeln vorbei“, sagt sie und fängt das Grummeln an: „Mieze, was machst du denn hier?“

Nun denn, was Euch genau in Sarafines Zoo erwartet, müsst Ihr selbst herausfinden. Sarafines Haus findet ihr auf 4/12.

 

 

(Alexa Viator)

27
Mai

Der Hut im Rucksack

   Von: Alexa Viator in Bürger hautnah

„Si tu dis ca“, hört man Feodora in einer fremden Sprache reden.
„Hab ich aus Versehen etwas komisches gesagt?“, fragt Moonstone etwas verwirrt.
„Nö, war sicher Absicht“, grinst Louhi.
Pierre, du hast nur eine komische Sprache benutzt“, sagt Feodora und wendet sich dann an Louhi: „Louhi, die Schlaglöcher machen Jagd auf mich, sobald ich den Garten verlasse.“
„Das ist schlecht“, sagt Louhi.
„Und tut weh“, ergänzt Feodora.
„Dann solltest du schnell die Aufgabe vom Professor erledigen, das könnte helfen“, gibt Louhi den Tipp weiter.
„Oder bewaffne dich mit Sand und Steine“, schlägt Moonstone vor.
„Oder beides“, grinst Louhi.
„Eigentlich dachte ich, Louhi wäre Pflasterer. Aber ich muss wohl damit leben, dass ich immer in ein Loch falle“, sagt Feodora.
„Bin ich leider nicht. Ich wollte dir bloß deinen Weg absichern“, sagt Louhi lächelnd.
„Das war auch lieb, du konntest ja nicht wissen, dass die Löcher mich verfolgen“, sagt Feodora.
„Das stimmt“, nickt Louhi, „hab ich aber gerne gemacht.“
„Mit Steine hab ich relativ wenig am Hut“, zwinkert Louhi.
„Steine am Hut machen ja auch einen schweren Kopf“, sagt Feodora.
„Da hast du allerdings recht“, nickt Louhi.
„Außer man trägt den Hut im Rucksack, aber dann wird er total zerknautscht“, lacht Louhi.

(Alexa Viator)

 

27
Mai

Marathonläufer Brunnen

   Von: Alexa Viator in Bürger hautnah

„Katzenwäsche bringt nur ein Punkt und dann stinkt man sofort einfach wieder“, sagt Biene Clemmk und man sieht deutlich, wie sich das Bienen-Näschen zusammenzieht.
„Bestimmt ein schmutziger Brunnen“, ergänzt Clemmk.
„Verunreinigt oder so“, sucht Clemmk weiter nach einer Antwort.
„Nein, erst um Mitternacht“, erklärt Louhi.
„Der Brunnen ist ein Laufbrunnen, da kommt immer frisches Wasser aus dem Rohr“, sagt Ravalya.
„Na, hoffentlich ist der Brunnen auch da, wenn ich da bin, um Wasser zu schöpfen. Nicht, dass er davongelaufen ist“, hofft Louhi lachend.
„Tzzz Louhi. Du hast kein Vertrauen in unseren großen Master“, schüttelt Ravalya den Kopf und schimpft etwas mit Louhi.
„Marathonläufer Brunnen“, sagt Clemmk.
„Doch. Eben deshalb mache ich mir ja Sorgen. Dass ich das nächste Mal Staub schöpfe statt Wasser“, sagt Louhi mit etwas Besorgnis in seiner Stimme.
„Ich finde es komisch, dass in einem Brunnen immer Wasser ist. Irgendwann muss der leer sein“, sagt Clemmk.
„Es kommt doch immer Wasser nach“, erklärt Louhi.
„Meist ist ein Dach darüber“, sagt Clemmk.
„Ja, damit nicht so viel Dreck und Insekten drin landen“, sagt Louhi.
„Und das Wasser ist Grundwasser im Brunnen, kein Regenwasser“, fügt Ninawe als Erklärung hinzu.
„Kommt Grundwasser immer wieder hoch?“, fragt Clemmk weiter und man sieht deutlich die große Neugier in seinen Augen.
„Ja, wenn man zu viel davon getrunken hat, sicher“, sagt Louhi.
„Das können aber nur Drachen, zu viel davon zu trinken“, grinst Theodias, „dann dauert es einen Tag oder so, bis wieder Wasser drinnen ist.“
„Grundwasser steht auf einer gewissen Tiefe und der Brunnen muss bis in diese Tiefe gebohrt werden“, sagt Ninawe.
„Wenn das Grundwasser sinkt, was heute oft der Fall ist, dann trocknet der Brunnen aus“, sagt Ninawe,
„aber der simkeanische Brunnen zum Glück nicht, die halten ewig.“
„Heißt das, dass es irgendwann kein Grundwasser mehr gibt?“, fragt Clemmk.
„Nein, das bedeutet, dass das Grundwasser tiefer gesunken ist, nicht, dass es ganz weg ist“, sagt Louhi, „man könnte mit Ebbe und Flut vergleichen, ist es aber nicht wirklich.“
„Dann muss man Brunnen nachbohren“, sagt Clemmk.
„Grundwasser muss durch Regenfälle aufgefüllt werden, der Regen sickert in den Boden und wenn Wasserundurchlässige Schichten kommen, speichert sich das Regenwasser als Grundwasser“, sagt Ninawe.
„Voll krank“, sagt Clemmk bewundernd.
(Alexa Viator)
27
Apr.

Mein Abenteuer in den Tempelruinen

   Von: Alexa Viator in Bürger hautnah

Hier ein Bericht von Summerrain. Viel Spaß beim Lesen.

Letzte Weihnachten habe ich ein ganz besonderes Geschenk von einem sehr sehr lieben Freund geschenkt bekommen. Sprachlos habe ich das Geschenk angeschaut und mich sehr darüber gefreut.

Wie ich dann erfahren habe, konnte ich mit diesem Geschenk eine Quest machen. Das hat mich dann doch sehr neugierig gemacht. Also habe ich mal nachgefragt, was man da machen muss und war dann doch ziemlich schnell ernüchtert. Es war eine Quest bei der man Kampferfahrung benötigt, an einem Ort an dem ich noch nie war – die Tempelruine! Darüber hatte ich ja schon einiges gehört. Die sollten sehr gefährlich sein, da man dort von Bestien aktiv angegriffen wird …

Aber neugierig war ich dann doch und auch die Abenteuerlust hat mich gepackt. Also habe ich mir zuerst ein bisschen Kampferfahrung angeeignet. Und da man als Anfänger nicht alleine in die Ruinen sollte, habe ich mal herumgefragt, ob mich jemand begleiten würde. Ich habe dann bei Louhi einen Begleiter gefunden. Als dann die Vorbereitungen abgeschlossen waren (Ausrüstung und Heilmittel), sind wir losgezogen. Am Eingang der Tempelruinen angekommen, war ich dann doch sehr nervös. Aber Louhi meinte, dass ich das schon schafften würde.

Louhi ging dann voraus und ich betrat hinter ihm die Ruinen. Das war irgendwie schon unheimlich. Am Anfang haben wir nur haufenweise Bücher gefunden. Aber dann kamen die Bestien. Wir wurden von Fledermäusen und Skeletten angegriffen. Wir waren noch nicht sehr weit vorgedrungen, da trat plötzlich Fio aus dem Dunkeln auf uns zu und war sehr überrascht uns zu sehen. Neugierig fragte sie was uns hierher verschlagen hätte. Ich erzählte ihr dann von meinem Weihnachtsgeschenk und der Quest. Daraufhin nickte sie und fragte, ob sie uns begleiten dürfe.

Fio als erfahrene Kämpferin an meiner Seite zu wissen, war doch sehr beruhigend. Also sind wir zu dritt weiter ins Innere vorgedrungen um meine Quest zu erfüllen. Nach einigem Herumirren, hatten wir es dann geschafft. Ich war so erleichtert und wollte so schnell wie möglich wieder ins Freie, dass ich einfach schnell zurückgelaufen bin, ohne auf Fio und Louhi zu achten. Ich flog also mit schnellen Schritten zurück zum Eingang, dabei haben mich einige Fledermäuse angegriffen. Ich habe es aber geschafft, diese zu bekämpfen und bin heil am Eingang angekommen.

Fio und Louhi sind aber nicht hinter mir hergelaufen. Sie hatten nicht gleich bemerkt, dass ich so schnell zurückgelaufen bin. Und dann war es auch schon zu spät. Die beiden sind dann zum anderen Ausgang gelaufen und als sie mich gefunden hatten, haben sie etwas mit mir geschimpft, dass ich so unvorsichtig war. Aber sie waren auch erleichtert mich gesund und heil vorzufinden.

Ich war ebenfalls erleichtert heil aus der Sache herausgekommen zu sein und stolz, die Quest geschafft zu haben. Aber ohne Fio und Louhi hätte ich das nie geschafft. Also nochmal ein herzliches Dankeschön an euch beide für eure Hilfe. Das Abenteuer hat aber trotzdem Spaß gemacht und die Freundschaft mit Fio und Louhi vertieft. Auch an meinen Geschenkgeber ein Dankeschön: Ohne dich hätte ich ja nie von dem Quest erfahren. Und die Erfahrung hat mit gezeigt, dass man im Leben auch mal war riskieren muss, um neue Erfahrungen zu sammeln.

(Summerrain)

11
Feb.

Das fette Geschäft

   Von: Alexa Viator in Bürger hautnah

„Louhi“, ruft Clemmk aufgeregt und wedelt mit seinem sehr gut gefüllten Geldbeutel in der Hand.
„So heiße ich“, sagt Louhi sanft.
„Ich habe heute früh schon ein fettes Geschäft gemacht“, sagt Clemmk, dieses Mal in einem etwas leiseren und doch sehr aufgeregten Ton. Sofort schaut Louhi den Jungen genau und interessiert an: „Schweinebraten? Butter? Oder doch Olivenöl?“
„Neee, viel Honig verkauft“, sagt Clemmk.
„Aber Honig ist doch fettfrei?“, fragt Louhi.
„Das hat damit doch nichts zu tun“, sagt Clemmk und schmollt etwas.
„Du hast gesagt, dass du ein fettes Geschäft gemacht hast“, grinst Louhi.
„Aber so habe ich das doch gar nicht gemeint“, sagt Clemmk.
„Hmmm, ich denke, dann wäre es eine gute Idee, dich so auszudrücken, dass man dich auch versteht“, sagt Louhi im ernsten Ton und Clemmk stöhnt auf.
„Erwachsene denken immer viel zu kompliziert“, murrmelt Clemmk laut.
„Sehe ich nicht so: Fettes Geschäft = ein fetthaltiges Geschäft, ein fetter Schweinebraten ist doch auch sehr fetthaltig“, sagt Louhi.
„Und lecker Schmalzgebäck – gibt es auch bald wieder“, sagt Ravalya schmatzend.
„Das ist dann auch schön fettig“, lacht Louhi.
„Nun ja. Ein paar Bäume fällen, dann ist das auch verbraucht“, nuschelt Ravalya und Louhi antwortet mit einem „Genau“.
(Alexa Viator)