Archiv für Sparte ‘Geschichten, Gedichte und Musikalisches’

Clemmk hat uns alle am Nikolaustag – verkleidet als Nikolaus – überrascht und mit Süßigkeiten, Äpfeln und Lebkuchen beschenkt. Er ist dafür fast in ganz Simkea herumgelaufen. Erian hat dazu ein schönes Gedicht gemacht:

Clemmk, Simkeas Nikolaus,
teilte seine Gaben aus.
Obst und viele Süßigkeiten,
die verteilte er beizeiten.
Doch nun gibt es fast nichts mehr,
denn der Niklaussack ist leer.
Und weil es ja sehr schön war,
freu’n wir uns auf nächstes Jahr.

(Erian)

Ich, Klamdor, habe beschlossen, euch die Welt der Zwerge, deren Sprache, Kultur und Vorlieben etwas näher zu bringen. Es ist nicht nur das saufende, raufende und gröhlende Volk für das es gehalten wird. Es ist ein Volk, um das sich viele Mythen, Sagen und Geschichten ranken. Viele Lieder gibt es über die Heldentaten, den Ruhm der großen Hallen der Könige und die Geschichte des Volkes der Angroschim, meines Volkes.

Die Geschichte der Zwerge reicht tiefer in die Jahrtausende zurück als jene der Menschen. In ihr finden sich mythische Erinnerungen, uralte Bräuche, blutige Schlachten und dunkle Jahrhunderte; Herrscher kamen und Reiche zerfielen, doch die Zwerge haben sie alle bis zum heutigen Tag überdauert.

Gerade so ein traditionsbewusstes Volk wie das der Angroschim verfügt über einen schier unendlichen Schatz an Legenden und Heldensagungen, die zur Erbauung und Ermahnung, aber auch zur Erinnerung an die ruhmreichen Tage der Vergangenheit, zu vielen Gelegenheiten erzählt werden. Eine winzige Auswahl von solchen Erzählungen werde ich in den folgenden Ausgaben des Boten präsentieren.

Ich hoffe, ich trage zum besseren Verständnis von Zwergen und anderen Wesen bei, und die Geschichten wecken ein wenig Interesse.

(Klamdor)

Schon manch einer hatte sich gewundert, wenn sich Drake am Lager auf seinem Schild nieder ließ. Da kein Schild da war, das mit „Drake“ beschriftet war. Aber die Erklärung war einfach, das Schild von Feucht Von Lipwig steht schon so lange da, dass Drake das als sein Sitzschild ansah. Es hatte auch schon ein paar Kerben von seinen Krallen. Mein Angebot, für ihn ein Schild aufzustellen, lehnte er ab. Er braucht kein zweites Schild, meint er.

(Lady Sharina)

Faulheit ist die Kunst, sich auszuruhen, bevor man müde wird.

Unbekannt

(Lady Sharina)

Nyarla ist zum Singen zumute:

♪♫♩Ein Sturm zieht auf, fährt durch die Wipfel der nackten Wälder, Frost erstarrt und von des Hörselberges Gipfel rauscht sie hinab, die Wilde Jagd♪♫♩
♪♫♩Und vorne weg im Sturmgetöse prescht auf dem Pferd ein dunkler Herr. Im Wirbelstrom aus Eis und Donner bläst er das Horn und hebt den Speer♪♫♩

Steinchen hat einen Einwand: „Ahömm! Die Wälder dürfen erst ab 10 Uhr abends nackt sein!“
Lady Sharina: „Ach… das hab ich vermisst. Hab‘ dich schon lange nicht mehr singen gehört, Nyarla.“

♪♫♩Und nebenher die schwarzen Hunde hetzen heulend durch den Wind. Tragen rote Glut im Schlunde, die von ihren Lefzen rinnt♪♫♩
♪♫♩Komm und lauf, lauf, lauf so schnell du kannst, hinter dir der Geistersturm, bleibst du stehen, bist du verloren. Holt die wilde Jagd dich ein, wirst auch du Teil von ihr sein. Darum lauf, so schnell du kannst!♪♫♩
♪♫♩Und hinterher marschier’n die Toten, zuckend, aus der Schattenwelt. Verflucht ist der, der ihnen lebend in die kalten Hände fällt.♪♫♩
♪♫♩Im Himmel finstere Krähen schwingen, die der Reiter mit sich zieht. Und ihre heiseren Stimmen singen dir im Wind ihr Totenlied.♪♫♩
♪♫♩Komm‘ und lauf, lauf, lauf so schnell du kannst, hinter dir der Geistersturm, bleibst du stehen, bist du verloren. Holt die wilde Jagd dich ein, wirst auch du Teil von ihr sein. Darum lauf, so schnell du kannst! ♪♫♩
♪♫♩Hörst du den donnernden Hufschlag im Wind, dann laufe, laufe! Hörst du den donnernden Hufschlag im Wind, dann laufe, laufe!♪♫♩
♪♫♩Komm und lauf, lauf, lauf so schnell du kannst, hinter dir der Geistersturm, bleibst du stehen, bist du verloren. Holt die wilde Jagd dich ein, wirst auch du Teil von ihr sein. Darum lauf, so schnell du kannst! So schnell du kannst.♪♫♩
♪♫♩Und von des Hörselberges Gipfel rauscht sie hinab, die Wilde Jagd.♪♫♩
*ist fertig und grinst* :3

(Lady Sharina, die gelauscht hat)

Drake putzte an seinen Flügeln rum und rief dann genervt nach mir: „Mami! Das juckt!“
„Lass mal sehen. Ja, die Haut ist etwas trocken. Ich misch‘ ein Öl zusammen und dann reibe ich deine Flügel ein.“
Also nahm ich Hanföl, Rosenöl, verschiedene Kräuter und Blumen und mischte das im Mörser. Das musste etwas ziehen und dann legte ich ein Tuch neben dem Lager aus und sagte Drake, er sollte sich mit ausgebreiteten Flügeln da drauf legen. Mit einem Stückchen Stoff rieb ich ihm das Öl auf die Rückseite der Flügel. „Das muss etwas einziehen, also lieg‘ still!“
Danach drehte er sich um, und statt nun gleich die Flügel zu pflegen, konnte ich es mir nicht verkneifen, ihn am Bauch zu kitzeln. „Mami! Die Flügel einölen, bitte.“
„Na gut.“ Also ölte ich nun auch die Innenseite ein. Und während wir warteten, dass es einzog, schlief er ein. Die Umstehenden schmunzelten, als ich den Kleinen samt Tuch vorsichtig aufs Lager trug. Und das Öl kam ins Regal. Ich musste drauf achten, dass die Haut nicht wieder trocken wurde.

(Lady Sharina)

Ein einfacher Zweig ist dem Vogel lieber als ein goldener Käfig.

(Chinesisches Sprichwort)

(Lady Sharina)

Drake kam schniefend an: „Mami! Putt!“ Er zeigte die Scherben von seinem Lieblingsbecher vor.
„Oh weh“, meinte ich und strich ihm tröstend über das Köpfchen.
„Die Becher sind aber auch zu groß. Ich hab‘ eine Idee: Flieg‘ zu Louhi und bitte ihn, Becher zu machen, die zu jemandem passen, der nur hühnergroß ist.“ Ich schmunzelte.
„Und such‘ dir die Farben aus. 6 Becher fürs Erste, denk‘ ich.“
Erst nickte er begeistert, meinte dann aber bedrückt, dass er nicht so viele Heller hat.
„Kleiner Wirrkopf, die Rechnung geht natürlich an meinen Taubenschlag. So, und nun los, ab zu Louhi.“
Drake schwirrte los und steckte am Lager zusammen mit Louhi die Köpfe zusammen.
Später kam er wieder an und erklärte, dass Louhi die Becher in ca. 3 Tagen machen würde.
So kam mein Kleiner zu seinen eigenen Bechern.

(Lady Sharina)

Liebe Kunstfreunde…

dieses hochaktuelle Liedchen bekam ich eben rübergereicht.

♪♫♩Füllt ganz Trent mit gerupften Hühnern.
Schalalalala. la, la la, la.
Gebt dazu gemahl’ne Körner.
Schalalalala. la, la, la, la.♪♫♩

♪♫♩Gelbrindenpulver in den Topf.
Noch dazu ein Kürbiskopf.
Zum Schluss noch Tschättschmalz hinein.
und der Gruselkuchen wird fertig sein.♪♫♩

Danke sehr, Nyarla.

Frohes Backen wünsche ich Allen.

(Lady Sharina)

Wo Pressefreiheit herrscht und jedermann lesen kann,
da ist Sicherheit.

Thomas Jefferson (1743 – 1826)

(Lady Sharina)

1
Okt

Schreiberlein

   Von: Lady Sharina in Geschichten, Gedichte und Musikalisches

Nyarla reimte meinen Aufruf nach Text und Schreiber. Das ist natürlich viel schöner als mein profaner Aufruf:

Das Schreiberlein. Das Schreiberlein.
Es schreibt gern in den Boten rein.
Denn ist der Bote gar so leer,
das freut Sharina nicht so sehr.
Drum ruft sie laut, dass darf nicht sein!
Schreibt alle in den Boten rein.
Denn wenn mehr schreiben auf der Welt,
der Bote allen mehr gefällt.
Drum höret her, ihr lieben Leut.

Nyarla an die Autorin übergeben, die das nur unterschreiben kann

(Lady Sharina)