Archiv für Sparte ‘Feiern und Events’

1
Aug

Geschichte der Sommer-Tombola

   Von: Lady Sharina in Feiern und Events

Ich kam 2017 auf die Idee mit der Tombola.

1. Damals wurden 111 Lose verkauft. Ui, das war ja eine Schnapszahl.

2. 2018 waren es schon 170 Lose. Ab diesem Jahr  gab es dann auch die Hauptpreise im Tuchbeutel, die immer gut gefüllt sind.

3. 2019  199 Lose. Cheffe hatte zwei einzigartige Items gebastelt (damals waren die jedenfalls einzigartig): Ein Gebamsel-Kleeblatt, was Andrian gewann und ein Tattoo-Kleeblatt, was Morty gewann. Ab diesem Jahr gab es von Flummii auch den Bollerwagen, was für mich eine große Erleichterung war und ist. Danke, Flummii!

4. 2020 waren es 168 Lose und Flummii hatte ein Päckchen mit einem Wasserkristall in den Bollerwagen geschummelt.

5. 2021: 186 Lose wurden diesmal verkauft. Flummii hat wieder was unter die Päckchen geschummelt.

Sie fragte mich, was denn ein besonderer Preis wäre, und ich meinte so aus Spaß: „Rohsmaragd!“ (weil es davon – außer in der Ausstellung – keine gibt.) Und, unglaublich: Zwei davon landeten nun also im Bollerwagen. Einen hatte Schnuddel gewonnen und den zweiten Nanaria. Diese schenkte mir ihren. Vielen, vielen Dank!

Zudem wurde der Bollerwagen geklaut… (zu lesen hier im Boten). Und selbiger entwickelte ein wenig Eigenleben.^^  Erst machte er Streckübungen, um fit zu sein wenn die Geschenke verteilt werden. Anubis würde den gern für die Sammlung haben, tat er im Forum kund. Bollerwagen streckte ihm dafür die Holzzunge raus und kuschelte dann mit mir.

2022 geht die Geschichte weiter, hoffe ich.

(Lady Sharina)

27
Apr

Wichtige Meldung!

   Von: Amalthea in Feiern und Events

Liebe Leserinnen und Leser,

bald, bald kommt…
Nein, nicht der Weihnachtsmann – Geschenke gibt es aber trotzdem: Die Sommer-Tombola!
Alles Wichtige kann man wie üblich im Forum unter folgendem Link nachlesen:

Erläuterungen zur Sommer-Tombola

Hier noch der Zeitablauf für Euch:

Lose kaufen und Spenden diesmal etwas früher, nämlich vom:

28.04. bis 18.06.

(Ich hoffe das reicht, damit auch Simkeaner, deren AW-Mensch gerade im Urlaub ist, teilnehmen können)

Ausgabe der Geschenke dann ab 20.06.

Das Auswürfeln der 3 Hauptpreise kündige ich später noch an.

Nun hoffe ich auf rege Teilnahme!

Und bitte denkt dran: Schreibt eine Taube!!! Bitte!!!
Und denkt daran, dass ich auch Geschenkpapier brauche.

(Lady Sharina)

2
Mrz

Rosenmontagszug durch Trent

   Von: Amalthea in Feiern und Events

Am 15.02.2021 ist der schönste Tag des Jahres, alle Straßen bunt geschmückt mit ganz vielen Luftballons, vielen Papierschnipseln und Luftschlangen. Vom Markt aus schallt Musik durch die Gassen Trents und der Marktplatz ist voller Bürger. Und eine groooße blaue Kanone steht mitten auf dem Marktplatz!

Stolz präsentiert der Prinz von Simkea das geschmückte Pferd, welches eine rieeeeesige Kutsche zieht, an der auch megaviele Ballons sind. Darauf ein Sack mit ganz vielen Süßigkeiten, von Bürgern gesammelt.

Man kann kaum einen wieder erkennen, alle tragen voll komische Sachen. Warum tut sich wer als ein Hase verkleiden? Ach, das ist Erian. Und warum hat Relsenrazor eine halbe Maske auf?

Zu viel Musik und Getanze… Manche sind genervt und sauer. Alexa Viator hat nur Arbeiten im Kopf. Nur eilig auf die Auftragswand kucken und schnell aus dem Knuddelmuddel raus.

Die Schlaglöcher sind gestopft und Bob nimmt eine Pause und hält die Straßen frei.

Das Pferd geht los und plötzlich rufen die Bürger am Straßenrand „KAMELLE!!!!“. Schwupp, nimmt der Prinz seinen Sack und wirft Hände voll Gummispinnen, Gummibärchen, Glitzer und etwas Obst über die Kutsche weg.

Was ist denn hier bloß los? Alle jeck geworden. Alrik ist genervt; es wird Tage dauern, Ordnung zu schaffen!

Flummiii stopft ganz viele Toffees in die Kanone, und mit einem großen Knall wird Trent mit Süßigkeiten zugeschüttet.

Manche lassen es sich zu gut gehen und besuchen im Rausch die Segnung. Es ist Karneval und Trent hat auch einen Zug.

Am Abend ist nichts mehr vom Chaos zu sehen und alle sind wie immer.

Hmpf…. was da wohl passiert ist?

(ClemmK)

An jenem Samstag im Februar fand er statt, der erste Trenter Pferdemarkt, initiiert von Klamdor und auch von ihm moderiert. Es waren alle eingeladen, die gespendeten Speisen und Getränke zu sich zu nehmen, die Pferde zu bewundern und auch den einen oder anderen Handel mit den Pferdehändlern und -händlerinnen abzuschließen.

Vor der großen Eröffnung schon trieb Erian voller Stolz Simkeas größte Pferdeherde zur Festwiese hinauf: Über 170 herrlich anzusehende Wildpferde, die er im Umland und den Wäldern gefangen hatte. Hufgetrappel, Wiehern, Pferdeleiber, wohin man sah, man kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Dreizehn Teilnehmer hatten sich zum großen Rodeo angemeldet, das den Großteil des Pferdemarktes einnahm. Die Geschicklichkeit und der Mut jedes Einzelnen waren gefragt, um bestehen zu können. Es wurde auf wilden Pferden, Kühen und sogar Kamelen geprüft. Natürlich blieb es nicht ohne Verletzungen; zum Glück gab es keine schweren. Lediglich aufgeplatzte Lippen, eine gebrochene Nase, zweimal ein gestauchter Rücken und ein ausgerenkter Ringfinger waren zu beklagen. Die Heiler vor Ort taten, was sie konnten, schafften Linderung mit kalten Umschlägen und allerlei Salben.

Nach den schweren Prüfungen – das Jurykommittee bestand aus Klamdor und der Schirmherrin des Events, Alexa Viator – konnte ein Sieger ausgemacht werden. Für jeden Teilnehmer gab es einen Preis, und wenn es auch Trostpreise waren für die weniger glücklichen, so war es doch eine schöne Geste. Gewinner des Abends war Klang, der in allen drei Disziplinen bestechend gut abgeschnitten hatte und zu Recht den Siegerpreis nach Hause tragen durfte.

Insgesamt kann man sagen, dass dieser Pferdemarkt ein herrliches Ereignis war und ganz Simkea sich darauf freut, dass er im nächsten Jahr hoffentlich wieder stattfindet.

(Alessa)

Ich darf verkünden, der Termin steht fest:
Am 20.02.2021 an der Spielwiese.

Weiterhin werden Sponsoren für Preise und ein Heiler gesucht.

 

(Alexa Viator)

19
Jan

Eine Eisige Macht, Teil 3

   Von: Amalthea in Feiern und Events

Im Eisschloss

Frohgemut machte ich mich für das verschneite Winterland fertig: Schön warm anziehen, Schlittschuhe und Schlitten dabei. Ich hatte schon vorher das Winterland aufgesucht, schließlich sind die Leckereien von den Buden immer einen Besuch wert, und das neue Karussell verführt auch stets zu einer Fahrt. Ganz davon abgesehen ist es jedes Mal ein schönes Erlebnis mit Schlittschuhen über den zugefrorenen See zu gleiten, um gleich darauf wild den Berg hinab zu rodeln. Ich wusste also schon, wo sich der Eingang zum Eisschloss befand, und machte mich auf den Weg ins Innere.

Als erste fand ich die eisige Isabell, und mir blieb fast das Herz stehen. Völlig von Kristalleis überzogen sah sie nicht besser aus als Blueface vor ein paar Tagen. Ich fand heraus das ich sie mit dem Glöckchen berühren musste, um die Kristallschicht ein klein wenig zu lockern. Ebenso vereist waren die anderen beiden. Für Almöhi benutzte ich den Notenschlüssel, und Reto mit der Stimmgabel zu berühren erbrachte die gleichen winzigen Erfolge. Doch nun waren meine magischen Gegenstände nicht mehr aufgeladen. „Soll ich nun wieder ins Umland, um sie von neuem magisch aufzuladen?“, seufzte ich auf. Diese Vorstellung behagte mir gar nicht. Bei genauerer Betrachtung der Gegenstände stellte ich jedoch erleichtert fest, dass sie sich von selbst wieder aufluden. Langsam zwar, aber Zeit hatte ich genug.

Ich verbrachte die ungewisse Wartezeit mit Eislaufen und Rodeln, sowie einigen Karussellfahrten. Alles in Allem eine schöne Erholung und entspannende Ablenkung von dem eisigen Geschehen. Zwei Tage blieb ich im Eisschloss und berührte nach jeder Aufladung auch gleich alle drei Vereisten. Schließlich machte ich mich auf den Heimweg, ein heißes Bad im Zuber lockte mich in mein Sid. Und danach? Sollte ich die ganze Zeit im Einschloss verbringen, wie bisher, oder war es nicht vielleicht ausreichend, morgens und abends die Vereisten zu berühren?

Immer mehr Simkeaner pilgerten mit den magischen Gegenständen zu ihnen. Die Meldungen über Berührungen fluteten fast ununterbrochen das ganze Land. So entschloss ich mich, meine mir aufgetragenen Arbeiten im Haus des Handwerks fortzuführen. Wollte ich damit doch bis zur anstehenden Wintersonnenwende fertig werden.

In den nächsten Tagen erfüllte ich meine Bürgerpflicht zweimal täglich, was mir ausreichend erschien. Viele Simkeaner lagerten all die Tage und Nächte im Eisschloss, sie nahmen ihre Mahlzeiten dort ein und einige übernachteten sogar gleich vor Ort. Unermüdlich halfen sie mit unendlich vielen Berührungen, wofür sie großes Lob verdienen. Verschiedene versierte Köche und Köchinnen brachten heißen Kakao oder lecker duftende Speisen zu den Lagernden. Über etliche Tage blieb die Situation dramatisch und ging so fort. Eine Besserung des Zustandes von Isabell, Reto und Almöhi war äußerlich nicht zu erkennen. Wie viele magische Berührungen waren (noch) nötig, ihnen zu helfen?

Immer öfter waren Gespräche darüber zu hören, ob es nicht noch andere Möglichkeiten gäbe, den Vereisten zu helfen. Mit Feuer auftauen, mit der Hacke die Kristallschicht abhauen, sogar verschiedene Bomben und Vieles mehr wurde da erörtert, um dann doch wieder verworfen zu werden. Letztendlich blieb es bei den Berührungen mit den drei magischen Gegenständen. Nur sie konnten helfen und lösten das Kristalleis jedes Mal ein wenig.

Und dann – plötzlich und unerwartet: „Reto sieht so anders aus!“, schallte Alexas Stimme durchs Land. Einen Moment lang vernahm man nur verwundertes Schweigen. Reto war vom Kristalleis befreit! Kurze Zeit später brach ein Sturm der Berührungen aus. Wenn Reto frei war, sollte es doch flott zu schaffen sein, auch die beiden anderen zu befreien. Und ein jeder wollte dabei sein. Das böse Kristalleis löste sich nach wenigen Stunden zuerst von Almöhi und zuletzt von Isabell. Nach elf Tagen und zehn Nächten (Simkeazeit) Kampf durch unzählige Berührungen war es geschafft. Das eisige Nichts war gebrochen! Erleichterter Jubel klang durch ganz Simkea, Keiner im ganzen Land, der nicht erfreut die erlösende Nachricht hörte. Ich selber war nicht in Trent zu der Zeit, doch fiel mir ein dicker Felsbrocken vom Herzen.

Gleich nahm ich meinen süffigen Honigwein zur Hand, hob das Methorn und prostete auf die unermüdlichen Helfer. Mit ihrer sturen Beharrlichkeit hatten sie es schließlich geschafft. Reto, Almöhi und Isabell bedankten sich mit den Worten: „Ich bin befreit! Ich bin noch nicht ganz bei mir, nehmt das als Zeichen meiner Dankbarkeit, vielleicht bringt es euch etwas.“ Ein jeder der geholfen hatte bekam von ihnen ein Blatt der Weihnachtsbeere. Sofort wurde ein Freudenfest organisiert, mit Wildschwein am Spieß und Dämmerwalder Kirschtorte feierten die Simkeaner am Waldtempel lange, ausgelassen und vergnügt. Isabell, Almöhi und Reto verblieben noch eine längere Zeit im Einschloss, um sich zu erholen. Doch schließlich fanden sie sich alle drei in alter Frische wieder in ihrer gewohnten Umgebung ein. Abigail verschwand ton-, und spurlos wie sie gekommen war. So endete die schreckliche Zeit des eisigen Nichts in Simkea.

(Ravalya Kergarth)

12
Jan

Eingefrorene Bürger – Teil 2

   Von: Amalthea in Feiern und Events

Zeitgleich mit den 3 Eisskulpturen berichtete die Segnung von überraschend großem Andrang. Die Erzählungen der Verstorbenen ähnelten einander sehr. Alle schienen einen eiskalten Schlag erlitten zu haben. Professor Bloom ging vorerst aber nicht von einem Zusammenhang mit dem Vorfall im Eisschloss aus. „Zur kalten Jahreszeit ist es normal, dass unachtsame Bürger leichtsinnig draußen herumlaufen und die Kälte unterschätzen“, erklärte er. Auch wenn es selten vorkommt, in diesem Punkt schien er nicht ganz richtig zu liegen.

Dennoch gelang es vor Kurzem endlich, die Bewohner im Eisschloss zu befreien. Mit magischer Stimmgabel, Glocke und Notenschlüssel konnte man durch Berührungen leichte Vibrationen auslösen und so nach und nach die Eiskristalle lösen. Viel Geduld und viel Durchhaltevermögen waren dazu nötig. Die Töne, die durch die Schwingungen der magischen Instrumente erzeugt wurden, waren in ganz Simkea zu hören.

MasterX zeigte sich erleichtert, dass es Allen gut zu gehen schien. Die drei Bewohner erholen sich derzeit und wollen bald wieder die Arbeit aufnehmen.

Die Bevölkerung Simkeas hofft nun, dass der Hüter der Tore den Schutz Simkeas durch das Tor verbessern kann, um sicher zu gehen, dass künftig keine böse Magie mehr hindurch kommen kann.

Was immer hinter den jüngsten Ereignissen stecken mag, wird wohl noch lange ein Geheimnis bleiben.

(ClemmK)

12
Jan

Eine Eisige Macht – Teil 2

   Von: Amalthea in Feiern und Events

Die Sphäre

Laut Abigail war die Macht noch nicht besiegt, gab es doch noch drei Opfer zu beklagen. Da waren zum einen der immer fröhliche Reto, beliebter Wirt in der Trenter Taverne, zum anderen die am Gutshof stets mit Rat und Saatgut zur Seite stehende Isabell sowie der im Adoragebirge zurückgezogen lebende Almöhi mit seiner Käsespezialität. Alle drei sollten im Eisschloss gefangen und gleich wie vordem Blueface völlig von Kristalleis umschlossen sein. Abigail konnte weiter keinen Rat geben, versprach jedoch, sich schriftlich an einen Verbündeten zu wenden. Die Antwort darauf galt es nun abzuwarten.

Tatsächlich fand sich nur einen Tag später ein Brief von Abigail ein, mit folgendem Text: „Seid gegrüßt! Die Antwort von außerhalb ließ nicht lange auf sich warten und ich hatte Recht. Mein Verbündeter hat uns Unterstützung geschickt. Du findest drei Gegenstände in deinem Rucksack. Noch sind diese nicht besonders hilfreich, aber das lässt sich ändern. Halte Ausschau nach einer Möglichkeit, die drei Dinge mit mystischer Energie zu versehen. Weit wirst du dazu nicht gehen müssen, doch solltest du zumindest die Stadt verlassen. Die Kristallwärme kann die Stadtmauern nicht durchdringen. Nun ist es an der Zeit, dass du dich auf den Weg machst. Meine Gedanken sind bei dir. Ich hoffe du hast Erfolg.“ Wie geschrieben purzelten mit dem Brief auch drei Gegenstände heraus: ein Glöckchen, eine Stimmgabel und ein Notenschlüssel. Alle drei wirkten unscheinbar, sie schimmerten auch nicht und ich verspürte keinerlei Magie an ihnen. Nun gut, da hieß es in Ruhe überlegen und schauen, was zu tun möglich war. Ich las den Brief noch einmal und legte ihn dann zur Seite. Erstmal überschlafen und morgen weitersehen.

Doch der nächste Morgen brachte neue Schrecken: Von dem sonst so idyllischen Umland klangen furchtbare Rufe durchs ganze Land. Die mutigsten Simkeaner hatten sich schon auf die Suche begeben. Manche von ihnen erlitten einen eisigen Schock, der sogar einige die Gesundheit und mache das Leben kostete. Und das nicht plötzlich, sondern schön langsam, nach und nach. Eine böse Falle: Wer sich nicht nach kurzer Zeit mit einem Heiltrank oder Heilzauber behalf, fiel irgendwann einfach tot um. Die Segnung war plötzlich sehr gefragt und tat ihr Möglichstes. Die verzweifelten Rufe wurden mehr und mehr, und mir liefen kalte Schauer über den Rücken wie sonst eine warme Dusche. Das hieß also für mich, mir erst einmal eine vernünftige Strategie zu überlegen. Da ich ohnehin noch im Haus des Handwerks Beschäftigung hatte, arbeitete ich dort an meinen Aufträgen und hatte dabei Zeit und Ruhe, meine nächsten Schritte zu planen. Wichtig waren auf jeden Fall genug Heilkräfte. So ging es am nächsten Tag in die Nordschneise, wo  ich an der alten Tempelruine neue Tontafeln mit Heilzaubern erstellte. Am anderen Morgen wurde dann erstmal gut gefrühstückt, wer wusste schon, was der Tag noch brachte. Anschließend kramte ich das Fernrohr raus und legte es an. Dann ging ich zum Lagerhaus.

Blueface schien mir leicht verändert, aber das wunderte wohl nicht, nach so einem Erlebnis. Jemand hatte mir zugeraunt, besser eine Kerze im Halter angelegt mitzunehmen. Nun, das war leicht und schadete nicht. Ob es genützt hat… wer weiß. Jetzt hatte ich keine Ausrede mehr, also raus ins Umland und gucken was dort passierte. Mit trockenem Mund und einem grausigen Gefühl wagte ich mich durch das Stadttor hinaus. Viele Simkeaner befanden sich bereits hier; es war ein Chaos, einige liefen durchs ganze Umland. Verzweifelte Rufe waren zu hören, ein eiskalter Schlag nach dem anderen erfolgte in zum Teil schneller Reihenfolge. Nur wenige starben an dem Kristalleis, und doch, auch wenige waren zu viel. Doch es gab auch Rufe, die von Erfolgen kündeten, es war also möglich etwas auszurichten. Geschockt wäre ich fast wieder umgekehrt. Das ging nun aber auch nicht, den drei vereisten im Eisschloss half das sicher nicht.

Nervös sah ich durch mein Fernrohr und entdeckte tatsächlich gleich in meiner Nähe dieses mir unbekannte Ding. Ein paar Schritte nach Norden und einen nach Westen: Da war es also. Misstrauisch schaute ich das Teil an. Es war eine Sphäre, goldig schimmernd und irgendwie… anders. Sie schien mich zu locken, zu rufen: „Berühre mich… berühre mich…“ Wenn ich heute die Sphäre genauer beschreiben möchte – ich kann es nicht, ich sehe sie verwischt, undeutlich und wie im Traum verblasst vor mir. Ein Rest Vernunft tönte leise in meinem Inneren und ich riss mich zusammen. Nun vorsichtig sein, mahnte ich mich selbst. Noch einmal tief Luft geholt… Das Herz raste; wird es gut gehen? Konnte ich das Glöckchen mit der Sphäre kombinieren? Zaghaft versuchte ich es – und patsch, kam auch gleich die Antwort! Mich traf ein eiskalter Schlag. Entgeistert wich ich einen Schritt zurück, das Kristalleis hatte mich erwischt! Das war so schnell gegangen… und dieses kalte Gefühl… im ganzen Körper kribbelte es. Dumm gelaufen, dachte ich grummelnd. Nachdem ich wieder halbwegs bei mir war, lief ich fix zurück in die Stadt, bevor noch mehr passierte.

Zitternd vor meinem Kamin hockend wärmte ich mich am prasselnden Holzfeuer und trank heißen Kräutertee. Nach einiger Zeit wich die Kälte und der Schock. Dafür hatte sie aber auch stark an mir gezehrt. Ich fühlte mich besser, aber immer noch etwas schwach. „Ein Fehlschlag, das geht doch besser“, munterte ich mich auf. Eine Tontafel Heilzauber angewendet stellte mich wieder vollständig her. Bevor ich es mir anders überlegen konnte, machte ich mich erneut ins Umland auf, und erneut benutzte ich das Fernrohr.

Wieder war die Sphäre im Umkreis des Fernrohrs. Entschlossen kombinierte ich diesmal energisch die Sphäre mit dem Glöckchen. Das Ergebnis war ein magisch aufgeladenes Glöckchen! Voller Freude über den Erfolg rannte ich nach Trent zurück, und dort besah ich mir das Glöckchen genau. Es schillerte golden, wie der magische Gegenstand, den ich für Blueface bekommen hatte. Auch waren jetzt magische Schwingungen zu spüren. So also ging das! Ein großer Teil der bisherigen Anspannung fiel von mir ab. Das erste magische Instrument war für den Einsatz bereit.

Einige Zeit später begab ich mich zum dritten Mal ins Umland, und auch jetzt war die Sphäre unmittelbar in der Nähe, nur wenige Schritte weiter. Mit dem gleichen Vorgehen wie zuvor lud ich die Stimmgabel auf und zog mich überaus zufrieden erneut für eine Weile hinter die sichere Stadtmauer zurück. Nummer zwei geschafft, nur noch eines war über. Wesentlich ruhiger ging ich den letzten Gang ins Umland an. Die Sphäre hatte ich auch diesmal sofort gesehen und der Notenschlüssel war ebenso fix aufgeladen. Erleichtert, so gut davon gekommen zu sein, fand ich mich in meinem Sid ein. Jetzt erstmal erholen und das Erlebte reflektieren. Die Holzliege unter meinem Apfelbaum war dafür genau richtig.

Fortsetzung folgt

(Ravalya Kergarth)