28
Nov

Liebe Leserinnen und Leser,

   Von: Calisto in Schlagzeilen

dem einen oder anderen scheint aufgefallen zu sein, dass Calisto derzeit einen besonders tiefen Schlaf hat. Dieses wird wohl auch die nächsten 2 Monate akut anhalten.

Die Aussenweltlerin verursacht gerade ziemliches Chaos, das nicht nur in allen Welten, sondern auch in unterschiedlichen Städten.

Es wird also sehr holprig mit dem Wachsein. Es können gerne weiter Artikel usw. eingereicht werden. Es wird auch abgespeichert. Der Bote allerdings wird wohl nur unregelmässig und auch nur, wenn wirklich Artikel da sind,  veröffentlicht. Die Aussenwelt fordert einfach für 2 Monate meine volle Aufmerksamkeit und man muss auch sagen, da ist kein Kopf mehr für Kreativität. Der ist gerade froh, wenn er sich merken kann, was am nächsten Tag erledigt werden muss…..jegliches weitere Denken verweigert er ;O).

Also falls ich mich nicht mehr so wirklich zu Wort melde, natürlich allen eine schöne Woche und eine ganz tolle Adventszeit

Liebe Grüße Cali

28
Nov

Einweihungsparty bei Valon

   Von: DickeFee in Feiern und Events

Ein besonderer Abend ist das heute am 22. September: Valon weiht sein Haus ein, das am 17. September errichtet wurde. Turbulent ist es in der Strasse:

Xanthy besichtigt erst das Haus und verschwindet in die Innenstadt Trents, um mit passenden Geschenken wiederzukommen, Nairda kommt erschöpft nach einem Arbeitstag im Gebirge am Ort der Feier an. Kleiner Willi summt um die Dosen herum, die nach kurzer Zeit unbenutzt zusammenfallen – (ein eigenartiges Material für das Dosenwerfen), Vidura macht sich Sorgen um die Aufräumarbeiten am Schluss, als er das Riesenbuffet sieht – aber Valon ist sicher, dass Bob das erledigt, wenn er vorbeikommt. Vidura spielt immer wieder schöne Klänge…und bewundert Fionas Verlobungsring.

Errötend lächelt diese Valon zu: „Den hat Val wunderbar ausgewählt.“ Valon lächelt ihr zu, als er seinen Namen hört: „Und er passt wunderbar zu ihr..“

Die Gäste bedauern die kurze Haltbarkeit der Dosen und wenden sich den Tauen zu – springen sich warm und langsam wird der Himmel immer dämmeriger

Valon schaut gen Himmel: „Na gut, es wird wohl Zeit“ und stellt die Torte auf: „Wer möchte ein Stück?“

Fiona lauert schon neben der Torte und genießt das erste Stück sehr, während Vidura sich lieber von Valon und Fiona die Grunderfordernisse eines Hausbaues erklären läßt – ob da auch bald eine Feier ansteht? Während Valon zum Lager sprintet, kümmert sich Vidura um die eingeschlafene und angeschlagene Xanthy, und versucht die blauen Flecken und Kratzer mit Eis zu kühlen. Doch der nächste Schneeball trifft dann schon Fiona und im Nu ist eine Schneeballschlacht im Gange. Eine schüchterne junge Frau Alenja wird auch gleich mit Schneebällen empfangen, und Vidura nach einer Weile schon blau angelaufen vor Kälte grinst tapfer: „Danke für die Eiswürfel fürs Bier“ Xanthy erwacht, trifft Valon und Fiona mit Bällen und hätte wohl besser nicht gesagt, dass sie im Vorteil ist, wenn keiner zu ihr guckt: Valon lacht laut, als er die nächsten Schneebälle alle Richung Xanthy fliegen sieht.
Doch lange ist das nicht durchzuhalten: bald stehen alle beim heissen Kakao am Buffet und werden danach beim Seilspringen wieder endgültig warm.

Die ersten Hausbesichtigungen werden gemacht und Valon startet einen Wettbewerb Kirschkernweitspucken bis 21 Uhr, jeder hat maximal 3 Versuche. Die Gästeschar hat sich um einige vergrößert: Balduin, Ratti , Erinia, Indoles und Mecon spucken mit um die Wette. Erian und Sirflodderson tauchen mit weiteren Geschenken und Glückwünschen auf, und nebenher wird Grimaklin getröstet: sie müsse keine 300 Jahre auf ein eigenes Haus sparen. Die letzten sind noch am Kirschkern spucken, die nächsten üben schon Seilziehen: Erian hat in letzter Zeit eifrig Baumstammwerfen geübt und dabei extreme Muskeln entwickelt, wie man sieht:

Beide Teams zerren kraftvoll an dem Tau. Mit aller Macht versuchen sie das gegnerische Team über die Markierung zu ziehen. Erian, Valon und Xanthy sind stärker und ziehen das gegnerische Team nach einiger Zeit über die Markierung!
Beide Teams zerren kraftvoll an dem Tau. Mit aller Macht versuchen sie das gegnerische Team über die Markierung zu ziehen. Vidura, Valon und Erian sind stärker und ziehen das gegnerische Team nach einiger Zeit über die Markierung!

Doch manchmal gewinnt auch eine Frauenmannschaft:
Beide Teams zerren kraftvoll an dem Tau. Mit aller Macht versuchen sie das gegnerische Team über die Markierung zu ziehen. Indoles, Alenja und Xanthy sind stärker und ziehen das gegnerische Team nach einiger Zeit über die Markierung! … Und vor Freude tanzen die drei gleich eine Runde ….

Die Zuschauer am Rand bedienene sich eifrig am Buffet, einige sitzen auf den Baumstämmen und entpannen.. und geküßt wird auch eifrig, wie es sich für simkeanische Feiern gehört. Dazu spielt Fiona immer wieder auf – die Tauzieher kühlen sich bereits wieder mit Schneebällen ab – dabei wäre das nicht nötig gewesen: Achtung Achtung – Ratti erscheint mit der Wasserspritze. Heute bleibt keiner trocken. Das kleine Wesen schlüpft in jede Lücke und durchnässt alle. Wo sind die Handtücher? Überall sieht man sie im Einsatz. Alenja allerdings hüpft sich lieber trocken. Andarin und Erinia üben noch Weitspucken, überbieten den bisherigen Rekord aber nicht. Der Preis geht an Xanthy für 27,18 Meter….

Den schönsten Spruch für Valon und sein Haus zieht Vidura: Vidura öffnet einen Glückskeks und liest folgenden Spruch: Sich glücklich fühlen können, auch ohne Glück, das ist das Glück
Eine wunderbare Feier klingt aus mit Geschenke auspacken – Würfelspielen, weiteren Schneeballschlachen und Tauziehrunden und kleinen Gesprächsrunden in jeder Ecke.

Viel Glück im Haus, viel Spaß bei weiteren Ausbauarbeiten und noch mehr gelungene Feiern wünscht der Trenter Bote Valon, dem Hausherrn.

(Xanthy)

28
Nov

Lichterfest

   Von: Lady Sharina in Es war einmal...

 

Am 1. Dezember  ist wieder Lichterfest und ich möchte gern noch einmal  den Text von IceT hier dazu bringen:

Die Adventszeit 2010 – Der Tag, an dem die simkeanische Welt aufhörte, sich zu drehen

IceT tritt mit einem langen Schreiben aus dem Archiv des Landes vor das Volk, blickt mit ernster Miene um sich und erhebt sodann die Stimme, um den Inhalt des Schriftstückes zu verlesen.

„Es begab sich in einer Zeit, in der es eigentlich auf Weihnachten zuging. Ein Fest, das eigentlich der Besinnung, der Familie und der Freundschaft gilt. Der Familie, wie sie Simkea für viele der Bürger des weiten Landes geworden ist. Doch etwas war anders: es war nicht friedlich. Missverständnisse führten zu Streit. Überall über dem Land schwebte eine dunkle Wolke gedrückter Stimmung, hinter vorgehaltener Hand wurde manch böses Wort geflüstert, manch noch böseres Wort wurde wutentbrannt in die stille Schneelandschaft über Simkea getragen. Es war keine Zeit des Friedens. Es war eine Zeit, in der sich manch einer zu manchem Ausspruch hinreißen ließ, den er möglicherweise schon im selben Moment bereute. Doch Worte sind wie Waffen, ihre Wirkung lässt sich mindern, aber nicht ungeschehen machen.

So durchlebten nicht nur die Bürger, sondern auch der Wächter der Tore kalte, stürmische Zeiten, stets gepeitscht von Wogen der Emotionen, von egoistischen Interessen und allgemeiner Frustration, die aus der Anderswelt in das Land hineingetragen wurde. Und so begab es sich schließlich, an jenem unvergesslichen Morgen des 30. November 2010, dass mancher Bürger erwachte und von seinem Land nichts mehr zu sehen war, lediglich die Lettern „Ende…“ prangten in gleissendem Licht, im Nichts. Und schnell wurde allen Bürgern klar, was diese Leere, das Fehlen ihres geliebten Landes, zu bedeuten hatte. Schon des öfteren hatte es sich abgezeichnet, wäre erkennbar gewesen, doch in ihrer Wut und ihrem Ärger waren die Bürger blind: der Wächter der Tore, er hat sein Land verlassen, und mit ihm floh das Land.

Es fuhr den meisten Bürgern durch Mark und Bein, und es begab sich etwas Merkwürdiges, was niemand je gedacht hätte: so zerstritten das Volk auch war, es schloss sich plötzlich zusammen, beriet in der Anderswelt, was zu tun sei, um den Wächter der Tore zur Rückkehr zu bewegen. Es sollten lange, quälende Stunden des Bangens, des Hoffens und des verzweifelten Diskutierens werden. An jenem Tag sollte sich die Welt Simkeas nicht mehr drehen. In ihrer Verzweiflung standen die Bürger Schlange am dem Einzigen, was ihnen an den Landen Simkeas noch zugängig war, dem schwarzen Brett – und dort, wo schon Monate zuvor die größten Fehden ausgetragen wurde, schlossen sich plötzlich alle Bürger zusammen und meißelten ihre Gedanken darnieder, zeigten überwältigend auf, wie sehr sie mit dem Land Simkea verbunden waren, und beknieten den Wächter der Tore, doch zurückzukehren, um Eintracht in diesen schönen Landen walten lassen.

Es geschah etwas: der Wächter der Tore war eindeutig anwesend und nahm Notiz von den Bekundungen, die ihm und seinem Werk von den Bürgern entgegengebracht wurden. Zwar schwieg er, doch war er zugegen. Einige Zeit später trat er daselbst ans schwarze Brett und hinterließ eine Nachricht, warum er das Land verlassen hatte. Er legte nieder, wie er nach manch bösem Wort in Selbstzweifel verging, warum er begann, die Sinnhaftigkeit seines Handelns zu hinterfragen und anzuzweifeln. Er zitierte eine Nachricht, die ihm zuvor zugetragen wurde, in der beschrieben wurde, wie der Rat von Simkea immer kleiner wurde, ohne dass die Stimmung besser wurde. Sein fürchterlicher Schluss aus dieser Nachricht: er selbst sei schuld an der traurigen Situation von Simkea. Und er bemerkte nicht, dass er diese Nachricht, dessen Autor beim Verfassen so zornig war, dass er manches Wort falsch wählte und der Nachricht so einen völlig falschen Sinn gab, vollkommen falsch ausgelegt hatte. Welch fürchterliche Konsequenz!“

IceT lässt das Blatt für einen Moment sinken, blickt zu Boden, als wisse er genau, wer der Verfasser dieser Nachricht gewesen sein mag, holt tief Luft und fährt sodann fort:

„Die Nachricht, die der Wächter der Tore den verzweifelten Bürger hinterließ, in der er sich Bedenkzeit ausbat, konnte die Bewohner freilich nicht beruhigen. Doch sie erklärte, warum er das Land verlassen hatte, und sie zeigte, welch vernichtende Wirkung manch unbedachtes Wort, im Zorne ausgesprochen, anrichten kann. Die Bürger saßen niedergeschlagen beisammen und konnten nichts weiter tun als hoffen, bis schließlich auch den Letzten die Müdigkeit übermannte.

Am nächsten Morgen, am 1. Dezember 2010, als die Adventskalender am gemütlich wärmenden Kamin in der Taverne die ersten Geschenke heimlicher Verehrer, Freunde oder einfach nur Mitbürger preisgeben sollten, erwachten viele Bürger in der Anderswelt und stürmten voller Hoffnung Richtung Simkea – um erneut enttäuscht zu werden. Die Hoffnung unter den Bürgern war spürbar gesunken, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung machten sich breit. Der Start in den Advent war überschattet von Ungewissheit, von Angst und Hoffen. Es wurde kaum noch beraten, es wurde still zusammengesessen und gehofft. Doch kaum jemand vermochte einen anderen Gedanken zu fassen als den an das Land von Simkea in einer unbeschwerten Zeit, in einer Zeit, als vieles allzu selbstverständlich genommen wurde.

Dann endlich, am Nachmittag, startete ein Bürger einen neuen Anlauf, das Land zu betreten – und fand sich unvermittelt in der strahlenden, stillen Welt von Simkea wieder, die nach einem Tag wieder begonnen hatte, sich zu drehen! Ein Aufschrei des Jubels ging durch die Bürger, die voller Begeisterung durch das Portal stürmten, vorbei an dem stumm gewordenen Wächter der Tore, und die Bürger tanzten durch das Land und beschlossen spontan, zum Gedenken an den Tag, an dem die Welt aufhörte, sich zu drehen, eine Zusammenkunft am Trenter Stadttor zu feiern. Bis es soweit war, sparten die bislang gespaltenen Bürger nicht an Worten des Dankes, und so hörte man allenthalben Bürger ihre Worte an das schwarze Brett meißeln.

Am Abend schließlich fanden sich die Bürger wie besprochen zusammen und standen in nie erlebter Eintracht zusammen am Trenter Stadttor. Über 80 Bürger fanden sich dort ein und stellten stumm brennende Kerzen am Boden ab, um ihre Solidarität mit diesem Land unter Beweis zu stellen. Und auch der Hüter der Tore erschien, und bei diesem Anblick konnte er seine Zurückhaltung nicht länger durchhalten. Er brachte seine Überwältigung zum Ausdruck: „Was ihr hier tut ist einzigartig… doch verehrt nicht mich, sondern eure Stadt, euer Land Simkea…“ So sollte es sein. Und fortan sollen sich alle Bürger am Abend des 1. Dezember am Stadttor einfinden, um diesem Tag, an dem die Welt aufhörte, sich zu drehen, zu gedenken und nie zu vergessen, welch schwere Zeiten das Land bereits durchleben musste. So soll der 1. Dezember fortan als Lichterfest bezeichnet werden und in die Geschichtsbücher Simkeas eingehen – als Mahnmal, und als Feiertag.“

IceT lässt das Pergament sichtlich erschöpft sinken, entzündet eine Kerze und stellt sie vorsichtig am Boden ab. Er schließt mit den Worten: „Danke, MasterX. Und: danke, Simkea – und ihr, liebe Mitbürger, seid Simkea. Frohe Adventszeit!“

IceT lässt den Schauplatz zurück und legt sich danieder, um sich auszuruhen und den Tag zu beschließen.

(Lady Sharina)

 

Der Versuch nähert sich dem Ende: Die Veröffentlichung der Fortsetzungsgeschichte von Dicke Fee aus alten Ausgaben des Trenter Boten hatte leider größere Pausen zwischendrin – so dass sicher einigen der Zusammenhang fehlt. Wer will, kann im Archiv nach den alten Folgen vom Jahr 2009 stöbern – oder die Zusammenfassung lesen:

Es beginnt mit einer unheimlichen Prophezeiung: Mein Kind, großes Unheil wird über dich kommen. Du hast eine schwere Aufgabe vor dir und wirst dein Leben mit ihrer Erfüllung bezahlen. Ein Kind wird geboren in einer mondlosen Nacht. Ein Kind, zu binden was schon ewig getrennt, ein Kind, den Frieden zu bringen wo Hass und Lüge die Flüsse und Felder vergiftet, seit Anbeginn der Zeit. Rette dieses Kind und die Welt wird Frieden erlangen, aber du wirst sterben. Rettest du es nicht, werden wir alle ins Unglück stürzen, undenkbar größer als das Unheil, das uns jetzt schon das Leben schwer macht.“

Diese Worte gibt eine geheimnisvolle alte Frau einer Amme mit, die einen Säugling in einen Zirkus bringt. Etliche Jahre später kommt dieser Zirkus in das Dorf, in dem Eleonara lebt. Sie hat schon früh erfahren, dass sie ein Findelkind ist: „Es war eine klare Nacht, als es an der Tür klopfte.“, so begann ihre Mutter immer: „ Eine Frau von großer Statur stand vor unserer Tür, ihr Gesicht war unter der roten Kapuze ihres Umhangs verborgen, aber ihre Stimme war die einer Frau. Sie drückte mir ein Baby in den Arm und nannte mir deinen Namen und dass ich mich um dich kümmern solle. Dann gab sie deinem Vater einen Beutel mit Silbertalern und verschwand in der Nacht.“

Im Zirkus, den Eleonora nun mit ihrer Freundin besucht, wird sie um Mithilfe gebeten – in eine stille Ecke gezaubert und……:

Amathea schaute sie an. „Eleonora, wie groß du geworden bist.“ „Wir haben nicht viel Zeit, höre mir genau zu. Du bist in Gefahr! Meide sich spiegelnde Oberflächen! Jemand versucht einen Weg zu dir zu finden. Lass sie dich nicht fangen, oder unsere Welt ist verloren.“ Almatea hielt Eleonora an den Schultern fest und sah ihr tief in die Augen. „Lass nicht zu, das so viele Menschen umsonst gestorben sind.“, dann warf sie wieder ihren Umhang um Eleonora und beide waren zurück in der Manege.

Eleonora versteht es alles nicht, sie sorgt sich um die todkranke Mutter und bekommt einen Schrecken, als sie im Spiegel Fratzen von Ungeheuern sieht. Dann stirbt die Mutter – Goblins dringen ins Haus ein und versuchen Eleonora zu rauben. Auf der Flucht vor den Goblins steht Almathea plötzlich vor ihr, kämpft gegen die Ungeheuer und nimmt Eleonora mit nach Trent.

Sie erklärt ihr etwas von den Hintergründen:

Seit Jahren schon geht es den Menschen in Simkea schlecht. Sie leiden. Sie haben den Frohsinn verloren und werden von Goblins unterjocht. Am schlimmsten trifft es bisher Trent. Kein Mensch weiß genau, wie er es anstellte, aber jeder kennt den Namen des Mannes, der ihr Lachen stahl und sie in einer Welt voller Grau zurück ließ. Darkman! Er ist der Anführer einer ganzen Horde Goblins, die dafür sorgen, dass wir nachts nicht mehr vor die Tür gehen, er vereinnahmt Gelder für sich, die für den König bestimmt sind und zwingt uns diese zu ersetzen. Er taucht nirgendwo selbst auf. Immer schickt er seine Goblins. Keiner weiß wie er aussieht, Darkman ist wie ein Schatten.“

Auch von der alten Frau erzählt sie, die ihr einst erklärt hat, warum der Säugling zu ihr in den Zirkus gebracht wurde:

Dieses Kind ist wichtiger als alle Menschen, wichtiger als du, wichtiger als ich und erst recht wichtiger als die zwei Frauen.“ Ich bat sie, mir das zu erklären, wusste aber im selben Moment, dass mir nun das Wissen zuteil werden würde, mit dem ich das Gefühl etwas Großes käme auf uns zu, erklären könne. Sie erzählte mir also von der Prophezeiung: Ein Kind wird geboren in einer mondlosen Nacht. Ein Kind, zu binden was schon ewig getrennt, ein Kind, den Frieden zu bringen, wo Hass und Lüge die Flüsse und Felder vergiftet, seit Anbeginn der Zeit.“

Almatea drehte sich zu Eleonora um. „Dieses Kind bist du Eleonora!“

Die Leser wissen inzwischen noch mehr – Darkman hat seine Goblins überall und hat Eleonoras beste Freundin in seiner Gewalt. Auch Eleonora weiß das. Die Erzählungen von Almathea machen sie ratlos und sie beschließt aus der Taverne in Trent zu fliehen und die Freundin Isabella zu suchen. Kurz darauf irrt auch Almathea durch Trent und sucht nach Eleonora. Diese entdeckt angesichts eines Goblins im Dämmerwald ihren Mut und stellt sich ihm in den Weg: „Ich bin die, die ihr sucht. Bringt mich zu eurem Herrn!“ So hofft sie endlich die Freundin zu finden – noch immer ohne die geringste Ahnung, was sie für sie tun könnte. (zu lesen im Boten vom 12. Okt)

Die Suche – Folge 13

Almatea verfluchte dieses dumme Kind. Wie konnte sie nur einfach abhauen. Sie war der Schlüssel zu einer besseren Welt für alle in Simkea, sie war die einzige Hoffnung die ihnen blieb und dennoch spielte Eleonora mit ihrem Leben um ihre Freundin zu befreien. Sie schüttelte den Kopf. Dummes Kind! Vor Wut schnaubend lief sie die Straßen Trents auf und ab. Sie blickte in jede Gasse und war schon zweimal am Stadttor vorbei gelaufen. Ihre Zuversicht Eleonora zu finden und zur Umkehr zu bewegen schwand immer mehr dahin. Mit jeder Stunde die verging wurde es immer Unwahrscheinlicher sie zu finden. Sie konnte inzwischen schon fast im Dämmerwald sein. Almatea seufzte. Wen sollte sie fragen? Sie wollte nicht noch mehr Menschen von Eleonoras Ankunft in Simkea berichten. Es war schon schlimm genug dass die Alte so offenherzig gegenüber dem Maskenmann gewesen war. Almatea war immer noch außer sich vor Zorn über diese Dummheit. Die Alte hatte ihr eingetrichtert mit aller Vorsicht Eleonora aus ihrer Dimension nach Simkea zu bringen, das möglichst wenig Menschen davon erfuhren und dann war genau sie diejenige, die es dem erstbesten auf die Nase band. Vielleicht wurde sie senil. Almatea glaubte nicht daran, aber sie konnte sich auch keinen Grund denken, warum die Alte es sonst so leichtfertig erzählt haben sollte. Gut, sie hatte keinen Namen genannt, aber Darkman hatte seine Spitzel überall und so währe es nicht verwunderlich, wenn er baldmöglichst von Eleonora Bericht erstattet bekommen würde und dann Gnade ihnen Mutter Erde. Almatea lief zum dritten Mal am Stadttor vorbei und fragte sich zum x-ten Mal an diesem Tag wozu ihre Gabe durch Dimensionen zu wandern wohl gut sein sollte, wenn sie in einer dieser Dimensionen nicht mal jemanden finden konnte ohne dieselbige Person erst stundenlang zu suchen. Da sie Eleonora immer noch nicht gefunden hatte, machte sie sich auf den Rückweg zum Wirtshaus. Sie musste dringend dafür Sorge tragen, das noch andere nach dem Mädchen suchten. Alleine war dieses Unterfangen einfach unlösbar.

In einem Zimmer des Wirtshauses saß die Alte auf ihrem Stuhl, auf dem Schoß hielt sie eine Waschschüssel mit Wasser gefüllt. Sie blickte angestrengt in die Schüssel, als suche sie etwas. Die Wasseroberfläche kräuselte sich, von innen nach außen bildeten sich kleine Ringe, ganz so als ob jemand einen Stein in die Mitte der Schüssel geworfen hätte. Die Stirn der Alten legte sich in Falten, nur einen kleinen Moment schloss sie die Augen, sammelte ihre Gedanken um dann wieder auf die Wasseroberfläche zu sehen. Ein Lächeln umspielte ihren Mund, als sie den Erfolg ihrer Arbeit sah. Da wanderten Eleonora und ein Goblin die Handelsstraße entlang. Eleonora ging selbstbewusst vor dem Goblin her, schaute mal hier hin und mal dorthin als wenn sie sich ihres Lebens freute und auf Wanderschaft wäre. Der Goblin trottete amüsiert hinterdrein. Ab und an schüttelte er den Kopf, als könne er immer noch nicht glauben was ihm da über den Weg gelaufen war. Die Alte blickte erstaunt auf dieses Bild und fing an zu kichern. Wer hätte schon geahnt, dass dieses Kind so viel Schneid besaß? Darkman, Darkman, mit diesem Mädchen wirst du es nicht einfach haben, dachte die Alte. Pass bloß auf dich auf. Die schafft es und macht dir das Leben zur Hölle. Die Alte pustete auf die Oberfläche und das Bild veränderte sich. Darkman wanderte ruhelos in dem Lagerhaus in dem er Isabell festhielt auf und ab. Die Hände hinter dem Umhang verschränkt zog er weite Kreise, ganz vertieft in seine Sorge, Eleonora könne ihm ein drittes Mal entkommen sein. Er konnte ja nicht ahnen, dass sie gradewegs auf dem Weg zu ihm war. Dass sie aber nicht als Gefangene kam, das hätte nicht mal die Alte geglaubt, wenn sie es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte. Wie erschüttert würde Darkman angesichts der Tatsache sein, das sein Opfer sich ihm so freiwillig auslieferte? Die Alte lächelte noch breiter. Was geschehen soll, wird geschehen. Sie fuhr mit der Hand über die Schale hinweg und das Bild war verschwunden. Langsam erhob sie sich und stellte die Schüssel zurück auf den Tisch und setzte sich mit dem Stuhl ans Fenster. So blickte sie hinaus auf den Marktplatz, schloss die Augen und nickte ein.

(im Archiv gefunden und entstaubt von Xanthy)