15
Sep

Liebe Leserinnen und Leser,

   Von: Amalthea in Schlagzeilen

es war Einiges los in den letzten Wochen und unsere fleißigen Schreiber kamen kaum noch hinterher, die Ereignisse in Simkea zu dokumentieren und in unterhaltsame Artikel zu packen. So ist auch diese Ausgabe des Trenter Boten wieder sehr lebhaft – mit Geschichten von (zu) mutigen Neubürgern, der Frage, ob Filzhut oder Muttertrunk, schreienden Zwergen, küssenden Drachen und mehr…

Viel Spaß beim Lesen!

(Amalthea)

15
Sep

Schreihals Klamdor?

   Von: Alexa Viator in Klatsch und Tratsch

Wieder mal beginnt es damit, dass wir die laute Stimme von Klamdor hören, der ganz laut die weibliche Bevölkerung begrüßt.
„Er schreit nur rum“, merkt Lady Sharina an.
„ICH SCHREIE NIE NICHT, ICH GRÜßE“, meckert Klamdor ganz laut.
„Stimmt. Klamdor grüßt nur laut. Er schreit erst, wenn man ihm anhängt, dass er schreit“, sage ich leicht lachend.
„So isses“, stimmt Klamdor mir zu.
„Oder wenn man ihm droht, den Boten zu verständigen, wenn er wieder Material für die Klatschspalten liefert“, sagt Erian.
„Bin still und leise und in mich gekehrt“, sagt Klamdor ganz ruhig.
„Aber sowas gehört sich ja nicht – also petzen an den Boten“, sagt Erian.
„Ja, so kennen wir dich“, grinst Alessa Erian an.
„Erian, nicht nur androhen, sondern am besten mir gleich schicken“, sage ich grinsend, „ich möchte gerne wieder meine Klamdor-Reihe weiter veröffentlichen.“
„Ach, die wird doch sowieso nicht veröffentlicht. Die Druckmaschine scheint ja kaputt zu sein“, meint Erian.
„GIBT KEINE KLAMDOR-REIHE“, schreit Klamdor.
„Bin für Übernahme“, fügt er leise hinzu.
„Bring mir Zwiebeln mit, dann überlege ich es mir“, fordere ich lachend.
„Was überlegste?“, fragt Klamdor.
Nun, das war’s schon mit dieser kleinen Geschichte. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen.
(Alexa Viator)

15
Sep

Simkeas Stadtmusikanten

   Von: Alessa in Klatsch und Tratsch

„Was machst grad feines?“, fragte Relsenrazor Matka Mooswurzel und guckte neugierig.
Sie antwortete: „Ich hab‘ die armen Schafe ihres dicken Fells entledigt, ist doch viel zu heiß.“
Matka fuchtelte mit der Schere und stopfte Wolle in den Rucksack.
„Hast denen auch Sonnencreme gegeben?“, fragte Relzenrazor, besorgt nach den Schafen schauend.
Matka meinte: „Hm nee … Mist, hab ich nicht dran gedacht. Apfelsaft geht nicht, oder?“
Ravalya schlug lächelnd vor: „Strick ihnen doch ein Schafswollshirt.“
Matka zog die Nase kraus: „Dann hätte ich das Scheren doch auch lassen können, Rava, ts. Außerdem kann ich gar nicht stricken.“
Relsen überlegte: „Olivenöl als Sonnenölersatz?“
„Hm, dann muss ich erst in die Nordschneise… „, grübelte Matka.
Sie betrachtete sinnierend Schafe und Kühe und versuchte nach einiger Zeit, die Schafe unter die Kühe zu schubsen.
„Es gibt Sonnenbalsam…“, fügte Fiona murmelnd hinzu.
Matka antwortete leise seufzend: „Hab ich aber doch nicht hier, Fiona… Ich weiß auch nicht, ob die Schafe so was brauchen.“
„Im Wollkleid nicht!“, befand Relsen.
„Ha, na schau, die Kühe können den Schafen Schatten spenden!“, verkündete Matka und rief den Viechern zu: „Schön zusammen bleiben da hinten!“
„Hmm, Bremer Stadtmusikanten verkehrt!“, grinste Relsen, als eine Katze unter ein Schaf huschte.
Matka kicherte: „Jetzt noch ein Küken…“

(Alessa)

15
Sep

Drachenküsse

   Von: Lady Sharina in Klatsch und Tratsch

Louhi kommt auf den Markt und will gleich Küsse verteilen. Die sind aber nicht überall erwünscht.

Louhi: „Nabend!“  Er verteilt Küsschen an alle, die welche wollen.

Die Autorin, zum Beispiel, lehnt ab. Lady Sharina lässt sich nur von ihrem Ritter küssen!

Louhi: „Hallo mein Schatz!“ Er gibt Avalonia ein dickes Küsschen. Avalonia schnappt sich eins von Louhis Küsschen.

Avalonia: „Hallo Schatz.“ Sie gibt Louhi ein dickes Küsschen zurück.

Alessa möchte auch nicht vom Drachen geküsst werden.  Louhi schmunzelt.

Avalonia: „Dann nimmt Avalonia alle Küsschen von Louhi.“

Alessa: „Das ist gut“, findet nicht nur Alessa. Lady Sharina lächelt dazu.

Louhi genießt das Küsschen von Avalonia.

Louhi gibt sie Avalonia gerne.

(Lady Sharina)

Nachdem Ranchor sich ausführlich beklagt hatte, dass er keine wärmende Fellkleidung in Trent fände, meldete sich Libelle Ii zu diesem Thema.

„Herr Ranchor, ich höre, Ihr habt ein Problem, am Markt etwas zu finden?“, fragte sie.
Ranchor antwortete: „Nun, in der Tat dürstet mich nach warmer Kleidung fürs Gebirge!“
„Soll ich euch einen Schal stricken?“, fragte Libelle grinsend.
„Nun, wenn er meinen ganzen Leib umschlingt, dann gerne. Ich habe mir bereits zweimal eine Erkältung eingefangen, da scheine ich wohl eine Schwäche zu haben“, erwiderte Ranchor.

Nach einigem Hin und Her und der Feststellung, dass Libelle auch keine Fellkleidung bereit hielte, hatte diese eine kleine Hilfe für ihn: „Ich könnte höchstens einen Filzhut beisteuern, dass ihr zumindest gut behütet in die Berge kommt.“
„Kann man den zusätzlich anziehen?“, fragte Ranchor.
Libelle zweifelte, ob ein Job in den Bergen das Richtige für Ranchor sei und antwortete: „Ja, kann man.“
„Nun, es ist meine Leidenschaft Frau Ii!“,  grinste Ranchor. „Nur, wenn ich den harten Stein, das widerborstige Eisen oder die brüchige Kohle schlage, fühle ich mich ganz frei.“
Libelle war ganz pragmatisch: „Dann schluckt ihr halt einen Muttertrunk und ihr fühlt euch nicht nur frei, sondern auch erkältungslos. Ist vielleicht preiswerter als Fellzeugs.“

Libelle zog Ranchor einen Filzhut über die Ohren.
„Danke für den tollen Hut!“, freute sich Ranchor.
„Gerne“, lächelte Libelle.
Ranchor fragte dann: „Was bekommt Ihr, werte Frau Ii?“
Libelle anwortete: „Öööh….. nix. Ich kann Euch ja nicht einfach meinen Hut aufdrängeln und dafür auch noch Kohle kassieren.“
„Nun, das muss ich mir dann leider notieren und euch beim nächsten Mal 11 Heller unterjubeln!“, antwortete Ranchor grinsend.
„Ach, irgendwann brauche ich vielleicht mal Eure Hilfe und dann sind wir quitt“, meinte Libelle Ii freundlich.
„Ich werde euch daran erinnern, falls ihr mal ein Werkzeug, einen starken Arm oder einen lyrischen Ausflug benötigt“, entgegnete Ranchor.

Libelle Ii fragte sich dann, was ein lyrischer Ausflug ist, fand aber, dass es gut klingt.
Anubis merkte breit grinsend an: „Ein Gedicht der Vogonen.“

Erian fielen dazu spontan einige Zeilen ein:

„Willst du Libelles Herz anrühren
und heimlich lyrisch sie verführen.
Ich weiß, das klingt beizeiten komisch,
doch all das wäre dann platonisch.“

Jetzt meldete sich Ranchor wieder zu Wort: „Nun, benötigt ihr einen Ausflug aus dem Alltag und könnt euch an einem Gedicht oder auch einer gut erzählten Geschichte an einem Lagerfeuer erfreuen, so habe ich eine gewisse Neigung, meinen Senf dazuzugeben.“ Er grinste breit,
Libelle Ii lachte laut los: „Aaah, Senf kenne ich!“

Nun ließ es sich Ranchor nicht nehmen, ein kleines Gedicht beizusteuern:

„Die Worte sind gar wohl gewählt,
doch ist Frau Ii nicht längst vermählt?
Eine Schande, so denn nicht.
Kein anderer, der sie ehelicht?
Ich denke, ihre Schönheit gar
wärt von heut‘ bis immerdar!
Und findet sich kein rechter Knabe,
so bleibt ihr noch die große Gabe.“

„Jedenfalls wünsche ich Euch einen erfolgreichen unfall- und krankheitsfreien Ausflug in die Berge.“, sagte Libelle dann zu Ranchor.
„Habt Dank, Teure Ii.“, antwortete er und trabte los.

Libelle Ii meinte dann noch: „Wie watt ehelicht….. wer will denn sowas???“

(Alessa)

15
Sep

Ein furchtbares Geräusch

   Von: Alessa in Klatsch und Tratsch

Es ist noch nicht lange her, da schaffte es der Neubürger Klang, frisch von der Portalinsel eingetroffen, der Segnung zu begegnen.
Es müssen ein paar sehr unglückliche erste Kämpfe gewesen sein, die ihn dorthin gebracht hatten. Als Neubürger war er darüber, wie man geschickt gewappnet einen Kampf führt, nicht im Bilde. Es waren wohl weder Rüstung noch Waffe, sondern eher die fehlenden Elixiere und Tränke, die ihn zur Segnung geführt hatten.

Klang ließ sich nicht beirren und lief, versehen mit dem Hauch des Todes, so dass jeder wusste, dass er die Segnung gesehen hatte, weiterhin stoisch und aufrecht durch Trents Gassen. Insgeheim bewunderte ich ihn für sein trotziges Auftreten. Plötzlich aber konnte man in ganz Trent ein furchtbares Geräusch hören:
„Klang stolpert über das Schlagloch und bricht sich mit einem schauderhaften lauten KNACK! das Genick.“
Mir gefror das Blut in den Adern. Schnell lief ich hin, um zu sehen, was passiert war und das Schlagloch zu stopfen, was Klangs vermeintliches Ende eingeläutet hatte. Tatsächlich lag dort ein Skelett neben dem Schlagloch. Klangs Skelett. Glücklicherweise handelte es sich um ein „Geisterskelett“. Als wandelnder Untoter setzte Klang seinen Gang fort an diesem Tag und tat, als sei nichts passiert.

Zwei Tage später war er dann wieder wohlauf und in der Blüte seiner Jugend. Ich gehe davon aus, dass ein in Simkea bekannter Alchemist ihn mit den entsprechenden Elixieren bekannt gemacht hat, die seine Heilung beförderten. Klang möchte jetzt übrigens einen Beruf lernen. Außerdem klagt er darüber, dass er nun arm wie eine Maus sei. So ganz billig sind die Heiltränke ja nicht…

(Alessa, mit freundlicher Hilfe von Erian)

Ganz kurz nur, aber das wollte ich Euch nicht vorenthalten:
Nyarla wurde hier von sich selbst beim Träumen erwischt. Ist doch süß, oder?

Nyarla

(Lady Sharina)

15
Sep

Spruch der Woche

   Von: Lady Sharina in Geschichten und Geschichte

 

Kein Parfüm dieser Welt ist so vollkommen, wie der Duft von nasser Erde.

Damaris Wieser (*1977), deutsche Lyrikerin und Dichterin

(Lady Sharina)