25
Apr

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

   Von: Calisto in Schlagzeilen

Rosen, Tulpen, Nelken. Alle Blumen welken.

Ja,  in der Tat welkt ja selten etwas in Simkea. Die Tulpen jedoch werden es wohl oder übel tun. Bis zum Ende der Woche. Ganz schön auf Trab hat uns diese bunte Blumenpracht gehalten.

Ostern wurde sich dieses Jahr wirklich wieder einmal selbst gerecht. Bunt war es alle mal. Auch wenn man den ein oder andern mit den Zähnen knirschen hörte, hatte die Mehrheit doch ihren Spaß auf der fröhlichen Suche.

Die halbe Marktwirtschaft kam zwar wieder einmal zum Erliegen. Da niemand mehr Zeit hatte, etwas zu produzieren, aber ich würde behaupten, zumindest die Pferdeflüsterer hatten ein erfolgreiches Geschäft.

Einigen mag es ja aufgefallen sein, dass der Bote in ein dezentes angekündigtes Schläfchen gefallen ist. Die Leserschaft hingegen scheint direkt ins Koma gefallen zu sein:
Eine einzige Einsendung zum Thema Ostern. Ich würde behaupten, ein eindeutiger und konkurrenzloser Sieg.

Ausserdem möchte ich aus selbigem Anlass daran erinnern, dass das Rätsel vom 4.4. mit dem unsagbar seltenen Preis einer Ananasscheibe, noch eine Woche läuft.

Jetzt ist aber wieder Aufwachen angesagt, also Streichhölzer zwischen die Lider geklemmt und viel Spaß beim Lesen der neuen Ausgabe und einen schönen Wochenstart wünsch ich Euch.

Eure Cali

25
Apr

Häuserandalierer in Trent

   Von: Katze in Klatsch und Tratsch

Kaum sprießen die ersten Tulpen, wird auch schon wieder fleißig gewerkelt. Baustellen machen sich ja nicht von alleine. So war auch Moon aktiv: „Hu Ratti! Die Hammerabdrücke an deinem Häuschen sieht man fast kaum“. Entgeistert schaute Ratti zu ihr „Was? Steinchen, was hast du mit meinem Haus gemacht?“ „Nüx“ antwortete diese und kickte den kaputten Hammer auffällig unauffällig hinter die Ecke. „Steinchen!!!!“, rief Ratti besorgt. „Ach, das guckt sich doch weg…“, fand Moon, die auf die Stelle schaute und dabei ihren Damen ins Blickfeld hielt. „Was guckt sich weg, Steinchen?“, hakte Ratti nach, „Ich komm morgen heim und wenn das Haus dann kaputt ist, dann aber“. „Keine Sorge, bis dahin hab ich das längst komplett weggeguckt“, versuchte Moon den Tod zu beruhigen.
„Ich hab eher Angst, dass du bis dahin mein Haus abgerissen hast“, meinte die Ratte und begutachtete Moons Werk: „Steinchen? Warum fehlt da ein Fenster? Und warum ist die Tür eingeschlagen und in der Mauer ein Loch?“.
Darauf wusste sie keine Antwort: „Weiß ich echt nicht – normalerweise hören ´se auf, wenn ´se einen Zugang haben…“
„Oh, war Party?“, erkundigte sich Vidura grinsend und Silent vermutete, eine Maus habe sich reingeknabbert. Das hatte zur Folge, dass sich die Wühlmaus nach einer Knabbermaus umschaute.
Nur Ratti war immer noch unglücklich: „Wen hast du auf mein Haus losgelassen, Steinchen????“. „Also ich hab nix – das war´n die Aliens – die ha´m Baseball gespielt“, flunkerte das Steinchen. Ratti, die nun neben Moon stand und die Trümmer ihres Hauses anschaute, drohte, auch gleich Baseball mit ihr zu spielen.
Immer mehr Bürger wurden neugierig. So musste Ratti auch der Maus erklären, dass Moon irgendwen mit Hammer auf ihr Haus los lies. Während Mäuschen nichts sonderliches bemerkte, konnte Silent nur noch den Kopf schütteln: „Das sieht ja fast so aus, als wenn da ein betrunkener Drache drin gelandet wäre“. „Hat der Tod etwa aus Versehen sein Haus getötet?“, fragte auch Jadwin.
„Die Tür ist eingeschlagen, das Badfenster ist auch nur noch Scherben und in der Wand ist ein Riesenloch zum Garten“, beschrieb Ratti die Situation und nachdem Mäuschen von einer Erkältung geheilt wurde, sah diese die Trümmer auch. Todunglücklich heulte sie los: „Unser schönes Haus!“
Moon meinte, der Drache würde eigentlich recht nüchtern aussehen und schon wies Louhi auf seine Unschuld hin: „Eeeh ich lande nicht in Häusern! Schon gar nicht, wenn ich betrunken bin! Da muss ich mich nämlich an den Hausmauern abstützen! Darum fliege ich ja auch nicht, wenn ich betrunken bin“.
„Ja, watt nimmste auch ein Fenster aus Glas…“, fragte Moon Ratti tadelnd. „Damit sie rausschauen kann?“, mutmaßte Louhi. Das wurde bestätigt: „Ich wollt ja auch rausschauen können aus ‘m Bad“. Louhi wechselte heimlich zu Moons Seite: „Aber da brauchst du doch außen keine Fenster! Da reicht doch eins innen! Soll ja auch keiner reinschauen können, oder?“. „Wer legt sich schon auf die Straße, um in das Fenster zu illern?“, fragte sich Ratti.
Moon sah immer noch nicht Rattis Problem: „Ich weiß gar nicht, was du hast – du kannst doch jetzt prima aus dem Bad rausschauen. Und mit der neuen Lüftung ist der olle Gasboiler auch gleich nicht mehr so gefährlich“. „Aber jetzt ziehts“, beschwerte sich Ratti, „Weil die Tür und das Fenster kaputt sind… und die Schafe laufen auch weg, weil die Mauer um den Garten hin ist“.
Auch Mäuschen klagte: „Ich find das schon ziemlich gemein von dir, Moon. Und das, wo ich so fleißig bei deiner Baustelle war.“ Heulend setzte sich die Ratte auf die Schwelle. Wühlmaus setzte sich zu ihr und nahm sie in den Arm: „Das kriegen wir schon wieder hin, Ratti“. Louhi reichte Ratti ein paar Trauben zum Trost und flog schnell zum Lager.
„Mein Haus ist kaputt… soviel Arbeit für umsonst“, weinte Ratti, „alles kaputt“. „Ich bau auch ganz dolle mit“, versuchte Wühlmaus sie wieder aufzumuntern.
„Aber ich hab doch gar nix… Also fast nix, nur ´nen Abdruck inner Tür vom weggeflogenen Hammerkopf – der Rest war schon. Oder kam danach.“, redete sich Moon geschickt raus. Ratti hängte ein Schild dran: *Einsturzgefahr! Betreten verboten!* und fragte Mäuschen, was sie nun mit der Bruchbude machen sollten. „Wenns schon wie ein Kinderzimmer aussieht, adoptiert Kinder“, schlug Vidura vor. Wühlmaus dagegen war fürs Wiederaufbauen und noch schöner machen. „Ich flick die Löcher und setz ein neues Fenster und du machst frische Farbe und neue Deko“, sagte sie.
Moons Idee, ein Bild darüber zuhängen wurde von der Maus mit Begeisterung aufgenommen: „Oder so! Ein schönes großes Bild“. Nur Erian konnte das noch toppen: „Geht doch bei Moon ein Fenster ausbauen.“ Moon baute sich sogleich mit verschränkten Armen vor ihrer Baustelle auf. Wühlmaus machte ihrem Namen alle Ehre und wühlte sich ungesehen unter Moon durch, um das Baumaterial zu durchsuchen: „Bei Moon ist eh noch Baustelle – da liegen bestimmt welche rum“.

„Ist die Materialknappheit schon so schlimm, dass brave Simkeaner sich gegenseitig das Bauzeugs klauen???“, fragte Libelle entsetzt. Vidura, der eine Leiter zum Fensterln anschleppte, drehte bei dem Trubel unauffällig um.
„Na, wenigstens hat er sich nicht instandgesetzt“, meinte Moon dazu. „Sollte er? Der ist doch bestimmt nicht putt. Setz du lieber mal Rattis Bude wieder instand.“, mahnte Erian. Moon versuchte erneut abzulenken: „Ratti hat gar keine Bude, die benutzt meine mit… wenn sie mal in Trent ist.“ Wühlmaus schaute ungläubig: „Und nun soll sie auch noch bei dir wohnen oder warum hast du das Haus zerstört? Du weißt schon, wie viele da bei ihr leben?“

„Aber ich hab doch gar nix… nur son winziges Hammerköpfchen…“. „Stetes Hämmern löst den Stein, Moon…“, sagte Erian. „Was bei nem Haus in Rattigröße die ganze Hütte abreißt“, schimpfte Ratti. Auch Mäuschen sah das so: „Hammerköpfchen – das war eher ne Abrissbirne… Moment… ein Abrissapfel, gibt ja keine Birnen hier“. Erian merkte an, wenn Moon mal wieder mit dem Kopf durch die Wand wollte, dürfe das ruhig als Abrissbirne bezeichnet werden.
Ratti begann mit zwei Freunden, das Haus wiederaufzubauen. Wühlmaus stapelte Steine und Bretter aufeinander und klebte alles mit Spucke zusammen. Ratti reichte Mausi den Mörteileimer: „Nimm besser das, als deine Spucke“. „Ja, meinste? Ok- du hast da ja schon mehr Erfahrung“, lenkte diese ein. Moon wurde zur Seite geschubst: „Weg da – ich brauch Steine“ und schon balanzierte Wühlmaus 3 Mauersteine zu Rattis Bruch… Haus. Unsanft fiel Moon hin. Während sie die Steine vorsichtig neben Ratti auf den Boden fallen ließ, guckte Mäuschen kurz über die Schulter zu Moon: „Selber schuld, du Hauskaputtmacherin“. Erneut lief sie zu Moons Material und schleppte ein paar Bretter weg und Erian ging in den Garten um den Schutt aus den Beeten zu schippen.

Fleißig wurde diskutiert, welcher Bauplan am besten wäre, wobei auffiel, dass ganz viel Wasser eingezeichnet war. „Bei dem einen ja… In dem anderen ist nicht so viel… Ich wohn ja auch nicht alleine da.“, meinte Ratti dazu. „Das mit dem großen Teich oder lieber das mit dem Feuerkreis?“, fragte sie. „Also ich find rustikal schöner als pompös“, meinte Erian, weshalb sich Wühlmaus schon auf die vielen Abende am Feuer freute. Sofort schleppte sie noch mehr Steine und Bretter heran. Erian und Ratti zupften an den Plänen rum, zogen sie in die Länge und zeichneten wie wild daran rum. Nachdem sie sich endgültig auf den Plan mit der Feuerstelle geeinigt hatten, legte Ratti den Umhang beiseite und krempelte sich die Ärmel hoch: „Also dann packen wir es an“. Wühlmaus fing gleich an zu singen: „Stein auf Stein, Stein auf Stein – das Häuuuuschen wird bald fertig sein“. Moon schmoll, fand sie das Lied doch voll gemein. Grinsend dichtete Mäuschen weiter: „Brett auf Stein, Brett auf Stein – ein Daaaach muss bestuhlt ja sein“. „Ich hab noch nie verstanden, warum die immer alle Stühle aufs Dach stellen wollen“, merkte Moon an. „Für die Weitsicht, Steinchen“, erklärte Erian. Ratti fand Dachterrassen auch toll.

Erian schnitzte mit dem Messer Köpfe an die Dachbalken. „Pass auf, dass du nicht fällst, Erian“, warte Ratti noch, als dieser sich zu ihr umdrehte: „Ich fall doch ni AAHHHHHH!“ Mäuchen bewunderte Erians Werk, als dieser sich gerade noch an der Dachrinne festhalten konnte. Schnell eilte die Maus Erian hinterher und schrie von unten: „Lass ruhig los – ich fang dich auf“. Ratti schob noch schnell einen Eimer Sand unter Erian, als dieser runterplumpste. „Weich gelandet?“, fragte Mäuschen und zog sich unter Erian raus, „Sand und Maus – dass muss ne weiche Landung gewesen sein“. Erian wankte herum: „Mir ist duselig“. Keinen Tropfen bekam er runter, doch an einem Apfel konnte er noch rumknabbern. „Ich glaub ich sollte demnächst beim Klettern aufm Dach ein Seil mitnehmen als Sicherung“.

Damit wurde der Wiederaufbau erstmal beendet, doch es wird noch länger was zu tun sein, um alles wiederaufzubauen. Scheinbar hat nicht nur Erian von dem Geschehenen lernen können. Man soll doch ständig ein Auge auf sein Häuschen werfen, damit es einem nicht ähnlich geschieht. Zumindest kann man sich auf die Hilfe der Simkeaner immer verlassen.

(Katze)

25
Apr

Nulpen, Sulpen oder doch Tulpen?

   Von: Lady Sharina in Klatsch und Tratsch

Irgendwie scheinen die vielen Tulpen zu Ostern langsam aufs Gemüt zu schlagen.

Kätchen verkündete eben: „So. Sulpen fertig. Kurz noch in die Küche.“
Chucky wundert sich: „Sulpen? Suppen? Stulpen?“
Lady Sharina: „Sicher eine neue Speise. „^^
Gaius Minimus versucht zu erklären: „Sulpen sind die Sumpfinseltulpen, Dulpen die aus dem Dämmerwald und Wulpen aus der Wüste.“
Chucky: „Ernsthaft?“
Libelle Ii grinst:  „Hmmm, irgendwie scheinen hier alle tulpengeschädigt zu sein .“
Lady Sharina: ^^
Morgaine hat einen weiteren Vorschlag:  „Die vom Gutshof sind dann wohl Gulpen?“
Gaius Minimus: „Genauuuu“
Chucky will es nun genau wissen: “ Und die aus Trent? ^^ T-tulpen?“
Gaius Minimus: „Trentpen“
Lady Sharina: „Nee, Trulpen.“
Libelle Ii wird das Ganze zuviel: *freut sich, dass diese Tulpmania bald ein Ende hat.^^*

Die Autorin meint: „Wie auch immer, jedenfalls sind die Tulpen schön bunt, nun aber leider bald verblüht.“

(Lady Sharina)

 

 

 

Inzwischen ist es in ganz Simkea bekannt: das kleine Hu. Hüpft es so manches Mal zwischen den ganzen Bewohnern Simkeas hin und her, stellt massenhaft Unfug an und sorgt für viel zu lachen.

Kaum merkte das kleine Hu, dass Cala nicht aufpasst, huschte es schon schnell durch den blauen Chat. Schnell fing Cala das kleine Hu wieder ein. Zum Glück. Louhi hätte es fast in einen Becher eingearbeitet. Das kleine Hu war wieder zu neugierig und wollte mit dem Drachen Lehm spielen. „Oha, wolltest du ein Hu-Golem basteln?“, fragte Libelle grinsend. „Das wäre aber keine artgerechte Hu-Haltung!“, meinte Servetia. Louhi erklärte, das kleine Hu spiele gerne in Lehm und habe  nichts dagegen, wozu Servetia anmerkte: „Wenn es im Becher eingebrannt ist, ist nichts mehr mit Spielen“. Louhi rief entsetzt: „Das brenne ich doch nicht!“. Cala konnte die Bürger beruhigen: „Isch glaube dazu ist es zu quirlisch um überhaupt eingebrannt werden zu können“.

Servetia hakte nach: „Du wolltest es in einen Becher einarbeiten… und der wird doch nachher gebrannt… oder hab ich bei der Becherherstellung nicht aufgepasst?“ Das musste Louhi bestätigen, wobei er hinzufügte, wenn ein kleines Hu vom Becherrand blinzelte, stelle er den Becher immer extra, damit er ihn nicht mitbrenne. Außerdem meinte Erian, dass das Hu schon länger bei Cala sei, das sei hitzefest. Servetia war beruhigt: „Na dann… ich wollte schon den Hu-Schutz anrufen“. „Na zum Glück hast du das nicht gemacht, die hätten blöd geguckt, wenn sie plötzlich vor einem Drachen stehen, der mit dem kleinen Hu schön spielt!“, grinste Louhi.  „Jetzt bin ich ja auch beruhigt, wenn es dem kleinen Hu gut geht. Aber man muss sich ja immer für die Kleinen und Wehrlosen einsetzen“, erklärte Servetia. „Servetia, da hast du Recht… das werd isch dem kleinen Hu unbedingt sagen, wenn es wieder mit dem bösen Schneeball werfen will… oder hieß der grimmiger Schneeball?“, überlegte Cala. „Der hieß doch kalter Schneeball, oder?“, grübelte Louhi mit. Frida laberte gleich mit, ohne zu wissen um was es ging: „Es heißt kalte Hundeschnauze, Louhi“. „Oh! Dann hab ich das verwechselt“, erkannte Louhi.

Brummi wies Servetia auf ihre Füße hin: „Apropos klein und wehrlos: Deine Füße können sich grad der Splitter nicht mehr erwehren, die  hier überall herumliegen…“. „Bin auch schon auf dem Weg zurück nach Trent und achte auf jeden Schritt“, meinte Servetia. „Ja –  und die Schritte achten auf disch. Splitter liegen überall rum“, sagte Cala. „Was soll ich tun? Hab mich halt ganz unbedarft auf den Weg gemacht. Muss ja nach Trent kommen, um neue zu kaufen“. Schnell huschte Engelchen zu Servetia, um ihr Strohschuhe zu bringen.  Kätchen fragte noch Cala, ob er mit dem Hu das Splitterziehen erledigen würde, sonst würde sie hinlaufen, als auch schon die Hilfe ankam: „Engelchen, du bist ein Engelchen… vielen, vielen Dank“. Somit wurde Calas Hilfe gar nicht mehr gebraucht, obwohl dieser verkündete, lecker blutige Splitter immer gerne raus zu operieren.
Der Bote ist schon gespannt, wann das kleine Hu bei so viel Spannendem zum ersten Mal alleine Splitter oder noch ganz andere Verletzungen behandelt. Dass es sicher noch öfter mit seiner lieben, frechen Art in den Boten finden wird, ist schon mal gewiss.

(Katze)

25
Apr

Der nackte Fußballwahnsinn

   Von: Calisto in Klatsch und Tratsch

Wieder einmal ist von einem Fußballsonntag zu berichten, dieses mal jedoch wesentlich weniger vollgestopft mit Ereignissen aller Art als das letzte mal. Wegen akutem Spielermangel wurden zunächst einmal auf ganz freiwilliger Basis Leute rekrutiert, denen deutlich gemacht wurde, dass jeglicher Widerstand zwecklos sei. Gleichzeitig kam auch eine erstaunliche Zahl an Erstspielern zur kleinen Fußballgruppe, unter anderem auch Arminius, der Stolz drei Kreuzer herumzeigte, auch wenn bis jetzt nicht geklärt wurde, wen er dafür überfallen hat. Diese wollte er jedoch, wegen ihrer Seltenheit, für geschlagene 10 Heller das Stück verkaufen wollte. Es wird gemutmaßt, dass es sich hierbei um einen tatsächlichen Erfolg handelt, Jascha seiner Einnahmen zu berauben. Sollte dem tatsächlich so sein, dürfte mit einer baldigen Vergeltungsaktion Seitens der Botenchefin zu rechnen sein.
Wühlmaus stürzte sich gleich einmal in die Gewinnerkiste, nachdem ihr Essenskorb der Meinung war, gleich alle Fischbrötchen den Gewinnern zuteil werden zu lassen. Louhi bekam eine Einführung in grundlegender Mathematik, um zu berechnen, wie viele Bälle bei drei Teams erforderlich wären, und für wie viele Teams seine Bälle ausreichen würden. Außerdem wird wohl zukünftig eine Farblehreneinführung vor den Fußballspielen nötig sein, werden doch gravierende Mängel in der Unterscheidung von Rot und Blau deutlich. Louhi machte noch einmal auf die Regeln aufmerksam, unter anderem auch auf die Regel, dass es verboten sei, anderen die Kleidung zu klauen. Ob diese Regel extra wegen Arminius erwähnt wurde ist fraglich, aber sie sollte noch eine Bedeutung erhalten.
Die Spiele verliefen nach der üblichen Art, gegrabene Gänge, angesengte Spielfeldlinien, Tintenfische als Torwartunterstützung, Diskussionen, ob ein Drache vor dem Tor überhaupt regelkonform wäre, da man das Tor nicht mehr sehen könnte, etc..
In der Rückrunde wurden härtere Geschütze aufgefahren, Louisa entschied sich mit gelupftem Trikot die Spieler der Gegnermannschaft abzulenken, und nach dem Sieg, riss sie sich vor Freude gleich das ganze Trikot vom Leib und zog damit die Blicke der meisten Spieler und Zuschauer auf sich. Louhi behauptete hochgeknöpfte Tuniken seien Doping und wollte es verbieten lassen, wurde jedoch von der Aussicht, dass man diesen Kleidungsstil nicht vielleicht obligatorisch einführen könnte von weiteren Kritiken abgehalten.
Für diejenigen, die noch zuhören konnten und nicht vollständig von Louisa abgelenkt waren, kam noch das (überraschende) Ergebnis des Fußballabends, dass alle Mannschaften den ersten Platz belegt hatten, da sie alle exakt gleich viele Punkte, als auch eine ausgeglichene Torstatistik aufzuweisen hatten. Ob ein solches Ergebnis in naher Zukunft wiederholt werden kann, und auch ob es vielleicht bald für Fußballspiele eine neue Kleiderordnung gibt, konnte noch nicht sicher geklärt werden, doch falls es hierzu Neuigkeiten gibt, werden diese Informationen natürlich so schnell wie möglich an den Boten weitergegeben.

(Baldrin)

25
Apr

Interview mit einem Waschbär

   Von: Lady Sharina in Bürger hautnah

 

Lady Sharina: „Hallo Karana, fein dass du dich den Fragen des Boten stellst. Du bist hier der einzige Waschbär im Lande, kommt dir das nicht ab und an einsam vor?“

Karana: „Naja, ganz alleine bin ich ja nicht, hier rennt immer noch Helena rum. Aber es stimmt, dass die Waschbärin Stupsi wohl irgendwann gegangen ist und ich somit der einzige gebürtige Waschbär hier bin. Die Sprache – und das Gekrakel, das ich Schrift nenne – vereinfachen die Kommunikation, daher bin ich nicht alleine.“

Lady Sharina: „Mich wundert es, dass du als Waschbär nicht Sammler/Pflanzenkundler geworden bist.“

Karana: „Nicht Pflanzenkundler zu werden war eine spontane – mathematische – Entscheidung, der ich derzeit entgegenarbeite. Ich bin mittlerweile gut im Bereich der herausragenden Gesellen unterwegs. Und was das (Zeugs) Sammeln betrifft, hier bin ich sogar Meister“ Karana grinst und spricht weiter: „Aber es stimmt, dass Steine und Erz nicht essbar sind und somit war es eine eigenartige Wahl für einen Waschbären, den Abbau  zum Meister zu bringen.“

Lady Sharina: „Was hast du eigentlich als erstes gemacht? Wußtest du gleich was du tun willst?“

Karana: „Ich bin bereits das zweite Mal hier. Ich kam pünktlich zur 10-Jahres Feier und hab mir auch ne gesunde Erkältung auf der Eisinsel zugezogen, aufgrund der naiven Annahme die Schlafrolle hätte einen wärmenden Effekt. Nachdem mich ein Goblinkrieger erwischt hat, bin ich durch das Tor zurück geflohen. Halloween war ich dann wieder hier.“ Karana lacht: “ Jagen, was ich ursprünglich lernen wollte, kann ich bis heute nicht.“

Lady Sharina: „Und was hast du jetzt vor? Ich hab den Eindruck, du irrst gerade etwas planlos durch die Berufe. Wobei.. Karana und planlos, das passt nicht zusammen. ^^“

Karana:  „Doch doch, das beschreibt es eigentlich gut. Seit einem Jahr bin ich gelegentlich an Kurzaufträgen dran, übe einen Beruf bis zur Dilettantengrenze, oder stelle erschrocken fest, dass von meiner auftragsfreien Arbeit noch 2 Dukaten an Waren im Lager rumliegen. Eigentlich entscheide ich jeden Tag neu, und jemand sollte endlich mal eine Möglichkeit erfinden, dass man auf eine Studienwaffe draufschreiben kann, welchen Gegner man damit gerade studiert, denn nach einem Tag hab ich keine Lust mehr, und nach einer Woche vergessen, warum ich so nen Ding rumschleppe…“

Lady Sharina: „Welche Berufe hast du eigentlich richtig gelernt? Außer Steinmetz. Probiert hast du ja alles nehm ich an.“

Karana: „Bergbau war mein erster Meister, Steinmetz – da werde ich gelegentlich noch zu gefragt, und Zeugs sammeln mein dritter. Alchemie kann ich mittlerweile besser als Sammeln, auch wenn ich noch laaaange kein Meister bin. Folgen tun dann „Fischen auf festem Boden“, Pflanzenkunde und Verzaubern. Natürlich habe ich auch Kampf-Forscher und Informationsquelle gelernt.“

Lady Sharina: „Ich weiß noch, dass du oft gejammert hast, dass du nie dazu kommst Heller zurück zu legen. Wie sieht es denn jetzt aus? Nagt der Waschbär immer noch am Hungertuch?“

Karana: „Ich wurde durch Jadwin auf die Methode gebracht, wie ich an Geld kommen kann, habe aber schlicht nicht die Muße – oder die Ressourcen – das durchzuziehen. Somit bin ich dauernd pleite, erlebe aber mehr Abenteuer, z.B. das Abenteuer „Mist, kein Essen mehr am Marktplatz“. Ich bewundere Leute, die einer Tätigkeit 3 Monate nachgehen können, oder panisch schreien „Ich verhungere, ich habe nur noch 700 Schweinebraten!“. Ich hatte nie genug Heller um mal 3 Monate lange nicht einkaufen zu müssen.“

Lady Sharina: „Vor einiger Zeit warst du ja verflucht? Oder verhext? Ich glaub die meisten haben gar nicht mitbekommen, wie du gerettest wurdest. Erzähl doch mal.“

Karana:  „Also verflucht oder verhext oder Körper verloren war ich, als ich zu Halloween zu lange im Spukhaus geblieben bin und dieses in seine eigene Dimension zurückkehrte. Die Segnung hat dann nen Ersatz rausgerückt. Zu Ostern kam dann ein gemeiner Hase vorbei, der den Hut vom Hutmacher geklaut hatte, oder so. Da hat er mich rein gestoßen, ist hinterher gesprungen, und nach Kratzen und Beißen in dieser Hut-Dimension krabbelte ich als Waschbär wieder raus. Hatte wohl Glück, dass mein Körper mich im Hut wiedergefunden hat.“

Lady Sharina: „Jedenfalls sind wohl alle froh, dass du nicht mehr das finstere gesichtslose Wesen bist, sondern wieder unser Waschbär! ;-)  Willst du mal die Gelegenheit nutzen und erzählen, was du für Anfangsfehler in unserem schönen Lande gemacht hast?“

Karana:  „Ich denke, Anfangsfehler habe ich eigentlich nicht gemacht, denn da bin ich immerhin zu 3 meiner 4 Hausbaustufen und zu 3 Meistern gekommen. Sich auf möglichst einen Beruf zu konzentrieren, bis man diesen möglichst gemeistert hat und dann einen zweiten und dann einen dritten, scheint lukrativ zu sein. Klar sollte man zwischendurch Dinge ausprobieren, aber mit einem festen Ziel und dieses nicht vergessen oder den Grund dauernd verändern. „Ich will TW 3 in Heilkunde haben, weil ich mindestens 25% Erfolgschance haben will“, sollte sich nicht ändern zu „Ich will TW 3 in Heilkunde haben, weil 3 eine schöne Zahl ist“.

Lady Sharina: „Was räst du Neulingen sonst noch?“

Karana: „Zwei Dinge:
1. Finger weg vom Dolch. Das ist keine Waffe, das ist ein Ding womit man sich den Dreck unter den Nägeln/Krallen herauspult.
2. Sei wie eine Briefmarke. Bleib an einer Sache dran, bis du am Ziel bist.“

Lady Sharina kichert etwas nervös: „Noch ein Schlusswort? Aber nur ein kurzes…“

Karana lächelt:  „Ich kann Köpfe mit Mathematik zum Qualmen bringen, aber ich bin immer wieder erfreut, wenn jemand meinen Kopf mit Mathematik zu Qualmen bringt. Vielen Dank für das Interview.“

Lady Sharina: „Ich bedanke mich auch!“

(Lady Sharina)

Das Rezept für ein Osterlamm (also eins aus Teig, keine Angst^^)

Man nehme je 100g Butter, Zucker, Mehl, 2 Eier, 1 Päckchen Vanillzucker und 2 Teelöffel Backpulver. Eine Prise Salz dazu und alles vermischen.
Den fertigen Teig dann in eine Lammform geben und Backen, je nach Backofen ca. 30 Minuten, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestreuen, fertig.

Alternativ kann man statt dem Puderzucker am Ende auch Schokoladen- oder Zuckerguss nehmen und/oder Kakao mit in den Teig mischen.

Für sämtliche Misserfolge und Zwischenfälle wie gesprengte Küchen oder Ähnliches übernehme ich keine Haftung!

(Baldrin)