Archiv November, 2011

28
Nov

Das Sindar, Lektion 8

   Von: Takezu in Schlagzeilen

Mi ham i-meigol
Kirkis a Takezu nauthar an i lend na Chithaeglir. Bedir na i ham imeigol.
Kirkis: Si cû ar pilin?
Takezu: Hirich gui im veigol ar im cheithol.
Kirkis: A, ennas! Annach nin i gû veleg min ich?
Takezu: I gû di i thôl vallen?
Kirkis: Mae. Gen hannon. Hirin bilin adel i thaind?
Takezu: ú-chirich. Bado trî i annon hen.
Kirkis: Mae. Man lû reviam?
Takezu: Ne cheriad e-laer.

In der Waffenkammer
Kirkis und Takezu planen für die Reise ins Nebelgebirge. Sie gehen zur Waffenkammer.
Kirkis: Gibt es hier einen Bogen und Pfeile?
Takezu: Du findest einen Bogen irgendwo zwischen Schwertern und Äxten. . .
Kirkis: Ah, dort. Gibst du mir den großen Bogen zwischen den Speeren?
Takezu: Den Bogen unter dem goldenen Helm?
Kirkis: Ja. Ich danke dir! Finde ich Pfeile hinter den Schilden?
Takezu: Nein. Geh’ durch die Tür da.
Kirkis: Gut. Wann brechen wir auf?
Takezu: Zu Beginn des Sommers.

Mae govannen mellyn, diese Woche befassen wir uns mit der nun mehr achten Lektion. Behandelt werden Präpositionen, unregelmäßiger Plural und Objektpronomen.

8.2 GRAMMATIK

8.2.1 Präpositionen

Mit mi, na und dan haben wir schon einige Präpositionen kennengelernt. Im allgemeinen stehen Präpositionen im Sindarin zwischen einem Verb und einem Nomen und drücken eine Beziehung aus, das Nomen wird dann grammatikalisch gesehen zu einem indirekten Objekt. Obwohl es auf den ersten Blick einleuchtend erscheint, werden indirekte Objekte nicht automatisch weich mutiert. Statt dessen gibt es aber oft eine enge Verbindung zwischen Präposition und folgendem Nomen, was dann in den meisten Fällen doch zur Mutation führt, die dann aber von der Endung der Präposition abhängt. Diese Mutation ist meistens eine Lunation, aber im Gegensatz zu direkten Objekten können bei indirekten Objekten auch andere Mutationen auftreten. Die wird genauer besprochen in Lektion 21. Wir werden hier nur Präpositionen besprechen, die die weiche Mutation auslösen, die anderen werden erst in einem späteren Kapitel behandelt. An einfachen Präpositionen finden wir:

mi (in, zwischen (örtlich))
cuion mi Chithaeglir (ich lebe im Nebelgebirge)
revion mi ’elaidh (ich wandere zwischen Bäumen)

na (zu, an, bei, mit)
bâd na Trent (er geht nach Trent)
im na orod (ich bin bei einem Berg)
maethon na vagol (ich kämpfe mit einem Schwert)

nedh (in, (abstrakt))
nedh ’ûr (im Herzen)

im (zwischen, (abstrakt))
dagor im vellyn (Kampf zwischen Freunden)

ab (nach (zeitlich))
pêd ab Takezu (er spricht nach Takezu)

adel (hinter (örtlich))
bedin adel in yrch (ich laufe hinter den Orks)

am (über, auf (Höhe))
cemmin am i ’olf (ich springe über den Ast)

be (gemäß)
be beth en aran (gemäß einem Spruch des Königs)

di (unter (abstrakt))
athrabeth di ’wilith (Beratung unter (freiem) Himmel)

nu (unter (örtlich))
nu amon (unter einem Hügel)

nef (diesseits von)
nef aer (diesseits des Meeres)

trî (hindurch)
minnon trî annon (ich trete durch das Tor)

Mit einer gewissen Besonderheit existiert auch noch die Präposition o (betreffend). Wenn sie auf einen Vokal am Anfang des folgenden Wortes trifft, dann erzeugt sie dort ein h-:

o (betreffend, über)
siniath o Rohan (eine Nachricht betreffend Rohan)
trenarn o hedhil (eine Erzählung über Elben)

Das wars für diese Woche, weiter geht es wie immer in der nächsten.

Cuio annan
lîn Takezu