27
Mai

Marathonläufer Brunnen

   Posted by: Alexa Viator   in Bürger hautnah

„Katzenwäsche bringt nur ein Punkt und dann stinkt man sofort einfach wieder“, sagt Biene Clemmk und man sieht deutlich, wie sich das Bienen-Näschen zusammenzieht.
„Bestimmt ein schmutziger Brunnen“, ergänzt Clemmk.
„Verunreinigt oder so“, sucht Clemmk weiter nach einer Antwort.
„Nein, erst um Mitternacht“, erklärt Louhi.
„Der Brunnen ist ein Laufbrunnen, da kommt immer frisches Wasser aus dem Rohr“, sagt Ravalya.
„Na, hoffentlich ist der Brunnen auch da, wenn ich da bin, um Wasser zu schöpfen. Nicht, dass er davongelaufen ist“, hofft Louhi lachend.
„Tzzz Louhi. Du hast kein Vertrauen in unseren großen Master“, schüttelt Ravalya den Kopf und schimpft etwas mit Louhi.
„Marathonläufer Brunnen“, sagt Clemmk.
„Doch. Eben deshalb mache ich mir ja Sorgen. Dass ich das nächste Mal Staub schöpfe statt Wasser“, sagt Louhi mit etwas Besorgnis in seiner Stimme.
„Ich finde es komisch, dass in einem Brunnen immer Wasser ist. Irgendwann muss der leer sein“, sagt Clemmk.
„Es kommt doch immer Wasser nach“, erklärt Louhi.
„Meist ist ein Dach darüber“, sagt Clemmk.
„Ja, damit nicht so viel Dreck und Insekten drin landen“, sagt Louhi.
„Und das Wasser ist Grundwasser im Brunnen, kein Regenwasser“, fügt Ninawe als Erklärung hinzu.
„Kommt Grundwasser immer wieder hoch?“, fragt Clemmk weiter und man sieht deutlich die große Neugier in seinen Augen.
„Ja, wenn man zu viel davon getrunken hat, sicher“, sagt Louhi.
„Das können aber nur Drachen, zu viel davon zu trinken“, grinst Theodias, „dann dauert es einen Tag oder so, bis wieder Wasser drinnen ist.“
„Grundwasser steht auf einer gewissen Tiefe und der Brunnen muss bis in diese Tiefe gebohrt werden“, sagt Ninawe.
„Wenn das Grundwasser sinkt, was heute oft der Fall ist, dann trocknet der Brunnen aus“, sagt Ninawe,
„aber der simkeanische Brunnen zum Glück nicht, die halten ewig.“
„Heißt das, dass es irgendwann kein Grundwasser mehr gibt?“, fragt Clemmk.
„Nein, das bedeutet, dass das Grundwasser tiefer gesunken ist, nicht, dass es ganz weg ist“, sagt Louhi, „man könnte mit Ebbe und Flut vergleichen, ist es aber nicht wirklich.“
„Dann muss man Brunnen nachbohren“, sagt Clemmk.
„Grundwasser muss durch Regenfälle aufgefüllt werden, der Regen sickert in den Boden und wenn Wasserundurchlässige Schichten kommen, speichert sich das Regenwasser als Grundwasser“, sagt Ninawe.
„Voll krank“, sagt Clemmk bewundernd.
(Alexa Viator)
This entry was posted on Mittwoch, Mai 27th, 2026 at 09:54 and is filed under Bürger hautnah. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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