Samstag Abend ruft es laut. Sarafine verlost für ihren Zoo Eintrittskarten. Nach kurzen Überlegungen sage ich Ja und bekomme sofort eine Führung. An ihrem Haus erwartet sie mich schon mit voller Freude.
„Die Idee des Zoos ist schon sehr alt“, sagt sie aufgeregt, „ich wollte ja immer Tiere im Hausgarten, doch leider hat man mir das nicht erlaubt. Und in den letzten Jahren habe ich ein paar Erkundigungen eingezogen und in den letzten Wochen ist es dann konkret geworden.“
Immer noch aufgeregt, sagt sie: „Wenn wir jetzt gleich in mein Rosencottage gehen, dann wirst du neben dem Zoo auch ein Schwimmbad mit Sauna finden.“
„Bereit?“, fragt sie mich.
„Das Füttern der Tiere ist verboten. Auch das Herausnehmen aus den Gehegen“, sagt sie.
„Du darfst es gerne streicheln und bewundern“, lächelt sie mich an.
Sarafine öffnet die Haustür und sagt: „Bleib bitte stehen, wenn wir jetzt gleich reingehen.“
„Vorsicht, gleich kommt eine Stolperfalle“, warnt sie mich und geht ein Stück weiter. Und wie es so ist, überhört man die eigene Warnung und Sarafine stolpert fast über ihre Truhen. Dabei klappt von einer der beiden Truhen der Deckel auf und eine kleine Stupsnase kommt hervor.
„Wen haben wir denn da?“, fragt Sarafine und streichelt dem kleinen Wesen über den Kopf. Anschließend schaut sie zu mir und entdeckt meinen kleinen Freund. Flo, der Floh.
„Also, den wollen wir hier aber nicht“, sagt sie und zeigt auf Flo.
„Der Floh bleibt ganz brav bei mir“, erkläre ich und schiebe Flo tiefer in die Tasche.
„Das ist gut“, lächelt Sarafine und hat meinen Flo genehmigt.
„Können wir weitergehen?“, fragt sie mich und ich bejahe.
„So, um in den Zoo zu gehen, gehen wir gerade aus weiter. Links ist nur der Garten“, sagt sie und führt mich den Gang weiter.
„Wir treffen uns dann bei Pinky“, sagt sie und läuft weiter. Ich folge ihr langsamer und schon ruft Sarafine: „Hast du dich verlaufen?“
Und im selben Moment der Frage komme ich bei Pinky an.
„So, Pinky ist für den Eintritt verantwortlich“, sagt sie und zeigt auf das pinke Sparschwein. Ich werfe ein paar Heller hinein und lausche ihren Erklärungen: „Also rechts ist das Schwimmbad und wenn wir jetzt geradeaus gehen, dann kommen wir in das Zoo-Cafe.“
„Und jetzt sind wir eigentlich auch schon im Zoo. Schau dich gerne um“, lächelt sie mich an. Während ich mich umschaue, erklärt Sarafine weiter: „Seit kurzem gibt es auch eine Aufzuchtstation und Aquarien.“
„Schaut bei den Vögeln vorbei“, sagt sie und fängt das Grummeln an: „Mieze, was machst du denn hier?“
Nun denn, was Euch genau in Sarafines Zoo erwartet, müsst Ihr selbst herausfinden. Sarafines Haus findet ihr auf 4/12.

(Alexa Viator)
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