Archiv Februar, 2017

28
Feb

Liebe Leserinnen und Leser,

   Von: Calisto in Schlagzeilen

ich sage zu dieser Woche, ähhhh……dass ich nix zu sagen habe?!? Ist diese Woche etwas Herausragendes geschehen? Also vom normalen Geschehen mal abgesehen? Fällt die Baustelle noch unter „Besonders“ oder ist sie schon zu unserem Alltag geworden? Wo werden die Bautaler nur herkommen, wenn wir fertig sind? Ich meine, wir müssen ja immerhin zahlungsfähig bleiben, was die Mysteriöse Fremde angeht.

Hab ich jetzt eigentlich etwas zu dieser Woche zu sagen gehabt, oder war sie gar einfach normal? Passiert einfach nichts, weil sich alle in den Ruin gestürzt haben, anstatt in die Ruinen?

Ist ja immer noch allemal besser als von den Klippen.

Vielleicht sind auch einfach alle in der Außenwelt in der närrischen Jahreszeit verschollen, die ja konsequent von Simkea gemieden wird.

Vielleicht ist das einfach meine Mission diese Woche, Kamelle werfen, wenn ich schon nix zu schreiben hatte.

Die Redakteure waren natürlich trotzdem fleißig, also nach soviel nix Gesagtem, wünsch ich euch einen wunderschönen Wochenstart und keinen allzu großen Kater,

Eure Cali

Wieder einmal wurde fleißig sortiert und aufgeräumt. So sind auch ein paar Logs aufgetaucht, die zwar schon älter, aber noch immer recht amüsant sind. Wie auch dieser:

Immer mehr sportliche Simkeaner fanden sich an der Wiese für Körperertüchtigung ein. Während einige erwartete Spieler noch fehlten, nutzten andere die Zeit und machten sich schon mal warm, indem sie um den Platz rannten, oder wie Rabea auf Louhi rumturnten, wo auch noch die Aussicht super war. Trotz dieser Höhe konnte Rabea niemanden kommen sehen, was Louhi traurig stimmte, schließlich hatte er bereits Freitag Zettel ausgelegt. Nachdem die Spieler ihre Geduld bewiesen hatten, erschienen auch Georgie und Cala. Letzterer trat den Calamenschen, der einfach gepennt hatte. Ein Spieler musste wohl besonders aufgeregt sein, schließlich war es sein erstes Spiel: Jadwin. Da hilft nur Fragen, Fragen, Fragen und Ausprobieren. „Auf was kommt es denn beim Fußball an?“, erkundigte er sich. „Auf das Treten“, kam prompt die Antwort von Fußball-Experte Cala. Baldrin erklärte es ausführlicher: „Einfach Cala umtreten, das ist das Wichtigste ^^“, was einen „ämpörten“ Blick Calas zur Folge hatte.
Nachdem das geklärt war, fiel Jadwins Blick auf die Schatztruhe, die fleißig befüllt wurde: „Und was legen die da in die Kiste?“. Auch dieses Rätsel wurde gelöst: „Futter für die Gewinner“, meinte Louhi.

Nun erschien ein weiterer neugieriger Neuling: Ricco wollte Fußball spielen.

Doch erst mussten Mannschaften gebildet werden. Eine Katze, die in letzter Zeit ziemlich fußballfaul war, fragte, ob es feste Teams gäbe. „Da gibt es die Mannschaft des Grünlings“, sagte Cala und zeigte auf den grünen Drachen. Louhi hob gleich die Schwinge. „Und dann gibt es die Mannschaft der Flammigen. Und es kann sich selbstvernatürlich jederzeit eine neue Gruppe und Team dazu finden und bilden“. Katze beschloss, Team Neu zu gründen, doch so weit kam sie nicht, schon wurde sie von Cala in sein Team gezerrt, der nochmal die Freiwilligkeit betonte. „Tja, Katze, Zwangs… ähm… verfreiwilligt ^^“, kommentiere Baldrin Calas Aktion.

Louhi verkündigte: „Cala schraibt heute mit ^^“. „Ohje, gleich fängt er wieder an zu qualmen, wenn er denken muss“, befürchtete Baldrin. Cala war bereits damit beschäftigt, eine Steintafel rauszuholen, welche er irgendwie verkehrt rum hielt. Als er wieder energisch in die Runde blickte, erklärte er: „dann haben wa drei FREIWILLIGE Teams…. Ihr seid doch freiwillig, oder?“, wobei seine Stimme an dem Gesagten keinen Zweifel ließ.

Die Spieler machten sich schon zum Spiel bereit, als Cala ganz sachlich die Regeln erklärte: „Cala hat immer recht. Regel zwei: Wenn Cala mal nicht recht hat, dann hatta trotzdem recht“.

Calisto warf daraufhin ein, sie kenne es etwas anders: In einer Beziehung hat immer einer recht und der andere ist 100% männlich.

Cala konzentrierte sich bereits auf die nächsten Regeln: „Zur Sache: es darf nicht gedooopppt werden, d.h. keinen DBT, kein Alk, …“. „Kein Tifiiiii“, warf Grandy ein. „… weil sonst die Götter den Spieler nicht zulassen. Und kein Tifi… genau“, meinte Cala. Während er weitererklärte, schrie Grandy: „Jadwin ist gedopt“.  Und der Tintenfisch sollte auch noch etwas über 4 Stunden wirken… „Dann musst du für ihn einspringen, Grandy“, beschloss Rabea. Doch Grandy sah das anders: „Wat nenene, ich hab noch nie gespielt und werde auch nicht erst anfangen damit“, sie zeigte auf die Statistik und sagte, „Da steht Null, dat bleibt bei null Spiele“.  So schnell gab Rabea nicht auf: mit Knutschern versuchte sie, Grandy zu überreden. „Ich kann dat doch gar nicht“, behauptete der Panther und versteckte sich hinter Cali. „Grandy… ein Spiel wird nicht in der Statistik gewertet“, log Cala und verwies auf die Calaregeln. Cali drehte sich nun um: „Klar du hast doppelt so viele Beine wie ich“.
„Wo muss ich hin und ich bin gerade erst aufgewacht, Cala, hab ’nen 10 Std Schlaf in meiner Bude hinter mir, also noch genug AU“, fragte Grandy. Begeistert wurde sie im Team von Cali und Baldrin aufgenommen.

Nachdem die Teams festgelegt worden waren, sagte Cala nochmal die, wie er betonte, ABSOLUT freiwilligen Mannschaften auf: Louhi, Raleon und Ricco sollten in einem spielen; Cali, Baldrin und Grandy bildeten das nächste Team und als letztes spielten Rabea, Katze und Cala selbst zusammen.

Nun konnte auch endlich gestartet werden, doch zunächst wurden die Positionen besprochen. „Irgendwelche Aufstellungswünsche?“, fragte Baldrin, „Ich bin in allen Positionen gleich schlecht“.
Andere taten sich mit der Wahl leichter: Grandy legte sich einfach quer vors Tor, welches sie damit fast komplett verdeckte.

Cala pfiff das Spiel an: „ÄCKJION“.
Anders als Rabea, welche am Spielfeld rumsprang und mit ihren Puscheln wedelte, nutzte Katze die letzte Zeit vor ihrem Spiel, um noch schnell ein kleines Nickerchen zu machen. Doch kaum eingeschlafen, wurde sie schon wieder aufgeweckt. Das Spiel war aus und natürlich wurde ihr die Schuld am Ergebnis gegeben: „Katze schnarcht, das hat mich abgelenkt!“, beschwerte sich Baldrin.

Wie gewohnt ging es bei den einzelnen Aufstellungen drunter und drüber. Sogar Louhi verlor den Überblick, weshalb er sich ’nen Unterblick suchte.

Das Spiel stand unter strengster Beobachtung von dem ganz unparteiischen Dämon Cala, was zur Folge hatte, dass Baldrin sich fragte, wie das Spiel wohl ohne dämonische Beschwörungen vorher abgelaufen wäre. Auch wurden wieder einmal wichtige Fragen geklärt. Calisto wurde darüber informiert, wieso nirgends geschrieben stand, wer ihr den Ball angeblich abnahm: Das Zeugenschutzprogramm des Fußballs unterband dies laut Baldrin.

Nach einigen Spielen und einer korrigierten Steintafel stand fest: Team 1 gewann, gefolgt von Team 3. So konnte Grandy das nicht stehen lassen lassen. Wenn sie schon das erste Mal mitspielte, wollte sie auch ein Rückspiel haben, wofür Cala seinen Torzerschmetterflammenstoß übte.

Die Anwesenden wurden Zeuge eines wichtigen Ereignisses für Baldrin: Der heute sehr aktive Fußballspieler schoss sein erstes Tor. Übersät von Calas Knutscha wurde er ganz rot, Cali aber widersprach: „Nee nude, Shnucki nude“. Katze fragte sich, ob Cali eine extra unauffällige Farbe wählte, um alle von ihnen unbemerkt abknutschen zu können, was sie ebenfalls verneinte: „Och, das Problem war nicht, wenn die Leute es mitbekamen ;o) eher, wenn Feist es mitbekam“, grinste sie.

„Sooooo… the winner is…….“, wollte Cala gerade verkünden, als er plötzlich vom kleinen Hu angetippt wurde. Er tuschelte mit dem kleinen Hu und stellte fest, dass noch ein Spiel fehlte. So schrie er: „Ladyyiiies und Jäntlemääännnnn, wiiie arrr promptlei präsentiiier… das letzte Spiel“. „Cala quatsch net“, kommentierte Grandy. „Grand sorgt für klare Zuordnung“, meinte dazu Kätchen. Cala dagegen quatschte, laberte und laberte noch mehr. „Kann mal jemand diese Quasselstrippe aufs Feld schubsen?“, fragte Grandy. Cala wollte einen Vorschlag machen, als er schon von Louhi übers Feld geschubst wurde. „Nix Vorschlag, rauf ufs Feld, Cala“, befahl Grandy, woraufhin Cala grummelnd folgte.

Baldrin deutete Calas Geplapper folgendermaßen: „Ich glaube, er will uns seine Kapitulation anbieten“, was natürlich sofort von Calas Teammitgliedern bestritten wurde. „Und warum sträubt sich der Herr Dämon dann so?“, warf Grandy ein. Dieser behauptete, sich nicht zu sträuben und überlegte, ob er das mal eben ausdiskutieren sollte. Doch schon begann das Spiel, welches Calas Team für sich entschied. „Bähhhhhh, die haben gefudelt, die haben mit 2 Bällen gespielt“, behauptete Calisto. Auch Baldrin schien etwas bemerkt zu haben: „Und ich dachte schon, ich seh doppelt“.
Die Katze lies den zweiten Ball heimlich verschwinden. Gut, dass für solche Fälle immer ein unparteiischer Schiedsrichter vor Ort ist. Der Teamleiter hatte zufälligerweise aber nichts gesehen.

Grandy erkannte: „das macht aber Spassss“, was Calisto besonders erfreute: „Ja, Grand hat den Fussi entdeckt, jipihhh“.

(Katze)

„Ey, jetzt hört mal auf damit!“. Cala regte sich sichtlich auf. Aber sowas von. „Was is’n los, Cala?“, erkundigte sich Fiona. „Boah, die machen Screenshots, die armen Screens“, beschwerte er sich und stellte sich schützend vor sie. „Wer macht sowas?“, wollte Fio wissen. Louhi schoss aus allen Bögen. „DA! DER da!“, rief Cala, „Isch sach doch“. Louhi guckte sich suchend um. „Lass das“, wurde er von Cala ermahnt. „Wer da?“, fragte der Drache. „Isch hass das“, schimpfte Cala. Fiona wandte sich an Louhi: „Nanu, warum machst denn sowas, Drachie?“. „DER schießt mit Pfeilen auf die armen Screens“, petzte Cala.
„Weil ich Rabea zeigen wollte, was für ein Schafschütze ich bin!“, erklärte Louhi. Cala war nun total entrüstet. Fiona versuchte den Streit zu schlichten: „Die armen Schafe… wovor willst die denn schützen?“. „Vor Cala!“, sagte er, „Und den Scheren, mit denen sie geschert werden. Da wird ihnen ja kalt!“. Fio schaute von Cala zu Lou und wieder zurück und schüttelte den Kopf: „Was ist denn heute los, Jungs?“
Aufgebracht schimpfte Cala Louhi: „Die kannstu doch nicht schafschützen mit Pfeilen. Da kriegen die Angst… ey“. Dieser guckte ganz unschuldig: „Alles was nicht angebunden ist!“. Cala schaute gleich nach: „Hab nix lose“, und reichte Louhi eine Schraube, die wackelte. „Biste sicher?“, fragte Louhi. „Kuckstu“, meinte Cala nur. „Ah DA ist die! Danke dir! Dann kann ich sie mir ja wieder anziehen!“, rief der Drache erfreut, „Hab sie schon gesucht!“. „Pass aber am Hals auf. Is keine Passschraube“, riet Cala. „Hmmm dann schau ich mal, ob die das Loch, wo das Stroh immer raushängt, stopfen kann“, sprach Louhi.
„Sannnnndyyyyyyyyyyy“, rief Cala in die weite Welt, „Der hat schon wieder wat am Kopp…“.
Louhi warf die Schraube zurück zum Berg: „Passt nicht! Ja klar hab ich wat im Kopp!“, erwiderte er, „Was glaubst du denn? Dass ich mein Stroh in der Hand trage?“. „Neee… sonst regnet’s in Hals rein“, konterte Cala. „Eben! Und ein Strohdach hält schön warm!“, bestätigte Louhi, „Außer du willst das Stroh mit deinem Flammenfinger nachstopfen! Dann ist’s nur ein Strohfeuer und alles ist weg!“. „SAAANDYYY!“, brüllte Cala noch einmal. „ACH DANDYYY!“, schrie nun auch Louhi. „Gleich tanzta im Baströckschen“, befürchtete der Dämon. „Du musst nicht traurig sein!“, versuchte Louhi zu trösten.
Nun wurde Roygenis neugierig: „Und welcher Rhythmus wird getanzt?“. „Der Rhythmus des Lebens“, bekam er von Cala als Antwort. Louhi dagegen war für: „Der Rhythmus, wo ich immer mit muss!“. Roy hatte von beidem noch nichts gehört: „Kenn ich nicht. Ich kenn so Rhythmen wie: Samba, Wiener Walzer, Jive, Rock’n Roll, Slow Fox, Quickstep, Disco Fox usw.“

Cala fragte: „Kannstu Füsik???“ und Louhi erkundigte sich, ob er dann auch keinen Lambada kenne. „Kann ich dir lernen, wenn du willst!“, bot Louhi an. „Ja, den kenn ich auch.“, meinte Roy. „Tanzen auch?“, fragte der große Grüne. Rabea zumindest war schon jetzt begeistert: „Ein Drachi im Baströckchen tanzt Lambada, das wird aufregend“. „Lambada war ja eigentlich nichts Neues damals. Es handelt sich eigentlich um Mambo mit einer Taktverschiebung.“, klärte Roy auf. Louhi reichte Roy einen Stift: „So, jetzt stell dich mit dem Rücken knapp an die Wand und mal liegende Achten darauf“.
„Naja… diese Taktverschiebung haben hier aber so einige“, kommentierte Cala, „Roy, kannste die zurückschieben???“. Roy war schon mit etwas Anderem beschäftigt: „Achten?? Nein, das gab’s früher in der Pflicht beim Eiskunstlauf.“ „Du meinst, manche sind taktlos?“, fragte Louhi Cala und sprach zu Roy: „Neee, Lambada am Eis ist Kür nicht Pflicht!“. „Das sach ich dir schon die ganze Zeit Lou… du musst darauf ACHTEN“, meinte Cala. Louhi ACHTETE ganz genau drauf. „Lambada mit Sahne???“, fragte Cala. Louhi antwortete: „die gibt’s dann als Draufgabe!“.
„Ich glaube, die Sachkompetenz in sowohl Tanzen als auch Eistanzen ist hier nicht so groß“, befürchtete Roy. „Heißt das nicht Fachkompetenz?“, erwiderte Louhi grübelnd, „oder Achtkompetenz?“. „Das ist dasselbe.“, meinte Roy. „Nee… das ist Rachkompetenz“, widersprach Cala. Fiona kicherte: „Hier wird nur anders getanzt, Roy, aber Spaß machts trotzdem“. „Ich glaub, wenn man genug intus hat, nennt man das Fasskompetenz“, warf Rabea ein. Louhi meinte dazu: „Das nenn ich dann einfach nur Nathan! ^^“. Roy wiederum sagte: „Ich glaube, wenn man genug intus hat, hat man überhaupt keine Kompetenz mehr“. „Doch, die Kompetenz der näheren Betrachtung des Straßenpflasters erhöht sich dann ungemein!“, erklärte Louhi. Cala kam nochmals auf seine Frage zurück: „Ist das nun Füsik??? Die Auflösung würde rapide zunehmen.“ „Ja! Mehr Prost, schneller plumps!“, erklärte Louhi wissenschaftlich. Rabea erkannte: „Ahhh.. daher kommen also die ganzen Schlaglöcher“ und Fio riet Louhi, das bitte nicht beim Fliegen zu probieren. Roy wusste es wieder einmal besser: „Nein, stimmt nicht ganz! Wenn man viel Alkohol getrunken hat, kann man zwar eher keine Informationen mehr aufnehmen und speichern, aber man hat Zugriff auf die gespeicherten Informationen in seinem Gedächtnis.“ Cala gab an, das schon immer gewusst zu haben. „Oder auch anders formuliert: die Fallfrequenz erhöht sich proportional zur Abnahme des Blutgehaltes im Alkohol“, gab Louhi sein Wissen preis. „Und sind die dann ertrunken??“, fragte Cala. Roy hatte einen Verdacht: „Sind hier eventuell schon einige betrunken??“. Rabea protestierte kichernd. „Nööö, das ist Natur pur! ^^“, antwortete auch Louhi. „Jahaaa…“, Cala freute sich über das Füsikgespräch, „endlisch Füsik. Also isch würde mitprotestieren… sach mir nur warum???“. Roy erklärte: „Keine „Physik“ – Biologie und Medizin!“. Rabea meinte zu Cala: „weil das hier doch so ganz normal ist. Dafür muss doch keiner besoffski sein“. „Physiologiee???“, Cala war erneut begeistert und fiel wieder vom Niveau ab. „Bio was?“, fragte Rabea verwirrt. 
„Ach und ich dachte, Allohol macht die Birne hohl! Aber wenn Birne hohl, ist mehr Platz für Allohol!“, philosophierte Louhi, „Und ich dachte Alkohol zu produzieren, wäre ein chämischer Vorgang“. Er reichte Cala eine Dose mit Salbe. Roy erzählte: „Früher als ich noch im Institut für Theoretische Physik an meiner Arbeit in Astrophysik gearbeitet habe, wollte mich ein Kollege mal bei einer Feier abfüllen, weil er meinte, mich dann endlich mal im Schach besiegen zu können. Das ging für ihn in die Hose. Auch mit Alkohol intus habe ich Zugriff auf mein ganzes Schachwissen.“

Und damit begann eine weitere, sehr interessante Füsük- , oder wie andere sagen würden, Märchenstunde, deren nächstes Drittel kommende Woche veröffentlicht wird.

(Katze)

„Hilfe!“, schrie Quengeli röchelnd aus dem Versteck in der Wanduhr. „Was denn?“, fragte Morti, „hast du Geißlein gesucht?“. Louhi fragte, ob sie ein Wolf sei. Quengeli stotterte: „Ra… Ra… Ra… Ranthoron“. Morti kontrollierte schnell den Bestand an Giftpilzen. „Ach menno, nun leckt er wieder. Ich weiß nicht, was schlimmer ist“, beschwerte sich Q. Rantho versuchte, seine neue Uhr aufzuziehen und musste erstmal eine Q rausziehen. „Hööö, Finger weg, das ist meine UNRUH“, rief diese.
Rantho überlegte: „Hm, ein Fall für den Fachmann – meine Uhr ist besessen…“ „Besetzt meinst du?“, fragte Q und zog die Tür wieder zu: „So eine Wanduhr ist was Feines“.
Rantho schüttelte die Uhr und Morti übernahm deren Arbeit: „tick … tack … tick … tick … tacktacktack … tick … ticktacktick …“. „Ich tick‘ euch gleich was“, drohte Q. Morti schmollte: „Mag aber auch betackt werden“. „Frag Ranthoron, er ist der Herr der Zeit“, meinte Q nur. „Ich dachte, er wäre Herr der Bana… Krummfrüchte?“, fragte Morti. „Haben die nicht alle ’nen Tick weg?“, fragte Q und hielt die Tür lachend noch fester zu.
Rantho erklärte: „Ich wollte eigentlich nur meine neue Uhr nach Hause bringen – jetzt muss erstmal der Uhrbesetzer raus…“. Q krallte sich fest: „Morti, der will mich rausschmeißen“. Endlich eilte Morti zu Hilfe. Q stemmte sich schon mit den Füßen gegen das Türrähmchen, während Morti im Vorbeilaufen ein paar Nägel und Bretter zwecks Schadenbehebung mitnahm.  Die Hilfe wäre gar nicht nötig gewesen, kletterte Q doch bereits mit dem Hinterteil zuerst rückwärts aus dem Uhrenkasten. Rantho nutzte das aus und brachte die Uhr eilig weg. „Bananenbubi!“, rief ihm Q nach.
Dieser stellte die Uhr schnellstens an ihren neuen Platz: „Ah, macht sich gut neben dem Bücherregal…“.

(Katze)

Calisto steckte  ihre Nase in Papier. Frida war neugierig und fragte nach, was sie denn da bastle. „Wenn meine Konzentration weiter so bleibt… beschriftete Flugzeuge“, erklärte sie. Frida war überrascht, dass Calisto die Konzentration kenne. Dazu meinte Calisto, sie kenne jeden, alles und überhaupt… , würde sich aber immer nur die Hälfte merken, also wisse sie quasi von nichts. „Die Hälfte von Nix?“, hakte Frida nach.
„Außer natürlich, wenn man davon ausgeht, dass Cali von etwas nichts weiß, dann ist sie top informiert“, warf Baldrin ein. „Ja – sie kennt wohl immer die bessere Hälfte“, grinste Frida.

Calisto horchte erschrocken auf, hörte irgendwas von besserer Hälfte und beschloss, dass sie sowas nicht habe… höchstens eine Schokoladenseite. Baldrin hielt ein Schokoladeneis vor Calisto und überlegte, auf welche Seite das wohl besser passen würde. Calisto linste auf ihre weißen Flügel und zog dabei eine Augenbraue hoch. „Hm… die Flügel wohl nicht, will sie mir damit sagen…“, grübelte Baldrin und trat hinter Calisto, von wo aus er mit dem Eis guckte. Calisto tippte mit der Schreibfeder aufs Papier, dachte dabei an ihr ausgiebiges Bad vom Morgen und die Honigkur, die sie ihrem Haar gegönnt hatte. „In Milch gebadet?“, fragte Frida. „Das versteht sich von selbst“, erklärte Calisto.

Rava flüsterte zu Cali: „so ein Schokiklecks ist doch ein guter Grund, in den Jakuzzi zu steigen, Cali“. „Aber da wird doch heute das ganze Papier nass… das kann doch dann keiner mehr lesen“, erwiderte diese. Baldrin hatte die Lösung: „Dann schiebs auf den Praktikanten, dass der schuld war“. Calisto schien nicht erfreut zu sein: „Merkwürdige Schlagzeile… Praktikant zerrt Chefredakteurin in den Jakuzzi…. Ahhhh“. „Dann muss sich nur noch ein Praktikant finden“, sagte Baldrin. Calisto bekam in dem Moment das dringende Bedürfnis, Baldrins Hand so hochzuschlagen, dass er sein eigenes Schokieis abbekommen würde, woraus leider nichts wurde, da er rechtzeitig fliehen konnte.
Calisto grinste in sich hinein, suchte ihre Konzentration oder wen auch immer in der obersten Schublade und nahm erneut ihre Schreibfeder zur Hand.
Baldrin empfahl Phyre als Praktikantin. Sie habe Erfahrung darin, Leute ins Wasser zu bringen. Calisto überlegte: „Hmmmmm Phyre is ’ne Praktikantin…das geht…das is ’ne Grauzone ;O)))“.
Baldrin war begeistert: „Jetzt muss man das Feuerchen nur noch von diesem Glück überzeugen… ähm… berichten, meine ich“. „Hmm, ob dann wohl die Schlagzeile ist…. Chefredakteurin löscht Wesen Simkeas aus?“, fragte Cali. Baldrin sah eine andere Schlagzeile vor sich: „Chefredakteurin wegen Löschen eines Irrlichts vor Gericht“. Cali schrieb sich schon mal eifrig einen Alibizettel.

(Katze)

28
Feb

Interview mit Chalek

   Von: Lady Sharina in Bürger hautnah

Liebe Leser,
alle kennen Chalek, wobei einige schon geunkt haben, er wäre ein Möbel am Lager.

Ja, dort steht er meist. Und wenn er mal wach ist,  kommen im Chat seine berühmten Frechheiten an, über die wohl schon so mancher geschmunzelt hat.

Aber nun zum Interview:

Lady Sharina: „Also ich kann mich kaum noch erinnern wie es war, als du zu uns gekommen bist.
Wie bist du auf diese Welt gestossen?“
Chalek: „Dazu gekommen bin ich durch Mararaven, die Simkea damals entdeckt hatte und auch gleich anfing zu spielen.“

Lady Sharina: „Aha Mara ist also schuld. ^^ Wie war das die erste Zeit, hattest du viel Hilfe?“
Chalek: „Zu der Zeit gab es eigentlich weitaus weniger Hilfe als heute, was aber nicht schlecht war. Mittlerweile denke ich, wird es mit der Hilfsbereitschaft auch öfter mal übertrieben, aber das ist ein anderes Thema.“

Lady Sharina: „Welcher deiner Berufe war der erste?“
Chalek: „Angefangen habe ich mit Gras schneiden, Äpfel und Blaubeeren ernten, so wie das ja viele auch heute noch machen. Finchen und Helena waren meine ersten Kunden und haben mir auch den einen oder anderen Tipp gegeben. Nach kurzer Zeit bin ich dann mit der Axt losgezogen zum Bäume fällen.“

Lady Sharina: „Ich glaube, die meisten nicht so alten Bewohner wissen nicht mal, was du alles machst. Neulich meinte jemand, man könnte dich mit Blue verwechseln, beide stehen stumm am Lager^^“
Chalek: „Wenn man fast den ganzen Tag, häufig bis in die Nacht bei Simkea eingeloggt ist, bedeutet das aber nicht, daß man ständig vor dem Rechner sitzt und nur Simkea im Auge hat. Ich schaue schon immer zwischendurch nach, ob es Fragen gibt, sich was ereignet hat, das es vielleicht näher zu betrachten gilt, oder vielleicht auch jemand einfach nur mal quatschen will. Das Lager finde ich dafür eigentlich ganz geeignet, weil es dort doch zumeist nicht so voll ist, wie am Markt, was gerade den lokalen Chat etwas übersichtlicher hält.“

Lady Sharina: „Also erzähle den Lesern doch mal, was du alles für Talente hast.“
Chalek: „Also Talente habe ich mittlerweile einige erworben, sogar teilweise ohne Talentsteine oder sonstige Hilfsmittel von TW 0 bis 20 geskillt. Jagen, Kürschnern, Holzbearbeiten, Handwerkern und Bergbau sind meine Meistertalente, bei den meisten Schmiedearbeiten bin ich auch recht geschickt, wobei ich als Goldschmied noch ein wenig hinterherhinke.“

Lady Sharina: „Du bist als (relativer) Neuling zum Supporter gemacht worden, wie kam es dazu?“
Chalek: “ Das damalige Team hat nach Supportern gesucht. Ja, ich war erst etwas über ein Jahr bei Simkea, aber einige der genannten Bedingungen konnte ich schon erfüllen und war, darüber hinaus schon in einem anderen Game Supprter gewesen, also habe ich mich beworben. Es folgten Gespräche, erst mit Flummii, die damals Supporterin war, anschließend mit dem damaligen Team, und letztendlich wurde ich dann als Supporter in das Team aufgenommen.“
Lady Sharina: „Machst du das immer noch gern?“
Chalek: „Ja, wäre es anders, würde ich ohne zu zögern die Supportermarke zurückgeben.“

Lady Sharina: „Vielleicht kannst du dich an ein besonders kuriosen Anliegen erinnern, das dir in deiner Eigenschaft als Supporter unter gekommen ist?“
Chalek: „Also eher kurios sind solche Momente, wie der Ansturm der Travianer, von denen sich einige ja auch ganz wunderbar, hier in die Welt von Simkea eingebracht haben. Hin und wieder gibt es manchmal auch Fragen von Mitspielern, die nicht Simkea betreffen, sondern eher Dinge aus dem realen Leben. Auch da versuche ich, soweit es möglich ist, darauf einzugehen, denn das zeugt ja schon von einem gewissen Vertrauen, das mir damit entgegengebracht wird.“

Lady Sharina: „Hast du Pläne noch Neues zu lernen?“
Chalek: „Ja, habe ich, aber bei den Gesellentalenten stoße ich auch bald an die Decke, da gibt’s im Moment noch nichts Konkretes.“

Lady Sharina: „Warst du eigentlich schon überall? Ich muss sagen, den meisten geht es wohl wie mir, die wundern sich wenn du mal nicht am Lager bist. ^^ Ich hab dich ja schon öfter im Wald getroffen, aber sonst?“
Chalek: „Im Grunde genommen war ich schon überall, was ich bei Gargantua allerdings relativieren muß, dort war ich in der Testphase, noch bevor einige Mitspieler die Insel getestet haben, seitdem leider nicht mehr. Das werde ich aber auch nochmal schaffen. Im Wald bin ich öfter, genau wie in der Nordschneise und im Gebirge. Sumpfinsel, Eisinsel, Meer und Gutshof werden von mir eher selten heimgesucht, was ja auch mit den Talenten zusammenhängt.“

Lady Sharina: „Wenn du könntest, würdest du unbedingt etwas an oder in unserem Land ändern wollen?“
Chalek: „Nichts, was ich nun unbedingt als notwendig empfinden würde, was aber ja einer behutsamen Weiterentwicklung nicht widerspricht.“
Lady Sharina: „Möchtest du unseren Lesern etwas mit auf dem Weg geben?“
Chalek: „Laßt euch den Spaß am Spielen nicht verderben, das Leben ist ernst genug.“

Lady Sharina: „Ich bedanke mich für dieses ausführliche und interessante Interview!“

(Lady Sharina)

 

 

Der Zirkus

„Eleonora, Eleonora!“, Isabell lief ihr mit roten glühenden Wangen, aufgeregt entgegen. „Eleonora, die Gaukler kommen!“ Isabell stoppte, beugte sich nach vorne, legte die Hände auf die Knie und atmete schwer. Eleonora lächelte. Isabell war ihre beste Freundin, ein Jahr jünger als Eleonora mit ihren 15 Jahren und eigentlich ihr Gegenstück. Während Isabell die Tochter eines Händlers war, klein, etwas rundlich, mit blonden Haaren, war Eleonora groß, schwarzhaarig und Tochter zweier Bauern. Ihr Vater war schon vor langer Zeit gestorben und der Hof ernährte sie und ihre Mutter mehr schlecht als recht, eigentlich hatten Isabell und Eleonora wenig miteinander gemein, aber seitdem sie beide laufen konnten, gingen sie durch dick und dünn, wie eine Schwester liebte sie Isabell. Eleonora lachte Isabell an: „Isabell, was ist denn los?“ „Gaukler Eleonora, Gaukler sind auf den Weg in das Dorf.“, sie strahlte übers ganze Gesicht und stellte sich wieder aufrecht hin. Isabell strich sich ihr blaues Kleid mit der weißen Schürze glatt, fuhr sich durchs Haar und sah Eleonora mit großen Augen an: „Geh mit mir zum Zirkus Eleonora, bitte.“, flehte sie. „Ich war noch niemals in einem Zirkus und ich möchte, dass du mit mir kommst.“ Eleonora seufzte: „Isabell, für solch Kindereien haben Mutter und ich kein Geld. Die Ernte war nicht gut, das Wetter zu trocken. Ich kann Mutter nicht um Geld für den Zirkus bitten.“ Isabell nahm ihre Hand und drückte 2 Kupferstücke hinein. „Ich möchte, dass du mit mir zum Zirkus gehst und wenn ich dir dafür mein Geburtstagsgeld geben muss, dann tue ich das.“ Eleonora wusste, dass sie jetzt nicht mehr nein sagen durfte und das Geld annehmen musste, also lächelte sie, nahm Isabell in den Arm und flüsterte: „Wir gehen in den Zirkus!“, in das Ohr Isabells. „Isabell, ich muss noch zum Markt, Magda ein paar Äpfel bringen, kommst du mit?“
So gingen sie nebeneinander zum Markt, um die Äpfel aus Eleonoras Korb der Freundin ihrer Ziehmutter zu bringen.
Eleonoras hatte schon früh erfahren,  dass sie ein Findelkind war. Jeder der im Dorf Altamor wohnte war blond, Eleonora hatte jedoch pechschwarzes Haar. So kam es denn, dass sie ihre Eltern mit nicht mal 4 Jahren fragte, warum dies so sei und ihre Zieheltern ihr von dem verhängnisvollen Abend erzählten. „Es war eine klare Nacht, als es an der Tür klopfte.“, so begann ihre Mutter immer: „ Eine Frau von großer Statur stand vor unserer Tür, ihr Gesicht war unter der roten Kapuze ihres Umhangs verborgen, aber ihre Stimme war die einer Frau. Sie drückte mir ein Baby in den Arm und nannte mir deinen Namen und dass ich mich um dich kümmern solle. Dann gab sie deinem Vater einen Beutel mit Silbertalern und verschwand in der Nacht.“ Eleonora hatte diese Geschichte so oft schon gehört und obwohl sie manchmal wünschte, sie hätte Isabells Unbesorgtheit, ihre schönen Kleider oder den Hauslehrer, so konnte sie sich nicht beklagen. Sie war mit viel Liebe aufgewachsen und während Isabell ihren Vater oft missen musste, war Eleonora bis zum Tod ihres Vaters keinen Tag ohne ihre beiden Eltern gewesen. Gedankenverloren strich sie über ihr graues, an vielen Stellen schon geflicktes Kleid, die Schürze hatte auch schon bessere Tage gesehen, aber Kleidung und Schuhe waren einfach zu teuer, jetzt wo ihre Mutter auch noch krank geworden war und Eleonora genug Sorgen hatte, den Hof zu bewirtschaften. Sie blickte Isabell an und nahm sich fest vor mit ihr in den Zirkus zu gehen. Das hatte sie sich wahrlich verdient. Ein paar Stunden Frohsinn und Zerstreuung würden ihr gut tun und ihre kranke Mutter würde dies begrüßen.
Als sie den Marktplatz über den unbefestigten Weg erreichten, da sahen sie fast das ganze Dorf darauf stehen. Die Menschen tuschelten und drängten sich um einen dicken, großen Mann mit Schnauzbart und Zylinder herum, der erhöht auf einer Kiste stand. „Meine Damen und Herren, liebe Kinder, außerhalb von Altamor steht ein Zirkus wie ihn sonst nur hohe Herrschaften zu sehen bekommen. Wir haben Akrobaten, Gaukler, eine Magierin und einen wilden Bären. Besuchen sie unsere Vorstellung! Heute bei Sonnenuntergang werden wir euch ins Reich der Phantasie entführen. In eine Welt, jenseits eures Vorstellungsvermögens.“ Er verbeugte sich tief, wobei er vorher seinen Hut abnahm und im weiten Bogen schwang. Dann stellte er sich wieder auf, setzte den Hut auf den Kopf und verließ den Marktplatz. Die Menschen um Isabell und Eleonora tuschelten noch lange Zeit miteinander, Isabell flüsterte ein: „Bis heute Abend. Bitte komm.“, in Eleonoras Ohr und machte sich auf dem Heimweg. Eleonora ging zu Magdas Stand, übergab ihr die Äpfel und freute sich über das gerupfte Huhn, das sie von Magda erhielt. „Mach deiner Mutter eine schöne Hühnersuppe davon Eleonora, dann geht es ihr bestimmt bald besser. Und grüß sie von mir.“. Sie winkte Eleonora noch zum Abschied und wandte sich dann wieder der Kundschaft zu.
„Mutter, ich mache mich jetzt auf den Weg. Ich bin bald zurück.“ Eleonora schlug noch mal die Kissen ihrer Mutter auf, die bleich und fiebrig im Bett saß. Ihre Mutter nickte schwach: „Mach dir keine Sorgen Eleonora.“, flüsterte sie leise und tätschelte dabei Eleonoras Hand. „Geh!“, sie atmete tief ein und ein schwerer Husten erschütterte sie fast unmittelbar danach. Eleonora war besorgt. Wenn ihre Mutter hustete, waren danach kleine rote Blutsprenkel auf der Bettwäsche zu sehen und sie befürchtete zu Recht, dass dies kein gutes Zeichen war und ihrer Mutter es wesentlich schlechter ging. Mit großer Besorgnis im Blick wand sie sich von ihrer Mutter ab und verließ den Hof in Richtung des Zirkuszeltes. Dort angekommen, wartete Isabell schon aufgeregt auf sie. „Nun werde ich endlich einen Zirkus erleben. Papa hat mir schon soviel vom fahrenden Volk erzählt. Sieh nur das bunte Zelt, sieh nur die Fackeln…“ Eleonora hörte Isabell nicht mehr zu. Sie lächelte über deren Frohsinn, war aber weit weg mit ihren Gedanken, sobald sie bezahlt hatten und durch das Zirkuszelt traten. Der Geruch nach Holzspänen stieg ihr in die Nase, nach Freiheit und Frohsinn und irgendwie hatte sie das Gefühl nach Hause gekommen zu sein. Verwirrt hielt sie inne. Ein Jongleur kam auf sie zu. Er warf vier Bälle nacheinander in die Luft und ließ sie durch die Luft kreisen. Als er Eleonora erblickte, fing er alle Bälle in seinen Händen auf, verbeugte sich und sah sie freudig strahlend an: „Guten Abend Eleonora, wir haben uns lange nicht gesehen. Groß und schön bist du geworden.“, er zwinkerte, warf die Bälle erneut einzeln in die Luft und wanderte weiter seines Weges. Eleonora war verwirrt. Was hatte der Gaukler gesagt? Woher kannte er ihren Namen? Sie schüttelte den Kopf, drehte sich um und sah ihm nach. Vielleicht hatte sie sich geirrt. Das konnte nicht sein. Sie sah sich nach Isabell um und entdeckte sie auf einer Holzbank nahe der Manege. Isabell sah begeistert zu ihr hinüber, klopfte rechts neben sich und rief: „Komm Eleonora, komm. Die Vorstellung beginnt gleich.“
Die Menschen im Zelt waren begeistert. Es gab einen Bärenbändiger, Gaukler, Jongleure, einen Feuerspucker, doch Eleonora nahm dies alles nicht recht war. Im Gedanken war sie immer noch bei ihrer Mutter und auch der Gaukler ließ sie nicht los. Dann trat der Direktor in die Manege: „Meine Damen und Herren, liebe Kinder, es gibt einige Welten, jenseits unseres Seins, Welten ähnlich der unseren und Welten, deren Ausmaß wir nicht mit unseren Sinnen erfassen können. Jemand, der all diese Welten zu durchwandern vermag, ist hier in diesem Zirkus. Lassen sie sich von uns verzaubern, sehen sie ihre magischen Kräfte wirken. Hier ist unsere Magierin: Almatea!“, unter Applaus trat die Magierin in die Manege und Eleonora schaute auf. Die Frau trug rote Lederstiefel, eine graue Hose, eine weiße Tunika und einen roten Umhang mit Kapuze. Dieser Umhang , die Tatsache, dass sie rabenschwarzes Haar hatte und von großer Statur war, ließen Eleonora den Atem anhalten und erschaudern.
„Für meine Vorstellung brauche ich einen Helfer.“ Sobald Almatea sprach, zog sie alle in ihren Bann. Aus unerklärlichen Gründen war diese Frau Eleonora vertraut, obwohl sie sich sicher war, diese noch niemals in ihrem Leben gesehen zu haben. Almatea kam auf sie zu und zeigte auf sie, Eleonora. Sie atmete heftig aus, schaute ungläubig auf die Frau, tippte sich mit dem Zeigefinger auf die Brust und verzog ihr Gesicht. „Ich?“, fragte sie ungläubig.
Almatea nickte: „Du!“ Ein Liliputaner kam und half Eleonora in die Manege. Almatea stellte sich neben sie und rief ins Publikum:“ Meine Damen und Herren, liebe Kinder, ich werde nun mit meiner Helferin verschwinden.“ Sie warf ihren Umhang über sie beide und ehe Eleonora sich versah, waren sie in einer dunklen, kleinen Kammer die, bis auf sie beide, leer war. Durch das Fenster schien der Mond leicht hinein, aber was dort draußen war, vermochte Eleonora nicht zu erfassen. Sie schaute Almatea an. „Eleonora, wie groß du geworden bist.“, Almatea lächelte mild. „Wir haben nicht viel Zeit, höre mir genau zu. Du bist in Gefahr! Meide sich spiegelnde Oberflächen! Jemand versucht einen Weg zu dir zu finden. Lass sie dich nicht fangen, oder unsere Welt ist verloren.“ Almatea hielt sie an den Schultern fest und sah ihr tief in die Augen. „Lass nicht zu, dass so viele Menschen umsonst gestorben sind.“, dann warf sie wieder ihren Umhang um Eleonora und beide waren zurück in der Manege.
Eleonora stockte der Atem. Konnte das alles grade wirklich geschehen sein? Die Menschen klatschten Beifall, als wären sie beide wirklich verschwunden gewesen. Eleonora wankte zu ihrem Platz zurück, geführt von dem kleinen Liliputaner. Als sie sich setzte, beugte er sich leicht zu ihr vor und flüsterte: „Meide sich spiegelnde Oberflächen!“ Eleonora war ganz benommen, schaute verwirrt zu ihm, aber er war schon verschwunden. „Eleonora, das war fantastisch. Eben warst du noch da und plötzlich, mit einem Knall und viel Rauch, verschwunden. Wie habt ihr das gemacht?“, Isabell war furchtbar aufgeregt und hätte zu gerne von Eleonora erfahren wie das Ganze vonstattengegangen war, aber da ging die Vorstellung schon weiter. Eleonora saß jedoch da und bekam von dem Rest der Vorstellung nichts mehr mit. Sie kaute nervös an ihrer Unterlippe und fragte sich, was dort grade eben geschehen war und wieso sie das Gefühl hatte, ihr Leben würde niemals mehr dasselbe sein.

(im Archiv gefunden und entstaubt von Xanthy)