Archiv September, 2015

29
Sep

Liebe Leserinnen und Leser,

   Von: Calisto in Schlagzeilen

 

Die Ruhe ist wieder in Simkea eingekehrt. Deutlich hörte ich das Ausschnauben der Erleichterung.

Schön war sie wieder, die Jagd nach den Karten, jedoch war man auch dem ein oder anderen Stressfaktor ausgesetzt.

Jetzt jedoch dürfen wir alle wieder ein Weilchen entspannen. Ob wir uns in die heiße Wanne legen, oder auf Reisen gehen, oder ob wir erst einmal die Staubflusen aus unseren Geldbeuteln vertreiben müssen, bei jedem wird jetzt etwas anderes am allerwichtigsten sein.

Auch die gequälten Maschinen der letzten Tage dürften sich jetzt eine ganze Weile erholen, weil sich nun diverses Zeug in den Lagern stapelt.

Der Schilderwald der letzten Woche ist uns nicht entgangen, jedoch war die Zeit so rar, aber vergessen wird beim Boten nix … irgendwann kommt alles ans Licht.

Ich für meinen Teil würde ja das Reisen derzeit vorziehen, so lang war ich noch nie am Stück in der Stadt glaube ich, jedoch sagen die Staubflusen in meinem Geldbeutel dazu etwas ganz anderes, also bleibt es wohl wie immer … erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Also wünschen wir eine angenehme Woche, mit allem was euch Spaß macht.

Eure Cali

29
Sep

Schilderwald

   Von: Calisto in Klatsch und Tratsch

 

Einige Tage ist es schon her, da streckte man seine Nase aus dem Haus, was stand direkt vor der Tür? Ein Schild! Na sowas, eine Botschaft? Zwicker zurechtrück…..ohooo eine Liebesbotschaft…

Ok, für mich kann die nicht sein, und außerdem habe ich es dank der Aussenwelt super eilig durch Trent zu flitzen. Nächster Schritt, wieder ein Schild…ohooo? Zwicker wieder nach oben schiebend, blickte ich auf den Text….ohhh schon wieder ein Liebesschwur, na sowas. Eilig rannte ich weiter, oder eher gesagt ich machte einen Hürdenlauf, weil wirklich auf jedem und jedem Feld wo ich versuchte lang zu flitzen ein Holzschild mit Liebesschwüren stand.

Noch einmal genau betrachtet, war der Texter dieser ganzen Liebesschwüre laut der etwas unleserlichen Unterschrift wohl Sharlyn und seine angebetete Alexa Viator. Hielt ich doch die Neckereien die Tage zuvor für nix als Spaß und sahen wir doch erst kürzlich Sharlyn mit einem Korb, so scheint mir hier doch mehr im Busch zu sein. Die Aussenwelt jedoch war unerbittlich und trotz all meiner Neugierde musste ich mich erst einmal von dem Schilderwald verabschieden.

Irgendwann streckte und reckte ich mich dann doch wieder und sofort mit dem ersten blinzeln nahm ich sie wieder war, die Schilder, natürlich, erschlugen sie einen ja regelrecht am Marktplatz.

Also machte ich mich weiter auf die Suche und da war es, das Schild, genau am Trenter Eingang, ein Heiratsantrag. Verzückt sprang ich ein Stück hoch, na sowas wer hätte das gedacht. Direkt daneben stand ein 2. Schild: Ja ich will. Da blieb doch sogar mir mal kurz der Mund offen stehen.

Jedoch wurde wieder gnadenlos an mir gezerrt und ich wurde erst noch einmal gezwungen mich schlafen zu legen.

Als ich wieder aufwachte waren die Schilder bis auf 2 oder 3 wenige völlig verschwunden. Das irritierte mich jetzt doch ein wenig, verrottet konnten sie nicht sein, sie sahen noch ziemlich gut und neu aus als ich sie das letzte mal erblickte. Flink eilte ich wieder auf den Markt und irgendwie konnte ich noch Wortfetzen erhaschen von wegen: Ja die habe ich wieder abbauen lassen bevor…hmmm ich wurde schon wieder so müde….es war irgendwie sowas wie bevor ich mich noch weiter lächerlich mache? Aber was war nun, ich war verwirrt, sie hatte doch ja gesagt? Ich hab es mit eigenen Augen gelesen? Das habe ich doch nicht geträumt? Ist die frische Liebe jetzt schon wieder Geschichte oder was war da los?

Aber nein, ein weiteres Lauschen bestätigte mir, dass es nicht so war. Es sollte immer noch geheiratet werden, und auch die Familienverwandschaftsgrade wurden hin und her diskutiert, bzw. aufgeklärt….mit so einer großen neuen Familie hatte Sharlyn wohl nicht gerechnet, wollte er doch einzig und allein nur seine Alexa Viator.

(Calisto)

29
Sep

Die Karotte

   Von: Lady Sharina in Klatsch und Tratsch

 

Kätchen ist auf dem Hof, sie will Pferde erziehen.

Leider hat der Würfelgott anderes im Sinn, und das Pferd rennt weg. Und was beweint Kätchen? Nein, nicht die teuren Sachen, wie Sattel, Hufeisen, Zaumzeug. Die Karotte wars! „Das war doch meine letzte!“ tönt es verzweifelt übern Hof.

Chucky erklärt darauf überzeugt, dass sie auch nicht hoffen sollte, welche am Markt kaufen zu können. Da muss sie schon selber pflücken.

Eine neue Bewohnerin fragt dann  neugierig, welches Talent man dazu braucht und von Chucky kam es: „LWS.“

Was nicht so ganz richtig ist, wie eine weitere anwesende Person meinte, die korrigierte: „LW ist das“

Landwirtschaft, richtig.

Vom wie immer frechen Chalek kam es hingegen: „Haste es mit dem Rücken, Chucky? (LWS ist in der Anderswelt Lendenwirbelsäule)

Und nuschelt dann noch, dass dies sicher vom vielen Bücken nach den Karotten auf den Feldern kommt.

Chucky grinst nur und schüttelt den Kopf.

(Lady Sharina)

 

… vernahm vor einem Weilchen Cusick. Etwas irritiert blickte er drein: Hab ich was verpasst?

Morticia erklärte Ihm, dass der Balsam nicht ewig halten würde und auch Al Capone sprach wissend, dass es irgendwie mit dem Lippenstift zusammenhängen würde.

Cusick schaute der weil skeptisch in seinen Apfelsaft: Hat mir heimlich wer den Apfelsaft gegen Trank des weiblichen Geschlechts getauscht?

Dieses winke Al Capone jedoch grinsend ab: den machen wir schon immer in deinen saft*erklär*

Jetzt ging Cusick endlich ein Licht auf: Das erklärt die Stimmungsschwankungen…;-)

Ava Dove jedoch, konnte nach intensiver Begutachtung nix weibliches an Cusick finden, was aber auch vielleicht auch einzig und allein daran lag, dass seine bessere Hälfte sich zu diesem Zeitpunkt nicht am Markt befand.

(Calisto)

 

 

29
Sep

Schnappschuss 306

   Von: Calisto in Schnappschuss

 

Die weibliche Ader…

rock 2

(Calisto)

29
Sep

Stadtführung Teil 6

   Von: Lady Sharina in Simkearundgang

 

Nachdem wir uns wieder vor die Tavernentür begeben haben, gehen wir 3 Schritte Richtung Westen und 1 Richtung Norden.
Hier befindet sich das Haus der Raritäten. Neben einem Schmelzofen für die Glaser, gibt es hier eine Werkbank für Goldschmiede, an der neben wertvollem Schmuck auch Kronleuchter und luxuriöse Bilderrahmen hergestellt werden können.
Und zu guter letzt ist hier Mr.Tonk zuhause. Bei ihm kann man seine kostbaren Ehrenmarken in Eigenschaftstränke umtauschen.

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Wenn wir nun weiter 1 Schritt nach Norden und 1 nach Osten gehen kommen wir an einen Ort, an dem es meist sehr laut zugeht. Die Schmiede.
Allerlei Gerätschaften stehen hier, das wollen wir uns mal näher angucken.
Ganz vorne der große Amboss, an dem Grob- und Feinschmiede allerlei Dinge aus Eisen oder Kupfer herstellen können.
Dann die Hammerschmiede, die alles platt walzt was ihr unter die Finger, äh unter dem Hammer kommt. Also Vorsicht, nicht die Fingerchen drunter halten.
Daneben haben wir den Schmelzofen, in dem alle Erze erstmal zu Barren verhüttet werden müssen, bevor man diese weiter verarbeiten kann.
Dann ein weiterer Amboss, der Schweramboss. Hier hat der Grobschmied ein weiters Betätigungsfeld.
Und dann gibt es noch 2 Werkbänke, an denen Rüstungs- und Waffenschmiede ihren Arbeitsbereich finden.
Und wieder 1 Schritt nach Westen, 1 nach Norden und wir stehen vor dem Monument Noröm, das wir ja schon vom weitem gesehen hatten, als wir den Schlachthof besichtigt haben.
Davor steht die kleine Jessie mit einer Tiergruppe, die sie gegen Bautaler an Interessenten als Begleiter vermietet. Einzeln, versteht sich, und nur für einen gewissen Zeitraum.
Hinter Jessi ist der Eingang zum Monument, den wir nun benutzen.
Mit offenem Mund bleiben wir in der riesigen Halle stehen und staunen.
Vor unseren Augen tut sich eine riesige Halle auf, die durch 2 Säulenreihen geteilt wird. Diese bilden oben imposante Rundbögen. An den Längsseiten fällt das Licht durch hohe Fenster, so dass man auch die Mosaike auf dem Boden gut bewundern kann.
Da im Nordosten ein Treppenaufgang zu sehen ist, gehen wir erst mal nach Norden.
Hier in der Ecke stoßen wir auf Camulos von Noröm, der wie wir erfahren der einzige Lehrmeister im Umgang mit Waffen und Rüstungen in Simkea ist.

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Ein paar Schritte weiter nach Osten, und wir stehen vor einer engen Wendeltreppe.
Langsam steigen wir nach oben und bekommen fast einen Drehwurm.
Oben angekommen stehen wir im Turm des Monuments. Wer schwindelfrei ist, kann von hier aus am Tage sicher die ganze Stadt überblicken.
Oder in der Nacht die Sterne durch das vorhandene Sternenteleskop betrachten.
Die Stadtführerin ist nicht schwindelfrei und macht sich ganz schnell wieder auf dem Weg nach unten. Etwas schlendern wir dann noch durch die Halle und begeben und dann wieder
nach draußen.

(Lady Sharina)

Es war einmal eine sternenklare Herbstnacht, als ich gähnend aus meinem Bett bei Selena krabbelte. Wieder einmal hieß es gerben bis der Heiler kommt. Diese Sammelei forderte langsam ihren Tribut und so beschloss ich, heute mal etwas anderes zu machen als die übliche Warterei bis die Kräfte zurückkehren.

Isimud hatte am schwarzen Brett angekündigt, dass er ein Aquarienhaus eröffnet hat. Das musste ich sehen. Geschwind war die Hausmeisterwohnung gefunden, die Isimud beschrieben hatte, und nach einem kleinen Umweg durch den Garten fand ich dann auch die Kellertür mit dem Hinweisschild für das Aquarienhaus. Damit die Aquarienbewohner auch gut umsorgt werden können, warf ich etwas Geld in das Sparschwein bevor ich die Wendeltreppe hinabging.

Unten angekommen, stürzte ich neugierig auf das erste Aquarium zu. Staunend aber noch etwas skeptisch blickte ich hinein und dann auf den Infozettel der offenbar an jedem Aquarium angebracht war. Isimud hatte sich wahrlich Mühe gegeben, die Besucher zu unterhalten. Schade, dass er gerade nicht hier war. Die auf dem Zettel angebotene Dienstleistung würde ich ja zu gerne einmal sehen. Ich beobachtete den Bewohner weiter. Normalerweise habe ich so etwas nur tot in meinen Händen. Neugierig ging ich weiter.

Auch im nächsten Aquarium überraschte mich etwas sehr lebendiges. Ich fand sehr schnell Gefallen an den Bodenbewohnern. Als ich Schmerzen in den Beinen bemerkte, fiel mir auf, wie lange ich schon vor dem Aquarium gebuckelt hatte. Also beschloss ich weiterzugehen, um auch den anderen Aquarien noch etwas Zeit schenken zu können.

Nach ein paar weiteren interessanten und liebevoll gestalteten Aquarien kam das Letzte auf meiner Runde. Und dieses hatte in der Tat ganz besondere Bewohner. So etwas gab es in ganz Simkea nicht, nur hier! Erstaunt drückte ich mir ein paar Minuten die Nase an der Scheibe platt, um bald danach den Rückweg anzutreten.

Noch einmal vorbei an Isimuds Züchtung, den kleinen und großen Bewohnern und Dekoobjekten. Vor jedem Aquarium blieb ich nochmal stehen um mir möglichst viel einzuprägen. So etwas sieht man schließlich nicht alle Tage. Als ich mich an den Aufstieg der Treppe machte, sah ich nochmal zurück und überlegte was wohl beim nächsten Besuch an neuartigen Züchtungen auf mich warten würde. Sicherlich arbeitet Isimud schon an der nächsten Besonderheit…

(Oshun)

 

“Kindchen, beruhig dich, ich hab nicht ein Wort verstanden. Also, von vorn bitte…”

Professor Bloom legte seinen Zwicker auf dem Pult ab und schaute Lahja abwartend, mit fragendem Blick an. Er bedeutete ihr, sich auf den Sessel ihm gegenüber zu setzen.

Sie nahm Platz, atmete tief durch und erzählte Bloom, was sie in Rattis Haus entdeckt hatte. Der Professor nickte ab und zu wissend und als Lahja geendet hatte, erhob er sich und setzte einen Kessel Wasser für Tee auf. Er legte dabei eine Ruhe an den Tag, die Lahja schier in den Wahnsinn trieb. Doch sie wusste mittlerweile, daß man Bloom in keinem Fall antreiben durfte. Also wartete sie schweigend ab. Der Gelehrte stellte ihr nach einer gefühlten Ewigkeit einen Becher Tee hin und setzte sich mit einem weiteren Becher für sich selbst wieder in seinen Ohrensessel.

“Ich erinnere mich an einen Vorfall in der Nacht zu Allerheiligen oder Samhain im vergangenen Jahr…” Nachdenklich schlürfte Bloom von seinem Tee.

“Das wird der Zeitpunkt gewesen sein, als der Rattentod seinen Anspruch auf die Seele der Ava Dove erhoben hat.”

Lahja hörte gespannt zu, dann neigte sie den Kopf grübelnd.

“Anspruch? Aber … Ava ist doch keine Ratte. Ist denn Ratti … auch für andere Wesen zuständig?”

Bloom lachte leise. “Das ist wohl wahr, sie ist eindeutig keine Ratte.” Dann wurde er ernst.

“Doch sie hat genommen, was der Rattentod für sich beansprucht hatte.”

Nach einem weiteren Schluck Tee fuhr er fort. “Wenn der Tod seine Wahl getroffen hat und davon abgebracht wird, dann muss … nun ja, Ersatz her.”

Wie grausam sich das anhörte, befand Lahja. Wenn ich für mein Geld nicht dieses Stück Brot bekomme, dann muß ich halt eine andere Ware kaufen. Wieder lachte Bloom leise und nickte. “So ist das, für den Tod ist der Seelenfang nichts anderes als Geschäft.”

Der Gelehrte erhob sich aus dem Sessel und trat an eines seiner vielen Bücherregale heran. Leise murmelnd suchte er die Reihen ab, den rechten Zeigefinger über jeden einzelnen Buchrücken führend. Lahja wollte schon aufspringen und ihm seinen Zwicker bringen … doch sie zwang sich zur Ruhe, obwohl sie innerlich beinahe platzte. Schließlich hatte Bloom das gesuchte Buch gefunden, schlug es auf und blätterte langsam, furchtbar langsam darin herum. Er nickte und erklärte leise, ohne den Blick von den Buchseiten zu nehmen

“Ob ganze Seelen oder vorerst einen Teil davon, alles wird säuberlich aufbewahrt … zusammen mit den Lebensuhren.”

Der Rotschopf erschrak. Dann wusste Ratti also, wer wann seinen letzten Atemzug tun würde? Hatte sie wohl Lebensuhren von allen Simkeanern? Etwa auch von ihr? In keinem Fall, was auch immer geschehen würde, wollte Lahja einen weiteren Blick auf diese Uhren werfen. Dieses Wissen würde sie glatt um ihren Schlaf, vielleicht sogar um ihren Verstand bringen.

[Fortsetzung folgt]

(Lahja)