Archiv April, 2013

29
Apr

Stadtführung letzter Teil

   Von: Lady Sharina in Schlagzeilen

Mit offnen Mund bleiben wir in der riesigen Halle stehen und staunen.
Vor unseren Augen tut sich eine riesige Halle auf, die durch 2 Säulenreihen geteilt wird. Diese bilden oben imposante Rundbögen. An den Längsseiten fällt das Licht durch hohe Fenster so dass man auch die Mosaike auf den Boden gut bewundern kann.
Da im Nordosten ein Treppenaufgang zu sehen ist, gehen wir erst mal nach Norden.
Hier in der Ecke stoßen wir auf Camulos von Noröm, der wie wir erfahren der einzige
Lehrmeister im Umgang mit Waffen und Rüstungen in Simkea ist.

Ein paar Schritte weiter nach Osten und wir stehen vor einer engen Wendeltreppe.
Langsam steigen wir nach oben und bekommen fast einen Drehwurm.
Oben angekommen stehen wir im Turm des Monuments. Wer schwindelfrei ist, kann von hier aus am Tage sicher die ganze Stadt überblicken.
Oder in der Nacht die Sterne durch das vorhandene Sternenteleskop betrachten.
Die Stadtführerin ist nicht schwindelfrei und macht sich ganz schnell wieder auf dem Weg nach unten. Etwas schlendern wir dann noch durch die Halle und begeben und dann wieder
nach draußen.
Und nun ein Stück nach Süden und nach Westen.
Hier steht ein scheunenartiges Haus, das in Trent als Lagerhaus dient.
Hier kann jeder seine Besitztümer einlagern. Blueface der Lagerverwalter achtet hier auf Ordnung und passt auf das nichts abhanden kommt.
Damit sind wir nun auch am Ende unserer Stadtführung. Ich hoffe sie war interessant.
Nach einer kleinen Pause lade ich dann zu einer Tour durchs Umland ein. Bis dann.

29
Apr

Schnappschuss208

   Von: Maddie Hayes in Schnappschuss

Die Camera Obscura bewies schon in der Vergangenheit ein ums andere Mal ihre magischen Fähigkeiten. So geschehen auch wieder einmal in der vergangenen Woche. Als Davina Feenglöckchen der Vorschlag unterbreitet wurde, ihr kleines Küken, welches sie, behutsam unter ihrem Flügel platziert, mit sich trug, auf den Boden zu setzen, bekam das kleine Irrlicht spontan Lust auf einen Küken-Ritt. Ein geistiges Bild, welches sich prompt in die magische Matrix der Camera Obscura brannte und so zum Schnappschuss der Woche wurde.

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Ungeschriebene Regeln – Etikette im Umgang mit anderen

Was auf dem Boden liegt ist freies Gut und darf von jedem aufgehoben werden – soweit ist diese Annahme richtig und darf in der Regel so auch ernst genommen werden. Doch wie verhält es sich damit, wenn eine Party oder ein schönes Sonntagsfrühstück stattfinden und die Fressalien auf dem Boden für jeden zugänglich sein sollen? Das wurde in Simkea schon häufig diskutiert, aber die meisten sind sich einig: Man nehme nur ein bisschen und lasse auch den anderen noch etwas davon, damit sie sich auch daran erfreuen können.

Dass ein Neubürger Simkeas diese ungeschriebene Regel, die in der Regel der guten Etikette zugeschrieben wird, nicht unbedingt kennt, ist wahrscheinlich jedem bewusst und deshalb auch nicht tragisch – schließlich wird er in der Regel darauf aufmerksam gemacht und versteht dann auch, was es mit solchen Events auf sich hat. Edward war da am vergangenen Wochenende aber ein ganz spezieller Fall. Dreist kam er gleich dreimal zum Markt und sammelte alles auf, was er tragen konnte. Trotz mehrfacher Erklärungen, Anklingeln und Tauben, die ihn geradezu abgefeuert haben mussten, machte er weiter. Nicht einmal eine Verfluchung für Scheißerei, die ihn nicht mehr von der Taverne lassen sollte, Pest und Cholera konnte ihn davon abhalten. Der Golem war doch ein sehr eigenartiges Wesen. Er würde nur auf seinen Meister hören, so in der Art erklärte er sich Artemis. Aber sogar nach Ermahnung der obersten Simkeaner hörte er nicht auf, so dass er sich kurz darauf in der Wüste wiederfand. Zugegeben, es war eine ziemlich harte Strafe für eine nicht niedergeschriebene Regel, doch war sie keineswegs eine Strafe ohne Rückfahrticket. Die Einsicht überkam Edward auf jeden Fall nicht und nicht jedes Wesen scheint die Etikette zu interessieren. (Eluanda)

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Zweifelhafter Buchstabenklau

„Ne ‚Fetstagstruhe‘ fehlt mir auch noch!“, stellte Jim der Siedler fest, als er so eine auf dem Markt entdeckte. Dass da etwas mit seiner Aussprache nicht ganz stimmte, fiel Lady Jane sofort auf, weshalb sie ihm prompt ein ‚T‘ klaute. „He, ich will meinen ‚T‘ zurück! Mist, jetzt ist er kalt…“, entgegnete Jim daraufhin und sprach hier wohl nicht mehr vom Buchstaben, sondern vom Getränk. Al Capone machte deshalb darauf aufmerksam, dass er ein ‚T‘ verkaufen würde. „‘Hänste‘ noch ein Bone-Steak dran, Al?“, fragte Jim deshalb und setzte noch hinzu: „Und wer hat jetzt schon wieder mein ‚G‘ geklaut?“ „Nein, das kostet extra!“, erklärte Al.

„Ich geb’s auf…Edward scheint sich auf Buchstaben spezialisiert zu haben. Also wenn es Edward nicht schon gäbe, müsste man ihn erfinden!!!“, bezog sich Jim nun auf die Ereignisse des morgens mit schon erwähntem Edward. Tonksi kicherte daraufhin: „Wie gemein, Jim!“

Ob wirklich der Neuling für Jims Sprachfehler verantwortlich ist? Diese Theorie scheint doch eher utopisch und so liegt es vielleicht näher, dass Jim einfach altert und sich dadurch immer wieder Fehler einschleichen. (Eluanda)bunte_tulpen1

 

Rosen im Ausschnitt

Wie wichtig Rosen für die Alchemisten geworden sind, schienen viele Simkeaner in der vergangenen Woche vergessen zu haben und kehrten somit zu der ursprünglichen Bedeutung von Rosen zurück. Dabei schenkten sie vielen Mitgliedern des Teams und insbesondere den Admins eine Rose, um sich zu bedanken. Einige taten dies auf durchaus merkwürdige Art und Weise. So klappte Schnuddel seine Minneleiter auf, kletterte schnell hoch und platzierte eine Rose in Flummiis vorderen Ausschnitt. Anstatt dass sie sich über die Rose freute, quiekte sie auf, was Hanswalter und Artemis zum lachen und kichern verleitete. Sie nahm schnell die Rose und zupfte ihr Oberteil wieder zurecht. „Hätte wohl vorher die Dornen entfernen sollen…“, stellte Schnuddel fest.

Lady Sharina war derweil gespannt, ob Schnuddel sich das bei Pytron auch trauen würde, doch bei der Katzendame knüpperte er eine Rose lediglich an die Pytsche. „Ist ja nicht wahr! Py liegt so zusammengerollt, dass ich da nicht rankam, ohne sie zu wecken. Da hab ich die Rose lieber an die Pytsche geknüppert. So hat auch die Pytsche was Erotisches!“, war seine Erklärung. „Faule Ausrede!“, konterte Lady Sharina, aber Schnuddel beteuerte, er sei nicht faul. Der kleine Gnom dreht einem manchmal wirklich die Worte im Munde um.

Pytron lachte über die Rose an ihrer Pytsche, bedankte sich und grinste Flummii an, weil sie die Rose in den Ausschnitt bekommen hatte. „Ah, Pytron hat nicht geschlafen, nur gedöst. Hab ich doch richtig getan…“, stellte Schnuddel wiederum fest woraufhin Pytrons Antwort mit auf Schnuddel zeigendem Finger war: „Ich kann dir auch nur raten, dass nicht bei mir zu machen!“ Sie streckte ihm die Zunge heraus und Schnuddel beteuerte, dass er das auch sicher nicht versucht hätte. „Das ist auch gut so!“, meinte Pytron noch einmal.

Rosen sind ein schönes Geschenk, aber im Ausschnitt wohl fehl am Platz. Für ein paar Lacher hat dies jedoch gesorgt – auch eine Art Freude zu verbreiten. Und wer eine erotische Pytsche braucht, wird sie bei Pytron wohl finden. (Eluanda)bunte_tulpen1

 

Hatschi! Taschentuch gesucht?

Absolut nicht der Etikette entsprechend ist es wohl, seine Nase am Ärmel der Tunika oder des Hemds abzuputzen. Ebenso möchte man seine Nase wohl kaum jedem x-beliebigen Stofffetzen aussetzen – wer weiß wer oder was da schon alles dran war?

Aber schon im Vorfeld der Ereignisse des Wochenendes wurde hierfür Abhilfe geschaffen: Dank einer glorreichen Idee Simplicius Simplicissimus‘ wurde das Taschentuch in Simkea erfunden. Und mit diesem einzigartigen Stoffstück kann man nun nicht nur die Nase stilvoll putzen. Was das kleine viereckige Stück Stoff noch alles kann? Findet es heraus und kauft euch eines, um es auszuprobieren – selbst ein kleiner Geldbeutel sollte genug Geld dafür erübrigen können. (Eluanda)bunte_tulpen1

 

Fernohl im Feenstaub

Davina Feenglöckchen, noch relativ neu in unserer Welt, machte in den letzten Tagen Bekanntschaft mit dem kleinen Fellknäuel Fernohl. Dieser hüpfte aufgeregt vor ihr auf und ab und wollte sie unbedingt kennenlernen. „Ich bin Glöckchen, die kleine Wald- und Wiesenfee. Wer bist du denn?“, stellte sich Davina Feenglöckchen vor. „Ich bin Fernohl! Bist du so ´ne Fee wie Flummchen? Hast du auch Feenstaub?“, fragte er, strahlte mal wieder mit der Sonne um die Wette und hibbelte aufgeregt. „So ähnlich, nur ein bisschen kleiner. Ohja, aber nicht so wertvollen wie der von Flummii!“, kicherte sie und pustete Fernohl ein wenig Glitzerstaub entgegen. Daraufhin rannte und hüpfte Fernohl aufgeregt durch die Wolke und fragte: „Warum ist der nicht so wertvoll?“ „Der von Flummii ist ganz was besonderes von der Großmutter noch…“ „Und woher kommt deiner?“ „Das weiß ich gar nicht, den hatte ich einfach.“ Daraufhin schaute Fernohl verwirrt und fragte weiter: „Und was machst du, wenn der alle ist?“ „Ich bin eine Fee, ich glaub, der wird nicht alle…“, antwortete Davina und Fernohl  hüpfte zu Flummii: „Wird dein Feenstaub auch nie alle?“ Flummii schaute überrascht. „Alle? Nein, der wird nie alle.“ Anschließend pustete auch sie etwas echten Feenstaub auf Fernohl, der erneut wild durch die Wolke raste. „Oje, oje, Fernohl…nicht so wild!“, meinte Hedwig und hüpfte zur Seite. Fernohl wurde rot und nuschelte eine Entschuldigung.

Fernohl stellte noch weitere Fragen über den Feenstaub, die hier gar nicht alle Erwähnung finden können. Das kleine Fellknäuel scheint Feenstaub auf jeden Fall sehr gern zu haben und nur das Kirschkernspucken, das er gewann – bevor Lady Jane spuckte –, lenkte ihn zwischenzeitig von dem Thema ab. Der größer gewordene Fernohl ist doch immer noch klein, süß und Kind. (Eluanda)bunte_tulpen1

 

Eine eigenartige Beziehung

Eigenartige Beziehungen gibt es in Simkea massig, doch kaum eine gleicht der von Jim dem Siedler und seiner Almuth. Cleo und Lodrakan scheinen diesem Image aber langsam folgen zu wollen, denn in den vergangenen Wochen gab es doch die ein oder andere zweideutige Frauengeschichte rund um Lodrakan, die Cleo etwas eifersüchtig machte.

Auch in den letzten Tagen benahm sich der Barde wieder eigenartig, als er am Markt auf die Schmiedin Liala traf. Diese errötete aus unerfindlichen Gründen, als sie sich mit Lodrakan unterhielt. Dieser setzte sich kurz darauf hin und sorgte für ein wenig Musik, die ihm aber auch nicht auf Anhieb gelang. War er etwa mit den Gedanken wo anders? „Na also, sanftes Streicheln hilft immer!“, meinte Liala dann grinsend, als Lodrakan es schaffte, schöne Klänge auf den Markt zu zaubern. „Wie wahr, wie wahr…“, erwiderte Lodrakan nun ebenfalls etwas errötend und leise kichernd. Anschließend setzte er sich pfeifend auf eine Bank, als Tonksi überlegte, Cleo ein Täubchen mit diesen eigenartigen Begebenheiten zu schicken.

Wahrscheinlich ist auch dies wieder nur eine harmlose Geschichte, eigenartig ist es aber schon, dass Lodrakans Frauengeschichten in den vergangenen Wochen immer häufiger in der Öffentlichkeit auftreten und Cleo doch erst etwas überrascht zu sein schien. Ganz gleichzusetzen ist diese Beziehung aber wohl doch nicht mit der von Jim und Almuth. (Eluanda)bunte_tulpen1

 

Wozu es wirklich gut ist

In der vergangenen Woche zeigte sich deutlich, dass es an ein Wunder grenzt, dass in unserem Lande das Taschentuch nicht schon viel früher erfunden wurde. Für das liebe Rehlein jedenfalls kam die Erfindung des selben zum jetzigen Zeitpunkt genau richtig, hatte sie doch allen Grund zum Schneuzen, auswringen des Lappens und auch zum seufzen, auf wenn ihr dies eine sehr anschauliche Ansicht von Tonksis Seufzerallergie einbrachte. Was war geschehen? Nun, aus dem einst so verliebt verlobten Paar Renaldo und Rehlein war ein Ex Verliebtlobungspaar ohne Heirat geworden. Und wenn schon kein Ring, so tut es zur Not auch das tränennasse Taschentuch, welches um den Finger gewickelt daran erinnert, dass Männer halt manchmal…. Dazu ist es auch wirklich gut. (MH)bunte_tulpen1

29
Apr

Der Mob

   Von: Maddie Hayes in Schlagzeilen

 Liebe Leserinnen und Leser.

Die Tauben hatten in der vergangenen Woche viel zu tun, besonders, da sie es unheimlich heimlich tun mussten. Weniger bei den Sendern oder Empfängern der Tauben war dies von Nöten, vielmehr ging es darum, unbemerkt von den Ratsmitgliedern Flummii und Pytron kleine Botschaften zu überbringen. Read the rest of this entry »

29
Apr

Countdown

   Von: Maddie Hayes in Schlagzeilen

 

Es ist schon faszinierend anzuschauen, wie das Leben plötzlich eine unglaubliche Eigendynamik entwickeln kann, sobald aus einem Wunsch, über den Weg der Idee, hinter der Abzweigung Vielleicht, eine Entscheidung geworden ist. Ein ums andere Puzzleteil passt sich perfekt in ein Gesamtbild ein, fast als hätte Fortuna selbst nur darauf gewartet, endlich ihr Füllhorn öffnen und sich nun für all die Zweifel und Schlaglöcher auf dem Weg dorthin revanchieren zu können.

Eine Entscheidung gefällt zu haben bedeutet aber auch zugleich, einen Countdown in Gang zu setzen, an dessen Ende ein Ziel steht. Die Zeit zählt herunter, es gibt Augenblicke, in denen man glaubt, Stunden würden im Sekundentakt durch die Sanduhr rinnen, zu anderen Zeiten wiederum erscheinen Stunden wie Tage. Diese Zeiten sind es, in denen Ängste leise aufkeimen. Fast scheint es, als sei der Rucksack, den man auf seinem Weg bis zur Entscheidung schwer auf dem Rücken getragen hatte, doch nicht ganz leer gewesen, als man das Ziel der Entscheidung erreicht hatte. Der Blick zur Rakete, die in wenigen Stunden abheben wird, im Geiste jedes Schräubchen kontrollierend, alle Berechnungen in Zweifel ziehend, der Blick auf die Seifenkiste am Abhang, die eigene Konstruktion in Zweifel ziehend, der Blick auf das neue Leben, im Geiste die unendlichen Variablen durchgehend, die es doch verhindern könnten, all dies sind die Reste des einst so schweren Gepäcks, die wir noch mit uns tragen.

Bei wärmendem Licht betrachtet, ist es vielleicht gar nicht schlecht, wenn wir diese Reste noch im Gepäck tragen, denn der Countdown ist noch nicht auf Null. Wenn wir in dieser Zeit nicht vergessen, wie schwer der Weg bis zur Entscheidung war, so werden wir nicht übermütig und achtlos auf den letzten Metern.

Wenn dann schließlich der Countdown auf Null klickt, die Rakete abhebt und sicher in die Umlaufbahn gleitet, die Seifenkiste angeschoben wird und sicher das Ziel am Ende des Abhangs erreicht, nach der ersten Nacht die Augen am Morgen aufgeschlagen werden in den Armen des neuen Lebens, dann erst werden die Zweifel für immer verschwunden sein.

22
Apr

Schnappschuss207

   Von: Maddie Hayes in Schnappschuss

Was der Schnappschuss der Woche wohl zu bedeuten hat? Die Neugier wird gestillt in den Klatsch und Tratsch~Pergamentfragmenten. Nur soviel sei gesagt: Es könnte von Vorteil sein, vor Betreten der Schreibstube Taschenkontrollen durchzuführen….schnappschuss207

22
Apr

Die Kunst der Erschaffung

   Von: Maddie Hayes in Schlagzeilen

Der Mensch neigt dazu, etwas zu erschaffen, versucht die Welt nach seinen Vorstellungen zu formen. Er erschafft Bauwerke. Er erschafft Kunstwerke. Er erschafft Lyrik. Und nicht zuletzt erschafft der Mensch sich selbst. Hilflos, klein und verwundbar geboren, nimmt er in sich auf, was ihm geboten, verarbeitet es, formt sich daraus selbst. Er erschafft sich selbst gleich einem Bildnis, einem Kunstwerk, gestaltet aus den Stoffen, die das Leben für ihn bereithält. Harter Stein mischt sich mit feinem Kristall, Wasser trifft das Feuer. Strahlendes Licht umfängt tiefe Dunkelheit, die weiche Feder berührt den scharfen Stahl. Aus all diesen Gegensätzen formt er seine Persönlichkeit, erschafft er ein Werk, das in seiner Einmaligkeit unerreicht ist. Doch nicht immer ist die äußere Form gefestigt genug, dass der Mensch in sich selbst ruhend in ihr erblühen kann. Wie zerbrechlich ist sie oftmals, wie leicht sind die Stoffe mit denen er arbeitet aus dem Gleichgewicht zu bringen. Je winziger die Hände, die formen, desto weniger bedarf es, um das Kunstwerk zu zerstören. Oft reicht ein kleiner Stoß, auf das das gerade begonnene Werk in Scherben zerbricht. Doch auch wenn die Form hart und gefestigt zu sein scheint durch der Jahre Schaffens, kann sie zerbrechen, zerbrochen werden. Was bleibt sind die verstreuten Stoffe, aus denen der Mensch sich eins erschuf, winzige Splitter, aus der Bahn gebracht, zu seinen Füßen.

Jedoch der Mensch neigt dazu etwas zu erschaffen, die Splitter neu zu sortieren, sie zu einem neuen Kunstwerk bilden. Es scheint, dass es des Ablegens der alten Form zuweilen bedarf, um sich selbst neu zu erschaffen, immer und immer wieder, bis der Tod selbst des Menschen Schaffen beendet.