Archiv Januar, 2013

28
Jan

Frühlingsboten?

   Von: Maddie Hayes in Schlagzeilen

Noch immer lässt uns der Winter zittern. Die Pflanzen wollen sich noch immer nicht so recht züchten lassen und auch ansonsten scheint der eisige Wind ein wenig das Leben weiterhin erstarren zu lassen. Read the rest of this entry »

Nach zwei Wochen ohne echte Neuerungen in Simkeas Landen kann ich endlich heute endlich wieder über eine berichten, denn nun lassen sich einige Ledererzeugnisse einfärben. Träume von bunten Rucksäcken und pinken Schuhen können endlich wahr werden! Read the rest of this entry »

28
Jan

Schnappschuss196

   Von: Maddie Hayes in Schnappschuss

Kleine Simkeaner, kleine Portionen, große Simkeaner, große Portionen? Finchen schien diese Weisheit wenig zu interessieren und so munkelt man, sie habe sich ausserhäusig nach haus begeben.schnappschuss196

Tonksi jagt die Redax in die Luft

Die Redaktion ist der Chefredakteurin Maddie Hayes wohl heilig und überhaupt nicht mag sie Feuerwerk in ihrem Revier, Musik und Knuddler. Schlecht nur, dass sie eine Riesensause ausgerechnet in ihrem Revier erlaubte und somit unweigerlich mit all diesen Sachen konfrontiert wurde – war dies nicht zuvor schon klar?

Das Erste, was Tonksi jedenfalls tat, um die Party einzuleuten, war, ein Feuerwerk in die Luft steigen zu lassen. Doch dies geschah nicht vor der Tür der Redax, sondern in der Redax. Dass Vorkehrungen getroffen waren (welche, bleibt an dieser Stelle geheim), interessierte die Chefredakteurin leider wenig, als sie später davon Wind bekam und nur sah, wie das Feuerwerk aus der Redaktion heraus kam. Bevor sie jedoch in die Redaktion kam, wurde ihr mitgeteilt, dass schon Musik für sie bereitgestellt war und so musste sie sich entscheiden, was schlimmer war: Ihre Musikphobie oder das Redaktionsgebäude, aus dem Feuerwerke herauskamen. Kurzerhand stopfte sie sich Wolle in die Ohren, setzte einen Kupferkessel auf ihren Kopf und eilte in die Redax, in der Tonksi immer noch sang: „Wir jagen die Redax in die Luft!“

In der Redax angekommen, musste sie sich aber schon Knuddlern und Musik ergeben, auch wenn sie sich tapfer wehrte (kurzzeitig war sie aber doch fast ohnmächtig gewesen). Alle anderen versuchten sie zu beruhigen, immerhin wurde auch Löschwasser bereitgestellt, doch Maddie ließ sich nicht beruhigen. Sie wollte Tonksi sogar damit erpressen, dass sie kein Geschenk bekommen würde, wenn sie die Knallfrösche und Feuerwerke nicht eingepackt ließ, doch auch damit konnte sie sich nicht durchsetzen. Beim schützen des Sekretärs wurde sie prompt noch als Schreibtischfetischistin abgestempelt.

Schlussendlich soff sie sich die Umstände schön und versuchte verzweifelt Leute zum Aufräumen zu verdonnern – das hierfür schon gesorgt war, schien sie auch nicht zu interessieren. Sogar ihre Druckerwichtel waren in Sicherheit und instruiert gewesen. Die Tatsache, dass die vergangene Botenausgabe auch druckfrisch am nächsten Morgen bei Jascha lag, bestätigte dies nur.

Eins ist sicher: So eine Knallerparty hat das Trenter Druckhaus noch nie gesehen! (Eluanda)Schneeblume

 

Finchen und das Brötchen für die Zahnlücke

Auch Schnecken amüsieren sich und essen scheinbar Nahrung in Größen, die eigentlich für Menschen gedacht ist. So nahm sich Finchen auf der Party einen Windbeutel ohne Sahne und fragte sich, wo diese wohl hin sei. Lodrakan, der das beobachtete, stellte daraufhin fest: „Na, was du für einen Riesenmagen haben musst.“ „Wieso Riesenmagen?“, fragte Finchen zurück und betrachtete den Windbeutel. Lodrakan kicherte: „Naja, die anderen Dinge habe ich ja nicht erwähnt! Naja, den Wein und auch die anderen kleinen Dinge vorher…“ „Ach, du meinst das Brötchen? Das waren doch nur Kleinigkeiten für die Zahnlücke!“, erwiderte Finchen grinsend. Noch mehr kichernd sagte Lodrakan dann: „Oh, dachte nicht, die Zahnlücken wären so groß wie ein Brötchen!“ Finchen schüttelte den Kopf und erklärte: „In Malzbier getunkt kann ich es doch verteilen!“

Eine kleine Schnecke ganz groß und schlau – und mit einem großen Magen. Sie kann ohne Frage mit den Menschen mithalten. (Eluanda)Schneeblume

 

Hanswalter zwischen Kuchengabeln und Knallfröschen

Ein kleiner Kater möchte natürlich auch mit den Menschen mithalten und sich ein Stück Torte zu Gemüte führen, wenn es diese schon einmal gibt. Doch scheint Hanswalter darin noch nicht so gekonnt zu sein, wie andere kleine Wesen – oder zumindest nicht, wenn man die Torte besonders gesittet zu sich nehmen möchte.

Zuerst nahm er sich schon in einem großen Akt ein Stück Torte, bevor er sich damit zum Sekretär zurückzog und sich mit einer Kuchengabel daran stellte, um sie dann wie eine Mistgabel hineinzustecken. Dabei wurde er amüsiert beobachtet, zumal er dann auch noch das Hinterpfötchen zur Hilfe nahm. „Ob es ohne Kuchengabel nicht einfacher wäre?“, fragte Maeve, woraufhin Hanswalter zu ihr schaute, nickte und die Gabel doch lieber weglegte. Nun steckte er sein Maul in das Tortenstückchen und begann zu futtern. „Na bitte, so schmeckt es gleich viel besser!“, kommentierte Maeve und Hanswalter grinste sie mit verschmiertem Mäulchen an. Alle umstehenden beobachteten den Kater weiterhin amüsiert und Kyra, Maeves kleine Tochter, machte ihm das verschmierte Mäulchen sofort nach. Hanswalter putzte sich nach dem Verzehr aber sofort das Gesicht.

Doch nicht nur mit einem Tortenstück musste sich Hanswalter herumschlagen, sondern auch noch mit Brandflecken im schönen Fell. Kurz nachdem er sich in einer Schublade des Sekretärs in Sicherheit gebracht hatte, wurde diese ausversehen zugeschubst und bald darauf landete ein Knallfrosch von Tonksi darin. In eine Ecke gekauert und mit den Pfötchen schützend vor dem Gesicht haltend fand man ihn anschließend in der Schublade. Tonksi löschte den Kater mit einem nassen Schwamm und er verkroch sich in den Armen einer Menschin, die sich anschließend mit einer Salbe um die Brandflecken kümmerte.

Ein ganz schön aufregender Abend für so einen kleinen Racker! (Eluanda)Schneeblume

 

Eine rattenscharfe Beziehung

Ganz ungeduldig war in der vergangenen Woche eine kleine Rattendame blumigen Geschlechts. Den gesamten Tag wartete Ratti darauf, dass ihre „Geliebte“, ebenfalls blumigen Geschlechts, Diodon auftauchte und sie sagte selbst: „Wahrscheinlich nerve ich gerade mehr als Wiesels Perlengesuche und Parkers Werbung zusammen…ist mir aber egal!“ Ständig schnupperte sie in der Luft nach ihrer Liebsten und fragte bei jedem kleinen Ton nach Diodon. Sie putzte sich sogar, weil sie ganz verklebtes Fell hatte, und alle anderen versuchten Ratti immer wieder zu beruhigen. Ins Bett wollte die kleine Ratte auch nicht eher gehen, als sie Dio gesehen hatte. Ebenso attackierte sie noch Harlekin und quetschte auch ihn aus, wie lange Dio denn noch brauchen würde.
Fast den Tränchen nah, erschnupperte Ratti Diodon dann aber und hüpfte durch die Felder des Gutshofs. Sofort kam der Fernknutscher auf die Nase und Ratti fernknutschte zurück. Dies sorgte doch etwas zu Verwunderungen und Sleaslia befürchtete dahinter schon eine Rattenfalle, doch Diodon klärte grinsend auf: „Ratti und ich haben jetzt quasi eine rattenscharfe Beziehung laufen.“ „Dann tierisch viel Vergnügen euch beiden!“, kam die Antwort. Auch Cleo gratulierte, fragte aber auch: „Seit wann hast du diese rattenscharfe Freundin?“ „Öh…moment…“, rechnete Diodon nach: „Seit der letzten Nacht in Simkea quasi!“
Anschließend beschäftigten sich Ratti und Diodon noch mit dem Nestbau, eigenartigen Lederarbeiten (wie auch immer man diese zu verstehen hatte in Hinblick auf die rattenscharfe Beziehung) und einer Babyschildkröte (ein Landei, weil es mit Wasser auf den Gutshof eher schlecht aussieht), die sich Ratti wünschte. Ein wahrlich eigenartiges Pärchen, die zwei blumingen Geschlechts, die aber wohl eigentlich mehr der weiblichen Seite angehören. Auf jeden Fall sind sie scheinbar rattenscharf.
Dass sich bei so viel Liebe in der Luft der ein oder andere wünscht, er hätte sie auch schon gefunden, ist wohl kaum verwunderlich. „Und wann gibt es endlich eine hübsche Marionettenballerina in Simkea?“, fragte dann Sleaslia in die Runde und seufzte. Harlekin verwies auf das Talent Holzbearbeitung, woraufhin Sleaslia beschloss, sich von Harlekin etwas schnitzen zu lassen. (Eluanda)Schneeblume

 

Warum Almuth immer so schaut, wie sie schaut – von Eifersucht und Gnomengesicht

Ein Tag, an dem Ratti ständig den Namen „Diodon“ ins Spiel brachte, sorgte ebenfalls dafür, dass sich jemand an Geschehnisse der letzten Woche erinnerte, die auch in den Klatsch und Tratsch Einzug gefunden haben: „Diode ist eine Diode! Sagt Jim…“, erklärte Alessa und Samuela antwortete: „Jim sagt viel!“ Ratti mochte diese Bezeichnung so gar nicht und drohte mit der Schaufel, in der noch ein Abdruck von Harlekins Kopf zu sehen war – weshalb auch immer dieser dort hin geriet.

Ziragon, der scheinbar noch nicht um die Hintergründe von „Diode“ wusste, fragte: „Kriegt er immer einen Stromschlag bei ihr?“ „Ne Gegenwind!“, antwortete Samuela. „Ist ja klar, seine Frau sitzt alleine vorm Rathaus und die Tochter läuft ständig weg…komischer Papa!“, meinte Ziragon daraufhin und Samuela stellte fest: „Hast du mal geguckt, wie sauertöpfisch Almuth einen immer anguckt? Die weiß genau, was ihr lieber Mann so alles treibt!“ „Das ist ALLEN bewusst! Deswegen hat die arme Frau auch IMMER schlechte Laune!“, entgegnete Alessa.

Der noch relativ junge Chrrr wurde nun aber ganz enttäuscht: „Ist sie verheiratet?“ „Die ist doch mit Jim verheiratet!“, war daraufhin Alessas Antwort. „JIM? DER Jim?“, fragte Chrrr weiter und Samuela erwiderte: „Haben wir hier mehrere Jims?“ „Mist!“, grummelte Chrrr: „Nee, Almuth konnte ich nie nicht leiden…“

So ganz glauben konnte man dem Gnom diese Aussage nun aber nicht und Samuela feixte: „Hat sich der liebe Gnom da wohl etwas verguckt?“ „Sam, ich fand, die schaut, wie ein echter Gnom, die Almuth…“, war dann Chrrrs Erklärung. „Chrrr, das wird Jimmy sicher freuen zu hören…seine Frau sieht wie ein Gnom aus…“, sagte Samuela daraufhin lachend und auch Alessa meinte: „Ohweia, Jimbo wird nicht einverstanden sein…“ „Das ist ein Kompliment!!! Tut mir ja leid, aber Menschen…“ – Menschen mag Chrrr scheinbar nicht sehr gerne.

Was Jim davon nun halten wird, wird sich vielleicht in der nächsten Woche herausstellen. (Eluanda)Schneeblume

 

Club gegen Hochgucken zu Menschen

„Wir Kleinen müssen zusammenhalten! Seid ihr schon im Club gegen Hochgucken zu Menschen?“, fragte Chrrr in der vergangenen Woche, als er sich unter mehreren kleinen Wesen wiederfand. Ratti sah Chrr verständnislos an: „Was ich denn da?“ „Trittleitern für alle!“, entgegnete Chrrr und sorgte damit für so manchen Lacher und Gedanken an Schnuddels Leiter. „Ich dachte…mmhh! Ratti braucht was anderes…“, stellte er anschließend fest und Ratti meinte: „Ich kletter auf Diodons Schulter! Ich sitz da viel gemütlicher, kann alles sehen und Dio süße Sachen ins Öhrchen flüstern…“

Noch mehr Lachen und Gekicher war zu vernehmen, während Zwergix mitteilte, dass sie auch klettern kann. Chrrr beschäftigte sich damit aber nicht und war noch viel mehr mit Rattis Idee beschäftigt: „Passt da auch noch ein Gnom hin?“ Ratti gefiel diese Frage aber so gar nicht und zeigte Chrrr ihre Schaufel: „Da ist auch noch Platz für deinen Kopfabdruck neben dem von Harlekin!“ „Ne, ich bin brav!“, kam prompt Chrrrs Antwort, der sich ungern mit einer Schaufel anlegen wollte.

Es wird abzuwarten sein, ob der Club gegen Hochgucken zu Menschen Erfolg haben wird. Vielleicht sollte Chrrr diese Idee noch etwas ausreifen. (Eluanda)Schneeblume

 

Eine immer größer werdende Familie

Angefangen hat sie ganz klein und in den letzten Wochen explodiert sie fast: Simkeas wohl größte Familie. Mitglieder sind aktuell Cleo, Sally, Lodrakan, Diodon, Harlekin, Eulchen, Miriam Meernixe, Kelson, Tamita, Florence, die kleine Layla nicht zu vergessen und die scheinbar diese Woche hinzu gekommene Ratti.

Eine richtig große Sippe scheint sich hier zu entwickeln und durchzieht bald wahrscheinlich ganz Simkea! Der Bote konnte an dieser Stelle leider keinen Stammbaum mitliefern und würde man einen schreiben, könnte man ihn in wenigen Tagen wahrscheinlich schon wieder erneuern.

Wie viele Mitglieder noch hinzu kommen? Ob es demnächst Konkurrenzfamilien geben wird? Der Bote wird berichten. (Eluanda)Schneeblume

 

Köstlichkeiten

Ein bezahlbarer Essenkorb war der Wunsch von Samuela, zu erfüllen schien dieser jedoch weder bei Alrik noch in den diversen Ständen der Marktgasse. Wie gut, dass Rehlein anwesend war und aus herbeigezauberter Rinde, Verzeihung, Ruten, einen zauberte. Voller Dankbarkeit übergab Samuela ihrer Retterin neben einer guten Bezahlung auch noch einen Bonus in Gestalt eines tönernen Bechers voller köstlichem Apfelsaft. Rehlein jedoch schien dem Becher mehr zugetan denn dem Inhalt, denn herzhaft biss sie hinein. Entsetzt rief Samuela aus: „Rehlein! Man trinkt den und beißt nicht in den Becher!“ Wer weiß, vielleicht kommen ja schon bald mehr Simkeaner auf den Geschmack, vielleicht sind sie es ja auch schon. Einen Grund muss es ja haben, dass die Tonbecher doch recht schnell zerfallen…(MH)Schneeblume

 

F und F

„Kam ich neulich von der Arbeit, wollt mich auf die faule Haut legen. War die faule Haut beim Einkaufen.“ stellte Ridcully fest. Nicht nur Minendi schien nach dieser Aussage so ihren eigenen Gedanken nachzuhängen, auch bei Schnuddel schien so einiges unter seinem Hut vorzugehen, verkündete er doch: „Apropos Faule Haut. Ich geh mal noch bissel am Haus ferkeln.“ „Aber mach keine Schweinereien, da, wenn du ferkelst!“ der amüsierte Kommentar seiner Alessa. „…werkeln! Himmelherrje!“ Schnuddel schüttelte den Kopf „Der Jim macht einen aber auch wuschig…“ Prompt meldete sich eben jener zu Wort: „er ferkelt am Haus … besser als am Markt.“ Alessa kicherte: „ Aber iwi ferkelt der immer alleine, das macht mich stutzig“ Wer nun noch so alles wo und wie in dieser Nacht ferkelte, dies bleibt an dieser Stelle und auch sonst wohl besser unerwähnt.(MH)Schneeblume

 

 

Sittenverfall im Rat Simkeas?

Was musste der Trenter Bote in der vergangenen Woche schockierendes erfahren! Die werte Ratsfrau Pytron höchst persönlich war es, die laut verkündete: „Aber wie Flummii mich immer auszieht… schon seit Monaten!“ Dabei ging es eigentlich um das eigentlich fertig durchdachte und so herbeigesehnte Pflanzenzuchtsystem. Nun, kein Wunder, dass dieses nun schon derart lange auf sich warten lässt, wenn die Ratsmitglieder offenbar mit Wichtigerem beschäftigt sind. (MH)Schneeblume

 

28
Jan

Gar Sonderbar

   Von: Maddie Hayes in Schlagzeilen

Wie den vermutlich meisten Lesern dieses Wochenblatts bekannt, ist Er bereits seit nahezu einem ganzen Jahr in den Landen Simkeas in vielfältiger Absicht und Richtung unterwegs. Neben einigen, besser gesagt recht vielen, Gemeinsamkeiten der Trent umgebenden Welt mit den Landschaften Seiner Herkunft, bezeichnend seien hierfür die gleichermaßen geltenden Naturgesetze, mit der gar sonderbaren und zunächst verstörenden Ausnahme, dass hier jedwede Form von Lebewesen anzutreffen ist, sowie der Ablauf der Jahreszeiten und Tag-Nachtwandel, ist Ihm als größte Unterscheidung zu den Ihm angestammten Geburtslanden das sogenannte Marktvolk respektive die vielen kleinen und großen Händler aufgefallen. Auf dem für eine Stadt solchen Ausmaßes zunächst normal erscheinende Größe eines Marktplatzes wurde nicht nur mit Banalitäten, imbesonderen sind hier Nahrungsmittel jedwelcher Art zu nennen, und verschiedenen Raritäten, häufig aus entlegenden Gegenden stammend, gehandelt, sondern es wurden auch, zu Seinem größten Erstaunen während Seinen ersten Tagen in dieser Welt, Kaufangebote und Gesuche proklamiert, die aus Seiner Sicht und bisherigen Erfahrung aus Seiner Heimat als nicht passend für öffentliche Lokationen empfand.

Gleichwohl Er in den simkeanischen Sommertagen Seiner Berufung aus heimatlichen Gefilden nachging und lediglich nur sporadisch am Trenter Marktplatz war, meist um Seine Erzeugnisse gewinnbringend zu veräußern oder um Proviant und Hilfsmittel für Seinen nächsten Aufenthalt im Gebirge aufzustocken, präsentierte sich Ihm dennoch einjedesmal ein für Ihn immernoch ungewohntes Bild der verschiedenen Aktivitäten, derer auf dem, wie es scheint, zentralen Platz für allgemeine Versammlungen und soziale Bindungen, nachgegangen wurde und stets wird.
Nicht nur die vielen aufgereihten Marktbuden und -stände laden zu regem Handel in beide Richtungen mit monetären und natürlichen Gegenwerten ein, auch die temporären, so diese so genannt werden können, da diese mehr permanent als temporär anwesend sind, sprich standlosen Merkantoren sind ebenso zahlreich, wenn nicht sogar überzählig, vertreten. Jene zeichnen sich durch eine, von außen betrachtet recht seltsame, Handelsweise aus, die Er hier als ‚Rucksackhandel‘ umschrieben wissen will. Diese Art des Handels, obgleich gänzlich neu für Ihn und möglichweise ebenso für andere neue Bürger Trents, ist, so vermutet Er, jedoch vermutlich unter anderem der Tatsache geschuldet, dass die Taschen, Beutel und Rucksäcke Simkeas, einer seltsamen Kraft folgend, nur eine bestimmte Anzahl verschiedener Gegenstände handhaben können, deren Quantität jedoch irrelevant ist. Nichtsdestotrotz oder wahrscheinlich deswegen fokussieren sich einige der Handwerker und andere Berufe ausübende auf ebendiese anstatt sich dem Risiko, wobei Er seltsamerweise noch von keinerlei sonstwie gearteten Kriminalität gehört hat, und der Unbeweglichkeit eines festen Handelsplatzes auf dem Markt hinzugeben und kaufen respektive verkaufen Waren in direktem Austausch mitten in dem Gedränge, welche regelmäßig in den auf Seiner Taschenuhr angezeigten Abendstunden nahezu undurchdringbar wird.
Überraschend neben dieser Tatsache war für Ihn ebenfalls die hier übliche Praxis, dass bei Bedarf an Feiern und öffentlichen Veranstaltungen nicht nur der Marktplatz an sich umdekoriert wurde, soweit ist dies noch nicht ungewöhnliches, gab es solches auch in Seiner Heimat, sondern auch, dass diese Anpassungen der Umgebung stets von einer reichhaltigen und großen Festtafel begleitet wurde, die zu jeder Zeit aus nicht nur den von den Veranstaltenden mitgebrachten und zur Verfügung gestellten Nahrungsmitteln und Getränken bestand, vielmehr wuchs die Menge der dargebrachten Speisen und Trunken mit jedem und jeder der zu jenen Zeitpunkten Anwesenden. Um so erstaunlicher war für Ihn die Tatsache, dass, neben größtenteils durchaus annehmbaren Essmanieren, welche Er, durch Seinen Hintergrund bedingt, als unbedingt notwendig ansieht, diese Buffets, wenn auch nicht andauernd in gerade zu opulenten Ausmaße wie zu den Feierlichkeiten des Kalenderwechsels, scheinbar unendlich bis in die Morgenstunden des nächsten Tages selbstaufüllend sind. Obwohl überraschend bedeutet dies nicht, dass Er solchen Gebräuchen negativ gegenüber steht, wenn es auch einer Änderung der Verhaltensweisen der Umwelt gleichkommt, Er beteiligte sich hernach noch nicht an solcherlei Gepflogenheiten, ist diesen jedoch auch nicht gänzlich verschlossen.

Hochachtungsvoll verbleibend,

A. von Maretan.

 

28
Jan

Vorzeichen

   Von: Maddie Hayes in Schlagzeilen

Schon immer versuchten die Menschen die Zukunft zu deuten. Je nach Zeitalter und Region wurden hierzu ganz unterschiedliche Methoden verwendet. Da gab es die Lesung aus Knochen und Eingeweiden, das Deuten der Sterne ebenso, wie auch die Weissagung unter dem Einfluss der verschiedensten kleinen bewusstseinsverändernden Mittelchen. Auch Tieren wurden hierbei seherische Fähigkeiten nachgesagt, ganz ohne irgendwelche Mittelchen.

Dabei gehört zu einer Voraussage der unmittelbaren Zukunft eigentlich nur ein Quäntchen Intelligenz, die es ermöglicht, aus der Situation heraus auf Zusammenhänge und Entwicklungen zu schließen, um ziemlich genaue Vorhersagen zu machen. Ein jedes Ereignis, welches bevorsteht, wirft seine Schatten voraus. So wird das Eis, sobald die Temperaturen steigen, dünner werden, ein Haus, welches einstürzen wird, wird schon zuvor Zeichen des Verfalls aufweisen, der Instabilität. Man muss nur offenen Auges durch das Leben gehen und es erkennen.

Manche Vorzeichen mögen vielleicht schwerer erkennbar sein, sind sie doch im Haus des Lebens eines einzelnen Menschen zu suchen. Die Fassade wird der Mensch erhalten, pflegen, nicht erkennen lassen, was hinter ihr vor sich geht, im Inneren bröckelt. Vielleicht sogar ist es ihm selbst zu Beginn nicht einmal bewusst, erkennt selbst er nicht die ersten Vorzeichen, die einen Wandel, ein Ereignis ankündigen, welches sein Haus des Lebens zum Einsturz bringen könnten, vielleicht aber auch nur aus dem maroden alten ein Neues erschaffen werden.

Irgendwann jedoch kommt der Zeitpunkt, da der Mensch selber nicht mehr wird verleugnen können, dass Vorzeichen der Veränderung, des Umbruchs und des Wandels in ihm vorgehen. Zu diesem Zeitpunkt werden diejenigen, die ihn kennen, ihn wachen und interessierten Auges betrachten, es sehen können, egal, welch Fassadenschmuck ihn ziert.

Er mag versuchen, seine Umwelt zu täuschen, sich nichts anmerken zu lassen und doch muss er akzeptieren und handeln. Tut er es nicht, so wird sein Haus zusammenfallen, sein Eis ihn nicht mehr tragen können und er vergehen in den eisigen Wassern, erschlagen werden von den Trümmern des eigenen Selbst.

 

Falls sich jetzt einige fragen, ob der Trenter Bote jetzt auch schon den Zustand der simkeanischen Beine in Augenschein nimmt, dann sei denen gesagt, dass dies nicht der Fall ist. Es dreht sich der dieswöchige Modeartikel nur um die neuesten Trends und Trendsetter der Woche. So sind es diesmal die Färber, die mit ihrem Können glänzen.

Findige Köpfe haben sich da zusammengefunden und eine neue Färbetechnik erarbeitet. Aber wozu? Die alte hat doch hervorragend funktioniert. Das stimmt, allerdings nur für Stofferzeugnisse. Lederwaren mussten bis jetzt leider außen vor bleiben. Zwar waren die Stiefel und Rucksäcke bisher auch immer sehr ansehnlich, aber eben immer braun.

Das hat nun ein Ende! Der Rat hat den Färbern einen zweiten Färbebottich spendiert und mit der neuen Methode, die zwar Waltran enthält, dafür aber das Leder in wunderbaren Farben leuchten lässt, kann unsere Welt noch bunter werden.index.php

Die liebreizenden Ratsmitglieder können bereits mit ihren bunten Stiefelchen betrachtet werden, sofern man die beiden einmal aus dem Tollhaus der Admins bekommen sollte. Denn dort haben die beiden sich aktuell verschanzt. Denn nicht nur Stiefel und Rucksäcke werden bunt, nein, auch weitere Ledererzeugnisse sollen bald deren Beispiel folgen dürfen.

An dieser Stelle einmal ein lieber Dank für all die Mühen die sich mit uns und unseren Anziehsachen gegeben wird!

Man sieht also das Jahr ist immer noch jung und es geht immer noch Schlag auf Schlag. Ob dabei vom Rat, den Trendsettern oder den Trendsetterinnen ist dabei nur wenig von Belang.

Damit wünsche ich Euch nicht nur eine farbenfrohe Woche sondern auch, dass die neuen Farben die des Frühlings auch bald wieder in unser schönes Ländchen lassen!

Eure Samuela

21
Jan

Symbole und Rituale

   Von: Maddie Hayes in Schlagzeilen

Will ein Mensch sein Leben in Bahnen und Strukturen ordnen, so ersinnt er zumeist kleine Rituale, die den Alltag in Etappen teilen und ihm so Strukturen verleihen. Erst beim zweiten Klingeln des Weckers aufzustehen ist ebenso eines wie auch der Gang auf den Balkon, während die Kaffeemaschine leise die Melodie des Tagesbeginns blubbert, ein Ritual. Auch ein Kuss zur Begrüßung kann ein Ritual sein, genau wie ein Zwinkern oder ein einfaches Hallo.
Rituale zu haben verspricht Sicherheit, sie vermitteln das Gefühl, alles sei in Ordnung, alles sei wie immer. Etwas Bekanntes ist gut, bietet Schutz, etwas Neues verbreitet Unsicherheit und ist gleichsam böse.
Aus einem ganz ähnlichen Grunde ersann der Mensch sich Symbole. Ein Wappen ist ein solches Symbol. Wer es trägt begibt sich in eine Gemeinschaft, dabei ist es irrelevant, ob es sich um das Wappen der Familie, der Stadt in der man wohnt oder des Landes, in dem man lebt, handelt. Das Wappen verbindet, macht zu einer Gruppe, einer Einheit, die in ihrer Gemeinschaft Schutz, Wärme und Sicherheit spendet. Zumindest zeigt es nach Außen hin eben diese Zusammengehörigkeit, was innerhalb der Gemeinschaft ist, das dringt nicht nach außen, bleibt in der Symbolik gleichsam gefangen.
Symbole sind in unserem Leben allgegenwärtig. Sie sind Hinweis und Warnung, teilen in Gruppen ein, zeigen Zugehörigkeiten. Letztlich sind selbst die Straßenschilder Symbole, die in Gruppen und Zugehörigkeiten einteilen, die Gruppe der Wartenden und der Gehenden, der Langsamen und der Schnellen, der Fußgänger und Motorisierten, der Menschen mit Kindern oder der ohne Nachwuchs.
Ein Symbol jedoch gibt es, das aus allen anderen heraussticht. Ein Ring, ein Kreis ohne Anfang und ohne ein Ende. Zunächst doch nichts weiter als ein Schmuckstück, kann ihn das Ritual, wenn ein Mensch ihn einem anderen an den Finger steckt, doch zu etwas ganz Besonderem machen. Was aber macht ihn dazu? Sagt dieser Ring wirklich mehr aus als das Gefühl, was er symbolisieren soll oder ist er nicht vielmehr ein Zeichen an alle anderen Menschen, gleichsam einer Reviermarkierung, die andere vom Wildern abhalten soll? Braucht die Verbindung zweier Menschen tatsächlich ein rituell erworbenes Symbol nach außen zum Zeichen dessen, was das Innersten der Seele ausfüllt? Die Verbindung dieser Menschen bestand schon lang bevor das Symbol sie auch Äußerlich zu einer Gruppe, einer verbundenen Gemeinschaft machte. Verstandesgemäß braucht es keinen symbolischen Ring, um aus zwei Menschen, die in ihrem Inneren wissen, dass sie nur zu zweit eins sein können, ein Paar zu machen, sie zu verbinden miteinander, in guten Zeiten wie in schlechten, in der Gewissheit, dass der Tod nicht das Ende sein kann, die Liebe überdauern wird.
Ab und an jedoch spielt das Gefühl dem Verstand einen Streich und meldet sich aus den Tiefen heraus mit dem Gedanken, vielleicht sei so ein Ringtausch doch kein schlechtes Ritual, sondern das Zeichen der Liebe ohne Anfang und ohne Ende, nicht des Besitzes. Stellt sich jedoch die Frage, wieweit das Gefühl unter dem Schleier der Liebe eine Trotzreaktion verbirgt, die mit Hilfe des Symbols nur bestimmten Menschen eben diese Liebe demonstrieren will, denn wenn die Liebe tatsächlich so stark und echt ist, sollte sie kein derartiges Gefühl aufkommen lassen müssen…oder vielleicht doch gerade dann?
Sicher ist nach all diesen Überlegungen wohl nur, dass es bestimmte Zeiten gibt, in denen man über derartige Dinge besser nicht nachdenken sollte. Einer dieser Momente ist der, wenn man gerade den Menschen, der untrennbar ein Teil der eigenen Selbst ist, zurücklassen musste in Eis und Schnee, um zurückzukehren in die eigene leere Eislandschaft, die schon lang nur noch ein Aufenthaltsort, aber kein zu Hause mehr ist.