Archiv Dezember, 2012

31
Dez

Schnappschuss153

   Von: Maddie Hayes in Schnappschuss

Zu guter Letzt….Silvesterschnappschuss

31
Dez

Das Jahr neigt sich dem Ende

   Von: Samuela in Schlagzeilen

Ein turbulentes Jahr geht zu Ende und vieles hat sich getan. So gibt es zum Beispiel eine neue Redakteurin im Resort Mode, nämlich mich, Samuela. Nachdem die liebenswerte Vishvadika in einen langen Schlaf gefallen war und auch kein Ende dessen in näherer Zukunft in Sicht lag,  fragte mich die Chefredakteurin, als wir in die Anderswelt entflohen waren, ob ich mich nicht einmal an diesem Themenbereich versuchen möchte.

Ein „Ja“ war schnell gesprochen, aber wie sollte es dann weitergehen? Was schreiben oder genauer über was? Ich ließ mich auf dem Markt in meiner Marktbude heimlich still und leise auf einem Stuhl nieder und begann meine Mitbürger zu beobachten. Was trugen sie besonders oft oder gerne? Was konnte man überhaupt tragen? Die üblichen Dinge waren mit wohlbekannt, so wie wahrscheinlich jedem anderen Bürger auch, der eine Weile in Simkea gelebt hatte. Also einmal mehr das große Buch des Wissens gewälzt, in dem ein oder anderen Verkaufsgespräch eine kleine Frage eingestreut und siehe da, ich konnte entdecken, dass genau das was mir nicht geläufig war oder ich nicht kannte auch Anderen fremd war.

Nun war die Idee geboren: Ich wollte mich durch sämtliche Kleidungsstücke, ob schick oder nützlich, sämtlichen Schmuck, ob einfach oder nur ein Gerücht, durcharbeiten, um vielleicht an so manch vergessenes Stück zu erinnern oder ein Neues vorzustellen:

Arbeitskleidung, lumpig oder seidig, wer schmückt sich wie mit wessen Steinen oder Federn? Viele Dinge kamen zur Sprache und einige davon waren sogar vom Rat extra genehmigt und dafür sogar Schnittmuster angefertigt worden, um den Bürgern ihre Arbeit zu erleichtern: Die Fellweste und die Schafsfellhose seien an dieser Stelle einmal genannt.

Auch im Bereich der Häuser, ein Thema dem ich mich demnächst widmen möchte, wurden viele Wünsche der Trenter erfüllt. So sind Hufeisen nun an einer Wand im Haus anbringbar oder es kann ein gemütliches Schafsfell vor dem Kamin ausgebreitet werden.

Der Bernstein, den man so manchem Monster abjagen kann, lässt sich nun an einem Lederband befestigen und ziert nun so manchen Hals in seiner goldenen Farbe.

Man sieht es überall: Simkea im Wandel der Zeiten. Neue Dinge kommen ins Land und andere müssen das Hier und Jetzt verlassen. Freuen wir uns über das Neue und hängen dem Alten nicht allzu wehmütig hinterher.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein frohes neues Jahr, Glück, Gesundheit und dass ihr gut rüberrutscht- aber bitte nicht zu weit. Das Jahr ist doch so schnell vorbei, wer will denn da gleich bis in den Februar!

Also dann, bis nächstes Jahr!

Eure Samuela

Einfach Danke!

Ein weiteres Jahr geht dahin und ein neues wartet auf uns. Viele Geschichten haben sich zugetragen – die einen witzig, die anderen traurig und noch wieder andere haben den ein oder anderen Ärger hervorgerufen. Die Top-Themen waren wohl „schwarze Perlen“ und die „Liebe“ mit ihren vielen neuen Pärchen, Verlobungen, Hochzeiten und Trennungen. So wurde es nie langweilig in der Rubrik „Klatsch und Tratsch“ und das, werte Leserinnen und Leser, wäre ohne Ihre Hilfe nie möglich gewesen. Auch wenn der Schreibtisch im Druckhaus des Trenter Boten häufig nur spärlich besucht wurde, habt Ihr doch die Geschichten geschrieben, die auf irgendeine Art und Weise den Weg in die Feder der Klatschtanten gefunden haben.

Auch möchte ich mich an dieser Stelle für die treuen Leserinnen und Leser unter Ihnen bedanken, deren Rascheln der Zeitungen und Gerede über den Klatsch und Tratsch doch immer wieder wie ein kleines Dankeschön und eine Bestätigung für die Schreiberlinge ist. Diese Momente sorgen doch immer wieder für einen Anreiz, trotz frustrierender Ereignisse und/oder wenig Zeit, weiter zu schreiben und diesen Job so zu lieben.

So wünsche ich an dieser Stelle einen guten Rutsch ins neue Jahr. Hoffentlich wird es auch dann wieder neue Geschichten geben, die von Beziehungen, Kindern, wertvollen Gegenständen und vielem mehr erzählen und den Redakteuren zugetragen (an dieser Stelle sei noch einmal an den Schreibtisch erinnert!) werden, damit sie hier veröffentlicht werden und ein Lächeln auf die Lippen der Leser zaubern können. Zudem bitte ich es zu entschuldigen, dass vielerlei Geschichten zwischen den Feiertagen wohl im stillen Kämmerlein stattfanden und somit nicht öffentlich bekannt wurden. Mit den Gedanken an die Liebe, die Geschenke oder andere schöne Begebenheiten der vergangenen Tage, wird sich aber vielleicht jeder selbst ein Lächeln auf die Lippen zaubern können. Danke! (Eluanda)

31
Dez

Zum Schluss

   Von: Maddie Hayes in Schlagzeilen

Liebste Leserinnen und Leser.

Die letzten Stunden des Jahres sind angebrochen. Für viele die Zeit, noch einmal die Ereignisse des Jahres Revue passieren zu lassen. So vieles ereignete sich, so viele Menschen und andere Wesen kamen und gingen, Freunde verschwanden und neue kreuzten unseren Weg. Read the rest of this entry »

31
Dez

Chuckys Jahresrückblick

   Von: Chucky in Neues aus dem Rathaus

Immer wenn die Weihnachtstage zu Ende gehen, kehren die Gedanken langsam wieder in den Alltag zurück. Wieder zieht ein ereignisreiches Jahr ins Land und man denkt an all die schönen oder auch weniger schönen Ereignisse zurück. Dabei kann man es meist kaum fassen, wie schnell doch wieder die Zeit verflogen ist. Auch in Simkea passiert mehr als man meint. So musste die wiedergekehrte Sandrina mit schrecken feststellen, dass sie sich erst mal wieder in das simkeanische Leben eingewöhnen müsse, da sich „so viel verändert hat“. An dieser Stelle sei an all die Dinge erinnert, die sich im vergangenen Jahr ereignet haben (*der Autor beschränkt sich dabei auf die subjektiv gesehenen „wichtigsten“ Ereignisse, Unvollständigkeit sei ihm also verziehen*). Read the rest of this entry »

24
Dez

Fröhliche Weihnacht überall!!!

   Von: Maddie Hayes in Schlagzeilen

Liebste Leserschaft,

viele von euch haben in den letzten Wochen ihre Tage im Winterland verbracht auf der Suche nach Kugeln, Engelchen und vor allem den teilen der Weihnachtsbaumspitze, die im vergangenen Jahr vom Grinch in viele kleine Teile zertrümmert wurde. Read the rest of this entry »

Das Weihnachtsfest ist endlich da, doch trotz Adventsstress und Last-Minute-Geschenkeinkäufen dürfen natürlich ach die wöchentlichen Neuerungen nicht fehlen. Diese stehen auch ganz im Zeichen des Fests der Liebe, denn neben Goldenen Spitzen wurden auch Klaras Vorbereitungen rechtzeitig vollendet. Mehr dazu lest ihr in den folgenden Zeilen. Read the rest of this entry »

Ja, liebe Trenter, ihr habt richtig gelesen! Es gibt fünf Gewinner. Einen ersten, einen Zweiten und drei Dritte Plätze mit gleicher Stimmenanzahl. Und die Gewinner lauten wie folgt:

 

Auf dem Ersten Platz: Dunuin mit 6 Stimmen

Das sonst übliche graue Gewand hat er gegen einen leuchtend roten Mantel mit weißem Fellbesatz getauscht, das graue Haupthaar ziert eine Weihnachtsmannmütze und mit Stock in der Hand und Geschenkesack über der Schulter, sieht er fast aus wie der Weihnachtsmann persönlich. Fragt einmal die Kinder Simkeas, ob sich das ein oder andere nicht doch nach Dunuin umgedreht hat und sich leise fragte, ob er es nicht vielleicht doch sei.

Damit geht Dunuin aus dem Mützenwettbewerb 2013 als Sieger hervor und erhält eine weißes Hemd und einen roten Mantel. Natürlich dürfen dabei nicht die warmen Winterstiefel fehlen, ganz nach Wunsch hoch oder klobig.

 

Auf dem Zweiten Platz: Maeve mit 4 Stimmen

Der Natur der Nymphe entsprechend eine Blume in das wallende Haar geflochten, blickt uns Maeve vom zweiten Platz aus an. Der Weihnachtsstern der sorgsam dort befestigt ist, schmiegt sich wunderbar in das Gesamtbild und wird durch den weihnachtlichen Mantel mit Fellsaum abgerundet.

Und genau ein solches Ensemble erhält Maeve. Ein weißes Spinnenseidenhemd und einem roten Umhang, der hübsch zum Rot des Sterns und des Weihnachtsmäntelchen passt.

 

Auf dem dritten Platz: Corotica, Guinevere und Isimud mit jeweils 3 Stimmen

Es gibt dieses Jahr drei dritte Plätze. Unorthodox, das stimmt, aber naja, der Bote kann es sich leisten. Und deshalb gratulieren wir herzlich den drei Gewinnern. Den Anfang macht dabei Corotica. Sie hat sich, immer ein fröhliches Lied auf den Lippen, ihr Mützchen aufgesetzt und das Mäntelchen übergezogen. Weiter geht es in dieser Reihe mit Guinevere. Ihr Mützchen und Mäntelchen wird zusätzlich noch mit einer witzig aussehenden Rentierbrille ergänzt, mutig aber eurer Meinung nach durchaus diesen Mut wert. So sei, gewährt mir die Bitte, Isimud in eurem Bunde der Dritte. Auch hier wurden Mäntelchen und Mützchen auf Hochglanz poliert und gebügelt, was auch hier einen dritten Platz zur Folge hat.

Der Preis für diesen dritten Platz ist schnell erklärt: Ein Spinnenseidenhemd in weihnachtlichem Rot dürfen diese Drei bald ihr Eigen nennen.

 

Alle, die jetzt nicht gewonnen haben, hatten hoffentlich trotzdem Spaß am Verkleiden und Kostüme suchen. Und auch wenn ihr keinen Preis bekommen habt, die Kostüme waren alle wunderschön. Und nächstes Jahr werden die Mützchen eben neu gemischt.

Bis dahin wünsche ich schöne Feiertage und möglichst viele Geschenke unter dem Weihnachtsbaum

Eure Samuela

24
Dez

Adventskalender

   Von: Maddie Hayes in Rätsel

Liebe und treue Leserschaft

In diesem Jahr haben wir vom Trenter Boten uns etwas besonderes für die Vorweihnachtszeit erdacht. Da vielfach der Wunsch geäußert wurde, die Rätselseite im Trenter Boten solle mit neuem Leben gefüllt werden, wollen wir euch die Vorweihnachtszeit mit einem ganz besonderen Rätsel versüßen: Einem Adventskalenderrätsel.

An jedem Tag, von dem heutigen an, wird sich ein Rätseltürchen öffnen. Die Felder unter den Rätseln zeigen die Anzahl der Buchstaben, die das Lösungswort enthält. Die Zahlen in den Kästchen markieren die Buchstaben, aus denen sich später die Lösung zusammen setzen wird. Einen kleinen Vorteil sollten die Freunde des Trenter Boten haben, die auch beim Gesichtsbuch ihre Freundschaft bekunden, werden sie doch dort jeden Tag die Rätsel, wie auch jetzt schon die neusten Artikel des Trenter Boten, ohne Umwege zum Markt und zu Jascha präsentiert bekommen.

Unter allen Teilnehmern werden wir nach den Weihnachtstagen 3 besondere Preise verlosen. Doch auch diejenigen, die uns die richtige Lösung zukommen lassen und nicht zu den glücklichen Gewinnern zählen, werden von uns ein kleines Präsent erhalten, es ist schließlich Weihnachten und ob Weihnachtsmann oder Christkind, einen großen Geschenkesack haben alle Geschenkebringer bei sich.

Einsendeschluss ist der 26. Dezember um Mitternacht. Einfach eine Taube an Maddie Hayes oder die Lösung am Sekretär des Trenter Boten hinterlassen.

Eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Freude beim Rätseln!

 

Der Trenter Bote wünscht all seinen Leserinnen und Lesern ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest!

 

 

 

24
Dez

Das vierte Licht der Weihnacht

   Von: Liala in Schlagzeilen

Mit einem verträumten Lächeln strahlte sie der Sonne entgegen, die sich wärmend über den Fensterrand schob. Was ein verrückter Tag! Bis weit in den Abend hinein waren sie und Kenro im Winterland gewesen, waren gerodelt, Schlittschuh gelaufen, hatten Glühwein getrunken… Behaglich drehte sie sich auf die Seite und gönnte sich noch einen Moment des Müßiggangs. Ihr Blick fiel auf die Glaskugel, die sie gestern noch, vorsichtig auf einen Schal gebettet, auf ihren Nachttisch gelegt hatte. Allen wilden Rodelpartien zum Trotz brannten drei der vier Kerzen immer noch. Doch die eine, die letzte… Sie seufzte. Heute war Weihnachten, und sie war dem schlussendlichen Geheimnis noch nicht auf die Schliche gekommen.

Zwar hatten die vergangenen Tage sie schon einiges über das Weihnachtsfest gelehrt – weit mehr, als sie je vermutet hätte – doch das letzte Licht war ihr immer noch ein Rätsel. Sie hatte Kenro gestern von der Kugel und der mysteriösen Nachricht erzählt, doch auch er hatte ihr nicht recht weiterhelfen können.

In der vergangenen Nacht hatte sie sich einen Plan zurechtgelegt. Bis jetzt war es ihr gelungen, die ersten drei Lichter von selbst zu finden, oder auch sich finden zu lassen. Für die letzte Kerze, das letzte Licht, würde sie die anderen Simkeaner befragen. Irgendjemand musste einfach eine Idee haben, was es sein könnte.

Sie beschloss, ihren Rundgang im Trent zu beginnen, am Alchemielabor. Schließlich arbeiteten dort die klügsten Köpfe Simkeas, die es gewohnt waren, zu forschen und zu hinterfragen. Und sie hatte Glück – tatsächlich sah sie schon von weitem Rauch und Qualm vom Labor aufsteigen. Vorsichtig trat sie durch die Tür und spähte hinein: ein Alchemist stand in einer Wolke aus bunten Dämpfen vor einer der merkwürdigen Apparaturen. Schüchtern sprach sie ihn an und erklärte ihr Begehr. „Der Sinn, die Substanz von Weihnachten? Lasst mich nachdenken…“ Er kratzte sich grübelnd am Kinn, tippte sich nachdenklich an die Nasenspitze und nickte schließlich. „Ja, das ist es. Es muss der Geruch sein! Der Duft, der sich zu Weihnachten in der Stadt ausbreitet.“

Sie runzelte die Stirn. „Der Geruch? Das soll der Geist von Weihnachten sein?“

„Ihr wisst schon“, setzte er an und begleitete seine Worte mit einem Handwedeln. „Diese eigentümliche Mischung aus Tannenzweigen, Apfelsinen, süßem Backwerk, alkoholischen Heißgetränken, Braten… ich hatte da einmal etwas zusammengestellt. Wo ist es nur…“ Suchend klopfte er seine Taschen ab und hielt schließlich triumphierend ein kleines Fläschchen hoch, welches er sogleich entkorkte und ihr unter die Nase hielt. „Hier! Der Duft von Weihnachten!“

Sie war mit einem Mal sehr froh, dass sie das Frühstück hatte ausfallen lassen. Was auch immer sich an Substanzen in der Flasche befand, ihr drehte sich ohne Vorwarnung der Magen um. Gerade noch rechtzeitig wandte sie sich ab, bedankte sich höflich und eilte aus dem Labor hinaus an die frische Luft. Das war knapp! Gierig sog sie die klare, kalte Winterluft in ihre Lungen und schaffte es so, Schlimmeres zu verhindern. Sie war sich zwar sehr, sehr sicher, aber dennoch holte sie die Glaskugel hervor und warf einen Blick darauf. Nein, der vierte Docht war immer noch weiß und unberührt. Welch Glück! Das hätte ihr Weltbild ganz sicher erschüttert!

Also schon einmal nicht die Alchemisten – wer sonst? Vielleicht die Holzfäller? Immerhin waren sie es, die all die Bewohner Trents zu jedem Weihnachtsfest mit Tannenbäumchen belieferten. Ja, das würde ihre nächste Station sein. Auch hier musste sie nicht lange suchen, schon aus der Ferne hörte sie das Schlagen der Äxte und eifrige Sägegeräusche. Zielstrebig schritt sie auf eine junge Frau zu, die gerade einen Baum mit einer Axt bearbeitete. Höflich stellte sie sich und ihr Anliegen vor. Würde sie hier ihre Antwort erhalten?

„Die Wahrheit hinter Weihnachten? Ha, das ist einfach!“, rief die Frau aus. „Ich werde es Euch verraten, einen kleinen Moment.“ Sie griff rasch in einen kleinen Beutel an ihrem Gürtel und holte von dort einen kleinen Tiegel hervor. „Handcreme, das ist es! Selten gibt es so viel zu Schlagen wie an Weihnachten. All die Weihnachtsbäume… und dann noch der Bau der Buden! So viel Material, so viel Arbeit für uns Holzfäller. Da ist eine gute Creme gegen die Blasen und Schwielen Gold wert!“

Selbst mit aller möglichen Mühe gelang es ihr nicht, das Entgleiten ihrer Gesichtszüge zu verhindern. So viel zum Thema Weihnachten. Handcreme. Vor lauter Ungläubigkeit gelang es ihr noch nicht einmal mehr, den Kopf zu schütteln. So höflich wie möglich verabschiedete sie sich und verließ das Holzfällerlager. Also der nächste Reinfall. Was nun? Sie blickte zur Sonne und stellte zu ihrem Erschrecken fest, dass sie ihren höchsten Punkt bereits wieder verlassen hatte. Sie würde sich beeilen müssen, wenn sie das Rätsel noch rechtzeitig ergründen wollte. Wo könnte sie noch suchen? Die Köche, natürlich! Jeder wusste schließlich, dass zu Weihnachten stets ein Festmahl gehörte. Vielleicht würde sie ja in der Küche der Taverne mehr erfahren.

Gesagt, getan – voller Vorfreude stieß sie nach einem langen Rückmarsch die Tür der Taverne auf. Sie nickte Traviadane und Reto grüßend zu und schob sich durch das Gedränge zur Küche. Wie zu erwarten gewesen war, herrschte auch hier Hochbetrieb: für den Abend hatten sich bei Reto viele Gäste angekündigt, die es später zu verköstigen galt. Schnell hatte sie in der Masse der Küche denjenigen ausgemacht, den sie für den Erfahrensten hielt. Trotz seiner anfänglichen Verärgerung über die Störung gab er ihr dann doch Auskunft.

„So so, das Geheimnis der Weihnacht wollt Ihr ergründen? Kommt her, ich zeige es Euch.“ Er trat von den Töpfen beiseite und winkte sie herbei. Geheimnistuerisch hob er einen der Deckel. „Da, seht Ihr? Das ist das wahre Geheimnis von Weihnachten. Die richtige Soße!“

„Das kann doch nicht Euer Ernst sein!“, brach es aus ihr heraus. Ihre Zurückhaltung bei der letzten Antwort dieser Art ließ sich bei bestem Willen nicht aufrechterhalten. „Soße, ernsthaft? Das soll der Sinn von Weihnachten sein? Der wahre Kern, die wahre Bedeutung?“ Sie schnaubte abfällig.

Verletzt schlug der Koch den Deckel wieder auf den Topf. „Natürlich ist es das! Das beste Festessen taugt nur noch für die dunkle Ecke, wenn die Soße nicht stimmt! Aber was erzähle ich das auch einem Banausen wie Euch… Los, trollt Euch, in meiner Küche seid Ihr nicht länger willkommen!“ Mit diesen Worten wandte er sich von ihr ab und widmete sich wieder dem Abendgeschäft.

Ihr fiel keine passende Erwiderung ein – und auch, welch Glück, keine unpassende – und so verließ sie die Taverne wieder. Erst stinkende Flüssigkeiten, dann Handcreme und nun Soße. Dazu konnte einem doch wirklich nichts mehr einfallen. Doch all diese Rückschläge änderten nichts an ihrem Problem, verstärkten es eher noch! Es dämmerte bereits und sie hatte die Antwort auf das ihr gestellte Rätsel immer noch nicht ergründet. Was, was sollte sie nur tun? Im Gebirge vielleicht? Dort oben in der Einsamkeit hatte man wenigstens jede Menge Zeit zum Nachdenken, möglicherweise gab es ja dort noch Hoffnung.

Abgekämpft erreichte sie schließlich das Adoragebirge. Die letzten Sonnenstrahlen umrahmten die Bergspitzen bereits mit einem goldenen Schimmer. Eilig stolperte sie durch Felsspalten, kämpfte sich Anhöhen hinauf, doch überall dasselbe Bild: Nicht ein einziger Bergmann war zu sehen. Waren etwa alle schon zur Feier in Trent? Sie lief weiter, immer weiter, ein Plateau nach dem anderen hinauf, bis sie es sich schließlich eingestehen musste. Es war niemand mehr hier, der ihr bei der Lösung des Rätsels hätte helfen können. Sie war allein. Allein an Weihnachten. Sie blinzelte eine enttäuschte Träne weg, als sie an ihre Freunde dachte, die diesen Abend ohne sie verbringen würden.

Dahin war all die Hoffnung, die in ihr schlummernde Barmherzigkeit, die Freude… Wie von selbst fand die Glaskugel ihren Weg in ihre Hand. Es überraschte sie nicht, die drei brennenden Kerzen flackern zu sehen. Sie war gescheitert. Nun konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie ließ die Kugel neben sich in den Schnee fallen und verbarg ihr Gesicht schluchzend in ihren Händen.

Sie wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war. Inzwischen war es dunkel und sie allein mit den Sternen. Allein? Moment, da war doch eben…

„Lia…?“, hörte sie es aus der Ferne tönen. Da rief sie doch jemand. Aber wer… „Ich bin hier!“, rief sie zurück, eine vage Vorahnung ließ ihre Stimme zittern.

Und endlich: „Lia! Hier bist Du! Ich habe Dich schon überall gesucht!“

„Kenro?“ Sie konnte es nicht fassen. In all dieser Einsamkeit, hier und jetzt, war er da. Bei ihr. Sie sprang auf und lief ihm entgegen. „Wie kommst Du denn hierher?“

„Na ich habe Dich gesucht, was denn sonst! Wir haben auf Dich gewartet… alle sind schon beisammen und feiern – und Du hast gefehlt.“ Er strich ihr über lächelnd über die Wange. „Du hast mir gefehlt.“

„Du hast mir auch gefehlt…“ Sie rang sich zu einem Lächeln durch. „Aber – ich habe versagt. Ich habe es nicht geschafft. Das letzte Licht der Weihnacht wurde nicht entzündet. Dabei war ich beinahe überall! Ich habe so viele Leute gefragt, keiner konnte mir helfen. Das wahre Geheimnis von Weihnachten ist… nun, immer noch irgendwo dort draußen.“ Sie deutete in die Ferne des Horizonts.

Kenro war ihrer Geste mit dem Blick gefolgt und senkte nun schmunzelnd den Blick. Sacht und ein wenig schüchtern ergriff er ihre Hand. „Und wenn es etwas ist, was man nicht erfragen kann? Etwas, das Dich findet, wenn es an der Zeit ist?“

Sie bedachte seine Worte. „Aber was könnte das sein? Vielleicht habe ich den Blick dafür verloren…“

Er legte seine Hand an ihr Kinn und hob es leicht an. „Manchmal hat man es auch direkt vor Augen. Vielleicht wagt man nur nicht, es zu sehen.“

Sie schluckte schwer und versuchte, die flatternden Schmetterlinge in ihrer Brust zu beruhigen. „Kann es denn sein? Meinst Du…?“ Die Frage erstarb Ihr auf den Lippen.

Er lächelte und nickte leicht. „Ja, ich meine. Nein, ich weiß! Lass es zu, wage es!“ Eindringlich blickte er sie an, suchte in ihren Augen nach der Antwort.

Sie atmete tief durch. „Dann ist es wahr. Schließlich und endlich…“ Sie lächelte.

„Ja, Liebe.“

Ihre Lippen berührten sich. Und das einzige, was den Mond, die Sterne und das Leuchten aus ihrem Inneren noch überstrahlen konnte, war das Aufflackern der vierten Kerze – des vierten Lichts der Weihnacht.vier kerzen

Schwarze-Perlen-Großlager

Was manche Spieler in ihren Lagern so bunkern, ist wirklich eigenartig. Die einen lagern allen möglichen Ramsch, die anderen Berge an Essen und noch andere Pflanzen oder gar ganz andere Sachen. Blueface kann einem manchmal wirklich leidtun. Doch lagert er auch durchaus wertvolle Gegenstände, wie wertvolle Steine, Ketten, Schmuckstücke, sogar Perlen! Dass hinter eben jenen Perlen viele her sind, wurde schon oft in den vergangenen Wochen im Boten geschrieben. Ganz vorne dabei ist wohl Mauswiesel, der immer noch vergeblich nach schwarzen Perlen sucht, um eine neue schwarze Perlenkette herstellen zu können.

Wer noch schwarze Perlen hat, wird meistens verschwiegen, weil sich viele Sammler dafür interessieren. Mittlerweile werden sie mit einem ziemlich hohen Verkaufswert gehandelt, dass so eine nun VERSCHENKT wurde, sorgte deshalb für großes Aufsehen. Crazycover, die nach längerer Abstinenz wieder aufgetaucht ist, hatte früher viele Austern geknackt und dadurch so manche Perle im Lager liegen gehabt. Zunächst fragte sie am Markt, was man noch mal mit den Perlen machen könnte. Maddie Hayes sagte daraufhin, dass man sie für Ketten verwenden kann und Crazycover schlussfolgerte sofort, dass sie die Perlen dann ja verkaufen könnte. Daraufhin erwiderte Maddie Hayes: „Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee! Gib mir! Verschenk sie…zu Weihnachten!“ Crazycover antwortete, dass Maddie ja nicht gleich so schreien müsste, und Maddie war kurz davor, Crazycover ihren Namen noch einmal aufzuschreiben. Doch in dem Moment befand sich eine schwarze Perle schon in Maddies Rucksack. Letztere schaute nicht schlecht und verstand die Welt nicht mehr. „So etwas klappt sonst nur bei Männern!“, sagte sie verdutzt. Crazycover störte sich aber nicht einmal daran, dass ihr noch einmal mitgeteilt wurde, dass sie die Perle für teuer Geld hätte verkaufen können. Kein Wunder, dass sich anschließend noch mehr Bürger um eine geschenkte Perle rissen. Ob noch mehr verschenkt wurden oder werden, kann an dieser Stelle leider nicht mitgeteilt werden. (Eluanda)10701955-weihnachten-stillleben-mit-schneeflocke-und-ball-holiday-decoration

 

Ratten- Poesie

„Ui, staunte Ratti nicht schlecht beim Anblick von Drachenritter, „Bist du ein echter Ritter? So mit Blechdose aufm Kopf und Alufolie als Rüstung?nen Topfdeckel als Schild und nen Besenstiel als Schwert?“ Ja, Ratti kannte sich wirklich mit Rittern aus und stellte dieses Wissen auch sogleich mit einer wundervollen Poesieeinlage unter Beweis:

Ballade in Blech

Klapper, klapper. Nochmals klapper.

Der betagte Ritter Peter Eisenbart

War für sein Alter mehr als wünschenswert behaart.

Es krümelte aus seinem Bart schon Rost

Und mangels Zähnen aß er nur noch Büchsenkost.

Doch fühlte er sich noch erstaunlich fit,

Ging in Rüstungen nach allerneustem Schnitt.

Selbst im Bett trug er nur lange Unterhosen,

Die genietet war´n aus feinsten Weißblechdosen.

All dieses sollte letztlich nur beweisen,

Er zählte sich noch nicht zum alten Eisen.

Der Minnesang in einer lauen Nacht

Vor einem Turm aus dem ein junges Fräulein lacht.

Mit dem Gewimmer ist hier nichts machen,

Wenn du mich liebst, fängst du mir einen Drachen!

Er dachte sich: ´´Das könnte dir so passen!

Von dir will ich mich nicht verschaukeln lassen!

Erst fang ich einen und dann hab ich drei,

Denn die Mutter ist immer mit dabei.´´

Es lehrt schon eine alte Ritterregel

Unter´m Pantoffel wird der Edelmann zum Schwein.
Doch plötzlich, er ritt grad auf seinem Gaul,

Traf er ein Vieh, das qualmte schrecklich aus dem Maul

Und sprach: ´´Ich bin der Lindwurm Annerose

Und brate dich in deiner eignen Dose!´´

Da kannte Ritter Peter keine Gnade,

Als Konserve war er sich dann doch zu schade.

Er zog sein Schwert und schon nach kurzem Kampf

Stand Annerose nicht mehr unter Dampf.

Drum nannte man dann ein paar Jahre später

Gehacktes Fleisch ihm zu Ehren Hackepeter.

Und plötzlich lugte hinter einem Stein

Eine Omma vor und rief: ´´Du Retter mein!´´

Seit vierzig Jahren hielt der Wurm mich fest,

Er sagte: ´´Red´ kein Blech und komm ins Nest!´´

Endlich eine Braut in seinen Jahren,

Von nun an beide unzertrennlich waren.

Noch heute sieht man mitternachts durch´s Fenster,

Im Burgverlies zwei lötende Gespenster.

So beschließt die Ritterregel die Geschicht´,

Die da lautet:Alte Liebe rostet selten.

(MH)10701955-weihnachten-stillleben-mit-schneeflocke-und-ball-holiday-decoration

Mit Geduld und Spucke

Jaja, so sind sie die Männer. Erst kräftig herumheulen und dann sofort sich wieder ins offene Messer stürzen, sobald Mann etwas gebauchpinselt wird. So geschehen diese Woche am Trenter Markt. Der werte Jäger Beneidur war wiedereinmal an die liebreizende Valkyre Samuela geraten. Wie bereits letzte Woche berichtet, hatte diese so ihren Schabernack mit Ben getrieben und hatte versucht ihn mit einem Schnappschuss in den Boten zu bringen. Für den Schnappschuss hatte es zwar nicht gereicht, aber für einen Klatschartikel alle mal. Dies äußerte der Bedauernswerte auch lautstark auf dem Markt und ließ keine Gelegenheit aus über seine missliche Lage zu klagen. Er verschwand sogar sehr beschämt in der Anderswelt allein nur weil er mit ansehen musste, wie die Bürger bei dem kleinen Jascha ein ums andere Mal eine neue Ausgabe des Trenter Boten kauften. Besagte Valkyre konnte es aber nicht lassen auch noch Salz in die offene Wunde zu streuen und zückte regelmäßig, wenn sie Ben auf dem Markt ankommen oder aufwachen sah, die Feder, bereit der Dinge die da kommen würden. Allerdings schien es anfangs so als ob der werte Jäger ihr diese Woche nicht den Gefallen tun wollte ihr Material für einen erneuten Artikel zu liefern. Also beschloss sie ganz einfach ihn aus der Reserve zu locken. Sie wartete auf den passenden Moment und als Beneidur kundtat, er habe nun fertig gefuttert, nutzte sie die ihr dargebotene Chance. Sie zückte wieder die Feder mit den Worten: „Na dann kanns ja weitergehen.“ Auch jetzt noch weigerte sich Ben beharrlich. „Nene Samu, auch jetzt noch nich,  ich hab ne Hose an und das is gut so.“ „Och,“ schmunzelte sie, „der Bote interessiert sich auch für eine gestählte Männerbrust.“ Das freche Grinsen in ihrem Gesicht verriet, dass sie nur darauf wartete, dass Ben den Köder fraß. Und dieses Mal tat er ihr auch den Gefallen. Er riss sich mit einem „gestählte Männerbrust? OHO!“ das Hemd vom Leib. Während er noch lautstark darüber meckerte, dass er seine stahlharte Männerbrust entblößt hat, aber dass das ja mal wieder keinen interessiert, weil nur wenn die Hose hinüber ist, würden alle Fotos machen, grinste sich die Valkyre nur eins und tätschelte heimlich die Taschen- Camera. (Samuela)10701955-weihnachten-stillleben-mit-schneeflocke-und-ball-holiday-decoration

Armer Jäger von Redakteurin misshandelt!

Reges Treiben herrschte diese Woche auf dem Markt. Schnell wurden noch die letzten Weihnachtseinkäufe gemacht und Vorbereitungen getroffen. So fragte Samuela bei ihrer Freundin Artemis nach, ob diese nicht einen Tonteller für sie über hätte, damit sie der kleinen Midna einen bunten Teller am Heilig Abend machen könne. Hatte Artemis noch sehr fragend geschaut, als sie die Frage vernommen hatte, übergab sie nun den Tonteller mit einem verstehenden „aaah“. Beneidur, der sich auch auf dem Markt befand und zufällig mitgehört hatte, war ob des Namens Midna sichtlich verwirrt und fragte deshalb nach:“wer is Midna?“. „Chuckys Begleiterin“, kam die prompte Antwort. Noch immer nicht ganz verstehend hakte Ben noch einmal nach: „Das Dämonending?“. Aber er hätte seine Frage besser anders formuliert. Samuela ging der Valkyrenjähzorn durch und sie verpasste Beneidur eine schallende Ohrfeige. Sein „AUA!! was solltn das jetzt??“ ging direkt in ihrem Geschrei unter: „DAS IS KEIN DING DAS IST EINE KLEINE SÜSSE DÄMONIN!!!!“ Nun begann der Schlagabtausch zwischen den Beiden:

Beneidur: ICH BIN EIN ELB!!! was weiß ic shcon von Dämonen???                                                                               Samuela: *schnaubt vor Wut* Wenn man nichts weiß, einfach mal…                                                                               Beneidur: Ich weiß wasn Balrog is, ich kenne Ents (2 davon sogar persönlich!) abern Dämon??                                    Samuela: *nuschel* sie ist kein normaler Feld, Wald und Wiesendämon… die is voll lieb                                                              Beneidur: ich dachte das is so ne art haustier oder maskottchen oder iso ähnlich?! musst doch nich gleich ausrasten… *meckert und reibt sich die schmerzende wange*                                                                                                     Beneidur: ich wette das DAS mal wieder nich im Boten landet…: Redakteurin misshandelt armen Jäger oder so…

Währenddessen war Ratti auf die Szene aufmerksam geworden und ergötzte sich an dem Streit mit einem „ui kloppe :D hat jemand popkorn?“, was ihr beinahe noch zum Verhängnis wurde, da Samuela immer noch sichtlich erbost sie anbrummte: „Popcorn hab ich keins aber wo die eine Ohrfeige herkam sind noch mehr…“. Doch glücklicherweise kam der kleinen Ratte die Natur des Jähzorns zu Hilfe. So schnell wie er aufgezogen war, so schnell zog er auch wieder ab und die Scham über das Handeln war alles was blieb, wie man an den roten Ohren der Valkyre erkennen konnte.

Das Einzige was an Beneidur rot war und geschwollen, war seine Wange wie ihm die kleine Ratte auf  die Frage „Hab ichn Handabdruck im Gesicht?“ erklärte. Ein Steak könne aber Linderung verschaffen, riet sie ihm weiterhin. Samuela wurde daraufhin puterrot, hatte sich doch anscheinend ihr schlechtes Gewissen gemeldet und das versuchte sie nun zu Erleichtern. Vorsichtig ging sie auf Ben zu. „Ben?“ fragte sie vorsichtig und als dieser vor ihr zurückwich, setzte sie nach: „Ben? Es tut mir leid… ich weiß auch nicht, was in mich gefahren ist… Dieses dämliche Ritual ist schuld an allem…“. Als Ben aber weiterhin hinter seinem Markttisch in Deckung blieb, ließ sie ich traurig auf den Boden fallen und verdrückte sich eine Träne. Ein weiteres Mal war war Ben irritiert an dem Tage und trat dann doch wieder, wenn auch noch vorsichtig auf Samu zu: „samu?.. öhm.. is alles ok bei dir?“ Sie verdrückte sich eine Träne. „Nix is ok…“ Sie stammelte kurz, er blickte sie leicht panisch an “ weinst du Samu??“. Und dann sprudelte es aus ihr heraus: “ ich hab mit Chucky ein geheimes Ritual gemacht und seitdem is alles anders. Ich bin wieder jähzornig wie früher, ich kann Papa wieder hören wie früher, aber meine gesunde Gesichtsfarbe hab ich nicht wieder, son Dreck.“. Dann wischte sie sich trotzig die Träne von der Wange:“ Nein ich weine nicht.“

Ben setzte sich neben sie und versuchte sie zu trösten. „.. ich weiß zwar nich was du damit meinst, aber sooo ungesund is deine gesichtsfarbe doch gar nich..“ hielt er ihr den Hemdsärmel hin in den sie dann auch kräftig reintrötete. Beneidur versuchte sie weiterhin zu trösten:

Beneidur: und sooo jähzornig biste auch nich.. ichmein.. ichlebe mit Älilin zusammen.. und die kann mal echt .. also..ich mein.. sie at temperament…                                                                                                                                                   Samuela: aber ich BIN wieder jährzornig, DAS ist das Problem.                                                                                         Samuela: Das war doch alles vorbei, in Noröm geblieben. Und jetzt…                                                                     Beneidur: ich weiß ja nich wie andre das so sehen aber son bischen jähzorn is doch gar nich schlecht?                                 Samuela: *zeigt schüchtern auf Bens Wange* sags du mir…                                                                                                                      Beneidur: ach, die wange tut schon gar nich mehr weh… wiegesagt, ic hhab Ällin, ich bin also sozusagen trainiert… *g*                                                                                                                                                                                                                 Beneidur: ich finde du sollest dir da mal kein so großen kopf machen deswegen… und wenn du denkst das es zuviel wird dann sast bescheid und ich nehm dich mal mit in wald… ichkenn da so ne stelle, da kann man seinen ganzen frust rausbrüllen und ausser n paar tieren hört einen da keiner.. *nikct*                                                      Samuela: *lächelt langsam wieder* du willst doch bloß dass ich dir die Tiere ausm dunklen Wald in den anderen Teil treibe…                                                                                                                                                                                       Beneidur: naja, wenn man das angenehme mit dem nützlichen verbinden kann … *schief grinst*                               Samuela: *Ben knuff* du wieder                                                                                                                                                              Beneidur: und ich glaub ich seh da schon wieder ein lächeln auf deinem hübschen gesicht.. *zu zwinker*               Samuela: *guckt zu Boden* sieht so aus                                                                                                                                                     Beneidur: *nimmt Samu nochmal in de nArm und drückt sie fest an sich* und was dieses Ritual angeht, ich finde nich das es schiefgegangen ist, du bist perfekt so wie du bist und jeder der was anderes behauptet, dr soll sich vor mir rechtfertigen!                                                                                                                                                                              Beneidur: *steht auf und reich Samu die hand* na los komm hoch, sonst halten uns noch alle für penner^^

Nun wieder etwas zuversichtlicher dreinschauend stand sie auf, malte sich die Lippen dunkelblau an und gab Ben ein Küsschen auf die Wange, ums etwas besser zu machen. Während er noch knallendkirschfeuerrot wird bedankt sie sich ein letztes Mal bei ihm: „Sag einfach nichts und ich sag danke, dann sollte das so passen“.

Es ist halt wie immer: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. (Samuela)10701955-weihnachten-stillleben-mit-schneeflocke-und-ball-holiday-decoration

 

Zeitreisen sind schlecht für das Gedächtnis?

„Parker? Was bekommst du noch von mir?“fragte in der vergangenen Woche Lady Sharina den Zeitparadoxen. Völlige Verwirrung zeichnete sich in dessen gesicht ab. „Ich bekomm was von dir????“ Hätte ihn nach einem Kichern die werte Lady nicht an ein versandtes Päckchen erinnert, so wäre dieses Geld genau wie die Erinnerung an die Ereignisse wohl in einem Zeitloch verschwunden gewesen. Aus vermutlich eben jenem kam dann wohl auch die anschließende Forderung nach einer Dukate für „Frech sein“. Zeitreisen kann scheinbar wohl bei zu häufigem Gebrauch reichlich auf das Gedächtniss schlagen. (MH)10701955-weihnachten-stillleben-mit-schneeflocke-und-ball-holiday-decoration

 

Als hätte der Grinch seine Lektion letztes Jahr nicht schon gelernt

Am Markt kommen dieser Tage häufig Bürger an, die gewisse Utensilien suchen, um damit die armen Rentiere zu versorgen, die beim Weihnachtsmann im Stall stehen. Doch nicht alle sind den lieben Tierchen so wohlgesinnt. Schieferhammer kam an den Markt und verlangte nach allerlei Helferlein. Beneidur allerdings zeigte sich weniger als Helfer, wollte er doch die Rens mit dem Gesuchten eher verprügeln. Aber nicht nur das, er tat danach sogar kund, dass er dem Humpelnden sogar den Gnadenschuss geben wollte, was (dem Hüter sei Dank!) nicht funktioniert hat. Das rief erst die sehr rentierliebe Valkyre Samuela auf den Plan, die dem Jäger als erstes wieder Ohrfeigen anbot mit drohend erhobener Hand und ihm dann erklärte, er sei ein Depp und müsse das Ren heile machen und nur weil er unfähig sei, müsse ja nicht gleich so ein armes Tierchen drunter leiden. Ihre Tirade ging aber noch weiter. So versprach sie ihm auch, dass sollte sie keine Geschenke bekommen an Weihnachten, weil der Schlitten des Weihnachtsmannes im Kreis fahre mangels vollständiger Rentierbesatzung, dann gnade ihm der Hüter. Als sich das Ratsmitglied Pytron, die ehrenwerte Katzendame, einmischte, versuchte Beneidur sich mit abstrusen Ausflüchten, dass eines der Rentiere sogar ein Alki sei wegen dessen Nase,  noch zu rechtfertigen, was ihm aber nichts mehr half. Pytron machte kurzen Prozess und nahm ihm aufgrund seiner Gräueltaten, versicherte Ben doch immer wieder es seien nur noch 8 Rentiere im Stall, den Schlüssel zum Häuschen weg.

Nun zeigte Beneidur sein wahres Gesicht: „ja, die viecher sind davon gelaufen, ich hab die geschenke geklaut und keiner hat gemekrt das ich der GRINCH bin!“ Jetzt hatte der werte Herr Jäger aber nicht mit den Gepflogenheiten des Landes gerechnet, was den Grinch anbelangte, aber auch nicht mit denen der Bürger besser gesagt eines gewissen Ratsmitgliedes. Samuela war dem allerdings Gewahr und so feixte sie zu Pytron: „Madame Katz, was haben wir letztes Jahr noch mit dem Grinch angestellt?“ Pytron zückte die Pytsche und peitschte Beneidur aus. Noch während dieser sich über die Sadokatze amüsierte, gröhlte Samuela ein „Vermööööööbelt!“ und zückte auf wundersame Art und Weise die Pytsche und peitschte Beneidur aus.

Jetzt war der Jäger noch mehr irritiert über die Tatsache, dass es nicht nur eine „Sadokatze“ hier in unseren Landen gibt, sondern dass auch die Valkyre eine solche Pytsche besitzt und damit umzugehen weiß. Sofort wies sie alle  Verdächtigungen eine solche zu besitzen von sich: „Iiiiiich?! Ich hab keine Pytsche, sie hat die Pytsche“ und deutete auf Madame Katz. Der mittlerweile erwachte Gefährte der Valküre, Chucky, war sichtlich irritiert ob der ganzen Diskussion und Beneidur versicherte ihm nocheinmal, dass es wirklich passiert sei: Samuela zückte die Pytsche und peitschte Beneidur aus. Aber Chucky entgegnete nur: „das kann gar nich sein, Samu hat keine Pytsche“. Auch Pytron stimmte dem zu : „Die hab nur ich.“. Bei diesen Worten grinste Samuela nur selbstzufrieden. „das wenn er erzählt glaubt ihm das keine alte Sau!“ und Pytron kicherte.10701955-weihnachten-stillleben-mit-schneeflocke-und-ball-holiday-decoration

 

Valkyre zu verkaufen

Markttenderei am Trenter Markt. Die waren wanderten bis Samuela irgendwann einmal den Kopf schüttelte und feststellte: „Beneidur, du nimmst auch alles.“ „Ja stimmt,“ stellte der Angesprochene fest und schätzte mit schnellen Blicken den möglichen Marktwert samuelas ab, um gleich darauf zu verkünden: „Valkyre mit leichten Gebrauchsspuren anzubieten, is praktisch wie neu und sagenhaft günstig!Untertitel: *Artgerechte Haltung vorrausgessetzt..*“ Just erschien in genau diesem Moment Chucky, der höchst verbindlich Verbundene der zu versteigernden Valkyre, auf dem Trenter Markt. Beneidur witterte seine Chance und bot Samuela prompt Chucky an. Völlig verwirrt starrte Chucky Beineidur an. „Chucky, du siehst interessiert aus… ne fast neue Valkyre.. bekommstn Sonderpreis mein Freund?“ Beneidur hatte seinen Satz noch nicht einmal ganz beendet, als er sich auch schon mit einer Tomate dekoriert sah, die Chucky zielgenau in Beneidurs Gesicht plazieren konnte.Beneidur wischte die Tomate aus dem Gesicht und setzte dann erneut an: „Deine Argumente waren sehr… hmmm… schlagkräftig Chucky, du bekommst nen einmaligen Sonderrabatt.. umsonst, nur bitte keine Tomaten mehr…“ Letztlich kam ein Verkauf jedoch nicht zustande, zum einen ist Samuela unverkäuflich, zum anderen schon enger mit Chucky verbunden, als ein Kauf es jemals ändern könnte. (MH)10701955-weihnachten-stillleben-mit-schneeflocke-und-ball-holiday-decoration

24
Dez

Schnappschuss152

   Von: Maddie Hayes in Schnappschuss

Der Trenter Bote wünscht allen seinen treuen Leserinnen und Lesern fröhliche Weihnachten!Bote Weihnacht

24
Dez

Leserbrief

   Von: Maddie Hayes in Leserbriefe

Werte Miss Hayes, (werte Patentante),

bezugnehmend Eurer Antwort auf einen Leserbrief vom 17.12.2012 möchte ich Folgendes klarstellen:

Es ehrt mich sehr, mit welchen Worten Ihr mich da beschreibt, nur entspricht es nicht im Geringesten den Tatsachen. Scheinbar wurde vergessen, dass ich weder fromm noch tugendhaft bin und schon gar nicht … Zitat: „ … über jedweden Zweifel der Lasterhaftigkeit erhaben …“.
Auch wenn ich mich gewisser Vorfälle nicht rühme, so gibt es doch die ein oder andere Person, die noch heute mit dem Finger auf mich zeigt und über jenes Geschehen vor über einem halben Jahr nicht nur die Nase rümpft sondern auch spitze Bemerkungen von sich gibt.
Von Tugendhaftigkeit kann also in Zusammenhang mit meiner Person nicht die Rede sein.

Mit Befremden las ich die Aussage … Zitat: „… und das Kind zudem auch mein Patenkind ist, ist das Interesse sehr wohl vorhanden, besonders öffentlich.“
Nur weil man der Chefradakteurin des Trenter Boten ungefragt die Patenschaft über ein Kind auferlegt hat, heißt es nicht, dass nun die Öffentlichkeit Anteil an dem nehmen muss, was um das Kind herum geschieht. Da besteht in meinen Augen kein öffentliches, eher ein persönliches Interesse, ansonsten hätte man nicht explizit darauf hinweisen müssen.
Die Öffentlichkeit hat genauso wenig Interesse an alleinerziehenden Müttern, wie sie Interesse am Verschwinden unliebsamer Personen oder den Frisurproblemen des Borstenviehs auf dem Gutshof hat. Und mit den neusten Entwicklungen des Landes, so wie geschrieben, hat das Alles noch viel weniger zu tun oder hängt der Aufstieg oder Verfall des Landes von der Einträchtigkeit zweier Menschen ab?

Wenn es bedeutet, als sogenannte Strohwitwe keine Gespräche mit einem Mann führen zu können die nicht geschäftlicher Natur sind, dann wird man mich wohl bald wieder schweigend antreffen.

Hochachtungsvoll und mit Respekt für die ansonsten geleistete Arbeit

Maeve
glücklich alleinerziehende Mutter

 

 

Liebste Maeve,

mitnichten möchte ich euch absprechen, jedwede Interaktionen, welcher Natur sie auch sein mögen, mit welchem Geschlecht oder Geschlechtslosen welcher Natur auch immer zu unterhalten, im Gegenteil freut es mich, wenn dies geschieht, zeigt es doch, dass ihr als alleinerziehende Mutter keineswegs die Lebensfreude vermissen lasst. Dennoch sind im Lande nur sehr wenig Kinder bisher geboren und daher ist es durchaus von Interesse, was mit ihnen und damit auch mit ihren Angehörigen geschieht. Seht es daher dem Trenter Boten und besonders mir nach, wenn ich mit Freuden darüber berichten mag.

Mit liebem Gruß

Maddie Hayes

MamiTante