Archiv September, 2009

28
Sep

Neuer Aushang am Rathaus

   Von: Feelicitas in Neues aus dem Rathaus

 

Zufällig wurde ein neues Lehmvorkommen entdeckt. Dies trifft sich vorzüglich, hat sich doch die Nachfrage nach diesem Rohstoff gesteigert. Angemerkt werden sollte noch, dass Lehm zwar klebrig ist, jedoch sehr gut für einen ebenmäßigen Teint sein soll, so dass dringend dazu geraten werden kann, sich als Lehmsammler zu verdingen.

Die Enten und Erpel auf dem Gutshofteich verlieren in der letzten Zeit häufig Federn. Ob dies einer Krankheit zuzuschreiben ist, oder natürlich ist, kann noch nicht gesagt werden. Findige Bürger entdeckten jedoch, dass eben diese Federn sich vorzüglich als Federkiele eignen, so dass wohl darauf verzichtet werden kann, gegen das Federlassen vorzugehen.

Eine gemütliche Schlafstätte für die eigenen vier Wände

Eine gemütliche Schlafstätte für die eigenen vier Wände

Der Rat freut sich mitteilen zu können, dass den Handwerkern, Schreinern und Schneidern die Möglichkeit eröffnet wurde, alles für den Hausbesitzer, der nicht länger sein müdes Haupt auf den nackten Boden betten mag, herzustellen. Es ist nunmehr möglich, ein rustikales Bettgestell mit einem feinen Bettlaken nebst Kissen und Federbett auszustatten.

Zum großen bedauern vieler Markthändler wurde das anbringen verschiedenster Aushänge in der Marktgasse untersagt. Es ist nur noch erlaubt, handschriftliche Pergamente an den Buden, Ständen und Lädchen zu Werbezwecken anzubringen.

28
Sep

Neuer Glaube – neue Kleider?

   Von: Vishvadika in Schlagzeilen

Das Lunatum - Sekte oder Weltreligion?

Lunatum - Sekte oder Weltreligion?

Seid gegrüßt, verehrte Leserinnen und Leser,

sicherlich ist auch Euch in den vergangenen Tagen zu Ohren gekommen, dass ein neuer Glaube in Trent Einzug gehalten hat und sich wachsender Beliebtheit erfreut, das Lunatum, auch Mondglaube genannt. Es sei an dieser Stelle dahingestellt, ob es sich hierbei um einen flüchtigen Esoterik-Trend handelt oder aber um eine neue Weltreligion. Wichtig ist an dieser Stelle für uns nur eine Frage: Beeinflusst dieser Glaube den Modemarkt?

Zunächst: Der Guru, auch als Hohepriester Bowen bekannt, scheint einen äußerst anstößigen Kleidungsstil zu leben: Er trägt ein Nudistenkostüm – d.h. außer seinem Mondstein und etwas okkultem Schmuckwerk ist er so hüllenlos, wie er geboren wurde. Unverschämt oder naturverbunden? Was meint Ihr, werte Leserinnen und Leser?

Die Farben...

Farben..

...der Nacht.

...der Nacht.

Andere lunarianische Gelehrte, wie die Priester Africarlos und Kellermeister, tragen anscheinend die Farben der Nacht, um den Mond zu ehren. Ihre Kleider zeigen sich einheitlich in schwarzen und blauen Farbtönen, kein sonniger Akzent findet sich in ihren Gewändern.

Nun frage ich Euch, werte Leserinnen und Leser, nach Eurer hochgeschätzten Meinung zum brisanten und dennoch interessanten Thema Lunatum. Okkulter Wahn oder neues Seelenheil?

Der Trenter Trendkompass

Wie steht Ihr zum Thema Lunatum - stilistisch gesehen?

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28
Sep

Auf der Spur

   Von: Feelicitas in Schlagzeilen

 

Darkman eilte durch die Gassen. Eleonora war auf dem Weg ihre Freundin zu suchen. Sie kannte sich in Trent und Simkea nicht aus, also wohin würde sie wohl laufen? Wo vermutete sie ihre Freundin? Er dachte scharf nach und überlegte wohin es Eleonora wohl treiben könnte. Keiner kannte sein wahres ich, kein Mensch wusste wo er Isabell versteckt hielt, welchen Weg würde sie also einschlagen? Er überlegte grade die Goblins auf die Suche nach ihr zu schicken als es ihn wie ein Blitz durchzuckte. Die Goblins! Eleonora hatte sie gesehen und würde bestimmt nach ihnen suchen. Wenn sie jemanden nach dem Weg zu den Goblins fragte, würde sie mit Sicherheit in den Dämmerwald geschickt werden. Darkman beschleunigte seinen Schritt. Er musste unbedingt dafür sorge tragen das die Goblins im Dämmerwald Ausschau nach Eleonora hielten. Er eilte in die nächte Gasse, riss eine Tür auf und brach in die Wohnung dahinter mit einem lauten Getöse. Der Goblin der dort Wache bezogen hatte fiel vornüber auf den Boden und fluchte fürchterlich.

Darkman rappelte sich auf, räusperte sich und half dem Goblin auf die Füße.

„Verzeih!“, murmelte er.

„Herr, warum seid ihr so in Eile?“, fragte der Herr des Hauses. Eine Familie Trents lebte in diesen Mauern, ein Mann, seine Frau und dessen zwei Kinder. Er war einer der Treiber die damals Eleonora jagten und jämmerlich versagt hatten. Zur Strafe musste er seitdem einigen Goblins Obdach gewähren, so hatte Darkman ihn unter Kontrolle und konnte seine Angst weiterhin schüren. Darkman sah den Mann erzürnt an. „Eleonora ist in der Stadt. Das Kind ist wohl Richtung Dämmerwald gelaufen.“, herrschte er und wandte sich dem Goblin zu. „Geb bescheid das jeder nach dem Kinde Ausschau hält. Lasst sie nicht entkommen.“ Er drehte sich wieder dem Treiber zu:“ Sollte sie noch in Trent sein, dann müsst ihr sie finden. Geht, holt die Hunde und lasst sie ihre Spur aufnehmen. Das Mädchen wurde im Wirtshaus versteckt.“

Darkman schaute den Treiber wütend an: „Beeilt euch und starrt hier keine Löcher in die Luft! Sucht das Kind!“

Der Treiber sog erschrocken die Luft zwischen den Zähnen ein und eilte aus dem Haus. Die Frau des Treibers war während Darkmans Rede kalkweiß geworden. Ob es der Tatsache zu zuschreiben war, das Eleonora in Simkea weilte oder der Tatsache das ihr Mann versagen könnte und damit seinen Zorn auf sich ziehen würde, Darkman war es egal. Er wusste das allein die Goblins auf seiner Seite standen und die wenigen Familien Trents nur seiner Sache folgten, weil er sie in der Hand hatte, weil sie ihn fürchteten oder weil sie kleine Sadisten waren und ihre Freude daran hatten andere in Angst und Schrecken zu versetzen.

Ein Grund war so gut wie der andere. Er braucht die Menschen nicht. Er selbst hatte seine Freude daran ihnen das Fürchten zu lehren. Sollten sie doch Angst vor ihm haben oder glauben sie wären ebenso gemein und furchterregend wie er. Darkman konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.

 

Im Wirtshaus regte sich Almatea noch immer über die Alte auf. Sie schimpfte mit ihr und überlegte laut, welche Folgen ihr Handeln haben könnte. Sie blickte die Alte argwöhnisch an. Was wohl in ihr vorging? Warum hatte sie grade den unheimlichen Mann mit den Binden gefragt? Almatea wurde das Gefühl nicht los, das die Alte einen riesigen  Fehler begangen hatte.

„Ich ziehe los und suche Eleonora. Das Kind muss ja irgendwo sein und während ihr hier wartet in der Hoffnung auf ihre Rückkehr oder das sie Darkman in die Hände fällt werde ich meine Augen offen halten um sie heil zurück zu bringen.“, sprach sie entnervt in die Runde und eilte aus dem Wirtshaus. Ihr Umhang blähte sich auf als sie die Tür aufriss und auf den Marktplatz trat. Der Wirt schaute ihr erstaunt hinterher. Was war bloß dort draußen passiert? Er blickte fragend in das Gesicht der Alten die sich laut seufzend an einen der Tische setzte: „Lass sie gehen. Sie ist wütend und das nicht ohne Grund. Soll sie das Kind doch suchen. Es wird geschehen was geschehen soll und auch wenn sie es glaubt sie hätte die Weisheit für sich gepachtet, so muss sie selbst lernen das das Leben manchmal anders verläuft als erhofft. Und nun bring mit bitte einen Humpen Met.“

28
Sep

Der Maurer

   Von: Lady Sharina in Berufs - Bilder

Geneigte Leser,

in dieser Woche erfahrt Ihr etwas über einen derzeit sehr aktuellen Beruf, nämlich den des Maurers. Nun mag die Bezeichnung ein wenig irreführend sein, beschäftigt sich dieser doch weniger mit der Verarbeitung, sondern vielmehr mit der Fertigung von einigen, für den Hausbau essentiellen, Dingen. Da ich dieses Mal in den Hallen des Wissens leider keine eingehenderen Informationen bekommen konnte, begann meine Recherche direkt auf dem Markt.
Ich musste auch nicht lange suchen, war mir doch bekannt, dass unsere werte Mitbürgerin Balyndis eine derjenigen ist, die dieses Handwerk beherrscht.
So hatte ich sie bald gefunden und ließ mich mit ihr etwas abseits am Markt nieder.

„Seid mir aufs herzlichste gegrüßt, Balyndis.“, begrüßte ich sie. „Ich weiß, Ihr seid in Eile, also beginen wir gleich – was genau umfasst die Aufgaben eines Maurers?“
„Maurer stellen wohl in erster Linie Ziegelsteine und Dachziegel her um ein Haus zu bauen, jedoch gehören auch noch ein paar andere Dinge zum Berufsleben, die aber eher handwerklicher Natur sind.“
Neugierig blickte ich auf. „Sagt, wie kam es dazu, dass Ihr Euch entschieden habt, dieser Tätigkeit nachzugehen?“
Ein leichtes Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Als ich nach Trent kam, ging kurz danach der Bau der Taverne los und die Auftragslage war wie geschaffen für jemanden wie mich. Ich konnte mich sofort, ohne lange nach Arbeit suchen zu müssen, ins Berufsleben einfügen.“
Ich nickte. „Das ist sicher kein schlechter Anfang. Aber sicher müsst Ihr auch die Voraussetzungen für diesen Beruf mitgebracht haben… was würdet Ihr sagen, welche sind dies?“
Balyndis nickte bestätigend. „Sicher könnt Ihr Euch denken, dass man viel Kraft braucht, um Tag für Tag die Ziegelsteine zu schleppen. Aber nicht nur das sondern auch Fingerspitzengefühl und ein gutes Auge sind sehr gefragt. Schließlich muss jeder Stein so genau gefertigt sein, dass er genau an den nächsten passt.“
Das war mehr als nur nachvollziehbar, wer möchte schon ein schiefes Haus? Ich fuhr mit der nächsten Frage fort: „Wie umfangreich sind die Werkzeuge und Rohstoffe, die Ihr für Eure Arbeit benötigt?“
Sie winkte mit einer beiläufigen Handbewegung ab. „Ach, man braucht nicht viel… mit ein paar Brettern und Nägeln eine Form gebastelt und schon kann man darin aus Lehm und trockenem Stroh die Ziegelsteine formen.“
„Lehm und Stroh…“, notierte ich und stellte die naheliegende nächste Frage. „Ist es schwierig, die Rohstoffe zu beschaffen?“
Lächelnd schüttelte meine Gesprächspartnerin den Kopf. „Nein… das Stroh fällt als Nebenprodukt an und wird ansonsten nicht sehr viel gebraucht und etwas Lehm in der Lehmgrube sammeln kann man auch sehr einfach.“
Bei diesen Worten bemerkte ich die kleinen Lehmflecken am Saum ihrer Hose und lächelte in mich hinein –  ein Beruf für den ganzen Körper, so schien es.
„Hat sich der Hausbau auf die Nachfrage nach Euren Produkten ausgewirkt?
Ein breites Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. „Oh ja, sehr sogar… ich kann mich vor Aufträgen kaum retten und habe darum auch nicht sehr viel Zeit.“
Eilig ließ ich meine Feder über das Papier fliegen. „Natürlich, das verstehe ich. Dann bitte noch kurz eine letzte Frage – wie seht Ihr die Chancen für Anfänger in diesem Gebiet?“
Sie ließ sich einen Moment Zeit mit der Antwort, erhob sich und lächelte mir zu.
„Man muss dazu geboren sein. Ziegel macht man mit Leib und Seele oder gar nicht.“
Ich schaffte es gerade noch, ihr ein „Viel Erfolg!“ hinterherzurufen, dann war sie auch schon wieder verschwunden. Ich wiederum tat meinen üblichen Gang in die Redaktionsräume.

Der Maurer ist sicherlich ein interessanter Beruf, und gerade in der jetzigen Zeit auch sehr gefragt. Gut vorstellbar also, dass hier der ein oder andere seine wahre Berufung findet. Ob als Hauptberuf oder kleinere Tätigkeit nebenbei, sitzen bleiben werdet hr in nächster Zeit auf Euren Waren wohl eher nicht.
Ich wünsche euch eine schöne Woche,
eure Liala

28
Sep

Seltsame Zahlen…

   Von: Alphia in Rätsel

Die Lösung des letzten Rätsels lautete Steinkaktus. Von 4 richtigen der 4 Einsendungen wurden  folgende Gewinner ausgewürfelt:

1. Preis: Lilith

2. Preis: Sir Dellard

3. Preis: Volka Hmpf

Die Redaktion gratuliert den Gewinnern herzlichst.

Hier ein neues Zahlenrätsel

zahlenratsel_280909

Die Anfangsbuchstaben der gesuchten Namen ergeben, von unten nach oben gelesen, das neue Lösungswort.

Schickt die Lösung und euren INGAME Namen  an: leser@blog.simkea.de
Sollten mehrere richtige Lösungen eintreffen, entscheiden die Würfel. Einsendeschluss ist Freitag, 02. Oktober 2009
Redaktionsangehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Romantische Anwandlungen im Schilf
Der Ex- Markthai Flachzange scheint nicht nur sensibel, wie er nicht müde wird zu behaupten, sondern auch recht einsam zu sein. Nachdem die Frau an seiner Seite schon lang fehlt, konnte man ihn der Tage dabei beobachten, wie er sich im Schilfgürtel der Sumpfinsel in einem Boot lagernd in durchaus romantischer Weise der liebreizenden Vishvadika näherte. Auch diese schien den eindeutigen Sympathiebekundungen des Herrn alles andere als abgeneigt und so sah man die Zwei bald darauf bei einem romantischen Picknick an der Wildwuchsebene. Auch in den darauf folgenden Tagen konnte man auf dem Markt manch einen flüchtig ausgetauschten Kuss, manch Umarmung beobachten. Ob diese aufkeimende Romanze von Dauer sein wird bleibt abzuwarten, zeigt der Herr Flachzange doch einen ungeheuren Hang nach längerem Entschwinden in das Umland oder auf die See.

Schwere Geburt
In der letzten Woche sah man einige Damen stirnrunzelnd und leicht verwirrt den Gang vom Gutshof zum Großen Schwarzen Brett des Landes antreten. IceLily war die erste, die dort ein Pergament anbrachte auf dem sie ihrer Verwirrung darüber Ausdruck verlieh, dass es unterschiedlich viel ihrer Energie zu brauchen schien, ihren Schafen dabei zu helfen, ein kleines Lämmchen zur Welt zu bringen. Kurz darauf erschien auch Lady Sharina grummelnd und pinnte ebenfalls ein Pergament dazu, in dem sie auch darauf hinwies zu glauben, die Geburt scheine ihren Schafen wohl schwerer zu fallen, als denen anderer Züchter, so dass sie viel mehr ihrer Kraft zur Hilfe einsetzen müsse, als zu erwarten wäre. Es dauerte eine Weile, ehe jemand zwischen all den Pergamenten die zwei Notizen entdeckte, doch war es glücklicherweise die werte Firunja, ihres Zeichens schon lang Züchterin und Trägerin von Firunjas Hirtenstab. Schmunzelnd griff auch sie zu Feder und Pergament und klärte die Zwei darüber auf, dass alles seine Richtigkeit habe. Jim der Siedler, der neben der holden Firunja stand schaute nur kurz auf die Pergamente, verdrehte die Augen und seufzte: „Muss ich als Mann Euch Frauen sagen, dass nicht jede Geburt gleich schwer ist?“

28
Sep

Auf der Bühne

   Von: Feelicitas in Schlagzeilen

 

Jeden Morgen wenn wir erwachen, hebt sich wieder aufs Neue der Vorhang der Bühne, die das Leben ist. Das Stück, das präsentiert wird ist für jeden von uns ein anderes. Manchem erscheint es, das Leben sei in der Hauptsache eine Tragödie in der es gilt, nicht den Part des tragischen Helden zugewiesen zu bekommen. Einem anderen mag das Leben eine einzige Komödie zu sein.

Wie auch immer geartet das Schauspiel sein mag, auch unsere eigene Rolle in ihm kann variieren. Mal scheinen wir lediglich Zuschauer zu sein, scheinen nahezu unbeteiligt von dem, was uns geboten wird. Ein ums andere mal finden wir uns vielleicht in der Rolle eines Statisten wieder und sind zufrieden damit, diese Rolle zugewiesen zu bekommen, wollen nicht das Rampenlicht auf uns wissen. Doch einige sind erst dann glücklich, wenn sie eine Rolle finden, die sie sich selbst bestimmt erwählt haben. Sie wollen nicht in eine Rolle gedrängt werden, sei es die des strahlenden Helden oder die des Statisten. Sie suchen lang danach eine Rolle zu finden, in der sie sich wohl fühlen, kämpfen darum, sie zu erhalten und füllen sie aus. Es ist ihre Rolle, ihr Leben, ihr Stück.

Und auch, wenn wir nicht unser ganzes Leben in einer einzigen Rolle verbringen werden, sich die Akteure, mit denen wir zu tun haben immer wieder verändern werden, so sollten wir versuchen stets in uns zu horchen, immer wieder zu überdenken, ob die Rolle, die wir gerade spielen auch die unsere ist.

28
Sep

Arbeitswut

   Von: Feelicitas in Schlagzeilen

 

Werte Leserschaft.

In der vergangenen Woche schein es fast, als wollten sich die Bürgerinnen und Bürger nach der vorangegangenen Woche des erzwungenen Müßiggangs so richtig austoben und in die Arbeit stürzen. Sei es an den Baustellen der unzähligen Eigenheime, im Schilfgürtel oder auch in den Lehmgruben. Überall sah man die Menschen schwitzend und lachend an der Arbeit. Sogar eine Händlerin der Marktgasse, sonst eher bekannt dafür, sich der geistigen Arbeit im alchimistischen Labor verschrieben zu haben, wurde bei körperlicher und schmutziger Arbeit in der Lehmgrube gesichtet. Das Redaktionsteam des Trenter Boten Read the rest of this entry »

28
Sep

Der Herbst

   Von: Feelicitas in Schlagzeilen

Viele Drachen stehen in dem Winde,
Tanzend in der weiten Lüfte Reich.
Kinder stehn im Feld in dünnen Kleidern,
Sommersprossig und mit Stirnen bleich.

In dem Meer der goldnen Stoppeln segeln
Kleine Schiffe, weiß und leicht erbaut;
Und in Träumen seiner leichten Weite
Sinkt der Himmel wolkenüberblaut.

Weit gerückt in unbewegter Ruhe
Steht der Wald wie eine rote Stadt.
Und des Herbstes goldne Flaggen hängen
Von den höchsten Türmen schwer und matt.

(Georg Heym 1887- 1912)

Seid gegrüßt liebe Simkeaner und Simkeanerinnen!

Nachdem ich euch in der letzten Woche etwas von der Sumpfinsel beziehungsweise deren Ufer berichtet habe, wollte ich mich in dieser Ausgabe eigentlich den Hanfplantagen widmen, um mal zu schauen, wie es dort mit den nachwachsenden Rohstoffen ausschaut, denn wenn man in die Stadt kommt, ist fast nichts so begehrt wie die Seile. Meine Füße trugen mich aus der Stadt hinaus, doch nicht wie gewollt gen Gutshof auf die Felder, sondern Richtung Dämmerwald. Dort, wo einst große Eichen standen, waren nunmehr nur noch kleine junge Bäume zu finden, denn auch die Holzarbeiter haben alle Hände voll zu tun um die Bestellungen an Holz, Holzbalken und Holzbrettern abzuarbeiten. Fasziniert schaute ich eine ganez Weile zu, wie ein Baumstamm nach dem anderen von kräftigen Simkeanern auf den Sägebock gehievt und sorgsam zerhackt oder zersägt wurde. Ich verfolgte die kleinen Holzlocken, wie sie vom Bock auf die Erde fielen und sich dort zusammenkringelten.  Ich riss mich schließlich los, doch, was wollte ich eigentlich noch einmal hier im Umland?? Äpfel? Blaubeeren? Nein, da war etwas anderes… Ich streunte ein wenig herum, doch fiel es mir nicht ein. So ging ich zurück zum Marktplatz und sah dem bunten Treiben zu. Als jemand nach Hafseilen fragte, war der Heller gefallen: „Na klar!“ , dachte ich mir im Stillen. „Du wolltest doch zu den Hanffeldern…Naja, aber nun ist es zu spät. Morgen werde ich mich sogleich auf den Weg machen.“

Am nächsten Morgen jedoch, oh Schreck, was hatte ich nochmal vor? Ich kann doch nicht schon wieder… Ich stiefelte los und kam an den Weidenbäumen vorbei. Diese tragen ja schon lang nicht mehr ihr ausladendes Kleid aus langen Ruten denn die neumodische Erscheinung des Essenskorbes sowie die Brathähnchenproduktion benötigen stetig Nachschub um den Bedarf zu decken. Hmm, Brathähnchen… Der Duft der knusprig gebratenen Haut stieg mir förmlich in die Nase.

Ganz in Gedanken schreckte ich auf, als eine kleine Gruppe von Bergleuten an mir vorbeizog um in den Minen Eisen und andere Metalle abzubauen. Schwer bepackt zogen sie in Richtung Steilwand davon. Ich überlegte, ihnen zu folgen und auch mal bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, doch den Aufstieg hätte ich niemals geschafft und außerdem wollte ich ja auch…ja, na was denn? So kann es doch nicht weitergehen! Ich beschloss, mir noch heute beim Professor ein Buch zu kaufen, um mir alles wichtige zu notieren.

Tja, liebe Leute, so kann es kommen. Es tut mir außerordentlich Leid, aber ab nun *Notizbüchlein zück* gelobe ich Besserung und werde keinen Termin beziehungsweise keinen Ausflug mehr verpassen, um euch stets das Neueste zu berichten.

Eure Corotica

27
Sep

Schnappschuss 26

   Von: MasterX in Schnappschuss

Häschen in der Grube…
arnuralehmgrube

21
Sep

Wissen ist Macht

   Von: Feelicitas in Schlagzeilen

(Ein Fortsetzungsroman von DickeFee)

Almatea trat mit der Alten auf den Marktplatz. Die Alte ging wie immer tief gebeugt und stützte sich auf einen Stock. Sie hatte sich bei Almatea untergehakt. „Was wollen wir hier?“, flüsterte Almatea. „Denkst du nicht dass es nun wichtiger wäre Eleonora zu finden?“ Sie blickte sich um. Auf dem Markt war kaum jemand zu sehen, den Menschen die sie kannte nickte sie zu, aber man sah ihr an, das sie mit ihren Gedanken weit weg vom Markt war. Die Alte tätschelte mit der Hand die den Stock hielt die Hand Almateas: „Hab Vertrauen, sie ist nicht dumm. Sie hat nur Angst. Angst vor der Aufgabe und Angst ihre Freundin zu verlieren.“
„Du glaubst sie will Isabell retten?“, Almatea hatte die Worte fast geschrien. Sie fluchte: „Dieses dumme Kind. Wie kann sie nur. Wie kann sie unsere Welt nur so in Gefahr bringen.“
Sie und die Alte gingen an einem Obststand vorbei. In dem Obststand lagen wenige Äpfel, ein Paar Kartoffeln, Tomaten und Karotten. Die Ernte war nicht sehr gut gewesen. Almatea seufzte. Manchmal würde sie auch gerne verschwinden. Es gab Dimensionen die um so vieles freundlicher waren als diese hier. Sie blickte dem Bauern verzweifelt ins Gesicht. Manchmal wünschte sie sie könne alle Bewohner Simkeas ausgenommen der Goblins und Darkman nehmen und mit in eine dieser Dimensionen führen, aber sie bezweifelte das sie alle dort glücklicher wären. Was sollte nur aus dieser Welt werden wenn Eleonora was passierte? Wieder blickte sie sich um. So viel Vorsprung konnte sie doch nicht haben. Die Alte führte sie vorbei an einem Kleider- und einem Werkzeugstand bis hin zu einer Gasse. Ein Mann in einer schwarzen Hose kam ihr entgegen. Ein Mann mit rotem Hemd, einem schwarzen Umhang und einem schwarzen Hut. Nicht ungewöhnlich für Trent, auch wenn die Sachen sehr neu aussahen und der Mann als hätte er mehr Geld als er je ausgeben könne, das was diesen Mann jedoch so einzigartig unter den anderen Bewohnern Simkeas machte waren die Binden in seinem Gesicht. Die Binden und seine Augen.
Almatea erschauderte. Dieser Mann tat ihr furchtbar leid. Was musste mit ihm geschehen sein das er sein Gesicht versteckte? Der Mann selbst schaute sie mit Argusaugen an. Man hätte meinen können er würde ihre Gedanken lesen. Almatea blickte zu Boden. Die Alte sah auf: „Guten Morgen wehrter Herr. Habt ihr meine Nichte gesehen? Sie ist noch fremd in der Stadt. Ihre Kleidung ist ziemlich bunt und ihre Haut von der Sonne der Berge gebräunt.“
Almatea stockte der Atmen. Wie konnte sie den Mann bezüglich Eleonoras fragen? Wollte sie das Kind denn verraten? Sie versuchte die Alte von dem Mann weg zu zerren.

Darkman blickte die Alte durchdringend an. Die Frau neben ihr sah aus wie ein Mitglied der Gaukler. Konnte sie eine Dimensionengängerin sein? Wieso ließ sie sich von der Gauklerin führen? Was wollte sie ihm mit ihren Worten sagen? War Eleonora hier? Hier in Trent? Konnte es sein das man sie genau in seine Arme getrieben hatte? Darkman wagte nicht zu hoffen das es so einfach sein könne: „Nein Muttchen, ich habe deine Nichte nicht gesehen. Sagt, warum ist sie weggelaufen? Grämte sie sich danach in die Berge zurück zu kehren? Habt ihr das arme Kind gescholten?“, er klang nicht neugierig, lediglich interessiert, immerhin sollte ein Kind verschwunden sein. Würde man da nicht interessiert fragen?
„Mitnichten habe ich das arme Ding gescholten. Wieso sollte ich auch. Ich denke meine Nichte wird ihre Freundin suchen. Diese ist auch hierher gekommen und das Kind vermisst sie schmerzlich.“, die Alte blickte ihn unverwandt an. Mit keiner Miene ließ sie ihn wissen ob es sich um Eleonora handelte, aber wer sollte es sonst sein? Ein Kind das seine Freundin sucht. Die Freundin die in seiner Gefangenschaft weilte. Darkman freute sich diebisch. Die Alte war doch das Geld wert gewesen das er ihr zahlte. Sie hatte die Kleine ausfindig gemacht, das Portal erschaffen und nun gab sie ihre Informationen preis. Warum musste sie es nur ausgerechnet in Anwesenheit dieser Gauklerin tun? Darkman verneigte sich leicht: „Ich werde nach ihrer Nichte Ausschau halten. Versprochen.“, er tippte sich an die Krempe des Hutes und eilte davon.
Almatea schaute die Alte erschrocken und noch immer sprachlos an. „Wieso hast du den Mann nach Eleonora gefragt? Stell dir vor er wäre ein Spitzel Darkmans. Stell dir vor er erzählt es weiter und die Nachricht wird Darkman zugetragen. Was für einen Grund gibt es das du alle Welt fragen willst ob sie das Kind gesehen haben?“, sie ließ den Arm der Alten los. Als die Alte keine Anstalt machte sich zu äußern wurde Almatea laut und unwirsch: „Erkläre dich mir! Die Welt ist im Umbruch, das Kind aus der Prophezeiung, das uns alle retten soll ist verschwunden und wenn wir uns nicht vorsehen wird sie schneller in Darkman´s Fängen sein als wir Dunkelbohnentrank sagen können.“
Die Alte seufzte: „Ohne mich wüsstet ihr gar nichts von der Prophezeiung, warum soll ich mich dir jetzt erklären? Geh und such Eleonora bevor ihr etwas passiert.“, sie drehte sich um und humpelte gebeugt und auf ihren Stock gestützt zurück zum Wirtshaus.

Seid gegrüßt werte Simkeanerinnen und Simkeaner!

Wie ihr in unserer letzten Ausgabe sicher schon gelesen habt ist Bob der Baumeister fleißig dabei, seine Baulizenzen für das von so vielen schon lang herbeigesehnte Eigenheim zu veräußern. Für eine Hand voll Heller lässt er damit die Herzen der Bauwilligen höher schagen. Doch nicht nur einige Herzen schlagen in den letzten Tagen schneller – Holzarbeiter, Bergleute und vor allem die Schilfsammler sind meist völlig außer Atem und wissen sich vor lauter Aufträgen kaum mehr zu helfen. Hämmer und Sägen sind ebenso gefragt wie Holzbalken, Bretter und Nägel und daher derzeit nur schwerlich auf dem Markt zu bekommen. Für die Schilfrohre, welche ebenso benötigt werden, braucht man jedoch schon gute Beziehungen, denn auf dem Markt wurden schon seit dem Beginn der Bauphase nur noch selten welche gesehen.

Um diesem scheinbaren Schilfmangel auf den Grund zu gehen holte ich mein Holzpaddel aus dem Lager und schwang mich in das kleine Ruderboot, um einen kleinen Ausflug auf dem Schlingsee in Richtung Sumpfinsel zu unternehmen. Normalerweise ist dieses kleine Fleckchen Land mitten auf dem See von großen Schilfpflanzen umgeben, sodass einem der direkte Blick auf die Insel verwehrt wird. Doch als die Sumpfinsel in Sichtweite war erschrak ich ein wenig. Wo waren all die Schilfpflanzen hin? Hatte sie etwa jemand heimlich ausgebuddelt? Ich paddelte so schnell ich konnte weiter auf die Insel zu. Als ich ans Ufer kam, zerschlugen sich meine schlimmsten Vermutungen. Fleißige Simkeaner ruderten mit ihren kleinen Booten um die Insel herum und passten auf, dass das Schilf ja nicht zu hoch wächst. Nun gut, ein wenig gepflegter sah die Insel schon aus, jetzt, wo die hohen Schilfrohre feinsäuberlich geschnitten waren, aber wie sollten all die Dächer der Neubauten im Trenter Wohnviertel gedeckt werden? Ich ruderte auf eine kleine Gruppe von Booten zu, welche gerade ein kleines Päuschen machten.  „Also ich habe für mein Häuschen schon alles beisammen.“, hörte ich Ariadne Chacky und Flachzange erzählen. „Aber ich habe noch vier Bestellungen – ich glaube, bis ich die ganzen Schilfrohre zusammenhabe dauert es noch eine Ewigkeit.“ „Also ich sammle nur für mein Häuschen“, sprach Flachzange. Ich begrüßte die drei und hörte ihnen ein wenig zu. „Wie liegen eigentlich die Schilfpreise im Moment?“, fragte Flachzange, während er mit seinem Paddel ein wenig im Wasser spielte. „Ich war lang nicht mehr in Trent“, sagte Chacky, „aber gemessen an der Zeit und der Kraft, die man aufbringt, sind sie bald unbezahlbar und wahre Luxusgüter.“ „Ja, das stimmt“, warf Ariadne ein. „Ich glaube ich bin noch nie so oft um diese Insel gepaddelt wie in der letzten Zeit.“ „Und es kommen ständig neue Sammler hinzu – langsam wird es wirklich immer schwerer den Bestellungen zeitnah nachzukommen.“ Ich ließ meine Gedanken ein wenig schweifen und die Stimmen der drei fleißigen Sammler wurden immer leiser. Gott sei Dank wurden die Schilfpflanzen nicht ausgebuddelt – kaum auszudenken, wenn… Man müsste eine andere Möglichkeit finden um die Hausdächer einzudecken. Aber welche? Ich schreckte auf, als ich um mich herum ein lautes Geplätscher vernahm. Die drei Ruderboote, welche eben noch friedlich neben mir lagen, waren nun schon ein ganzes Stückchen entfernt und als ich meine Augen ein wenig anstrengte konnte ich auch sehen, warum : Eine Schilfpflanze war gerade soweit gewachsen, als dass sie geerntet werden konnte.

Also, werte Bürger und Häuslebauer, kein Grund zur Panik. Mit ein wenig Geduld werden es die fleißigen Sammler schaffen, auch für euch eine ausreichende Menge an Schilfrohren auf dem Markt bereitzustellen. Und falls ihr nicht so lange warten wollt, besorgt euch Paddel und Sichel und versucht euer Glück.