Archiv August, 2009

31
Aug

Humorvolle Gefahren der Wüste

   Von: Alphia in Schlagzeilen

Durch die Wüste zieht Karawan,
wirft ein Affe mit ner Banan.
Trifft Kamel genau auf die Nas.
Dies geschah bei einer Oas.
Wüstensohn klettert darauf
wie der Blitz den Palmenbaum nauf.
„Hab ich endlich dich erwischt,
du gemeines Affengesicht!“
Doch der Affe war gar nicht faul,
stopft Banane in Wüstensohns Maul.
Worauf dieser schnell wie der Blitz,
in dem Sand auf dem Hinterteil sitzt.

affe-kamel

31
Aug

Mit Simkea rechnen…

   Von: Alphia in Rätsel

Die Lösung des letzten Rätsels lautete Kristallglasbrocken. Von 10 Einsendungen waren 9 richtig, doch leider hat Eine/r vergessen, seinen Namen mit anzugeben. Aus den restlichen acht wurden  folgende Gewinner ausgewürfelt, die jeweils einen Silbertaler, z.B. für eine Woche Wüstensafari ohne Verpflegung, erhalten:

Die Gewinner lauten: Flummii, billa und Yoschi.

Die Redaktion gratuliert den Gewinnern herzlichst.

Hier eine Symbolrechnung. Jedes Bild steht für eine Ziffer. Nach dem Lösen der Rechnung bitte die Zahlen von 0 aufsteigend bis 9 sortieren, und die Anfangsbuchstaben der Bilder ergeben das gesuchte Lösungswort.

symbolrechnen-3108

Schickt die Lösung und euren INGAME Namen  an: leser@blog.simkea.de
Sollten mehrere richtige Lösungen eintreffen, entscheiden die Würfel. Einsendeschluss ist Freitag, 04.September 2009
Redaktionsangehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

31
Aug

Neulich in der Wüste

   Von: Feelicitas in Klatsch und Tratsch

Viele Bürger packte in dieser Woche die Abenteuerlust und so zogen sie hinaus in die Wüste auf den Spuren des Entdeckers Vincente de Damian.
Doch scheint es fast, als habe nicht jeder sich zuvor einmal den Reisebericht des Entdeckers zu Gemüte geführt, oder die Gefahren schlicht unterschätzt. Während noch der werte IceT sich seufzend der kleinen Georgiana annahm, da er es unverantwortlich fand, das kleine Mädchen, das am liebsten sofort in die unbekannten Weiten aufgebrochen wäre, in der Wüste allein umherirren zu lassen und sorgfältig Proviant und Ausrüstung zusammenstellte, so ließen sich andere hinreißen und brachen ohne ausreichende Schutzkleidung scheinbar wenig vorbereitet auf, sich den großen Sandkasten einmal anzuschauen. Schnell jedoch mussten sie feststellen, dass die Wüste eben kein Kinderspielplatz ist. Die ersten Bürger brachen schnell unter unzähligen Sonnenbränden leidend beinahe mitten in der Wüste zusammen. Am schlimmsten schien es die bedauernswerte Epona getroffen zu haben, die sich nur noch unter extremsten Qualen mit nicht einem Stück unverbrannter Haut durch die Wüste schleppte. Aufzugeben kam für sie jedoch nicht in Frage. „Und wenn es mich umbringt, ich gehe weiter!“, hörte man sie stöhnen, ehe sie in der flimmernden Wüstenei verschwand.
Das den werten Schmied aus Leidenschaft Africarlos nicht ein ähnliches Schicksal ereilte, ist weniger in dessen gewissenhafter Vorbereitung, als in der uneigennützigen Hilfe, die ihm von einem weiteren Wüstenwanderer, dem weit besser vorbereiteten ehrenwerten Yaand, in der Oase zu teil wurde, zu erklären.
Doch auch mit bester Vorbereitung, guten Kenntnissen und in Begleitung ist die Wüste und ihre Gefahr nicht zu unterschätzen. So versank vor den Augen der entsetzten Georgiana ihr Onkel IceT im Treibsand und konnte sich erst nach einigen Versuchen mühsam befreien. Auch den munter dahinspazierende Krauti, dem es vermutlich ob einiger Äpfel und anderem, was er zu viel mit sich herumtrug,  extrem schwer fiel, den verschlingenden Sandmassen wieder zu entkommen, so wie den mit bedacht einher wandernden Yaand  zog der Treibsand hinunter, wobei es letzterem gelang, sich unter Aufbietung enormer Kräfte auf Anhieb zu befreien.

Hadjin, Retter reiterloser Wüstenwanderer

Hadjin, Retter reiterloser Wüstenwanderer

Womit jedoch nicht zu rechnen war, war das plötzliche und unerklärliche Verschwinden der Kamele. Scheinbar ohne ersichtlichen Grund, alle Wüstenexpediteure versicherten glaubhaft ihre jeweiligen Reittiere immer gut behandelt zu haben,  suchten diese eines Morgens das Weite, als deren Besitzer kurz ihre Ausrüstung zusammenpackten, um nach einer längeren Rast erneut auf zu brechen. Glücklicherweise konnte recht schnell ein Kamelhändler aufgetan werden, der sich bereit erklärte, mit seinen Kamelen durch die Wüste zu ziehen und diese an Wüstentouristen zu vermieten, denen ihr altes Reittier abhanden gekommen ist. Zwar sind die von Hadjin durch die Wüste getriebenen Kamele nicht in dem allerbesten Zustand, dafür jedoch wiederstandfähig und ausdauernd.
Und während noch etliche Bürger durch die Wüste irren, kehrten gestern am frühen Abend bereits die kleine Georgiana sowie ihr Onkel wohlbehalten, voll von Eindrücken, die Taschen mit unbekannten Früchten gefüllt, zurück auf den trenter markt, wo sie leicht verwirrt, nach all dieser zeit wieder unter so vielen Menschen zu sein, herzlich begrüßt und umarmt wurden. Mögen auch all die anderen im Laufe dieser Woche wohlbehalten zurückkehren.

31
Aug

Wüstenwind

   Von: Feelicitas in Schlagzeilen

 

Weit fort
die Stimmen, allzu lauten,
doch stiller Wehklag
streicht das Ohr.
Der leichte Wind mit seinem Wispern
trägt ihn weit mit sich hinfort.

Das Auge narrt
der Lüfte Flimmern.
Dort scheint ein Strauch,
dort kühles Nass.
Der leise Wind mit sanftem Locken,
den Wanderer stets vorwärts treibt.

Vergangen fast,
des Körpers Stärke.
Ausgezehrt,
einst stolz Gestalt.
Der sanfte Wind mit kühlen Fingern,
fast liebevoll sie zart umstreicht.

Der Heimat fern,
des Wanderns müde,
lauscht leise noch
der Seelen Chor.
Der kühle Wind mit leisem Seufzen,
bettet sanft sie dann zur Ruh.

 

 

Coyote

Coyote

Gerüchten zu Folge sollen in der Wüste neben den bekannten Skorpionen auch Coyoten gesichtet worden sein. Des Weiteren wurde von einem geheimnisvollen Kaktus berichtet.

 

 

 

 

Aus bisher unbestätigter Quelle wurde dem Rat des Landes kundgetan, dass sich seit neustem im Dämmerwald kleine Tiere aufhalten sollen, die des Nachts aktiv werden. Wer immer einem derartigen Tier begegne, möge davon berichten.

 

 

Nachdem Klagen über stets abgeerntete Hanffelder auf dem Gutshof sich mehrten, sah sich der Rat gezwungen, zumal die von den Bürgern zur Weiterverarbeitung benötigten Hanfmengen sich drastisch erhöht haben, in die Erforschung eines Wachstumsmittels zu investieren, die nun den Hanf schneller nachwachsen lässt.

 

 

Nach dem bedauerlichen Entschwinden der treulosen Kamele des Vincente de Damian sah sich der Rat gezwungen, einen Kamelhändler in der Wüste anzuwerben, der bisher zuverlässig seine Arbeit verrichtet und in Not geratenen Wüstengängern hilft.

Dunkle Wieselschwanzmagie
Das arme Mauswiesel, das schon seit geraumer Zeit ohne sein Schwänzchen auskommen muss, hatte es satt. In der letzten Woche sah man es auf dem Friedhof bei Segnung ein gar dunkles Ritual vollführen. Zunächst befestigte es 108 Hühnerfüße mit 108 Nägeln als Pentagramm mit einem umgebenen Kreis am Erdboden, dazwischen streute es Salz. Anschließend gab es unter den erstaunten Augen des werten  Aktlalamea  in eine Tonschale 7 Getreidehäufchen, auf jedes der Häufchen schlug es ein Ei, goss etwas Milch in die Schale und drückte eine Rote Made hinein. Anschließend opferte es ein Huhn wobei es folgendes Gedicht rezitierte:
Im grauen Zwielicht zwischen Tag und Nacht,
dort wo die Nebel die Grenze zum Jenseits verbergen,
fern der Menschen, in unwirklicher Einsamkeit,
wo selbst die Blätter schweigen,
führt sie die Verstorbenen in ihr Reich,
führt sie behutsam und sicher durch den Nebel!
Als Segnung erwachte, erbat das verzweifelte Mauswiesel von ihr ein neues Schwänzchen und bot ihr drei Küken als Bezahlung an. Diese jedoch war wenig bereit, dem Wiesel diesen Wunsch zu erfüllen. Erst die Drohung des Mauswiesels, sich umzubringen, da es ohne sein Schwänzchen nicht weiterleben wolle, brachte sie zur Umkehr. Die Aussicht, dieses kleine freche Wiesel auf ewig an ihrer Seite zu haben, war augenscheinlich  schlimmer, als ihm einen neuen Schwanz zu geben. Während des anschließenden Freudentanzes, den das Wiesel vollführte, als es seinen neuen Schwanz sah, ließ Segnung noch einen Blitz auf das Mauswiesel herab fahren als Warnung, falls es so etwas noch einmal versuchen sollte.

In die Wüste geschickt
Jeder konnte es in der vergangenen Woche am Großen Schwarzen Brett des Landes verfolgen. Die werte BiestyBird labte sich an einem Trank, den ihr der Herr Darkman gegeben hatte mit den Worten, er könne ihr von Nutzen sein. Wo jedoch der Nutzen in der Wirkung des Trankes liegen sollte, konnte sich der werten Dame beim besten Willen nicht erschließen, versagten ihr doch nach Einnahme desselben etliche Körperfunktionen. Wutentbrannt forderte sie Satisfaktion und begab sich zum Pranger, um ihre Anklage und Forderung öffentlich zu machen. Der Herr Alchimist  sollte sich zur Strafe für sein Vergehen in die Wüste begeben. Erhobenen Hauptes nahm selbiger die Forderung an. Bis heute warten die Bürger vergebens auf seine Rückkehr, auch wenn der Wüstenwind bisweilen sein Fluchen und Zetern mit sich trägt.

Abenteuerlust
Was genau der Grund war, ob Abenteuerlust, Unwissenheit oder schlicht die Faszination des Unbekannten, in der letzten Woche verschlug es die Bürgerin Clamue in die Wüste. Nach einigen Schritten jedoch wurde ihr klar, dieses Gebiet sollte man nicht ohne gründliche Vorbereitung zu versuchen zu durchqueren. Doch es war zu spät. Schon hatte sie sich verirrt und Nahrung und Wasser gingen ihr aus. Selbst ein schnell auf dem Markt organisiertes Rettungskommando schaffte es nicht, bis zu ihr durchzudringen, zu weit war sie schon in der Wüste und eingeschlafen. Erst einige Tage später gelang es dem sich auf dem Rückwege befindlichen selbstlosen Yaand, die Verlorene aufzulesen und mit Vorräten zu versorgen, damit sie ebenfalls wieder in das gute alte Trent zurückkehren konnte. Der seit einigen Wochen auf dem Meer herumschippernde, einst als Markthai bekannte Flachzange konnte nur mittels einer Expresstaube davon abgehalten werden, einen ähnlichen Fehler zu begehen.

Die Wand der Redax
Es ist nichts Neues, das der Zustand der Trenter Gassen nicht besser wird. Es ist auch nichts Neues, das regelmäßig Bürger dies schmerzhaft am eigenen Leibe erfahren müssen. Neu ist ebenfalls nicht, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung eben diese Stürze als eine Art sportliche Disziplin sehen und nicht ohne eine gewisse Schadenfreude, die sie aber keineswegs davon abhält regelmäßig selber eben diese Stürze auszuprobieren, ansehen. Neu ist jedoch, dass diese Stürze nicht nur bewertet, kommentiert, sonder auch gezählt werden und zwar durch ein Mitglied der Redaktion des Treter Boten, die in der vergangenen Woche eifrig Striche an die Wand des Redaktionsgebäudes machte. Bevor sie genötigt wurde, diese Striche zu entfernen, machten wir jedoch ein kleines Bildchen der Wand, welches wir euch, den werten Lesern natürlich nicht vorenthalten wollen.Redaktionswand

31
Aug

Auf eigene Faust

   Von: Feelicitas in Schlagzeilen

(Ein Fortsetzungsroman von DickeFee) 

 

Eleonora erwachte. Noch während sie die Augen aufschlug wurde ihr bewusst, dass sie nicht in ihrem Bett lag. Sie nahm den Geruch um sich herum wahr, das Licht erschien ihr dunkler als zuhause und die Geräusche waren ihr fremd. Eleonora versuchte sich zu orientieren und als die Erinnerung sie einholte blieb sie atemlos liegen. Sie schaute sich um. Eleonora lag in einer kleinen Kammer. Die Kammer enthielt nichts, als das Bett auf dem sie lag, ein Fenster, ein Tisch, ein Sessel und als sie sich ein wenig verrenkte, konnte sie auch die Tür des Zimmers ausmachen. Wo war die Alte bloß hin? Eleonora schaute sich ein zweites Mal in dem Zimmer um, alleine um sicher zu gehen, das sie keine Nische, keine Ecke übersehen hatte. Es musste früher Morgen sein, aber Eleonora stand dennoch auf um sich ein Bild von der Stadt und der genauen Tageszeit zu machen. Das Fenster bestand aus einfachem Glas, das in einen hölzernen Kreuzrahmen gefertigt worden war, so dass sie eigentlich aus vier kleinen Fenstern guckte. Der Tag war grade erst angebrochen, das Himmelsrot begann langsam zu verblassen. Vom Fenster aus konnte Eleonora auf den Marktplatz sehen, der um diese Uhrzeit kaum gefüllt war. Die wenigen Menschen die sie sah, schlichen auf leisen Sohlen durch die Gegend, als wenn sie sich fürchteten. Sie gingen gebeugt und ohne ein Lächeln auf dem Gesicht. Es war kein Vergleich zu dem Markt in Altamor, wo geschwatzt, gefeilscht und gelacht wurde. Eleonora erschauerte. Die schwerer ihrer Last wurde ihr bewusst. Das Glück dieser Menschen hing allein von ihr ab. Eleonora wand sich vom Fenster ab und ging auf die Tür zu.
Der Flur war menschenleer. Auch die Tür zur Gastwirtsfamilie blieb geschlossen. Auf Zehenspitzen lief Eleonora zur Treppe und blieb auf der ersten Stufe stehen, als sie hörte wie sich jemand unterhielt.

„Was glaubst du wie lange sie noch schlafen wird?“, hörte sie Almatea fragen.
„Das Mittel im Wasser war stark, gib ihr noch etwas Zeit.“, die Stimme schien der Alten zu gehören, auch wenn Eleonora noch immer verwundert darüber war, wie jung sich die Stimme anhörte.
„Wird sie ihre Aufgabe erfüllen?“, fragte eine männlich tiefe Stimme, in der leichte Sorge und Zweifel mitschwang, wahrscheinlich die des Wirtes.
Die Alte seufzte: „Sie wird, nur wie, mag nicht mal ich vorhersagen.“
„Sollen wir ihr sagen, dass ihre Freundin noch lebt?“, fragte Almatea in die Runde und Eleonora atmete laut ein. „Ich denke nicht, dass diese Nachricht zu diesem Zeitpunkt hilfreich wäre.“, beantwortete die Alte Almateas Frage: „Was nützt es uns außerdem. Darkman weiß noch nicht das sie hier ist und es wäre von Nutzen wenn dies noch lange Zeit so bleiben würde. Wir können nichts für ihre Freundin tun. So leid es mir tut, aber wir müssen einfach abwarten.“
Eleonora erstarrte. Sie wollten Isabell nicht zur Hilfe eilen? Sie drehte sich so leise wie möglich um und ging zurück ins Zimmer. Dort angekommen wanderte sie leise, wenn auch ruhelos auf und ab. Isabell lebte. Irgendwo war ihre Freundin in den Fängen ihres größten Feindes und keiner wollte etwas dagegen tun. Ohnmächtige Wut machte sich in Eleonora breit. Sie würde nicht zulassen, dass noch ein Mensch sein Leben lassen würde, bloß weil dieser etwas mit ihr zu tun hatte. Eleonora blieb vor dem Fenster stehen und blickte hinaus. Von hier würde sie nicht entkommen, also musste sie es über ein anderes Zimmer versuchen.

Mit laut klopfendem Herzen trat sie leise in den Flur hinaus. Gleich an der ersten Tür zu ihrer linken legte sie ihr Ohr aufs Holz. Kein Laut war von drinnen zu vernehmen. Vorsichtig drückte sie die Klinge hinab in Erwartung einer quietschenden Tür, eines Gastes, der vor Schreck erstarrt in diesem Zimmer sitzen könnte oder schlimmer noch, einem Gast der mit einem Dieb rechnete und in Erwartung hinter der Tür stand, einen schweren Gegenstand oder eine Waffe in der Hand. Trotz ihrer Befürchtungen war niemand im Zimmer, die Tür glitt ohne einen Laut auf und als Eleonora die Tür hinter sich schloss, fand sie zu ihrer großen Freunde einen dunkelbraunen Umhang hinter der Tür an einem Nagel. Sie eilte zum Fenster und wieder hatte sie Glück. Gleich unter ihrem Fenster war ein Schuppen von dem aus sie ohne Probleme in eine Gasse springen konnte. Eleonora ging zurück zu dem Umhang, warf ihn sich über und kletterte aus dem Fenster hinunter auf den Schuppen. Wenn keiner Isabell helfen wollte, dann würde sie ihre beste Freundin retten müssen. Prophezeiung hin oder her. Wie sie das anstellen wollte, das wusste sie nicht, aber zumindest war sie bereit zu Handeln. Eleonora sprang vom Dach des Schuppens, zog sich die Kapuze des Umhangs tief in die Stirn und begab sich durch die Gasse von Trent, weg vom Wirtshaus, raus auf den Markt.

Eigentlich  hatte ich angedacht, abends eine kleine Feier zu Ehren Vincentes auszurichten, doch es sollte anders kommen – und es kam etwas dazwischen. Dieses etwas waren zwei große Kulleraugen, die mich abenteuerlustig anblickten, und schon ahnte ich, was auf mich zukommen würde. Das heisst, ich ahnte es noch nicht…
Also machten wir uns an die Vorbereitungen. Nahrung, Kleidung, genug Wasser für Kamele und Reiter, sowie diverse Utensilien (zum Beispiel ein Reisetagebuch sowie ein Schwamm für Georgie, auf den später noch näher eingegangen werden soll…) wurden verstaut….

So beginnt der erste Reisebericht aus den neu entdeckten Ländern , das  IceT, mit Illustrationen von Georgiana, in der nächsten Woche in die unendliche Bibliothek des Professor Bloom einstellen wird. Sehr anschaulich und mit viel Humor lässt uns IceT an seinen Erlebnissen mit dem kleinen Wildfang Georgiana teilhaben. Und wer Georgiana kennt, der weiß, wie oft sie den lieben IceT an den Rand der Verzweiflung gebracht hat… und auch darüber hinaus…

Auch wenn es noch ein wenig dauert liebe Leser, dieses Warten wird sich lohnen.  Und in der nächsten Ausgabe werden wir einen weiteren Auszug dieses Reiseberichts veröffentlichen.

Die unendlichen Weiten der Wüste

Die unendlichen, goldenen Weiten der Wüste - wahrlich ein kleines Abenteuer wert

Meine verehrten Leserinnen und Leser,
wie ich Euch in der letzten Woche versprach, werde ich Euch in dieser
Ausgabe die besten Gewandungen für kochend heiße Wüstenstürme
und klirrend kalte Wüstennächte vorstellen. Tragt auch Ihr Euch schon
lang mit dem Wunsch, einmal im Leben ein verwegenes, tollkühnes
Abenteuer zu wagen? Dann packt Eure sieben Sachen ein und macht
Euch bereit für die mutigste, aufregenste Reise Eures Lebens!

Fangen wir von Kopf nach Fuß der Reihe nach an:

Als Sonnen- schutz ein Muss!

Strohhut

Selbstverständlich braucht Ihr hier eine gute Kopfbedeckung, z.B. den Strohhut. Die sengende Sonne würde Euch sonst allzu schnell schwer zu schaffen machen, meint Ihr nicht auch? Ihr solltet auch daran denken, Ersatzstücke dabei zu haben. Sollte Euch einer vom Wüstenwind davongetragen werden, könntet Ihr sonst leicht als verdorrte Wüstenleiche enden… Das wollen wir doch nicht, oder?

Kommen wir zur Gewandung (die natürlich auch immer mit Ersatzgarnitur zu verstehen ist). Eine gute Hose bzw. ein Rock sollte auch von Anhängern der freien Körperkultur nicht gemieden werden. Wer will schon einen Sonnenbrand – oder gar Frostbeulen – auf dem Allerwertesten? Dazu sollte man sich einen vor Sonne schützenden Umhang und ein robustes Hemd bzw. eine stabile Tunika einpacken.

Diese Farben sollten Sie meiden.

Diese Farben sollten Sie meiden.

Zu den Farben sei gesagt: Generell ist in der Mode ja erlaubt, was gefällt. Jedoch möchte ich vor den folgenden Farben eindringlich warnen:

– Gelb und Gelbbraun: Wenn Ihr Euch nun verirrt, könnt Ihr  in diesen Wüsten-Tarnfarben nicht einmal mehr gefunden werden.
– Schwarz: Unter brennender Sonne schwarz gekleidet durch die trockene Wüste laufen, seid Ihr von Sinnen?

Besser sind leuchtende, auffallende Farben. Mit ihrer Hilfe werdet Ihr vielleicht auch im Treibsand erkannt und aus dieser misslichen Lage gerettet!

Zum Schuhwerk: langlebige Schuhe sind von absolutem Vorteil, denn der raue Wüstensand schmirgelt die Sohlen schnell und unbarmherzig durch. Leder oder Holz scheint hier die beste Materialwahl zu sein. Denkt daran, mindestens ein bis zwei Paar Ersatztreter dabei zu haben!

Ein wahres Schmuckstück!

Ein wahrer Hingucker

Das besonderes Accessoire hat diese Woche der allseits bekannte Vincente de Damian als federführender Trendsetter zu uns gebracht. Er schenkte uns eine ebenso seltene wie schöne Kompasskette, als Dank und Hilfsmittel zugleich. Mit ihr seid Ihr nicht nur wüstentauglich geschmückt, sondern auch etwas weniger orientierungslos in den unendlichen Weiten der Wüste.

31
Aug

Der Jäger

   Von: Lady Sharina in Berufs - Bilder

Geneigte Leser,

wieder eine neue Woche, wieder ein neuer Beruf, den es euch vorzustellen gilt. In dieser Woche beschäftigte ich mich mit einer Gruppe von Simkeanern, die ihr tägliches Auskommen überwiegend außerhalb Trents bestreiten, nämlich im Umland und den Wäldern Simkeas. Die Rede ist von den Jägern, jene tapfere Recken, die sich tagtäglich der nicht immer friedlichen Fauna unserer Welt stellen, um ihren Beitrag zu unser aller Versorgung zu leisten.
Ein Blick in das große Buch der Berufe – zu finden in den Hallen des Wissens – brachte mir erste Auskunft. Auf den ersten Blick wirkt das Arbeitsgerät des Jägers recht einfach, lediglich einen Jagdbogen und dazugehörige Pfeile benötigt er. Doch damit umzugehen ist sicherlich eine nicht einfach zu meisternde Kunst. Mit diesem Gedanken im Hintergrund schloss ich das Buch vorerst, vielleicht wäre das ein oder andere Gespräch mit einem Jäger aufschlussreich.
Mit der Hoffnung, am Markt jemanden zu finden, begab ich mich auf diesen und hielt auch sogleich Ausschau, ob vielleicht einer der Anwesenden einen Bogen auf dem Rücken trug.
Und tatsächlich, zwischen all den Bürgern auf dem Markt fiel mir sogleich Zwergix auf, unter derem blonden Haar ich gerade noch eine eben solche Waffe ausmachen konnte. Natürlich sprach ich sie an.

„Zwergix, einen Moment bitte. Ihr habt da einen Bogen auf dem Rücken… seid Ihr zufällig Jägerin?“
Sie räusperte sich verlegen. „Nun ja.. jaaa.. ähm naja, ne… also…“ Sie rang sichtlich mit ihrem Vokabular. „Ich werd vielleicht mal einer,“ kicherte sie, „momentan tun mir die Tiere leid, die mir vor den Pfeil kommen.“
Davon ließ ich mich natürlich nicht beirren und trat noch einen Schritt an sie heran. „Aber dann habt Ihr ja einen wunderbaren Einblick in die Anfänge des Jägerberufes – wärt Ihr denn bereit, mir ein paar Fragen zu beantworten?“
Zwergix zuckte mit den Schultern. „Immer diese Umfragen… Ja klar, hab grad nichts anderes zu tun.“
So ganz konnte ich meine Entrüstung nicht verbergen. „Umfragen? Ich darf ja wohl bitten… ein Interview wird das!“ Ich nahm sie beim Arm und so ließen wir uns in einer etwas stilleren Ecke des Marktes nieder, um unser Gespräch fortzusetzen.
„Also, beginnen wir.“ Ich räusperte mich. „Erklärt unseren Lesern doch bitte kurz, wie sich der Jägerberuf im Alltag so gestaltet.“
Grübelnd legte sie den Kopf schief. „Jägeralltag.. nun ja, klar ist, dass man meistens fern von Trent entweder im Umland oder im Wald umherstreift auf der Suche nach Wild, an Heimweh sollte man sich daher schnell gewöhnen.“ Sie hielt kurz inne, setzte aber noch einmal an: „Mir scheint außerdem, dass das Wild den Wald lieber mag, wahrscheinlich weil im Umland zu viele Äpfelsammler herumwandern – das Wild ist scheu und verkriecht sich gern in den entlegensten Ecken!“
Ich nickte zustimmend. „Das ist sicherlich nachvollziehbar. Ist es denn schwer, Wild aufzuspüren?“
„Man muss schon geübt sein im Fährtensuchen, leider bin ich das noch nicht und vertraue daher eher auf meine Nase auf der Suche.“, entgegnete sie mit einem Augenzwinkern.
Ich macht einige Notizen und fuhr fort. „Gibt es für das Aufspüren irgendwelche Hilfsmittel oder muss man sich da alleine auf die Fährten verlassen – oder auch die Nase?“
Schmunzelnd erwiderte sie: „Ich benutze keine weiteren Hilfsmittel, ein guter Tip ist sicher, dass man tiiiief in den Wald gehen sollte, eben dahin, wo weniger Sammler und Jäger oder auch Holzfäller sind. Mit etwas Glück trifft man aber auch direkt am Waldeingang ein paar Rehe oder Wölfe, meist in aller Frühe oder in der tiefen Nacht. Tagsüber dürfte es dort kaum Wild geben, da Jäger im allgemeinen sehr fleißig sind. Aber was mir noch einfällt… ich habe gehört, dass einige auch Fernrohre verwenden, darüber weiß ich aber nichts genaueres.“
„Also ein Beruf für Nachtaktive.“, notierte ich. „Gut, nun habt Ihr also das Wild gefunden – wie geht es dann weiter? Ihr zückt Euren Bogen und erlegt es?“
„Hach, schön wärs, wenns so einfach wäre.“, seufzte sie. „Klar, sobald man ein Reh entdeckt, setzt man Pfeil und Bogen an, kneift ein Auge zu und zielt… und gibt sein bestes… doch leider stehen die Rehe oder auch Wölfe nicht lange still und so verfehlt so mancher Pfeil sein Ziel und das Tier flieht. Immerhin kann man mit etwas Spürsinn seine verschossenen Pfeile im Gras wiederfinden…“
Erstaunt blickte ich auf. „Ihr müsst das Wild also unter Umständen noch verfolgen? Das klingt recht anstrengend…“
Ohne Umschweife fuhr sie fort. „… doch dann geht die Suche wieder aufs Neue los, meist ist das Wild nur ein paar Meter weit geflüchtet, vor allem, wenn es verletzt ist. Das ist oft sehr anstrengend und so manches Mal verließ mich meine Kraft und ich musste ausruhen, während ein anderer Jäger sich dann mein Reh geschnappt hat.“ Erneut ein tiefes Seufzen.
„Ärgerlich in jedem Fall, aber sicherlich auch nicht die Regel. Wenn Ihr nun ein Tier erlegt habt, was macht Ihr dann damit? Verkauft Ihr es direkt weiter?“
„Nun ja, die meisten möchten gehäutete Rehe oder auch Wölfe. Es liegt also an mir, dem toten Tier das Fell abzuziehen. Fell und nacktes Tier lassen sich dann weiterverkaufen.“
Eilig kratzte meine Feder über das Papier. „Das gehört also auch zum Beruf eines Jägers… eine letzte Frage hätte ich noch. Sicherlich muss man schon einiges an Geschick mitbringen, um richtig mit dem Bogen umzugehen. Welche anderen körperlichen Voraussetzungen sollte man denn noch mitbringen, um in diesem Beruf erfolgreich werden zu können?“
„Man sollte leichtfüßig sein, also ohne viele Geräusche durchs Gestrüpp gehen können. Andernfalls wird man nie ein Reh finden. Außerdem gute Augen und das gewisse Gespür – wo würde ich mich verstecken, wenn ich ein Reh wäre? Das hilft. Es kann natürlich nicht schaden, sich entsprechende Kleidung zuzulegen, die zwischen den Bäumen nicht so auffällt, auf Rot sollte man wohl lieber dabei verzichten.“
Ich fügte meinen Unterlagen noch ein paar letzte Punkte hinzu und lächelte Zwergix zu. „Ich danke Euch vielmals für Eure Auskünfte, werte Zwergix.“
„Bitte bitte…“, erwiderte sie und fügte im gleichen Atemzug noch hinzu: „Übrigens wird seltenst ein Reh mit einem Wolf am selben Fleck gesehen, da das Reh sofort flieht, wenn es einen Wolf spürt.“
„Diesen Tip werden sicher viele angehende Jäger zu schätzen wissen. Euch noch viel Erfolg dabei!“
„Vielen Dank… ich übe fleißig.“ Mit diesen Worten verabschiedeten wir uns, woraufhin ich mich wieder in die Räume der Redaktion begab.

Der Jäger ist sicherlich ein sehr abwechslungsreicher und spannender Beruf, weiß man doch nie, was einen erwartet. Wer weiß, vielleicht findet ja der ein oder andere unter euch, werte Leser, darin ein neues Betätigungsfeld.
Ich wünsche Euch eine aufregende Woche,
Eure Liala

31
Aug

Abenteuerlust und Gefahr

   Von: Feelicitas in Schlagzeilen

 

Werte Leserschaft.
Kaum etwas, abgesehen von einer emotionsgeladenen Debatte um Magie und Hexerei zu der sich der Trenter Bote jeglicher Stellungnahme enthält, da es jedem Bürger frei steht, sich selbst ein Bild zu machen von den Wortgefechten, die am Großen Schwarzen Brett des Landes ausgetragen wurden, bewegte die neu entdeckte Wüste in dieser Woche die Herzen und Worte der Simkeaner. In vielen Augen sah man es aufblitzen bei der Vorstellung, selbst einmal einen Fuß in diese unglaublichen Weiten des Sandes zu setzen.  Einige Wagemutige schnürten sorgfältig ihre Rucksäcke, um sich dem Kampf  gegen brennend heiße Wüstentage und klirrender Kälte der Wüstennacht zu stellen. Die ersten, die davonzogen Read the rest of this entry »

31
Aug

Es war nicht leicht….

   Von: Feelicitas in In eigener Sache

 

… beim Schreiberwettbewerb zu einer Entscheidung zu gelangen. zunächst einmal einen herzlichen Dank an Lodrakan, Fimbultyr, Morrighan und Helvetian für die Mühe, die sie sich gemacht haben und die Artikel, die wir die Freude hatten am großen Schwarzen Brett der Stadt lesen zu können. Doch wir mussten zu einer Entscheidung kommen. Read the rest of this entry »

31
Aug

Gefahren der Wüste

   Von: Olana in Schlagzeilen

Liebe Simkeanerinnen und Simkeaner!

Wie ihr euch vielleicht erinnert, berichtete ich in der letzten Ausgabe von meinem kurzen Gespräch mit Vincente, in dem er mir ein wenig über die Wüste und ihre Eigenheiten erzählte.  Noch lange habe ich über seine Worte nachgedacht und sein letzter Satz klang mir noch Tage später in den Ohren: „Es lauern viele Gefahren in der Wüste. Nicht nur gefährliche Tiere oder die Sonne, welche hoch am Himmel steht. Nein, auch der Sand selbst hat seine Tücken.“ Was mag er nur damit gemeint haben? Sonne ist doch etwas wunderbares, wenn sie auf einen herabscheint, und Tiere leben um Umland ja schließlich auch mehr als genug… Und Sand? Gefährlich? Das kann doch gar nicht sein, schließlich buddel ich ziemlich häufig in ihm herum…  Ich beschloss also, mich noch einmal zum Geröllfeld aufzumachen, um Vincente ein wenig mehr zu entlocken. So packte ich ein wenig Proviant in meinen Rucksack und stiefelte los.

Schon Meilen voraus roch ich den warmen Geruch von Kamelen, der mir entgegenflog und mir den mir bekannten Weg wies. Am Geröllfeld angekommen begrüßte mich ein ausgeruhter und frisch gewaschener Vincente, der mich anstrahlte und mit einem Lächeln sagte: „Corotica, schön euch zu sehen! Ich wusste, ihr würdet noch einmal zu mir kommen. Euch hat mein Gesagtes keine Ruhe gelassen, was?“ Ich blinzelte in die Sonne und sprach: „Nun ja, also, ich, ähm… Was ihr mir erzählt habt von den Gefahren, ich kann das nicht so wirklich glauben. Könnt ihr mir nicht bei einem kleinen Picknick etwas genaueres erzählen?“ Vincente nickte mir zu, sah noch kurz nach seinen Kamelen und setzte sich zu mir auf einen großen Stein. Ich breitete vor uns frisch gebackenes Brot, einige Steaks und frischen Apfelsaft sowie Wasser aus und begann schließlich, meine Fragen zu stellen.

„Wieso ist denn die Sonne so viel gefährlicher in der Wüste als hier?“Nun“, sprach Vincente, trank einen Schuck Apfelsaft und fuhr fort: „Wie du weißt, steht die Sonne in der Wüste sehr hoch am Himmel. Es gibt dort keine Wolken, hinter der sie sich mal kurz verkriecht und uns einen kurzen schattigen Moment bereitet. Auch Bäume zum Schutz suchst du dort vergebens. Auch, wenn es sehr heiß ist, so musst du dich gut schützen, denn sonst verbrennt dir die Sonne deine Haut und du bekommst einen schmerzhaften Sonnenbrand, gegen den nur noch ein von den Alchemisten entwickelter Sonnenbalsam hilft.“ Vincente kramte in seiner Tasche und zog ein Fläschchen heraus. „Dies habe ich nun immer bei mir – sicher ist sicher!“ Skeptisch betrachtete ich die Flüssigkeit und stellte fest, dass der Apfelsaft bedeutend leckerer aussah. „Doch noch schlimmer ist ein Sonnenstich. Dieser steigt dir sogleich zu Kopfe, du wirst irr und weißt nicht mehr wo sich Nord noch Süd befinden.“ „Naja“, sagte ich, „aber wenn es keine Wolken gibt, dann muss zumindest die Nacht ja wunderschön sein mit all den Sternen, die man dann funkeln sehen kann.“ „Das wohl, doch lass dich nicht von der am Tage herrschenden Wärme täuschen. Die Nächte in der Wüste sind bitterkalt. Einige meiner Begleiter holten sich Frostbeulen und litten einige Tage unter diesen schemrzhaften und juckenden Dingern.“ Über all diese Dinge hatte ich gar nicht nachgedacht. Aber ich musste auch die anderen Fragen klären, denn noch einmal tagelang grübeln wollte ich auch nicht. „Und was hat es mit dem Sand auf sich?“ Vincente schaute kurz zu seinen Tieren, griff sich noch ein Stück Brot und begann zu erzählen: „Nun, wir haben festgestellt, dass es einige Stellen gibt an denen der Sand feiner ist als normal. Er scheint alles, was sich auf ihm bewegt wie von Geisterhand zu verschlingen. Sich zu befreien kostet sehr viel Kraft und ein wenig Erfahrung. Am besten ist es, wenn ihr jemanden bei euch habt, der euch hinausziehen kann, denn sonst kann es wahrlich tödlich enden.“ Mir lief ein Schauer über den Rücken und ich musste mich schütteln bei dem Gedanken, im Treibsand zu versinken und in den Armen der Segnung wieder zu erwachen. Vincente schaute mich ein wenig schmunzelnd an und stellte fest, dass so eine Expedition wohl nicht für jeden etwas wäre, worauf ich ihm nur nickend zustimmen konnte. „Und was ist mit den Tieren?“ „Hmm, erinnerst du dich nicht mehr, was ich dir letztes Mal berichtete?“ sprach er und kramte abermals in einer seiner Taschen. Ich sah ihm dabei zu und als ich die kleine Schachtel in seinen Händen sah, schoss es wie ein Pfeil durch meinen Kopf. „Natürlich, ja, der Skorpion!Verzeiht, dass ich es vergaß…“ Ich warf noch einmal einen Blick in das Kästchen und wusste sofort, was Vincente mir vor einigen Tagen erzählt hatte. Dieser gefährlich aussehende Stachel konnte einem in den nicht gut geschützten Fuß pieksen und tagelange Schmerzen verursachen. „Aber Hadjin, ein guter Bekannter von mir, welcher einige meiner Kamele in der Wüste betreut, hat mir verlauten lassen, dass einige Wanderer ein wolfsähnliches Tier erblickt haben – einen Coyoten. Allerdings scheint dieser sehr scheu zu sein, sodass man vor ihm keine Angst haben muss.“


„Habt Dank, Vincente! Ich glaube, ich überlege es mir doch noch einmal, ob ich eine kleine Expedition wage.“ Vincente lächelte mich an und sprach: „Ach, wisst ihr, eine kleine Expedition kann manchmal länger dauern als einem lieb ist. Aber wenn ihr noch etwas wissen möchtet, ihr könnt jederzeit zu mir kommen, ich freue mich immer über einen netten Besuch, vor allem wenn er so gutes Essen mitbringt!“ Ich machte einen Knicks, steckte ihm die restlichen Nahrungsmittel zu und verabschiedete mich. Gut gestärkt machte ich mich wieder auf nach Trent. Ich blickte mich noch einmal kurz um und sah, wie Vincente ein Kamel sattelte und es an einen wagemutigen Simkeaner übergab, welcher sich auf den Pass in Richtung Wüste begab. „Ob ich auch einmal all meinen Mut zusammennehmen werde und dieses Abenteuer wage?“ dachte ich im Stillen, drehte mich wieder um und lief weiter, bis ich weder Vincente erblicken noch die Kamele riechen konnte.