Archiv März, 2009

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Mrz

Wohlig warm im Wolfspelz

   Von: Vishvadika in Schlagzeilen

Traumpaar der Woche - Fellumhang und spitze Lederschuhe

Traumpaar der Woche - Fellumhang & spitze Lederschuhe

Meine verehrten Leserinnen und Leser, spüren Sie es nicht auch?

Nach den anfänglich warmen Frühlingsbrisen naht nun der unstete April, der launisch seine Kapriolen schlägt.
In der vorletzten Ausgabe berichtete ich Ihnen an dieser Stelle von den neuen farbigen Umhängen, die derzeit im ganzen Lande beliebt sind. Doch was, wenn selbst ein solch prachtvoll bunter Stoffumhang nicht mehr genügend Schutz gegen die eisigen Winde bieten kann?

Die ebenso attraktive wie praktische Lösung lautet: Ein seidig-weicher Fellumhang!

Kuschelt man sich in diese edlen, mühevoll gekürschnerten Pelze ein und schließt die Augen, so sieht man alsbald loderne Kaminflammen vor sich und spürt augenblicklich wohlige Wärme – selbst dann, wenn dort tatsächlich nur der unbarmherzige Abgrund des kalt umwehten Plateauberges klafft.
Einen großen Vorteil birgt der Pelzumhang für eingefleischte Individualisten: Noch gilt er als cleverer Geheimtipp in der Trenter Modewelt. Bestellen Sie schnell bei einem Lederhändler Ihres Vertrauens, bevor dieser sich vor Bestellungen nicht mehr retten kann!

Modetipp der Woche: Zu dem adretten Fellumhang empfehle ich Ihnen ein paar spitzer Lederschuhe. Sie sind extravagant genug, um dem Fellumhang modisch noch den letzten Schliff zu geben. Nun sind Sie perfekt für den Aprilanfang gewappnet!

Nun möchte ich Ihnen noch eine Neuerung in dieser Rubrik vorstellen:

Der Trenter Trendkompass.
Hier dürfen Sie, geneigte Leserinnen und Leser, Ihre stilsichere Meinung abgeben.

Welchen Schutz gegen kalte Frühlingswinde wählen Sie?

  • Ich bleibe bei meinem Stoffumhang, die blauen Lippen stehen mir äußerst gut. (50%, 9 Votes)
  • Ich besitze bereits einen Fellumhang und bin damit der Mode schon voraus. [Gratulation!] (33%, 6 Votes)
  • Ich bade auch im Schneehain - wozu also einen Umhang? (11%, 2 Votes)
  • Ich werde mir sofort einen kuscheligen Fellumhang bestellen. (6%, 1 Votes)

Total Voters: 18

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Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

30
Mrz

Viele bunte Bilder…

   Von: Alphia in Rätsel

Die Lösung des letzten Rätsels lautete: KOERPERBILDUNGSSTEIN und die Gewinner der Überraschungspakete des letzten Rätsel heißen:

1. Billa
2. Marese
3. Pytron

Die Redaktion gratuliert den Gewinnern herzlichst.

Und hier das neue Rätsel, eine Sudoku- Variante. Die Anfangsbuchstaben der markierten Zeile von oben nach unten gelesen, ergibt das neue Lösungswort.

sudoku1neu

Zu gewinnen gibt es dieses Mal:

je ein Überraschungspaket für die drei Erstplatzierten – wir wünschen viel Erfolg!

Schickt die Lösung an: leser@blog.simkea.de

Sollten mehrere richtige Lösungen eintreffen, entscheidet das Los. Einsendeschluss ist Freitag, 03. April 2009

Redaktionsangehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

30
Mrz

Vermisstensuche!

   Von: Tonksi in In eigener Sache

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

sucram

sucram

seit einiger Zeit, genauer seit 13 Tagen und Nächten, wird unser Mitbürger und Redakteur, der für die Nachrichten aus dem Umland mitverantwortlich zeichnete, vermisst. Read the rest of this entry »

30
Mrz

Chaos in Simkea!

   Von: Tonksi in Schlagzeilen

Geschätzte Leserinnen und Leser,

Wasser

Wasser

die Flut der Hiobsbotschaften hat am Abend des Erscheinens der letzten Ausgabe unserer Gazette eine neue, sprichwörtliche Form angenommen. Fassungslos erschien IceT am Markt und sah sich einer gewaltigen Flut Wasser hilflos gegenüber: ein Bürger hatte sich einen Scherz erlaubt und eine fast unwirklich erscheinende Zahl Wasser (in Worten: zwölftausend!) auf den Markt losgelassen. Über beinahe 5 Stunden hinweg waren die anwesenden Bürger pausenlos damit beschäftigt, diese nie zuvor in Trent gesehenen Wassermassen abzuschöpfen, von allen Seiten eilten sie mit Tonkrügen herbei, bemüht, keinen Schaden durch das Wasser entstehen zu lassen. Erst einige Zeit nach Mitternacht herrschten wieder gewohnte Verhältnisse auf dem Marktplatz. Doch sollte das alles gewesen sein? Weit gefehlt! Read the rest of this entry »

30
Mrz

Herr Holzbein

   Von: Lady Sharina in Schlagzeilen

Geneigte Leser,
eine neue Woche stand vor der Tür und somit ein neues Mitglied unserer Regierung, welches es zu befragen galt. Nach den letzten größeren Ausflügen, die doch sehr viel Zeit in Anspruch nahmen beschloss, dieses Mal auf Sicherheit zu setzen und den Aufenthaltsort von Herrn Holzbein im Vorfeld durch eine eilig losgeschickte Taube in Erfahrung zu bringen.
Auf meine Frage, wo er denn für gewöhnlich anzutreffen sei, bekam ich auch bald taubenwendend eine Antwort:

„Oh, dat is ne Fraje… Isch ston am Markt herom, inne Bäckerei, naja oder bin in der ruhijen Ecke am Schniggern. Am liebsten bin isch als alter Süßwasserpirat inne wildn Wogen, aber davon kann ja kinner mer leeve.“

Ein wenig verwirrt blickte ich auf den Zettel in meiner Hand, anscheinend würde es doch wieder eine längere Reise werden. Die Einzelheiten möchte ich Euch ersparen, es sei nur so viel gesagt, dass ich mich schließlich am gestrigen Abend im Trenter Umland befand, reich an Erfahrung (ja, ich kenne nun jede „ruhije Ecke“ in ganz Simkea), aber arm an Antworten. So blieb mir nur noch, mich in der Abenddämmerung zum See zu begeben, um auf diesen hinauszurudern. Für gewöhnlich ist dieses Abenteuer nichts für mich, aber die Befürchtung, der geneigten Leserschaft kein neues Interview bieten zu können, trieb mich weiter, bis ich schließlich am Horizont ein kleines Boot entdeckte, mit der unverkennbaren Silhouette Herrn Holzbeins an Bord.
Mit Mühe und Not erreichte ihn dann schließlich doch, um ihm im Licht der untergehenden Sonne ein paar Antworten zu entlocken.

„Seid mir gegrüßt, werter Herr Holzbein. Schön, dass ich Euch gefunden habe… beginnen wir gleich: Für welche Bereiche der Regierung und Entwicklung Simkeas seid Ihr zuständig und wie viel Eurer Freizeit müsst Ihr dafür opfern?“

„Ha, tja, auch wennet absurd is – isch schreib nur Texte und denke mit. En Holzbein am denken…“ Er lachte laut auf, was unsere Boote ein wenig zum Schwanken brachte. „Tjoa, aber wenn de Master ett jut finnet, dann bin isch bereit.“

„Gibt es konkrete Projekte, an denen Ihr zur Zeit arbeitet?“

„Isch arbeite janz konkret immer annem Projekt: Bereits abjeschlossene Projekte abzuschließen. Und dat dauert…“, ein leichtes Schmunzeln begleitete diese Worte.

Inzwischen ein wenig entspannter lehnte ich mich etwas zurück. „Und was plant Ihr für die Zukunft?“

Die Antwort folgte sogleich: „Ich hoff, dass ich innfach mehr Zick han, für mehr Texte, aber ja… Dat hoff isch nur schon wat länger.“ Er grummelte dabei unzufrieden in sich hinein.

„Arbeitet Ihr hauptsächlich allein oder auch einmal mit anderen Ratsmitgliedern gemeinsam?“

„Dat iss zweijeteilt.“, erwiderte er. „Mit einem Teil vum Ratt, den janzen Jestaltern, da plane ich nur zosamme und sach dann und wann, wat isch so denke. Die viele Texte und Schilder hier im Lande verfassen großteils Tod und isch, aber da erjänzen wir uns eher stillschweijend.“

Ich musste schmunzeln. „Stillschweigend? Gibt es denn ab und an Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Euch und den anderen Ratsmitgliedern?“

„Ohhjaaa, ähh, NEIN, NEIN, NIEMALS!“ Eilig blickte er sich um, ehe er sich mir wieder zuwandte. „Nun, isch denk, die verstonn misch nit immer, aver dat versteh isch nit – von daher – eher nit.“

Ich verkniff mir das Lachen und fuhr fort: „Was wäre Euer persönlicher Wunsch für das weitere Bestehen unserer Welt?“
„Ha: Ne Meisterschale mit Poldi… oder… äh…“ Offenbar hatte er meinen fragenden Gesichtsausdruck bemerkt, zumindest blickte er mich nicht minder verdutzt an. „Achso: Vielfalt. Vill vun allem – dat reischt dann wohl.“

„Gibt es etwas, egal was, was Euch an unserer Welt überhaupt nicht gefällt?“

„Die Debatte um dat sojenannte Solifeuer. So ein Quatsch! Wech damit und Ruh iss. Und isch find\‘ die Marktstände nit sinnvoll, aber dat passt dann eher zu der vorijen Fraje. Also dem ersten Teil davon.“

„Was sind in Euren Augen die bedeutsamsten Änderungen, welche Simkea in der letzten Zeit durchlaufen hat?“

Er hüstelte leicht. „Wie weit jeht letzte Zick zurück? Ich sach ma, dass der Bote hier ne janz schöne, also wirklich schöne Verännerung iss. Aber der große Schnitt, dat war wohl der Umbau von ne Welt unter MasterX Fingern hin zu einem größeren Rat. Isch denke, da sinn wir in einem tollen Prozess, wenn auch noch janz am Anfang.“ Diese Worte unterstrich er mit einem Nicken.

„Wünscht Ihr Euch denn manchmal mehr Anerkennung für die Arbeit des Rates?“

Auch hier folgte die Antwort prompt: „Öhh. Nö. Passt allet.“

Vor der nächsten Frage war ich etwas nervös: „Zu guter Letzt, falls diese Frage nicht zu persönlich ist – wie kamt Ihr zu Eurem Holzbein und wie kommt Ihr damit zurecht?“

Meine Zweifel schienen durch Herrn Holzbeins Reaktion bestätigt zu werden: Er verfiel in ein langes Schweigen. Dann blickte er mich an. Schwieg weiter. Schließlich, nach fast endlosen Sekunden – oder Minuten? – eine erste Äußerung: „Nun ja.“ Wieder musste ich eine Zeitlang warten, ehe er fortfuhr. „Bei Wellenjang kann isch misch am Boot festnajeln. Dat hat Vorteile…“

Aufgrund der unangenehmen Art der Frage beschloss ich, nicht genauer nachzuhaken, auch dem Drang zu Kichern nicht nachzugeben und stellte stattdessen die letzte Frage. „Gibt es irgendetwas, was Ihr den Bürgern Simkeas noch mit auf den Weg geben wollt?“

„Abjesehen vun ming Fischsteaks? Hmmm. Seid liev, lieve Lück! Und nemmt nem alten Holzbein nix krum, isch war innfach lange allinn op hoher See. Heyho!“

Mit diesen Worten tauchte er seine Paddel ins Wasser und ruderte von mir fort, woraufhin auch ich den Rückweg antrat.
Erst, als die Sonne schon lange untergegangen war erreichte ich die rettenden Redaktionsräume und sitze nun hier, 12 Stunden, bevor Ihr dieses Exemplar des Boten in den Händen haltet und schreibe meinen Bericht.

Ich hoffe, Ihr konntet etwas Neues über Herrn Holzbein erfahren und erfreut Euch an den hart erkämpften Antworten.
Ich bedanke mich, werte Leserschaft,
Liala

Nächste Woche werde ich für Euch versuchen, einen Blick unter balldruins Kapuze zu erhaschen…

30
Mrz

Ein Wimpernschlag des Glücks

   Von: Feelicitas in Schlagzeilen

Es gibt Augenblicke, in denen scheint das Leben vollkommen. Wir sind erfüllt von einem solch tiefen Gefühl des Glücks und des Einklangs mit uns, daß es uns schon fast zu zerreissen droht und wir weinen könnten, bei der Erkenntniss, dieser Augenblick wird vorübergehen, wie ein warmer Hauch des Sommerwindes. Wir möchten diesen Augenblick festhalten, ihn bannen, auf daß er nie vergehe. Doch nichts ist unendlich , denn die Unendlichkeit selbst. Uns bleibt nur die Augen zu schließen und das Gefühl, das uns erfüllt, einem kostbaren Edelstein gleich in der Schatzkiste der Erinnerung zu verschließen, auf das wir in einem Augenblick der Trauer oder der Verzweiflung nach ihm greifen und ihn fest umschließen, uns von seinem sanften Schimmer  führen lassen können aus der Dunkelheit.

Das Leben besteht aus einer Vielzahl dieser kostbaren Edelsteine, manch großem, aber auch manch kleinem. Wir müssen nur gewillt sein, sie zu erkennen und als dem Schatz zu begreifen, der sie sind.

Liebe Bürger,

wie ihr bereits in unserem Leitartikel lesen konntet, mussten die braven Bürger Simkeas gleich zweimal alle Kräfte mobilisieren, um das Land von allerlei Gegenständen, die dort verteilt wurden, zu befreien. Read the rest of this entry »

30
Mrz

Brauchtum in Simkea 2.Teil

   Von: Alphia in Schlagzeilen

Immer wieder kommen neue Simkeaner durch das Portaltor. Viele Frauen und Männer, und auch manch blumige Wesen, wagen den Schritt in eine ungewisse Zukunft und begeben sich auf Entdeckungsreise.

Gut mit Proviant und einigen Blechtalern ausgestattet, kommen sie von der Portalinsel und erreichen, nach einem mehr oder weniger langen Marsch, Trent. Dort treffen sie dann überrascht am Marktplatz ein und sehen viele Simkeaner, die fleißig kochen, an Gebrauchsgegenständen werkeln oder handeln.

Angesichts des immer knapper werdenden Proviants und der mehr oder weniger sichtbaren Verschleißerscheinungen ihrer Bekleidung, drängt sich immer wieder die Frage auf, „Was mache ich am Besten, um auch möglichst schnell Geld zu verdienen? … Wie funktioniert was? … Wo finde ich was? … “

Viele Antworten findet man im großen Buch der gesammelten Weisheiten, im Wiki. Doch so mancher ‚Neuling‘ möchte doch lieber mit den anwesenden Leuten sprechen, umso einen Weg in die neue Gemeinschaft zu finden.

Liebe Simkeaner, seid freundlich und gebt Auskunft, und denkt an den Tag zurück, als ihr das erste Mal auf den Marktplatz gekommen seid. Auch das ein oder andere Stück Brot oder Schluck Wasser wird mit Freuden angenommen werden.

wird fortgesetzt…

In der allseits beliebten Serie „Orte im Umland und was sie zu bieten haben“ wollen wir uns heute mit 2 besonderen Orten auseinandersetzen.
Der erste von beiden ist der allseits bekannte und beliebte Friedhof auf den Koordinaten(13/15), gleich östlich von Trent. In letzter Zeit eher häufig besucht, stellt er normalerweise einen Ort dar, den man in Simkea eher meidet, da sich allzulanges Aufhalten dort doch schon öfter als gesundheitsschädlich herausgestellt hat. Der einzige Bewohner, der sich dort dauerhaft aufhält ist die gute Segnung, die mit ihren mysteriösen Kräften und ihrem beschränkten Wortschatz schon manchen Toten wieder vom Friedhof ins Leben geschmissen hat.. vermutlich weil er ihr auf den Keks gegangen ist.
Der zweite interessante Ort ist das Holzfällerlager, das nahe am Eingang zum Dämmerwald liegt (8/5). Neben balldruin, dem „König des Waldes“, trifft man hier allerlei findige Holzfäller, die ihre gehackten Äste und Bäume am Sägebock in die unterschiedlichsten Erzeugnisse umarbeiten, die ihnen ihr Berufsstand so bietet… Bretter und Holzstäbe kann man hier eigentlich immer bekommen. Auch das ein oder andere Gespräch mit einem Holzfäller kann man hier noch suchen, um die neuesten Nachrichten über Holzwurmbefall oder die beste Axt auszutauschen.
Fazit: Beide Orte sind, obwohl nicht unbedingt spielentscheidend, einen Blick wert und zumindest das Holzfällerlager bietet auch Lebenden spannende Tätigkeiten.
Nächste Woche werde ich euch unter anderem den Strand vorstellen… Man darf gespannt sein.
In diesem Sinne, eine schöne Woche
euer Africarlos

Selbstloser Mitbürger

Die Woche begann am Montag mit einer selbstlosen Aktion des geschätzen und erfolgreichen Barden Lodrakan. Der edle Herr verkaufte an jeden, der noch recht neu in unseren Laden weilt 10 Holz für nur 5 Heller und schenkte jedem Bürger, der erst kürzlich durch das Tor schritt 10 Kreuzer. Desweiteren erbot er sich Neubürgern 5 Holz gegen 10 Holz einzutauschen. Auf die Frage, was ihn zu dieser überaus edelmütigen Tat bewege antwortete er mit einem Lächeln : „Ich hab heut meinen Sozialen Tag eingelegt!“

Zerstörerische Kräfte

Wie schon im Advent der werte Bürger Keldan, so verursachte am späten Donnerstag abend der Bürger Thorwall einen Funkenregen am nächtlichen Himmel über Trent. Möglicherweise durch die Zweckentfremdung als Bratofen, fiel die Glaserei der Zerstörung anheim. Unglücklicherweise konnte sie nicht schnell wieder errichtet werden, da die Materialien  zu starken Schaden genommen hatten. Wir weisen an dieser Stelle noch einmal darauf hin, daß bitte davon abzusehen ist, in Brennöfen oder über dem Schmiedefeuer seine Nahrungsmittel zu garen, zumal der Nachgeschmack dortig gebratenen Gutes doch sehr zu wünschen übrig lässt.

Segensreiche Gaben

Seit der Zeit, da in Simkea immer wieder bedauernswerter Weise Bürger der Tod ereilt, ist es üblich,  kleine Gaben, die dem Toten den Weg zurück erleichtern mögen, neben seine sterblichen Überreste zu legen. Leider kommt es immer wieder zu Plünderungen dieser segensreichen Gaben. Oft geschieht dies aus Unwissenheit darüber, welch hohe Bedeutung diesen  innewohnt. Darum liebe Mitbürger lasst euch sagen: Findet ihr am Wegesrand, in einer lauschigen Gasse oder auch am Trenter Markt einmal Blumen oder einstweilen auch Kräuter auf dem Boden, so beugt das Haupt, trauert und lasst ab davon sie mit euch zu nehmen. Ein geschätzer Mensch wird hier seinen Weg zu Segnung angetreten haben.

Mysteriöser Krankheitsfall

Almuth angekratzt

Almuth angekratzt

Die von uns allen geliebte Almuth wirkte in den letzten Tagen ein wenig „angekratzt“ und angegriffen. War sie bisher immer von Krankheiten und Not unberührt und wirkte kerngesund, so erscheint ihr Zustand am Freitag und Samstag doch recht besorgnisserregend zu sein.  Auch wenn sie versuchte, ihre offensichtliche Krankheit herunterzuspielen, warf man einen genaueren Blick in ihr mühsam lächelndes Antlitz, so ließen sich die Zeichen nicht verleugnen. Glücklicherweise scheint es, daß ein Heiler sich ihrer angenommen hat, so daß sie schon am Sonntag morgen wieder einen kerngesunden Eindruck machte. Nicht auszudenken, was geschehen wäre, wäre sie  ihrer Krankheit erliegen!

Wilson angekratzt

Wilson angekratzt


Ergänzung der Redaktion: Bei einem nächtlichen Streifzug erkannte der Chefredakteur kurz nach Redaktionsschluss, dass eine weitere Persönlichkeit derselben Krankheit anheim gefallen war: Wilson, der am Portal neue Bürger in seine Obhut nehmen soll, ist ebenfalls erkrankt. Man kann nur spekulieren, ob es sich um eine Epidemie oder die Tat eines wüsten Unholds handelt, aber die Redaktion wird intensiv recherchieren, was genau den Zustands solch wichtiger Mitbürger gefährdet. Wir berichten weiter! (ice)

Seltsamer Zerfall

Am Abend des 26. ereilte die Trenter Bürger eine erschreckende Mitteilung des geschätzen MasterX , seines Zeichens Wächter der Tore und Oberster der Regierung. Eine nicht näher zu klassifizierende Kraft schien die Haltbarkeit der Werkzeuge herabzusetzen. Sogleich machten sich die Bewohner daran, ihre Werkzeuge zu testen, ob auch diese betroffen seien. Nach einigen Tagen lässt sich nun sagen, daß diese sonderbare Kraft auf ausnahmslos alle Werkzeuge wirkt und sich deren Haltbarkeit deutlich reduziert hat. Doch nicht nur Werkzeuge gingen auf dem Markte zu Hauf zu Bruch -schmunzelnd konnten die Anwesenden sich auch der folgenden Mitteilung erfreuen : „ein Gegenstand zu Bruch: Erkältung“ . Dabei war diese noch exellent und unbenutzt….

Am Montag abend spielten sich gar unglaubliche Szenen am Trenter Markt ab. Gegen 19:40 Uhr unternahm der Bürger Tom der Hagere den Versuch den Markt mittels der schier unglaublichen Menge von 12000 Wasser im Wert von gut 420 Hellern (oder auch 4 Dukaten und 2 Silber!) zu fluten.

Trotz des schnellen und beherzten Eingreifens der Marktbesucher und Bewohner schienen die Wassermassen nicht zu schrumpfen. Eine erste grobe Schätzung Firunjas, bei dem anfängliches Schöpftempo solle man der Wassermassen binnen einer Stunde Herr werden, erwies sich als zu optimistisch. Obwohl mehrere Bürger , unter ihnen auch das Ratsmitglied Pytron, einem wahren Schöpfrausch erlagen, glich auch noch nach 2 Stunden der Marktplatz eher einem Ausläufer des Schlingsees denn eines Ortes des Handels.  Während die ersten eifrigen Helfer schon über Rückenbeschwerden klagten oder auch bei einer Menge von 500 Wassern um die Tragfähigkeit des eigenen Rucksacks fürchteten und das Schöpfen einstellten und anderen überließen, reizte andere das erfrischende reichhaltige Nass zu einer spontanen Strandparty. Das geachtete Ratsmitglied Herr Holzbein ließ sich gar dazu hinreissen, einen eleganten Sprung vom Dach seiner Marktbude zu wagen. Elegant nahm er Anlauf, rutschte weg und landete mit einem gewaltigen Klatschen im Wasser. Immer wieder entbrannten kleinere lustige Wasserschlachten, während eine zusehens erschöpfter werdende Reporterin des Boten immer wieder daran erinnerte, wie viele Stunden der verzweifelte Kampf gegen die Fluten bereits währte. Erst um 0:34 Uhr, nach fast 5 Stunden unermütlichen Einsatzes entfernte der Bürger AlPenolo schließlich den letzten Tropfen des kostbaren Nasses vom aufgeweichten Markt.

Der Verursacher dieses Tumuluts, Tom der Hagere, gab dem Boten auf die Frage nach den Bewegründen für seine Tat schmunzelnd folgende Stellungnahme ab:  „Soziologische Forschung…Es war schon eine Art Versuch. Eine Versuchung für alle Mitbewohner und ein lustiges Ereignis. Das Wasser habe ich nach und nach so gesammelt, ich habe noch eine Menge. Ich staune, wie schnell doch die 12000 vom Marktplatz verschwinden.“

Nicht nur denjenigen, die in letzter Zeit mit wachen Augen durch das Umland streunten, wird aufgefallen sein, dass es ungewöhnlich ruhig war. Kein Rascheln im Unterholz war zu vernehmen, kein Wolfsgeheule trieb einem schreckhaften Simkeaner des Nachts eine Gänsehaut über den Rücken. Irgendetwas scheint die Tiere des Umlandes zu beunruhigen, denn seit geraumer Zeit ist der Anblick eines Rehs oder gar eines Wolfes eine Seltenheit. Sollte dies der Beginn einer geplanten Ernährungsreform sein oder leiden sämtliche Wildtiere einfach nur unter Arachno-phobie?

Erst die Fische, nun auch noch die Rehe und Wölfe… Im Umland ist vieles zu entdecken, doch wer auf der Jagd ist, sollte derzeit überlegen, ob er Pfeil und Bogen nicht lieber gegen ein Schmetterlingsnetz tauschen möchte, denn die Vorboten des Frühlings sieht man fast schon häufiger als das ersehnte Wild. Doch noch häufiger sind in diesem Jahr die Grünschrecken im Umland anzutreffen. Die grünen Tierchen scheinen sich durch das derzeitige Klima und die noch immer andauernde Wildknappheit perfekt vermehren zu können. Aber selbst den erfahrensten Jägern wird klar sein, dass weder Grünschrecken und Schmetterlinge noch die durch das Zuchtsystem hervorgebrachten Tiere eine Alternative zu den saftigen Steaks, welche die Fleischer aus erlegten Wölfen und Rehen zaubern können, sein werden. Aber ob es die anderen Simkeaner auch so sehen? Dazu Stenophrates, ein ehrenwerter Jäger und Sammler: ”Den meisten Simkeanern wird bald klar sein, dass ein Steak von einem überzüchteten Hammel lange nicht so lecker schmeckt wie das Fleisch von einem wildlebenden Wolf, das auch besonders gesund ist wegen dem großen Anteil an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren”. Es bleibt also weiter zu beobachten, wie sich Angebot und Nachfrage auf dem Markt entwickeln und ob durch die Wildknappheit die Preisschraube nach oben gedreht wird. Die ehrenwerte Katzendame Pytron bestreitet im Forum jedoch, dass sich an der im Umland lebenden Wildanzahl etwas geändert habe.

Äpfel und Blaubeeren erfreuen sich wie eh und je steigender Beliebtheit, denn der Frühling lässt Bäume und Büsche austreiben und bringt die ersten, heiß begehrten Früchte zutage. Sammler laufen eilig von Baum zu Baum, um die saftigen Früchte zu pflücken, ehe es ein anderer tut. Auch die Fischer haben nach dem plötzlichen Fischsterben (der Bote berichtete) wieder alle Netze voll zu tun. Es bleibt also nur zu hoffen, dass auch die Rehe und Wölfe bald wieder in unseren Wäldern anzutreffen sind, damit wir, solange das Zuchtsystem noch nicht ganz ausgereift ist, nicht ganz auf das ein oder andere leckere Steak oder Schnitzel verzichten müssen.

30
Mrz

Des Jünglings Pfad

   Von: Feelicitas in Schlagzeilen

Einst sah man einen Jüngling sitzen auf den Mauern seiner Stadt. Öd und einsam schien sie ihm geworden, des Lebens mit ihr war er überdrüssig. Der goldene Schimmer einer fremden Stadt zog ihn in seinen Bann, lockte ihn mit süssem Gesang und Gaukelei. So zog er eines Tages heimlich fort und ließ zurück, was er einst so geliebt, hinaus in die Fremde, zu kosten von der fremden Stadt verheißungsvoller Frucht. Sanft umfing sie ihn und der Jüngling ließ sich fallen  wie in die Arme einer Geliebten. Eine Weile erging er sich in ihrer Umarmung, lauschte verzückt ihren Verführungen, badete ihn ihrer fremden Farben Schein. Doch bald schon sah man ihn rastlos durch die Gassen huschen, in seinen Augen glomm ein sonderbarer Schein. Man sah ihn stehen  auf der fremden Stadt Mauern, den Blick in die Ferne gerichtet, aus der er einst kam. Der kalte Wind umspielte seine Gestalt und ließ ihn fröstelnd den Umhang fester um sich schließen. Eine kaum gekannte Sehnsucht erhob ihre Stimme in ihn, lenkte seine Schritte durch die  Gassen, ließ seine Ohren taub werden ob der lieblichen Klänge um ihn her. Zaghaft zunächst lenkte sie seine Schritte hinaus aus dem Tor, hinfort von der begehrten goldenen Stadt. Manches Mal verharrter er im Schritt, ein Zaudern ließ ihn zögern. Doch die Sehnsucht führte ihn weiter und schon bald gewahrte er die im roten Feuer des Abendlichts der lieblichen Stadt Mauern und durchschritt voll Sehnsucht das Tor. Voll Liebe umfing sie ihn, nahm ihn auf,  liebkoste ihn. Ihr Zauber schlug ihn erneut in ihren Bann, entriss ihn der goldenen Mauern Umarmung.

Einst sah man einen Jüngling stehen auf den Mauern der Stadt. Die Gestalt umwoben vom roten Schimmer des Abends, in den Augen ein goldener Glanz.