Archiv für Sparte ‘Klatsch und Tratsch’

17
Nov

Halloween-Magie

   Von: Calisto in Klatsch und Tratsch

Eines Abends, während des Halloween-Events, hatte ich am Marktplatz wie üblich die Bude geöffnet. Alle Anwesenden waren über den Tag bereits mehrfach von Schwefel und Seifenbomben getroffen worden. Da traf Ophelia ein und wurde herzlich von Erian begrüßt:
„Hallo Pheli :)“ Ophelia erwiderte den Gruß: „Hallihallo! Was ist denn mit dir wieder passiert?“
Vorwitzig mischte sich der allseits bekannte Halbzwerg Klamdor ins Gespräch der Verliebten: „Tee der Umwandlung“, mutmaßte er. Und auch ich hatte meine eigene Idee zu Erians flatterhafter Erscheinung: „Erian ist bestimmt zu nah an die Seifenblasen gekommen“, spekulierte ich. Klamdor jedoch beharrte auf seiner Meinung und führte diese (unterbrochen von einer AW-Irritation) auch gleich weiter aus: „Ich bleib‘ bei meiner Theorie.“ „Die wäre, Klamdor?“, fragte ich. Er antwortete: „Erian wurde in seinen Tee ein Geschlechtsumwandlungstrank gemischt, ob mit Absicht oder aus Versehen, ist mir nicht bekannt. Der Trank kann sich nun nicht entscheiden, deshalb flackert Erian. Oder hast du eine bessere Erklärung?“
Ophelia war ein wenig beunruhigt und ich versuchte mit ordentlichem Tee zu helfen. Außerdem war ich ja der festen Überzeugung, dass als Auslöser nur ein Übermaß an Magie infrage kam. Ophelia fragte ganz verwundert: „Und sowas trinkst du?“
„Vielleicht beruhigt der das Flackern etwas…“, sagte ich und reichte Erian einen garantiert unverseuchten und zauberfreien Kräutertee.
Klamdor war skeptisch: „Hmmmm….
Erian bedankte sich und sagte abwehrend: „Was Klamdor sich schon wieder einredet. Ich glaub eher, dass das an der Zauberseifenbombe liegt.“ Ratti war der Duskussion recht schnell müde und kletterte in Erians Rucksack. Ich stimmte ihm zu: „Sach ich doch. Die ganzen Bläschen, die hier immer durch die Luft schwirren… Da muss ja alles voll Magie sein.“
Einzig Klamdor beharrte auf seiner Meinung und hatte auch gleich noch einen “Vorschlag”, worauf die Diskussion ihren Lauf nahm: „Tee, eindeutig der Tee! Ich hätte da einen Vorschlag: Dracol soll dich beißen und dein Blut testen. Verwandelt er sich in Dracoline, wissen wir Bescheid. Erian erwiderte: „Vorschlag? Nachname Hammer?“, und fügte hinzu: „Ähhm, Klamdor…  Dracol ist ein Werwolf, kein Vampir…“ Klamdor sah das nicht so eng. „Egal, dann sein Wuffi“, sagte er. „Hauptsache, jemand beißt dich.“
Erian korrigierte ihn erneut: „Der ist ein Wermensch und auch kein Vampir“ Klamdor blieb stur bei seiner Idee: „Es wird doch hier irgendwo einen Vampir geben!“ Erian schlug vor, dass Klamdor einfach selbst den Versuch wagen möge und hielt ihm seinen Arm hin. Klamdor hatte jedoch kein Interesse und redete sich damit heraus, dass Valyndea das sicher nicht gutheißen würde. Ich überlegte weiter: „…und Blacky ist aktuell nicht da. Der wäre je wenigstens ein halber Drache…“, „…und ein halber Vampyr!“, fügte ich mit leichter Verzögerung grinsend hinzu.
Erian war gedanklich noch bei Klamdor und Valyndea: „Hmmm. Vielleicht mag sie mich beißen?“ Klamdor reagierte entrüstet und rief laut: „NIE!“ Erian zuckte mit den Schultern: „Tja. Ich fürchte, dann haben wir Pech gehabt mit deinem Experiment.“
„Sieht so aus“, sagte Klamdor, „war aber einen Vorschlag wert.“
Da sah Klamdor plötzlich Dracol um die Ecke kommen: „Da isser, wir können ihn ja mal fragen.“ Er wendete sich Dracol zu: „Duhuuuu, Dracol……“ „Ja, Klamdor“, erwiderte dieser mit fragendem Unterton. „Wir bräuchten mal deine Hilfe“, sagte Klamdor. „Na, dann helf‘ ich mal“, erklärte Dracol sich sofort bereit. Ophelia stand am Rand und beobachtete verwundert das Geschehen. „Aber ihr könnt doch nicht alle in Erian beißen?“, sagte sie mit leichtem Entsetzen in der Stimme. Bei Klamdor stieß sie damit jedoch auf taube Ohren. Unbeirrt redete er auf Dracol ein: „Also, Folgendes: Du beißt Erian und kostest einen Tropfen Blut. Wenn du dich in Dracoline verwandelst, wissen wir, dass Erian einen Geschlechtsumwandlungstrank getrunken hat.“ „Nee!“, wandte ich ein. Klamdor blieb stur: „Doch!“ Dracol jedoch wurde die Sache allmählich unheimlich. Außerdem hatte er seine Prinzipien: „Äh, nee, ich beiße in nix, was reden kann“, sagte er. „Ich bin da auch gegen“, wiederholte ich meinen Einwand, „Der einzige Grund wäre ja die seltsame Tee-Theorie von Klamdor.“ Klamdor reichte das als Grund: „Genau!“, bestätigte er meine Aussage. Dracol brachte weitere Gründe hervor, die gegen das Vorhaben sprachen: „Ich will kein Mädchen werden und kann auch nicht riskieren, dass Erian Fell bekommt.“ Klamdor hielt weiterhin an seinem Plan fest: „Ich bin der felsenfesten Meinung, und davon will ich nicht abweichen.“
Ophelia versuchte erneut, sich Gehör zu verschaffen: „Neee, Erian soll doch kein Fell bekommen…!“ „Dann friert er nimma“, wischte Klamdor den Einwand vom Tisch. Ich blieb bei meiner eigenen Theorie: „Erian hat nur magisches Seifenflackern.“ Auch Erian meldete sich nun zu Wort: „Also, ich mag zwar weniger Fell auf dem Kopf und im Gesicht haben als du, Klamdor, aber mich stört das nicht. Und Pheli stört´s auch nicht.“ Klamdor erwiderte mit mahnender Stimme: „Ihr werdet schon sehen was passiert, wenn der Trank sich entscheidet!“
Dracol machte auch noch einmal klar, was man von ihm erwarten konnte und was nicht: „Ich mag nicht beißen – und wenn, dann küsse ich lieber, und dann nur Damen!“ Ophelia beschloss indes, einfach mal zu hoffen, dass Kätchen Recht behielt. Klamdor sagte, zu Dracol gewandt: „Du küsst nur eine, Dracol, und nicht mehrere.“ Dracol grinste nur und erwiderte nichts. Erian war sich da nicht so sicher: „Also, dass Dracol nur eine küsst, wage ich arg zu bezweifeln.“ Klamdor wurde misstrauisch: „Was gibt es da zu grinsen?“ Dracol beschränkte sich weiterhin darauf, vor sich hin zu grinsen.
Ich hatte inzwischen eine neue Idee: „Du könntest natürlich auch Klamdor beißen, und wenn du anschließend hickst, wissen wir seinen Alkoholgehalt.“ „Toll, dann werd‘ ich ja besoffen“, antwortete Dracol wenig begeistert. Klamdor schaut stumm von mir zu Dracol und wieder zurück. Erian griff meine Idee auf: „Genau! Dracol beißt nichts, was redet. Aber Klamdor redet nicht, der schreit…, murmelte er. Dracol überlegt laut: „Hat Klamdor überhaupt Blut oder ist das Bier?“ „Das wäre einen Test wert“, antwortete ich grinsend und fügte hinzu: „Genau! Klammi ist ja schon weitgehend resistent. Aber ich denke mal so pro Tropfen Klammi-Blut gibt es ein Hicks.“ Klamdor reagierte entrüstet: „Boahhhhhhhhh! Woflu, komm mal her!“ Erian kicherte. Dracol sagte abwehrend: „Dann tue ich aber nicht beißen“ und suchte im Rucksack nach seinem Messer. „Lass das!“, rief Klamdor. Erian zeigte ein einfaches Schwert herum: „Hier, das sollte auch gehen, Dracol!“ Dracol schaut zu Erian und erwiderte: „Ja, das geht auch.“ Ich war noch nicht überzeugt: „Messer ist sicher besser. Immerhin bist du ja kein Vampyr.“
Klamdor plärrte los: „VERSCHWÖRUNG!“ Ophelia hielt sich die Augen zu. Ich sinnierte vor mich hin: „Ja, ein scharfes Schwert hat auch schon so manche Frage entschieden.“ Dracol grübelte kurz und murmelte dann: „Außerdem hab‘ ich Angst, dass ich schrumpfe, wenn ich Klamdor beiße.“
Inzwischen war Rodinia hinzu gekommen: „Huch, was ist denn jetzt mit Erian passiert? Ich war’s nicht… hoffe ich…“ Erian beruhigte Rodi: „Nee. Du wirfst keine Seifenbomben…“ Rodinia fragte erstaunt zurück: „Hmm… bedeutet das, dass du nur eine gute Wäsche nötig hattest?“ Ich erklärte Rodinia kurz die aktuelle Aufgabe: „Wir überlegen, Klamdors Alkoholgehalt zu erheben, Rodi“, und fügte zu Dracol gewandt hinzu „Hab grad kein Hausrecht da. Aber die Pfanne könnte auch für kurzfristige Betäubung reichen“ Grinsend hielt ich eine schwere Eisenpfanne hoch. Rodinia grinste ebenfalls. „Hmm…; ich weiß ungefähr, wieviel man bis zur Segnung braucht“, sagte sie.
Klamdor fing wieder mit seiner seltsamen Theorie an: „Quatsch! Erian hat einen Tee getrunken und ich vermute, der war mit einem Geschlechtsumwandlungstrank versetzt. Und dieser Trank kann sich nun nicht entscheiden, und deshalb flackert Erian so.“
Rodinia ignorierte Klamdors Einwand und wandte sich mir zu: „Ach.. statistisch auswerten und nicht anheben?“ „Ja“, antwortete ich, „anhand einer Blutprobe. Anschließend kann von freiwilligen Testern die Hicks-Rate ermittelt werden.“ Rodinia überlegte kurz: „Hmm… Wir brauchen Messer und Glasflasche für die Blutprobe“ und zeigte ein blutbesudeltes Messer herum, das ihr geeignet erschien. Klamdor begann nun wieder mal zu schreien: „RODI!“ Ich fuhr unbeirrt mit meinen Erläuterungen fort: „Klamdor allerdings will dauernd mit seltsamen Geschichten von diesem streng wissenschaftlichen Projekt ablenken.“ „Streng wissenschaftlich?“, warf Klamdor verächtlich ein.
Rodinia aber war längst auf meiner Seite: „Also wirklich, Klamdor! Ich verstehe zwar nicht was Kätchen tun will, weil das zu viel Wissenschaft braucht, aber ich unterstütze Kätchen.“ Klamdor versuchte sich immer noch zu wehren: „Also, ich sehe das anders.“ Ich war Feuer und Flamme für die Idee: „Nun hab‘ dich nicht so, Klamdor, wir brauchen nur etwa 50 Blutstropfen.“ „Das kann man gut wieder mit Bier auffüllen danach“, sprang Rodinia mir bei. Ich führte weiter aus: „…wenn meine Hypothese stimmt, ergibt 1 Tropfen Klammi-Blut ein Hicks, so gesättigt, wie das sein muss.“ Klamdor argumentierte verzweifelt dagegen: „Ihr wollt nur ablenken, und der arme Erian wird verwandelt.“ Erian durchschaute Klamdors Hintergedanken: „Genau. Klamdor sieht das realistisch: Er will seine 50 Tropfen Bier behalten…“ Ophelia kuschelte sich an Erian und er nahm sie in den Arm. Ich mutmaßte: „Dann hätten wir genug Material für 5 freiwillige Testpersonen… Wobei, die fehlen noch.“ Klamdor sah seine Chance, dem Versuch zu entkommen, was er mit einem triumphierenden „HA!“ kommentierte. Leider konnte das Experiment dann doch nicht mehr durchgeführt werden. Aber das lag nur an den nicht mehr verfügbaren freiwilligen Testern.

(Kätchen)

17
Nov

Bierkeller oder Leichenkeller?

   Von: Alexa Viator in Klatsch und Tratsch

“Ich gehe jetzt Bier brauen”, sagt Dracol und sammelt für das Brauen des Bieres alles ein. 
“Für den Zwerg?”, fragt Fiona grinsend. 
“Ja, Bier!”, ruft Klamdor laut. 
Neee, für mich” Dracol zeigt auf sich selbst. 
“Egoist!”, meckert Klamdor. 
“Aber ich teile mit dem Zwerg”, meint Dracol. 
“Einen Schluck für ihn und zehn Bier für dich, Dracol?”, kichert Fiona. 
Neee, ich glaube, wir schlucken gleich schnell”, sagt Dracol. Wenig später schon findet man Dracol am Braukessel und dessen Nase über dem Braukessel am Schnüffeln: “Mann, habe ich das vermisst.” 
Die Zeit vergeht. Alles ist still. Doch auf einmal hört man aus dem Braukeller ein leises Fluchen: “Mist, jetzt verschütte ich auch noch das frisch gebraute Bier.” 
“Jetzt gibt es besoffene Ratten”, lacht Fiona. 
“Pass auf, Dracol”, warnt Klamdor. 
“Die Ratten feiern jetzt eine Party”, grinst Lady Sharina. 
“Besoffene Ratten”, schüttelt Dracol den Kopf, “na die lassen sich dann bestimmt leicht um die Ecke bringen.” 
“Und ich überlege, meine Feier abzusagen”, überlegt Lady Sharina. 
“Warum denn?”, fragt Klamdor. 
“Och Sharina, ist doch noch ne Weile hin bis dahin”, meint Fiona. 
“Soll ich dir eine Torte backen?”, fragt Klamdor. 
“Ja mal sehen. Ohne ihn habe ich jedenfalls keine Lust”, sagt Lady Sharina. 
“Das klingt traurig”, sagt Dracol. 
“Irgendwie verschwinden hier immer wieder liebe Mitbürger”, sagt Klamdor. 
“Hä, wie sollen die denn verschwinden?”, fragt Clemmk, der gerade neu dazu gekommen ist. 
Lupina ist doch auch wieder da und Ritter kommt bestimmt auch”, meint Xanthy. 
“Ob es hier ein Schwarzes Loch gibt?”, grübelt Anneliese. 
“Nun, dieser kommt hoffe ich auch mal irgendwann wieder”, sagt Lady Sharina. 
“Quatsch. Noch ist er nicht verschwunden. Schläft erst nur bisschen viel”, sagt Fiona und versucht Lady Sharina aufzuheitern. 
“Verschiedene Wege. Ich kann ein Lied davon singen”, sagt Klamdor und zählt einige Namen verschwundener Frauen auf. 
“Fragt den halben Zwerg mal, was er so alles in seinem Keller versteckt hat”, sagt Ravalya Kergarth. 
“Was habe ich denn im Keller?”, fragt Klamdor. 
“Leichen?”, fragt Lady Sharina. 
“Mach doch ne öffentliche Führung, Klamdor”, schlägt Xanthy vor, “ich war noch nie in deinem Haus.” 
“ICH HABE NIE NICHT LEICHEN IM KELLER”, schreit Klamdor empört. 
“Du bist aber doch Koch, oder?”, fragt Anneliese den Halbzwerg, “das erklärt so einiges.” 
“Was soll das denn erklären?”, fragt Klamdor stattdessen Anneliese. 
“Außerdem ist mein Haus eine Baustelle”, sagt Klamdor ruhig. 
“Und jede Baustelle braucht ihre Bauopfer”, grinst Ravalya Kergarth. 
“Klar, ich will es ausbauen. Brauch einen größeren Keller”, grinst Klamdor. 
“Genau, je mehr je besser”, lacht Anneliese. 
“Ja, ich habe viel Material zum Verstauen”, sagt Klamdor. 
“Und die ganzen Bierfässer”, zählt er auf. 
“Knochen und so”, meint Anneliese. 
“Schon komisch, was die Leute so denken”, meint Klamdor. 
“Ich habe da Bierfässer, die im Keller stehen, gehört”, meldet sich Dracol zu Wort. 
“Da ist reiner Alkohol drinnen zum Einlegen”, sagt Klamdor. 
“Also Leichen hat er keine im Keller, das würde ich schnüffeln”, sagt Dracol. 
“Aber nicht, wenn er sie einlegt”, sagt Lady Sharina. 
“Ne, glaube ich nicht. Klamdor würde den Alkohol lieber trinken”, verneint Dracol. 
“Das Argument hat was”, meint Fiona. 
“Ich habe im Keller nur leere Vitrinen”, sagt Lady Sharina. 
“Na immerhin besser als Leichen”, sagt Erian erleichtert. 
“Da werden die Kirschen für die Torte eingelegt”, sagt Klamdor. 
“Also, ich habe in meinem Keller eine Badewanne stehen”, sagt Dracol. 
“Die Fässer sind beschriftet”, sagt Klamdor, “eines mit A.” 
“Unser Keller ist schwer bewacht, weil dort Dinge gelagert sind, die nur ein Tod sehen sollte”, sagt Erian. 
“Eines mit…”, doch Klamdor verstummt. 
“Und Bier ist da bestimmt nicht”, sagt Erian. 
“Ich geh mal in die Kajüte”, verabschiedet sich Klamdor. 
“Ahoi Klamdor. Bist du wieder unterwegs zur Zwiebelinsel oder nur Fischen?”, fragt Erian den Halbzwerg. 
“Erst fischen, dann zum großen Zwiebelgott”, antwortet der Halbzwerg. 
(Alexa Viator)
10
Nov

Badeprobleme

   Von: Lady Sharina in Klatsch und Tratsch

Calisto hatte lange geschlafen, und als sie nun wach wurde, bemerkte sie einen Müffelgeruch an sich. Also wurde beschlossen, dass ein Bad nötig sei, und so rannte sie schnurstracks zu ihrem Haus.

Nur leider hatte sie wohl vergessen, dass sie am Bauen ist. „Ahhhhhhhhh… gott verdammter so ne ….k….sch….“ Grummelnd und fluchend saß sie nun vor ihrer Baustelle.

Anneliese schlug vor, dass sie ja ein Sandbad nehmen könnte, das würden Spatzen auch tun. Davon war Cali jedoch nicht begeistert.

Lady Sharina schlug vor: „Oder bei Jim oder Ratti baden.“  Calisto setzt den Vorschlag gleich in die Tat um und hämmert bei Jim an der Tür.  Schließlich krabbelt sie wieder aus dem Haus und murmelt schmunzelnd: „Der hat nur durchgelegene Betten und nix zum Zubern. Dann hat er das Baden wohl aufgegeben.“

Der nächste Vorschlag kam von Anneliese: „Bei Karana kann man auch baden… glaube ich.“
„Sonst am Brunnen“, fügt Lady Sharina lächelnd hinzu. Calisto lässt nur ein „pffffffffff“ hören und springt genervt in den Brunnen. Sofort beschwert sich Leofric jaulend: „Und ich wollte gerade Wasser schöpfen da.“ Die Autorin lacht vor sich hin. Calisto sieht sich um und ruft: „Du bist noch gar net in der Nähe! Hock dich halt irgendwo hin und genieß‘ die Aussicht!“

Leofric kam inzwischen am Brunnen an und versuchte, sauberes Wasser an dessen Rand zu schöpfen. Er forderte Calisto auf, stillzuhalten und nicht so viel zu planschen, woraufhin diese mit den Fingern Wasser über den Brunnenrand in Leofrics Richtung schnippte.

Leofric war inzwischen fertig und begann, seine Waren anzupreisen: „Wasser zu verkaufen, trüb von lauter *hust* Mineralstoffen! 1000 Liter für nur 19 Heller!“, ruft er durch die Gassen. Calisto murmelt: „Da muss ne Kastanie reingefallen sein, an mir lag es auf keinen Fall.“

Lady Sharina bot sich sogleich als Käuferin an: „Das Wasser nehm ich dir ab, beim Hausbau stört das nicht“, sagte sie lächelnd. Leofric zählt herunter: „3..2..1… und 1000 Liter gehen an Sharina. Vielen Dank.“

Also alles gut, Cali war wieder sauber und Leo das Badewasser los.

(Lady Sharina)

 

10
Nov

Biernotstand, mal wieder…

   Von: Lady Sharina in Klatsch und Tratsch

Klamdor schrie mal wieder nach Dracol. Dieser war aber weit weg und konnte sich um Klamdors eingebildete Biernöte nicht kümmern.

Dann flog Klamdors AW  aus dem Netz und als er zurück war, fragte er, ob er was verpasst hätte. Lady Sharina beschloss, ihn ein wenig zu ärgern und sagte: „Eine Runde Freibier haste verpasst.“

Die Reaktion fiel aus wie erwartet: „WAS??!“, heulte er. „AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!“ Verzweifelt schmiss er sich hin und trommelte mit den Fäusten auf den Boden.

„Klamdor hat einen Anfall“, schlussfolgerte Lady Sharina. Klamdor korrigierte: „Ich habe Unglückkkkkkkkk!“, worauf die Lady erwiderte, dass das doch wohl hoffentlich nicht ansteckend sei.

Er konnte sich gar nicht wieder beruhigen: „Freibier – und ich war nicht da. AHHHHHHHHHHHHHHHHH!“

Schließlich weckte er mit seinem Gebrüll Rodinia auf: „Freibier?!?“ Klamdor hörte Rodis Frage und interpretierte sie als Angebot: „FREIBIER! Ja, Rodi gibt einen aus!“ Rodi aber war in den Bergen und der Brüll-Zwerg am Markt (von dem die Autorin inzwischen  geflüchtet war, nachdem ihr fast die Ohren abgefallen waren). Rodinia blickte sich unterdessen verstohlen um, sah niemanden in nächster Nähe und gönnte sich selbst ein Bier.

Klamdor brüllte weiter: „RODI! Ich bin hier!“ Rodinia antwortete: „Ja, Klammi, aber ich bin hier.“

Klamdor verzweifelte zusehends. „Niemand gibt dem armen Klammi Bier.“ Ein Blick in seinen Rucksack ließ ihn panisch werden.

Anmerkung der Autorin: Was nun kommt kann sich jeder denken, weil sein Gejammer ja eigentlich nicht mehr neu ist.

Klamdor jault auf: „Nur noch 152 Stück. Das reicht nie und nimmer!“  Dracol zeigt Verständnis: „Um Himmels willen, das reicht nicht mal bis heute Abend! Klamdor zetert weiter: „Ich verdurste!“

Lady Sharina schlägt genervt vor, er solle doch Wasser trinken, doch Klamdor erwidert angeekelt: „Pfui Deifel… Wasser… Igittttt. Reicht schon, wenn die Brauer Wasser ins Bier kippen.“

Nun ja… die Autorin meint, das wäre sonst ja nur Trockenpulver.

(Lady Sharina)

Moonstone hatte beschlossen, das Kämpfen zu erlernen, suchte jetzt gelbe Tschätts in Trent und beschwerte sich lauthals, dass sie nur grüne träfe. Louhi meinte, dass die gelben gerade Urlaub machten und Alexa fügte hinzu, diese besuchten ihre lilafarbenen Verwandten auf den Inseln. „Ausgerechnet, wenn ich die vermöbeln will?“, fragte Moonstone, nicht gerade begeistert.

Anscheinend fand Moonstone danach doch gelbe Tschätts, denn kurz darauf verkündete sie: „Oh nett, die lassen Geld fallen! Und ich Doofe hab immer gekocht für meine Einkünfte!“ Louhi nannte ihr den Standort eines blauen Tschätts, was nicht gerade fair war, denn Moonstone beschwerte sich schon wieder: „Der blaue ist ja noch Stufen höher als der grüne!“ „Aber nur minimal…“, grinste Louhi schelmisch.

Mittlerweile hatte Moonstone auch einen zerbrochenen Krug errungen und wunderte sich darüber. Dann schaltete sich Kampfveteran Klang ein. (Wir erinnern uns, dass er sich an seinem allerersten Tag in Simkea schon zur Segnung ‚durchgekämpft‘ hatte und abends nach Genickbruch als Gerippe im Trenter Schlagloch endete.) „Also, mit deiner Ausrüstung würde ich die Finger von blau und grün lassen, Moon!“, riet Klang ihr, wohl aus ureigenstem Erfahrungsschatz plaudernd. Das war Mondsteinchen schon klar. Klang empfahl neben gelben Tschätts auch die Ratten in Retos Tavernenkeller.

Unterdessen spielte Louhi mit einem gelben Tschätt Karten und unterstellte diesem, beim Kartenspiel zu betrügen. Moonstone hatte jetzt Probleme: „Also, bald sind eh die Lebenspunkte zu niedrig. Was bedeutet 0/5 Kampfleben?“ Louhi erklärte ihr, dass der Punktabzug an den eigenen Lebenspunkten erfolgte und nicht mehr an der Rüstung, wenn die Kampfpunkte auf 0/5 fielen. Ravalya empfahl Phiolen des Kämpfers zur Behebung des Problems. „War das mal auf 5/5? Hab nicht aufgepasst…“, wunderte sich Moonstone. Dann leckte sich Moonstone ihre Wunden und verkündete: „So, jetzt ist erst mal für 41 Tage Kampfpause.“ Louhi wunderte sich über diese lange Zeit und gleich bot Nyarla, geschäftstüchtig wie immer, ihre Heiltränke an.

Nun wollte Moonstone wissen, wie viele Kampfmünzen man brauche. „500 für derzeit höchstes Zeugs pro Training brauchen tun. :3“, antwortete Nyarla. „Das sind aber viele Gelbtschätts und Kellerratten…“, stöhnte Moonstone, um gleich darauf zu fragen, ob Kampfmünzen ‚handelbar‘ seien. Nyarla antwortete breit grinsend: „Nope. :3 Mondsteinchen keinen Söldner anheuern können tun. :3“

(Alessa)

10
Nov

Karana und das Karnickel

   Von: Alessa in Klatsch und Tratsch

Auf meine Frage, ob Karana endlich das Killerkarnickel erledigt habe, schaltete sich unser Hase Hoppsy mal wieder ein; nur, um zu erklären, dass er sich (eigentlich) nicht angesprochen fühle, auch, wenn er gemeint sei. War er aber nicht, ich meinte das Killerkarnickel im Dunkel des Dämmerwaldes, wie ich Hoppsy erklärte. Karana sagte dann, dass er es gefunden habe und jetzt energiegeladen für die letzte Runde vor ihm stünde. Auch Karana wandte sich an Hoppsy: „Nee, Hoppsy, hier rennt ein blutverschmiertes Karnickel im dunklen Wald ‚rum!“

Hoppsy wünschte ihm Glück für den Kampf, Ravalya Kergarth drückte die Daumen für „Meister Karana“. Unser Mathematik-Waschbär erklärte vor dem Kampf noch schnell, was „exponentiell“ wirklich bedeutet: „Es ist der höchste Gegner in Simkea und eigentlich sollte man ihn nicht besiegen können, weil er mal eben… 300 Kampfrunden überlebt oder so. Und man selbst ist nach 3 Schlägen von ihm hinüber.“ Chalek befand, es sei der Kampf Pit-Waschbär gegen Pit-Karnickel. Ich denke, er erinnerte hier an den Kampfhund Pitbull. Derweil berichtete Karana vom Kampf: „Also gerade z. B. hat er mir 87 Schaden aufbrummen wollen. Da ist man mit 30 – 60 Lebenspunkten sehr schnell platt, wenn man auf eine Rüstung verzichtet.“

Jetzt horchte auch Fiona auf und fragte, ob dieses Karnickel Verwandtschaft von Hoppsy sei. Hoppsy verneinte dies und bekräftigte, seine Verwandtschaft bestünde nur aus friedliebenden Hasen. Damit irrte er sich aber gewaltig, denn die Kaninchen sind tatsächlich eng mit den Hasen verwandt und gehören mit ihnen zu der Familie der Hasen. Hoppsy blieb skeptisch und schlug Karana vor, das Killerkarnickel diesbezüglich zu fragen. Karana erklärte lakonisch: „Das wird mir was husten. Ich hoffe, es hat ’ne Maske auf.“ Dann grinste der Waschbär breit und biss dem Karnickel ins Ohr: „So, das hast du nun davon!“

(Alessa, mit freundlicher Hilfe von Fiona)

3
Nov

Die Türen der Segnung

   Von: Alessa in Klatsch und Tratsch

Es erschall vom Meer der Ruf nach den weiblichen Bewohnerinnen Simkeas, gleich darauf gefolgt von der Frage an Dracol, wo sein Bier bliebe. Klamdor gab sich mal wieder ‚die Ehre‘, hatte aber Fajana vergessen, woraufhin Grandlady meinte, Fajana solle froh sein, dass der Schreihals sie vergessen habe. „Halbe Zwerge neigen zu Wankelmütigkeit und früher Demenz“, stellte Ravalya fest. Grandlady drohte, Dracol die Ohren langzuziehen, wenn er Klamdor mit Bier versorge. Als Klang dann Grandlady mit ‚Grandy‘ ansprach, ohne sich je vorgestellt zu haben, bemerkte Ravalya, dass es mit dem Benehmen von Geselle Klang ab und an hapere.

Dies griff unser Klamdor gleich auf: „Hier hat keiner Benehmen außer dem Gentlezwerg namens Klamdor!“ Das führte dazu, dass Rava den Anwesenden erklärte, dass ‚Gentlezwerg Klamdor‘ ein sehr früher Vorfahre des halben Zwergs gleichen Namens sein müsse. Grandlady kippte lachend um, sich Klamdor als ‚Gentlezwerg‘ vorstellend. Eine nicht geringe Zahl der Anwesenden – neben mir selbst – stimmte in das schallende Gelächter mit ein, während Klamdor weiter bekräftigte, ‚der Gentlezwerg‘ zu sein. Im Anschluss klagte er altbekannt, sein Bier würde weniger. Xanthy und ich rieten herum, wieviel es diesmal wohl noch sei. Xanthy tippte 70 und ich 90, Klamdor nannte dann die genaue Zahl von 83 Bieren, die er noch sein eigen nannte.

Im Anschluss stellte sich heraus, dass Grandlady von vier Räuschen berauscht war. „Na Prost! Du hast ja eine Fahne wie zum Nationalfeiertag!“, bemerkte Louhi treffend. Grandlady bekannte, dass die Grünlinge von Reto lecker schmeckten und verteidigte sich dann umgehend, der große, dicke Grüne (gemeint war natürlich Louhi) hätte schon mal mehr gehabt, Klamdor sei eh darin Meister und mein Schnuddel sei eine Zeitlang auch nicht besser gewesen. Ich bekannte, dass Schnuddel immer noch nicht besser sei. Prompt plauderte Klamdor aus dem Nähkästchen: „Hatte schon 10er Rausch. Danach Segnung. Oja, bin einfach umgefallen…“ Louhi meinte vergnügt, die Segnung sei ganz nett, man müsse sie nur beim Kartenspielen gewinnen lassen, dann schicke sie einen sogar ins Leben zurück. Klamdor antwortete, mit ihm habe die Segnung nicht Karten gespielt. Louhi erwiderte, dass Klamdor selbst schuld sei und mehr Lebenspunkte hätte herausholen können.

„Du bist dort ja auch Dauergast. Für’n Schreizwerg baut die Segnung noch ’ne Drehtür ein“, stellte Relsenrazor fest. „Damit sie ihn gleich wieder rausschmeissen kann, wenn er zu laut wird?“, fragte Louhi breit grinsend.

Zuletzt bezeichnete Klamdor unseren stets neutralen, nur der Wahrheit verpflichteten, wunderbaren ‚Trenter Boten‘ noch als „Lügenpresse“. Liebe Leserinnen und Leser, das müssen wir in aller Entschiedenheit zurückweisen. Wir  verweisen auf den wenig vorbildhaften Lebenswandel und das zweifelhafte Benehmen von Halbzwerg Klamdor und fühlen uns mindestens eine Woche lang von ihm beleidigt.

(Alessa)