Archiv für Sparte ‘Bürger hautnah’

Leicht lächelnd stand Auwedergraue am Marktplatz. Neben sich Klamdor und ein paar andere Simkeaner.
„Gestern begann Klamdor die Feuertaufe und akzeptierte die drei Aufgaben“, beginnt Auwedergraue seine kleine Rede.
„Ähm … verkündest du das heute Abend nochmal? Da sind mehr Leute hier“, meint Klamdor und zeigt auf die wenigen Marktplatzbesucher.
„Jedoch gibt es nun eine Änderung“, erzählt Auwedergraue weiter und ignoriert Klamdors Einwand.
„Die dritte Aufgabe wird geändert. Bisher war die Aufgabenstellung so, das er einen blauen Tschäät beseitigen musste. Nun wurde der blaue Tschäät mit einem grünen Tschäät ausgetauscht“, sagt Auwedergraue.
„Der Grund hierfür ist einfach. Für Klamdor wird es noch lange unmöglich sein, einen blauen Tschäät zu verletzen, geschweige denn, den zu erledigen. Somit ist die Aufgabe für ihn nicht lösbar und würde unweigerlich zu seinem Tode führen. So hart die Aufgaben einer Feuertaufe auch sind, sie müssen lösbar sein. Einen grünen Tschäät zu beseitigen wird für Klamdor auch schon schwer genug werden und der Prüfung Genüge sein. So sei es beschlossen und verkündet. Zu Ehren Angrosch“, erklärt Auwedergraue die Aufgabenänderung. Klamdor guckt sich währenddessen die Gesichter der umstehenden Marktbesucher an.
„Was ist nun die schlechte Nachricht?“, fragt er und wendet sich an Auwedergraue.
„Die schlechte Nachricht war, das deine Aufgabe verändert wurde“, grinst Auwedergraue.
„Blaue Tschääts sind doof“, sagt Karana und reibt sich ein paar wunde Stellen.
„Gortoscha mortomosch!“, beendet Klamdor die Aufgabenänderung.

(Alexa Viator)

24
Apr

Interview mit Nyarla

   Von: Lady Sharina in Bürger hautnah

 

Heute befragen wir Nyarla und die Antworten sind kurz und knackig. ^^

Lady Sharina:“Nyarla erzählst du mal wie du nach Simkea gefunden hast?
Nyarla Thotep:“Flynxy Beschwören Nyarla hier. *zeigt ein Empfehlungsschreiben von Phillip Lynx vor*
Flynxy sagen, sollen anschauen und schauen ob lustig sein. Nun Leute hier Nyarla ertragen müssen :3.“

Lady Sharina:“.Als was siehst du dich eigentlich an? Der Name klingt ja weiblich.“

Nyarla Thotep:“Das einfache Frage sein. Nyarla Nyarla sein :3.“

Lady Sharina:“Wie ich mitbekommen habe, lernst du gerade Alchemie,bzw Heilkunde. Was kannst du bisher noch?
Nyarla Thotep:*grübelt* „Zeugs finden, allgemeines Geschick, ein wenig verzaubern und Nyarla anfangen zu lernen brauen Alkohol :3.“

Lady Sharina:“Und schon Pläne was du später noch lernen willst?“
Nyarla Thotep:“Nyarla glauben, erstmal lernen soltle was jetzt schon zu lernen planen. Neben Verzaubern noch Heilkunde :3.“
Lady Sharina:“.Deine Aussprache finde ich putzig, ist das für dein AW- Mensch nicht anstrengend?“
Nyarla Thotep:“Mit Zeit daran gewöhnen tun. Eine Macke mehr oder weniger nicht schaden. :3″

Lady Sharina:“^^. Was für ein Eidruck hattest du hier die ersten Tage? (Mal abgesehen von den teilweise nicht schönen Bemerkungen wegen Nyarlas Ausdrucksweise).“
Nyarla Thotep:“Das alle witzig und freundlich sein tun :3
In Zwischenzeit auch fast alle sich an Nyarlas Aussprache gewöhnt haben :3.“

Lady Sharina:“das ist gut. ;-) ! Du bist meist in der Stadt, hast du vor alle Regionen zu erkunden, oder eher nicht?“
Nyarla Thotep:“Nyarla in Stadt meißtens sein, weil Arbeit viel in und um Stadt sein. Erkunden sicherlich werden auch, aber erstmal anlegen Vorräte für Reisen :3.“

Lady Sharina:“.Ich hoffe es gefällt dir gut und du hast an unserem Land nichts größeres auszusetzen?“

Nyarla Thotep:“Viel verlaufen können in Land. Einziges kleines Kriterium sein. :3.“

Lady Sharina:“Ach das gibt sich, wenn du erst die Gebiete besser kennen lernst. Liest du den Boten?“

Nyarla Thotep:“*nickt eifrig* Immer wenn Leute gelesen haben fertig, Nyarla gebrauchten Boten in Bürgertreff (Forum) klauen und lesen :3.“

Lady Sharina;“Tz,tz! Trotzdem vielen Dank das du dir die Zeit genommen hast. ^^

(Lady Sharina)

 

 

 

 

 

„Du wirst von mir drei Aufgaben bekommen, die den Werten aller Clans entsprechen“, beginnt Auwedergraue den Halbzwerg Klamdor zu erklären, „besonders die letzte ist gefährlich und könnte deinen Tod bedeuten.“
„Welche Aufgaben?“, fragt Klamdor direkt nach.
„Ich stehe Klamdor zur Seite. Nur auf den Friedhof nicht … besser ist es“, sagt Maddie.
„Dann stehe ich vor Angrosch“, sagt Klamdor.
„Deine erste Aufgabe: Schmiede eine Feuersteinaxt und weihe diese Angrosch“, erklärt Auwedergraue die erste Aufgabe, während Maddie ihr Handtuch enger um sich zieht und man Linay ansieht, wie sie ihre Luft anhält und gespannt Auwedergaue zuhört.
„Nun gut, das kann dauern mit TW 0“, sagt Klamdor.
„Deine zweite Aufgabe“, spricht Auwedergraue die nächste Aufgabe an, „finde heraus, was du machen musst, um einen Kampfzähler zu bekommen und weise so 50 Tötungen vor.“
Karana meint, er hätte noch ein paar Feuersteine da, die Klamdor ja ins Essen fallen könnten beim schmieden einer Kampfaxt.
„Niemand hat je behauptet, dass die Feuertaufe so leicht ist“, erklärt Auwedergraue.
„Das ist leicht“, atmet Klamdor erleichtert aus.
„Die dritte Aufgabe ist die schwerste. Erschlage einen blauen Tschäät“, sagt Auwedergraue.
„Für mich wäre das nicht leicht“, meint Linay leise murmelnd.
„Den blauen? Aua“, sagt Taraxa, während Maddie schon nach einigen Heiltränken kramt.
„Auwe, du solltest die Aufgaben wo notieren, da jeder die sieht und die Erfolge verfolgen kann“, schlägt Taraxa vor.
„Ich kenn die Dinger zwar nicht, aber eure Reaktionen lassen mich böses erahnen“, sagt Linay, als sie in die entsetzten Gesichter guckt.
„Klamdor, im Vulkan baden wäre einfacher gewesen“, lacht Karana, „aber du schaffst das schon.“
„50 Tötungen?“, wundert sich Erendyra.
„Ich sagte dir schon, dass du die Aufgaben dein Leben kosten können und du bist nicht gezwungen diese anzunehmen“, sagt Auwedergraue, während Maddie ihre 1800 getöteten Monster aufzählt und dann meint, das sie erst vier Blaue erledigt hätte.
„Zudem ist ein blauer Tschäät einem Drachen aus der alten Welt ähnlich“, zieht Auwedergraue den Vergleich.
„Ich bin sicher, dass du das schon schaffst, Klamdor“, sagt Linay aufmunternd zu Klamdor, während Maddie Auwedergraues Vergleich an die alte Welt bestätigen kann.
„Erschlug man in der alten Welt Drachen alleine?“, fragt Karana nach.
„Echte Drachentöter schon“, antortet Linay auf Karanas Frage.
„Blaue Tschääts auch haben Karfunkelsteine?“, stellt Nyarla Thotep seine Frage.
„Oder hat man sich dafür Juveline, Gott, die nennt man die Viecher, jedenfalls hat man solche allein erschlagen?“, fragt Karana weiter nach und Linay nickt.
„Das kann dauern“, meint Klamdor.
„Nein, nur die, die durch die Feuertaufe gingen“, sagt Auwedergraue. Nyarla Thotep murmelt was von einem Jagdtrupp, während Auwedergraue die Drachenjäger erwähnt.
„Ich denke, das ist machbar“, sagt Klamdor.
„Ist das nicht gleich, wie lang es dauert? So langAngrosch sieht, das du dich vorbereitest“, fragt Linay.
„Da“, ruft Karana und zeigt in den Himmel, „Angrosch ruft dich.“
„Hui. Nyarla sich fühlen immer Heimischer“, sagt dieser.
„Das kommt aber wie aufs Stichwort“, sagt Klamdor.
„Los! Geh hin!“, sagt Karana, während Linay zum verdunkelten Himmel schaut und hofft, dass das kein Vorzeichen ist.
„Nyarla sich fragen, ob der Hohepriester wollen erwachen?“, fragt Nyarla Thotep.
„Ne, des is eher ne art Gott“, klärt Taraxa auf.
„Noch eines“, setzt Auwedergraue an, „du musst deine Aufgaben alleine erledigen. Egal wie lange es dauert, niemand darf dir dabei helfen. Und der jeweilige Erfolg muss per Taube an mich gesendet werden.“
„Ist das ein ´ich stimme den drei Aufgaben zu´ oder ist das ein ´ich bin so heiß wie ein Vulkan und heute verbrennst du dich daran?“, fragt Karana. Linay nickt Klamdor mit einem Lächelnd zu und guckt dann zu Auwedergraue.
„Alles wird gut“, umarmt Klamdor Linay.
„Ganz bestimmt. Ich glaube ganz fest, das du das schaffst“, nickt sie ihm zu. Klamdor schlägt mit der Faust auf sein Herz und sieht Auwedergraue in die Augen.
„Natürlich alleine … ist doch selbstverständlich“, sagt Linay.
„So sei es. Ich nehme die Aufgaben an Ka baskan draxin!, sagt Klamdor ernst.
„Nun, wo schreiben wir dies nieder“, stellt Klamdor die wichtige Frage.
„Auch ich glaube, das du das schaffen kannst und dann bist du ein Ehrenvolles Mitglied des Feuerzwegenclans und eines Tages, möge dieser fern sein, würdig Angrosch mit erhobenen Blickes entgegen zu gehen“, sagt Auwedergraue.
„Am schwarzen Brett?“, fragt Taraxa auf Klamdors Frage ihre Frage.
„Habt Ihr die Aufgaben denn schon selbst gelöst?“, fragt Chucky Anwedergraue.
„Großartig! Ich wünsche dir vom Herzen viel Erfolg und gutes gelingen, Klam. Und ich werd schonmal anfangen, für ein großes Fest zu sammeln“, grinst Linay.
„Oder für die Segnung“, lacht Klamdor.
„Ich habe diese Aufgaben – in ähnlicher Art – in der alten Welt schon erledigen müssen, sonst wäre ich in keinem Clan mehr“, antwortet Auwedergraue auf Chaleks Frage.
„Drängt ihn nicht … lasst ihm seine Zeit … die wird er brauchen“, sagt Auwedergraue den Anwesenden, während Maddie sagt, das sie auch den Weg als Teil der Aufgabe sieht.
„Eine Frage hätte ich noch“, meldet sich Klamdor.
„Frag“, lässt Auwedergraue Klamdor den Vortritt.
„Muss ich die Materialien für die Feuersteinaxt auch besorgen oder kann ich die kaufen und muss nur schmieden?“, fragt er.
„Wie du an das Material kommst, ist dir überlassen … entscheidend ist das Schmieden.“
„Genau, jeder ist seines Materials Schmied“, lacht Moonstone.
„Na, das ist doch schon mal was“, atmet Klamdor erleichtert auf.
„Schreibst du das am schwarzen Brett nieder und ich melde die Erfolge“, schlägt Klamdor vor.
„Ich hätte mal eine retorische Frage, ob auch ein nicht geborener Zwerg unter welchem gewissen möglichen Umständen vielleicht eine Feuertaufe…“, versucht Maddie ihre Frage zu stellen, „ich würde Klamdor auch nur unterstützend beistehen ohne zu helfen!“
„Rein Rhetorisch ist das möglich“, antwortet Auwedergraue und Maddie dankt knicksend.
„Angarusch-orom-drosch! So sei es, Baroschem“, sagt Klamdor.
„Öhm, Ingrimm nimm das Feuerlicht und begleite unsre Schicht, nur des Gottes Hammerschlag, beende unsren Arbeitstag“, sagt Moonstone.
„Bei der ersten Aufgabe, das Material beibringen ist als Unterstützung erlaubt, das Schmeiden muss er jedoch selbst erledigen“, sagt Auwedergraue.
„Linay“, ruft Klamdor die junge Dame.
„Erste Nebenaufgabe mit Bravour bestanden“, lacht Auwedergraue.
„Ja bitte, anwesend mehr oder weniger“, meldet sich Linay.
„Auf die Aufgaben und was kommen möge“, lacht Klamdor und stoßt mit den anderen an.
„Auf das dir die Götter bei deinem Vorhaben begleiten und ihre Hand schützend über dich halten“, sagt Auwedergraue.
„Linay, dich betrachte ich als moralische Unterstützung“, sagt Klamdor.
„Und Maddie, wirst du meine, wie sagt man hier? Schildmaid?“, fragt Klamdor Maddie und diese streckt Schild und Schwert in die Höhe und nickt.
„Mich? Die behandtuchte Dame ist glaub ich, eher dazu geeignet“, sagt Linay.
„Oh, Schildmaid … na gut, passt mir gut auf, moralisch kann ich besser als mit Schild und Schwert“, grinst Linay.
„So sei es“, sagt Klamdor.
„Ich bin zu allen Schandtaten und zu allen erlaubten Hilfen, wie Heiltrank reichen zur Stelle und neben ihrem Freund“, sagt Maddie und wird von Auwedergraue darauf hingewiesen, das ein vorheriges halbtot schlagen des Tschäät nicht erlaubt ist.
„Auwe, ich besiegle dies mit meinem Blut“, sagt Klamdor und schneidet sich mit dem Dolch in die Hand und lässt Blut auf die Erde träufeln.
„So sei es“, sagt auch Auwedergraue und schneidet sich ebenfalls in die Hand.
„Hiermit sei gelobt, das Klamdor nach seiner Prüfung ein ehrenvolles Mitglied des Feuerzwergen-Clans sei. Mein Blut für die Götter als Zeugen“ während auch sein Blut auf die Erde tropft, wird es einigen Zuschauern leicht grün um die Nase. Der Zwerg Auwedergraue, sowie unser Halbzwerg Klamdor reichen sich die blutenden Händer und sagen beide: „Unser Blut für Angrosch.“
„Viel Glück und Erfolg, mein Bruder“, sagt Auwedergraue.
„Angarusch-orom-drosch!“, erwidert Klamdor.
„Und den Segen Atasinouns“, murmelt Linay leise.
„So sei es, Danke mein Bruder“, sagt Klamdor, während Vidura mit Blutkonserven und Pflaster zu den beiden eilt.
„Vid, das brauchen wir nicht. Zwerge sind hart im nehmen und zudem müssten wir uns schämen, wegen jedem wehwehchen gleich zum Heiler zu rennen“, sagt Auwedergraue zu Vidura und Klamdor lacht.
„Auf Klamdor … Baroschem“, ruft Auwedergraue und hebt sein Glas.
„Baroschem“, sagt Klamdor.
„Auf Klamdor Baroschem“, stoßt Rodinia an.
„Ich werde morgen damit beginnen“, sagt Klamdor.
„Kein Problem Klam, nimm dir die Zeit, die du brauchst. Die kopflosen Renner sind meist die Verlierer“, lacht Auwedergraue.
„Ich weiß, auwe“, erwidert Klamdor.
„Vertraue deinem Zwergeninstinkten und du wirst bestehen. Vertraue nicht den Göttern, weil die meist in dem entscheidenen Augenblick gerade nicht hinschauen. Vertraue nur dir selbst!“, sagt Auwedergraue.
„Das werde ich tun“, nickt Klamdor, „dann gehe ich zur Ruhe um mich zu stärken.

(Alexa Viator)

„Alexa“, höre ich jemanden meinen Namen rufen. Doch ich reagiere nicht darauf. Lieber lese ich mein Buch weiter, das mich seit ein paar Tagen fesselt.
„ALEXA“, der Ruf nach mir wird lauter und ich bin genervt. Immer wird man beim lesen gestört.
„Alexa scheint wirklich ganz gut abschalten zu können, sie ist dann oft ganz weit weg“, erzählt eine andere Stimme lachend.
„Glaub, sie schläft“, ich höre, wie jemand an meinem Stand rüttelt.
„Ja, mir scheint, die Marktstände haben Ohren“, sagt die andere Stimme. Da ich mich nun nicht mehr auf mein Buch konzentrieren kann, klappe ich das Buch zu und schau, wer was von mir will und sehe, wie Klamdor sich mit Linay vor meinen Stand unterhält. Ich begrüße beide und frage, wer was von mir wolle. Klamdor meldet sich und klettert auf meine Auslage, um mit mir auf Augenhöhe zu reden.
„Also Alexa“, beginnt er.
„Ja?“, frage ich nach.
„Ich biete dir die Exklusivrechte an“, sagt er.
„Was sagste?“, fragt er mich und ich grinse ihn breit an.
„Natürlich will ich sie“, antworte ich fröhlich.
„Öhm ja weißt du überhaupt für was?“, fragt er nach.
„Das wollte ich als nächstes fragen“, sage ich. Natürlich kann das alles sein, aber wann bekommt man von Klamdor Exklusivrechte. Egal für was. Aber hallo? Das ist Klamdor, unser Halbzwerg. Der so oft schon im Bote stand und immer meckert, das er nie mehr im Bote stehen möchte. Und dann bietet er mir, ausgerechnet mir, die Exklusivrechte an. Für einen Artikel im Boten. Da überlegt man erstmal, ob der Halbzwerg Krank ist. Aber nach genauer Betrachtung weiß ich, das er nicht Krank ist. Also wenn er nicht krank ist, weshalb will er unbedingt im Boten stehen? Das muss dann ein sehr wichtiger Grund sein.
„Für die Feuertaufe“, erklärt er mir. Ah die Feuertaufe. Davon hab ich gestern schon was mitbekommen.
„Mache ich gerne“, nehme ich das Angebot an.
„Weißt du, um was es geht?“, fragt er mich und ich nicke.
„Gut. Ich schicke dir eine Taube mit den Eckdaten und halte dich auf den laufenden.“
(Alexa Viator)
„Ich hab´s gesehen“, beginnt Klamdor und guckt erwartungsvoll zu Maddie.
„Was hasssu gesehen?“, fragt Maddie.
„Schon gut“, grinst Klamdor und legt den Arm um Maddie.
„Wie geht’s eigentlich so bei Rodi und Linay?“, fragt Maddie und lehnt sich an Klamdor.
„Rodi ist schon wieder weg. Sie ist wie der Wind, den kann man nicht einfangen. Und Linay … ich weiß es nicht“, antwortet Klamdor.
„Aber des Windes sanfte Brise streicht auch aus der Ferne und nahe kann sie sein, wie der Sturm“, sagt Maddie schmunzelnd.
„Aber es ist was anderes“, sagt Klamdor, „Maddie, ich habe ein Problem.“
„Erzähl“, fordert Maddie Klamdor auf, „Du weißt, du kannst mir alles erzählen, Klamdor.“
„Folgendes“, beginnt Klamdor und Maddie horcht zu.
„Angrosch ist mir im Traum erschienen.
„Du musst nicht weg, oder?“, fragt Maddie und ein bisschen Angst schwankt in ihrer Stimme.
„Nein“, verneint Klamdor und Maddie atmet erleichtert auf. Dabei dankt sie leise Phex und Angrosch.
„Du weißt, ich habe fast nur unter Menschen gelebt. Als Halbzwerg hat man es ja nicht leicht.
„Das kann ich mir vorstellen“, meint Maddie.
„Und darüber hinaus wurde etwas wichtiges vergessen“, erzählt Klamdor weiter und wird von Maddie erwartungsvoll angeschaut.
„Agrosch hat mich erinnert, das etwas fehlt und ich dürfte es auch als Halbzwerg machen“, sagt Klamdor.
„Nun sag schon“, fordert Maddie unseren Halbzwerg auf, „Hat es etwas mit dem Clan zu tun?“
„Also es fehlt was wichtiges“, sagt Klamdor, während er von Maddie auf ihre Auslage gezerrt wird.
„Nicht plumpsen. Was fehlt?“, fragt sie weiter.
„Anglagorum“, antwortet Klamdor.
„Gemeinschaft? Ein eigener Clan?“, grübelt Maddie.
„Die Feuertaufe“, erklärt Klamdor, „ohne Anglagorum werd ich ein Klanarodosch. Ein Ausgestoßener und kann keinen Clan gründen.“
„Feuer hatte ich grad“, Maddie zeigt ihm ihren Rogolan Wortzettel.
„Oh, du lernst weiter“, staunt Klamdor.
„Wie kann ich dir helfen?“, fragt Maddie.
„Klar lern ich weiter“, sie richtet sich stolz auf, „ich weiß, die Feuertaufe ist nicht einfach.“
„Ein Zwerg muss ein von Angrosch geweihtes Feuer entzünden. In einem Stollen und ich muss durch die Feuerwand treten. Entweder Angrosch ist mir zugeneigt und ich kann einen Clan gründen oder ….“, sagt Klamdor.
„Wie können wir das herstellen ohne Magie?“, fragt Maddie, „Angrosch gefällig sein und ihm huldigen.“
„Ich denke, es reicht, wenn ein Zwerg das Feuer entzündet“, meint Klamdor.
„Angrosch wird da sein und es weihen, sonst wäre er mir nicht erschienen“, sagt er.
„Stollen ist kein Problem, aber … ähm Feuer entzünden und nicht, aber also“, druckst Maddie ein bisschen rum, „also ähm ich bin ja.“
„Du meinst?“, fragt Klamdor.
„Du weißt, ich bin von den Zwergen Freund und jederzeit bereit, für meine Freunde alles zu geben, aber … also eigentlich ist streng genommen … also Phex ist mir schon nahe, aber generell auch nicht den Zwergen fern“, sagt sie.
„Hui, Feuer klappt“, ruft Maddie freudig.
„Ja, ich weiß“, lächelt Klamdor.
„Meinst du … also … wenn ich dich begleite … als Freund?“, stammelt Maddie.
„Vielleicht könnte Auwe, aber auf diese Idee bin ich noch nicht gekommen“, sagt Klamdor.
„Er ist ein Zwerg“, sagt Maddie und Klamdor nickt.
„Haben wir sonst keine Zwerge hier?“, wundert sich Maddie.
„Und wenn ich mich recht erinnere, hatte er den Feuerclan“, sagt Klamdor
„Linay macht sich große Sorgen“, sagt Klamdor.
„Um dich?“, fragt Maddie und Klamdor bejaht.
„Dann gehen wir in die Berge, du musst die Feuertaufe machen“, beschließt Maddie, „wann brechen wir auf?“
„Und ich halte mich im Hintergrund, wenn Angrosch mich nicht einlädt.“
„Nicht so schnell, das muss geplant sein. Und was wäre eine Feuertaufe ohne zünftiges Fest“, freut sich Klamdor.
„Fest? Ich geh Wildschwein jagen“, jubelt Maddie und Klamdor grinst.
„Nicht nur eins, Maddie“, sagt Anubis.
„Ich trommel die Mädels zusammen“, lacht Maddie.
„Oh Klamdor“, meldet sich Maddie einige Zeit später.
„Ja Maddie?“
„Das wird … eine Feuertaufe“, sie drückt Klamdor.
„Ja, ich glaube auch“, lächelt er.
„Immer an deiner Seite ka Dor´angasch“, sagt sie.
„Ich freue mich. Und dich als Schildmaid, da kann nichts schief gehen.“
(Alexa Viator)

Friedlich schlief der Halbzwerg Klamdor in seinem Bett und träumte, wie er mit seiner Frau einen Clan gründet. Doch auf einmal verschwamm die Umgebung samt seiner Frau und ein alter Zwerg in herrlicher Kleidung erschien. Klamdor erkannte in dem alten Zwerg sofort Angrosch, Gottvater der Zwerge.
„Es ist an der Zeit – die Feuertaufe Anglagorum – die jeder Zwerg machen muss, zu bewältigen. Ich gewähre dir die Gunst, dies auch als Halbzwerg zu tun. Es ist eine große Ehre. Also enttäusche mich nicht. Solltest du sie bestehen, so darfst du einem eigenen Clan gründen. Als vollwertiges Mitglied der Zwergenfamilie. Solltest du sie nicht bestehen, dann bist auf ewig ein ausgestoßener, ein Klanarodosch“, erklärt Angrosch dem jungen Klamdor. Dieser nickt und wacht auf.

(Alexa Viator)

Es war wie ein Wunder. Zitronello war nach einer unruhigen Nacht früh aufgestanden. Er hatte Vorahnungen, irgendetwas würde passieren. Es hatte nicht daran gelegen, dass er in seinem Haus, einem kleinen Reisewagen, noch kein Bett hatte. Auf der neuen Strohmatratze, die mit einem Laken, Kissen und Bettdecke gemütlich eingerichtet war, hatte er schon einige gute Nächte verbracht.

Nachdem er sich gewaschen und angezogen hatte, trieb ihn eine innere Unruhe hinaus in die Stadt. Auf dem Trenter Marktplatz erfuhr er dann die Neuigkeit, dass diesmal nicht wie sonst üblich, eine Person den Weg nach Simkea gefunden hatte, sondern gleich eine Großfamilie, zusammen mit ihren Wagen, Pferden, Haustieren, Kind und Kegel. Das alles klang ihm so seltsam vertraut, dass es ihm weh tat. War er doch früher in der alten Welt auch mit einem Wagen und seiner Sippe durch das Land gezogen. Sie hatten niemanden gestört, waren von Stadt zu Stadt gezogen, hatten dort
ihre Vorstellung gegeben: Einfach Zaubertricks, ein bisschen Jonglieren, Musik spielen und Lieder singen, die von Fernweh, Freiheit und Abenteuer erzählten. Auch wenn sie als Fahrende immer ein wenig misstrauisch betrachtet wurden, gab es doch viele Vorteile gegenüber den Städtern, Zitro hatte das Leben immer genossen. Es ließ ihn kalt, wenn die Leute behaupteten, seine Leute würden kleine Kinder stehlen, die Jungfern der Dörfer verführen und überhaupt Unglück bringen. Er kannte die Wahrheit: Sie nahmen manchmal Kinder auf, Waisenkinder, die keine Zukunft mehr hatten und was das Verführen der Frauen anging, so waren die Männer seiner Sippe nicht anders als die Männer in den Dörfern und Städten und Unglück? Immer wurde für ein Unglück ein Schuldiger gesucht und wer bot sich da an? Die Fremden, die man nicht kannte, denen man misstraute. Er wusste aber auch, dass die Stadtmenschen die Fahrenden beneideten, denn sie führten ein Leben in Freiheit und waren unabhängig, konnten ihrem Fernweh im Gegensatz zu den Städtern nachgeben. Und wen man beneidete, den bedachte man auch mit vielen Vorurteilen. Aber das war ihm immer egal gewesen, denn er kannte die Wahrheit: Sie brachten den Städtern ein Hauch von weiter Welt, von Sehnsüchten und Hoffnung, ein leichtes Gruseln, vermischt mit Spannung und Unterhaltung. Sie brachten den Städtern ein wenig Glückseligkeit und Ablenkung vom tristen Alltag.

Das war wohl etwas, was die neuen Herrscher nicht ertragen wollten. Eines Nachts, als Zitros Familie auf den Rest der Sippe wartete, wurden sie von Dämonen überfallen und vollkommen niedergemetzelt. Nur Zitro überlebte, weil – ja weil er sich vorher den Wald geschlichen hatte, um ein neues Liebeslied zu dichten, mit dem er in der nächsten Stadt ein hübsches Mädchen betören konnte. Als er zurückkam, fand er nur noch die brennenden
Wagen und die Leichen seiner Eltern, Geschwister und der anderen Verwandten. Die Angreifer hatten noch ein Schild aufgestellt als Warnung für alle „ Aufrührer“ und „ Vagabunden“ und dass man sie alle in dieser Nacht ausgelöschen würde. So begrub Zitro seine Verwandten und zog als gebrochener Mann von dannen. Er arbeitete mehr oder weniger willenlos im Alchemielabor eines Steinbruchs und wäre dort sicherlich elendiglich verreckt, wenn ihn
nicht plötzlich eine Beschwörung von dort nach Simkea gerissen hätte. Hier legte er seinen alten Namen ab und nahm den Namen desjenigen an, der ihn hierher beschworen hatte: Zitronello, der Schneemann, der gleichzeitig wieder in sein altes Land zurückgekehrt war.

Er richtete sich hier in Simkea ein, fand neue Bekannte und auch Freunde und hatte mit seinem alten Leben abgeschlossen. Auch wenn er den Tod der ganzen Sippe nicht gesehen hatte, er ging davon aus, dass alle aus der Sippe tot waren. Sie waren immer in drei Gruppen gezogen: Sein Großvater als der älteste und Sippenvorstand mit seiner Familie in einer Gruppe, dessen Neffe Rokko mit Familie in der zweiten, der dritte Bruder des Großvaters
mit seiner Familie in einer dritten. Das war so Tradition und man traf am Zielpunkt immer wieder zusammen. Und da in der Nacht des Schreckens die anderen Gruppen nicht eingetroffen waren, ging Zitro davon aus, dass sie vorher schon getötet worden waren.

Aber natürlich war er neugierig, wer da nun angekommen war. Leute mit Wagen, das klang wie Fahrende, auch wenn das nicht sein konnte. Zitro ging vor die Tore der Stadt und sein Herz blieb beinahe stehen, als er die vertrauten bunt bemalten Wagen erkannte: Es waren tatsächlich die Wagen seines Großonkels Rokko, der zweitälteste Vetter seines Vaters. Wie von Sinnen stürzte Zitro dorthin und wurde genauso überrascht empfangen, wie er selbst
überrascht war. Offenbar war Großonkel Rokko mit seiner Familie nicht, wie Zitro vermutet hatte, den normalen Weg zum gemeinsamen Treffpunkt genommen, wo die Feinde gewartet hatten. Großtante Marga hatte einen Wahrtraum und so zog die Familie über einen anderen Weg weiter und mied so die Falle. Sie ließen sich danach ganz von Großtante Marga führen und blieben in der Wildnis, nachdem ihr Kundschafter erfahren hatte, dass der Rest der Sippe tot war. Das war inzwischen in den Dörfern schon längst bekannt geworden. So zogen sie immer weiter durch die Wildnis, die Dörfer und Städte meidend, bis eines Abends sich ein magisches Portal bildete. Großonkel Rokko entschied, das Wagnis einzugehen. Durch ein unbekanntes Portal zu fahren schien ihm immer noch besser, als sein Leben lang auf der Flucht zu sein und irgendwann doch gestellt zu werden. Und so kamen
sie mit Mann und Maus nach Simkea. Da Großonkel Rokko, der Sohn von Zitros Großvater, nun der älteste der Sippe war, wurde er
automatisch das neue Sippenoberhaupt. Da Zitro sich in Simkea aber aus kannte, fragte er seinen Neffen um Rat. Und während ein großes
Fest vorbereitet wurde, berieten sich Rokko, dann dessen Sohn, Zitros Vetter Garo und Zitro, wie es nun weitergehen sollte.

(wird fortgesetzt)

(Zitronello)